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Kritische Auseinandersetzung mit Modellen der Sprachproduktion und Sprachrezeption

Título: Kritische Auseinandersetzung mit Modellen der Sprachproduktion und Sprachrezeption

Tesis (Bachelor) , 2013 , 90 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Friedemann B. Götz (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Menschliche Sprache ist von zentraler Wichtigkeit im Alltag und eine außerordentliche Fähigkeit, die den Menschen von allen anderen Lebewesen unseres Planeten unterscheidet. Das Thema dieser Bachelorarbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit eben den Prozessen, die hinter der Sprachrezeption und der Sprachproduktion stehen. Da man zwar die physiologischen Aktivitäten unseres Gehirns betrachten kann, jedoch nicht dessen genaue Funktionsweise, werden Theorien und Modelle zu dessen Ergründung angefertigt, wovon hier eine Auswahl vorgestellt wird.

Wodurch ist die Entwicklung der Sprachfähigkeit bedingt? Nicht nur haben sich der Kehlkopf, der Rachenraum, die Zunge und die Lippen stark weiterentwickelt, was sie zu geeigneten Instrumenten der Artikulation menschlicher Sprache macht, sondern stehen sie auch unter der Kontrolle besser entwickelter Gehirnregionen. Tierische Laute spiegeln direkt die Emotionen des Tieres wieder und stehen unter der Kontrolle des anterioren Gyrus cinguli, welcher zum limbischen System gehört. Die Artikulationsorgane des Menschen werden jedoch vom Neocortex kontrolliert, was eine Neuheit in der Evolution darstellt. Das alte Äußerungssystem wurde jedoch nicht vollständig abgelegt. So drückt der Mensch auch heute noch Emotionen, welche vom limbischen System ausgehen, durch die Sprachmelodie, die Prosodie, aus. Die Kreationen durch das Zusammenspiel der nun kontrollierbaren Organe bilden Silben, die mit einer gewissen Bedeutung angereichert werden. Diese Beziehung wird anschließend festgehalten und zur Reproduktion gespeichert. Dies ist der erste große Entwicklungsschritt zur menschlichen Sprache.

Der zweite Schritt ist bedingt durch die Entwicklung neuer sozialer Kompetenzen. Wie schon angesprochen hat der Mensch das zwischenmenschliche Fellpflegeverhalten weitgehend abgelegt und die Sprache an dessen Stelle für sich entdeckt. Der verhältnismäßig große Neocortex des Homo sapiens, welcher der Erkennung von Personen durch Gesicht und Stimme, der Erkennung von Gesichtsausdrücken und den Sprachprozessen dient, unterstützt die Theorie von Dunbar (1992), wonach die Größe dieser speziellen Gehirnregion stark von der durchschnittlichen Gruppengröße eines Lebewesens abhängig ist. Mit der stetig wachsenden Komplexität der sozialen Beziehungen in menschlichen Gruppen, ist diese Entwicklung leicht nachvollziehbar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

1. Erster Überblick über die Sprachproduktion und die Sprachrezeption

2. Definition „Modell“

3. Praktischer Aspekt

II. Methodisches Vorgehen

1. Auseinandersetzung mit Versprechern

2. Analyse von Sprechpausen

3. Rückschlüsse durch Aphasien

4. Beobachtung zerebraler Vorgänge

5. Experimentelle Methoden

6. Simulative Methodik

7. Kritik an Methoden

III. Sprachrezeption

1. Klassifizierung der Theorien

2. Theorien zur Worterkennung

3. Theorien des Satzverständnisses

4. Theorien der Diskursrezeption

IV. Sprachproduktion

1. Klassifizierung der Theorien

2. Sprachproduktionsmodell nach Garrett

3. Sprachproduktionsmodell nach Dell

4. Zusammenfassende und vergleichende Kommentare I

5. Sprachproduktionsmodell nach Levelt

A. Prämissen

B. Einzelne Module und Teilprozesse

1. Die Konzeptualisierung

2. Die Formulierung

3. Die Artikulation

4. Monitoring und Reparatur

6. Zusammenfassende und vergleichende Kommentare II

V. Fokus auf die Lexikalisierung

1. Das mentale Lexikon

2. Lexikalisierung

3. Eine eigene Theorie zur Lexikalisierung

A. Struktur

1. die konzeptuelle Ebene

2. die Meta-Ebene

3. die Lexem-Ebene

4. Nach der Lexem-Ebene

B. Generelle Anmerkungen

C. Schlussbemerkung zum eigenen Lexikalisierungsmodell

VI. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Einblick in die komplexen kognitiven Prozesse der Sprachproduktion und Sprachrezeption zu geben. Dabei werden verschiedene theoretische Modelle kritisch analysiert, um zu verstehen, wie das Gehirn Gedanken in Sprache übersetzt und umgekehrt, wobei ein besonderer Fokus auf der Modellierung des mentalen Lexikons und der Lexikalisierung liegt.

  • Kognitive Grundlagen von Sprachproduktion und -rezeption
  • Kritische Analyse psycholinguistischer Modelle (u.a. Garrett, Dell, Levelt)
  • Methoden der psycholinguistischen Forschung (z.B. Versprecheranalyse, Aphasien)
  • Struktur und Funktionsweise des mentalen Lexikons
  • Entwicklung eines eigenen theoretischen Lexikalisierungsmodells

Auszug aus dem Buch

2. Definition "Modell"

In der vorliegenden Arbeit wird das Wort "Modell" mit sehr hoher Frequenz eingesetzt, weswegen es einer genaueren Betrachtung bedarf.

