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Der Nikolaus von Myra. Überblick zu Legenden und Bräuchen

Titre: Der Nikolaus von Myra. Überblick zu Legenden und Bräuchen

Dossier / Travail , 2014 , 14 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Aylin Kästner (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Der Nikolaus zählt heute zu einem der wichtigsten und bekanntesten Heiligen und hat mittlerweile auch außerhalb des Christentums eine bedeutende Rolle eingenommen. Wie erlangte er jedoch solch einen Status? Worauf beruht unser Wissen über den vorweihnachtlichen Gabenbringer?

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zum einem mit den bekanntesten Legenden über den Nikolaus, und zum anderen mit Bräuchen, welche daraus resultieren. Es wird sich auf die bekanntesten Legenden konzentriert, aus denen sich Bräuche entwickelt haben, die heute von relevanter Bedeutung für uns sind.

Der 6. Dezember stellt heute nicht nur für Kinder ein vorweihnachtliches Spektakel dar. Das Beschenken am Nikolaustag ist zur Tradition geworden. Mit den uns bekannten Bräuchen kommen jedoch auch zahlreiche Fragen auf. Welche Auswirkungen haben Nikolaus-Legenden auf unseren heutigen Alltag? Woraus sind die uns heute gängigsten Bräuche am Nikolaustag entstanden? Wo haben sie ihren Ursprung? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wurden alle bekannten Nikolauslegenden analysiert um diejenigen mit der größten Bedeutung für die Brauchforschung wiedergegeben.

Hierzu werden zunächst die Begrifflichkeiten „Brauch“ und „Legende“ definiert. Danach werden einige Daten über die Person Nikolaus zusammengefasst. Anschließend finden die Wichtigsten Legenden ihre Verankerung. Aus ihnen wurde ein umfassendes Bild vom Nikolaus kreiert. Diese Arbeit gibt einen Überblick, welche von den zahlreichen Nikolauslegenden bis in die heutige Zeit von großer Relevanz sind. Die Legenden und Bräuche sollen hierbei ein einheitliches Bild darstellen und Zusammenhänge verdeutlichen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Sage/Legende

3. Definition Sitte/Brauch

4. Die Person Nikolaus von Myra

5. Wichtige Legenden und ihre Auswirkungen

5.1 Die Stratelatenlegende

5.2 Die Legende von den drei Jungfrauen

5.3 Die Stillung des Seesturms

5.4 Die Auferweckung der drei getöteten Schüler

6. Bräuche

6.1 Kinderbischofsspiel

6.2 Einlegebrauch

6.3 Einkehrbrauch

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Legenden über den Heiligen Nikolaus von Myra und analysiert deren Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung verschiedener damit verbundener Bräuche im Jahreslauf. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den überlieferten Erzählungen und den heutigen Traditionen aufzuzeigen und deren Bedeutung für die Brauchforschung zu beleuchten.

  • Definition und Abgrenzung von Sagen, Legenden, Sitten und Bräuchen
  • Historische Einordnung der Person Nikolaus von Myra
  • Analyse zentraler Nikolaus-Legenden (z.B. Stratelaten- und Jungfrauenlegende)
  • Entstehung und Wandel von Nikolaus-Bräuchen wie dem Kinderbischofsspiel
  • Bedeutung der Gabenbringer-Tradition im heutigen Alltag

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Stratelatenlegende

Die Älteste Legende über den Nikolaus stammt aus dem 5./6. Jahrhundert. „Stratelus“ bedeutet soviel wie „Feldherr“. Sie gilt als eine der Wichtigsten Legenden. Mit diesem Ereignis, wird Nikolaus zu einem „Überheiligen“ aufgrund seiner Fähigkeit in Träumen zu erscheinen. und erlangt somit seinen Ruf als Wohltäter und Nothelfer. Für diese Legende gibt es nachweisbar mehrere Quellen, weshalb ihr Kern nicht anzuzweifeln ist. Mit der Stratelatenlegende erlangt Nikolaus seinen Status als Patron der Gefangenen und Verurteilten. Die Legende erzählt in der Zeit von Kaiser Konstantin dem Großen. Zu jener Zeit gab es Unruhen in Phrygien, weshalb der Kaiser eine Truppe unter der Führung von drei Feldherren losschickte um die Unruhen zu stillen. Die Truppe kam jedoch durch den starken Wind auf See stattdessen nach Myra in Lykien ab.

