Die vorliegende Arbeit beinhaltet eine Literaturrecherche zur strukturellen Vorgehensweise bei der Implementierung eines Lean Management-Konzepts in produzierenden Unternehmen.
Als Einführung wird zu einer möglichen Lean Management-Implementierung motiviert, indem neben den allgemeinen theoretischen Grundlagen des Lean Managements auch Erfolgszahlen und -fakten durch die erfolgreiche Implementierung dargelegt werden.
Die Thematik wird dabei von der Historie des Lean Managements aus aufgegriffen und enthält wesentliche Eigenschaften hinsichtlich der Prinzipien des Lean Managements. Die Einführung ist in Richtung einer möglichen Implementierung als Vorbereitung des Themas in Kapitel 3 zugeschnitten.
Das ganze Kapitel 2 ist eine Zusammenstellung allgemeiner Fachliteratur. Das Kapitel 3 widmet sich gänzlich der Lean-Implementierung. Dafür wurden als Primärliteratur die Werke „Lean Thinking“ von Womack & Jones und „Journey To Lean“ von Drew, McCallum & Roggenhofer zunächst kurz wiedergegeben.
Die darauffolgenden Unterkapitel behandeln die strukturelle Vorgehensweise bei der Implementierung im operationellen und im strategischen Sinn. Die Implementierung der Primärliteratur wird hier erweitert. Hierbei wird zum einen auf die Umstrukturierung in der Produktion eingegangen, zum anderen aber stehen hier auch die typischen psychologischen und akzeptanzbedingten Barrieren in Change-Prozessen im Fokus.
Dabei wurde eine Auswahl an Sekundärliteratur verwendet, die eben diese Punkte thematisieren. Punkte aus der Literatur werden durch eigene Erkenntnisse und Erfahrungen als eigener Beitrag ergänzt. Ein Fazit gibt einen kurzen Überblick über die gesamte Arbeit zur strukturellen Vorgehensweise zur Lean-Implementierung, spiegelt die wesentlichen Herausforderungen wider und gibt einen kurzen Ausblick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Motivation zur Implementierung
2.1 Grundlagen hinsichtlich der Lean-Implementierung
2.2 Zahlen, Daten, Fakten
2.3 Implementierungstreiber aus der Unternehmensumwelt
3. Vorgehensweisen zur Implementierung
3.1 Implementierung in der Primärliteratur
3.1.1 Implementierung nach Womack und Jones
3.1.2 Implementierung nach Drew, McCallum und Roggenhofer
3.2 Verschwendung
3.3 Wertstromdesign
3.4 Veränderungsmanagement im Management
3.5 Mitarbeitermotivation
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert systematische Vorgehensweisen zur Implementierung von Lean-Management in produzierenden Unternehmen durch eine fundierte Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, um operative sowie strategische Herausforderungen zu beleuchten.
- Theoretische Grundlagen und Erfolgsfaktoren des Lean-Managements
- Strukturelle Implementierungsmodelle nach Womack/Jones sowie Drew/McCallum/Roggenhofer
- Identifikation und Vermeidung von Verschwendung sowie Wertstromdesign
- Veränderungsmanagement und strategische Management-Herausforderungen
- Psychologische Aspekte der Mitarbeitermotivation in Change-Prozessen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Implementierung nach Womack und Jones
Für Womack und Jones ist der in „Lean Thinking“ vermerkte Ansatz der Implementierung ein Prozess, der sich über 5 Jahre hinausstreckt. Maßgeblich für den Beginn dieses Prozesses ist ein Verantwortlicher. Der sogenannte Change Agent. Er ist der Hauptverantwortliche für den strukturellen Wandel des Unternehmens. Er besitzt nicht zwangsläufig Lean-Kompetenzen oder Erfahrungen, jedoch eignet er sie sich während der Einführung schnell an. Sein Durchsetzungsvermögen hilft ihm, bei allem Mitarbeitern und den Führungskräften auf Akzeptanz zu stoßen. Nun wird der fünfjährige Prozess in vier Phasen, gemäß Abb. 3, unterteilt.
Die Get-Started Phase im ersten halben Jahr ist die Vorbereitungsphase der Implementierung. Hier wird das notwendige Wissen einer Lean-Implementierung erworben. Dies erfolgt i. d. R. durch einen Sensei (jap. für „Meister“), durch Unternehmensbesuche und das Studieren einschlägiger Fachliteratur. Wichtig ist, das die bisherige Unternehmensstrategie für diese Phase komplett ausgeblendet werden muss. Mittels des Lean-Werkzeugs „Value-Stream-Mapping“ wird mittels der Ist-Analyse alle Arten von Verschwendung identifiziert und dem Soll-Design ein klar definiertes, weit ausstehendes Lean-Ziel verfolgt, das einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess erlaubt. Alle in dieser Phase eingebrachten Erfolge müssen schnellstmöglich kommuniziert und sichtbar gemacht werden, hauptsächlich um den bereits genannten Punkt der Akzeptanz nicht zu verlieren. Beginnt die Implementierung in einer kleinen, einfachen kriselnden Einheit kann muss sie bei Erfolg sofort entlang der anknüpfende Prozesse ausgeweitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, eine strukturierte Vorgehensweise zur Implementierung von Lean-Management-Konzepten mittels Literaturanalyse aufzuzeigen.
2. Motivation zur Implementierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, die Erfolgszahlen von Lean-Systemen und die treibenden Faktoren aus dem Unternehmensumfeld.
3. Vorgehensweisen zur Implementierung: Hier werden die zentralen Implementierungskonzepte sowie Methoden wie Wertstromdesign, Change Management und Motivationsstrategien für Mitarbeiter detailliert beschrieben.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer langfristigen Perspektive und kulturellen Veränderung bei der Lean-Implementierung.
5. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Lean Management, Lean Production, Implementierung, Wertstromdesign, Veränderungsmanagement, Change Agent, Verschwendung, Mitarbeitermotivation, Prozessoptimierung, Unternehmenskultur, Effizienzsteigerung, Toyota Production System, kontinuierliche Verbesserung, Prozessmanagement, Management Infrastructure
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Vorgehensweise bei der Einführung von Lean-Management-Konzepten in produzierenden Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen, Implementierungsmodellen, Wertstromdesign, Veränderungsmanagement und der psychologischen Einbindung der Mitarbeiter.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, durch die Analyse von Primär- und Sekundärliteratur eine strukturierte Anleitung für den Wandel zum Lean-Unternehmen zu erarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer vergleichenden Analyse bestehender Implementierungsmodelle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Implementierungskonzepte (u.a. Womack/Jones), Methoden zur Identifikation von Verschwendung sowie Ansätze für ein erfolgreiches Change-Management.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lean Management, Wertstromdesign, Veränderungsmanagement, kontinuierliche Verbesserung und Mitarbeitermotivation.
Warum spielt das Veränderungsmanagement eine so zentrale Rolle?
Da viele Veränderungsvorhaben aufgrund von kulturellen Widerständen und mangelnder Akzeptanz auf Managementebene scheitern, ist ein strukturiertes Change Management essenziell.
Welche Bedeutung kommt dem Change Agent zu?
Der Change Agent ist die zentrale Person, die den strukturellen Wandel im Unternehmen leitet, Durchsetzungsvermögen beweist und die Akzeptanz des Lean-Gedankens fördert.
- Quote paper
- Christian Müller (Author), 2016, Vorgehensweisen bei der Implementierung eines Lean Management-Konzepts in produzierenden Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315396