Modelle in der Sprachwissenschaft sind vereinfachte Darstellungen sprachlicher Sachverhalte. Sie können Theorien abbilden oder vortheoretisch als Denkmodelle dienen. (Homberger 2000:340)

Kognitive Modelle haben für die Bewältigung komplexer Situationen eine wichtige Funktion, da sie diese auf ihre wesentlichen Eigenschaften reduzieren. Obwohl Modelle die Funktion haben, ihren Gegenstand abzubilden, kann diese Abbildung immer nur bestimmte Aspekte des Gegenstands oder der Situation beinhalten. Modelle sind ein Produkt der Problemlösungsversuche des Menschen und daher Konstruktionen, die subjektive und kreative Aspekte beinhalten. (Rickheit et al. 2010:16)

Bei Modellen ist zu bedenken, daß sie ``symbolische Modelle'' sind. Diese Eigenschaft darf u. a. auch deshalb nicht übersehen werden, weil sie eine unüberbrückbare Barriere darstellt zwischen Modell und Original. Ein Modell kann niemals (gerade auch theoretisch nicht) durch Verfeinerung und Präzisierung bildlich gesprochen in ein Original umschlagen. Wenn ein Sturm auf einem Computer simuliert wird, stürmt es nicht tatsächlich, auch dann nicht, wenn das Modell einen hohen Grad an Perfektion erreicht. (Kochendörfer 1997:11f)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der Sprachproduktion und -rezeption ein, definiert den Modellbegriff und beleuchtet praktische Aspekte der psycholinguistischen Forschung.

II. Methodisches Vorgehen: Hier werden die wichtigsten Forschungsmethoden wie die Analyse von Versprechern, Sprechpausen, Aphasien und experimentelle Ansätze vorgestellt und diskutiert.

III. Sprachrezeption: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Modellen der Sprachaufnahme, von der Worterkennung über das Satzverständnis bis zur Diskursrezeption.

IV. Sprachproduktion: Der Fokus liegt auf der Analyse der Sprachgenerierung, unterteilt in klassische Modelle wie die von Garrett, Dell und Levelt.

V. Fokus auf die Lexikalisierung: In diesem Teil wird das mentale Lexikon detailliert untersucht und ein eigenes, grafisch orientiertes Lexikalisierungsmodell entwickelt.

VI. Schlussteil: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die theoretischen Ansätze der Sprachverarbeitung.

Schlüsselwörter

Sprachproduktion, Sprachrezeption, Psycholinguistik, Mentales Lexikon, Lexikalisierung, Versprecher, Aphasie, Aktivierungsausbreitung, Modellbildung, kognitive Prozesse, Syntax, Semantik, Morphologie, Wortform, Sprachverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen, die erklären, wie Menschen Sprache produzieren und rezipieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die psycholinguistische Methodik, die Funktionsweise des mentalen Lexikons, die Syntax- und Semantikverarbeitung sowie die Modellierung von Sprachproduktionsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen theoretischen Überblick über kognitive Sprachprozesse zu bieten und durch ein eigenes, grafisch orientiertes Modell einen verständlicheren Zugang zur Lexikalisierung zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalyse, den Vergleich existierender psycholinguistischer Theorien und die methodische Reflexion empirischer Ansätze wie Versprecheranalyse und Eye-Tracking.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Modelle der Sprachrezeption und Sprachproduktion (Garrett, Dell, Levelt) und vertieft die Mechanismen der Lexikalisierung im mentalen Lexikon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachproduktion, Sprachrezeption, Mentales Lexikon, Lexikalisierung, Aktivierungsausbreitung und kognitive Modellbildung.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „autonom“ und „interaktiv“ eine wichtige Rolle?

Diese Unterscheidung ist zentral für die Debatte, ob Sprachprozesse in strikt getrennten Schritten (autonom) oder durch einen ständigen Informationsaustausch zwischen den Ebenen (interaktiv) ablaufen.

Was unterscheidet das „eigene Modell“ des Autors von klassischen Theorien?

Der Autor legt besonderen Wert auf die grafische Darstellbarkeit und Anschaulichkeit der Prozesse, um Studierenden den Zugang zu komplexen lexikalischen Zugriffen zu erleichtern.

Final del extracto de 90 páginas  - subir

Detalles

Título
Kritische Auseinandersetzung mit Modellen der Sprachproduktion und Sprachrezeption
Universidad
University of Stuttgart  (Linguistik Romanistik)
Calificación
1,0
Autor
Friedemann B. Götz (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
90
No. de catálogo
V315707
ISBN (Ebook)
9783668152465
ISBN (Libro)
9783668152472
Idioma
Alemán
Etiqueta
Linguistik Psycholinguistik Dell Levelt Sprachproduktion Sprachrezeption Modell Romanistik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Friedemann B. Götz (Autor), 2013, Kritische Auseinandersetzung mit Modellen der Sprachproduktion und Sprachrezeption, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315707
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Extracto de  90  Páginas
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