Die Soldaten gingen an Land verwüsteten die Gegend und plünderten Einwohner aus. Als ein Gefecht zwischen den Einwohnern und den Soldaten ausbrach tauchte Nikolaus auf und brachte mit Hilfe der drei Feldherren wieder Ruhe ein. Danach lud er sie zum Essen bei sich ein und erzählte ihnen, dass der Provinzial Präfekt Eustachius sich bestechen ließ und drei Männer Unschuldig zum Tode verurteilte die jedoch unschuldig waren. Er bat die drei Feldherren um Hilfe und sie gingen zusammen zu der Hinrichtung, bei der Nikolaus die drei unschuldigen Männer in letzter Sekunde befreien konnte. Dann kehrten die drei Feldherren zurück und wurden mit Auszeichnung vom Kaiser empfangen, da sie ohne Blut zu vergießen Ruhe in Myra eingebracht hatten. Der Prätor Ablavius klagte sie jedoch des Verrates an und der Kaiser war gewzeungen sie zum Tode zu verurteilen. Eingesperrt und auf ihren Tod wartend, riefen sie Nikolaus zum Beistand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Heiligen Nikolaus ein und formuliert das Ziel, die Legenden und die daraus resultierenden Bräuche volkskundlich zu betrachten.

2. Definition Sage/Legende: Es werden die begrifflichen Unterschiede zwischen Sage und Legende erörtert, wobei der Fokus auf der Rolle der Legende als schriftlich überlieferte, personenorientierte Erzählung mit idealisiertem Charakter liegt.

3. Definition Sitte/Brauch: Dieses Kapitel definiert den Brauch als wiederkehrende, soziale Handlung und grenzt ihn von der Sitte ab, während die Bedeutung des Brauchs innerhalb der Volkskunde hervorgehoben wird.

4. Die Person Nikolaus von Myra: Der Abschnitt beleuchtet die historische Figur des Bischofs und die Verschmelzung mit anderen Persönlichkeiten, die das heutige Bild des Nikolaus prägen.

5. Wichtige Legenden und ihre Auswirkungen: Hier werden zentrale Erzählungen wie die Stratelatenlegende, die Jungfrauenlegende sowie weitere Wunderberichte analysiert und ihre Bedeutung als Ursprung für spezifische Schutzpatronate dargelegt.

6. Bräuche: Dieses Kapitel beschreibt konkrete Traditionen wie das Kinderbischofsspiel, den Einlegebrauch und den Einkehrbrauch und erklärt deren Herleitung aus den zuvor besprochenen Legenden.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Legenden das Fundament für das Wissen über den Heiligen bilden und zeigt auf, wie sich die Bräuche unter dem Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen wandeln.

Schlüsselwörter

Nikolaus von Myra, Volkskunde, Brauchforschung, Legenden, Gabenbringer, Kinderbischofsspiel, Einlegebrauch, Einkehrbrauch, Heiligenverehrung, Stratelatenlegende, Jungfrauenlegende, Sozialer Wandel, Tradition, Schutzpatron, Brauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Heiligen Nikolaus von Myra, wobei der Schwerpunkt auf der Verbindung zwischen den überlieferten Legenden und den daraus resultierenden volkskundlichen Bräuchen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Definitionen von Brauch und Legende, die historische Einordnung der Person Nikolaus sowie die Analyse verschiedener Nikolaus-Traditionen im Jahreslauf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über die heute noch relevanten Nikolaus-Legenden zu geben und aufzuzeigen, wie diese das heutige Bild des Nikolaus und die mit ihm verbundenen Bräuche geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine volkskundliche Literaturanalyse und die Untersuchung bekannter Legenden-Quellen, um Zusammenhänge zwischen historischer Überlieferung und Brauchausübung herzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Person Nikolaus, eine detaillierte Analyse der Legenden und die Beschreibung der daraus entstandenen Bräuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nikolaus von Myra, Volkskunde, Brauchforschung, Legendenbildung und Gabenbringer charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Stratelatenlegende" für das Selbstverständnis des Nikolaus?

Die Stratelatenlegende ist zentral, da sie Nikolaus als "Überheiligen" und Nothelfer etablieren konnte, der in der Not (hier als Patron der Gefangenen) eingreift.

Warum wird der Wandel der Bräuche in der Arbeit thematisiert?

Der Wandel der Bräuche ist für die Volkskunde von großer Bedeutung, da er Aufschluss über gesellschaftliche Veränderungen, Säkularisierungsprozesse und Kommerzialisierung gibt.

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Résumé des informations

Titre
Der Nikolaus von Myra. Überblick zu Legenden und Bräuchen
Université
University of Bamberg  (Europäische Ethnologie)
Cours
Seminar
Note
2,7
Auteur
Aylin Kästner (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
14
N° de catalogue
V315630
ISBN (ebook)
9783668150119
ISBN (Livre)
9783668150126
Langue
allemand
mots-clé
Nikolaus Legenden Heiliger Nikolaustag Nikolauslegende
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Citation du texte
Aylin Kästner (Auteur), 2014, Der Nikolaus von Myra. Überblick zu Legenden und Bräuchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315630
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Extrait de  14  pages
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