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Psychoanalytische Pädagogik als Erklärungs- und Interventionsansatz bei Verhaltensproblemen in der Schule

Título: Psychoanalytische Pädagogik als Erklärungs- und Interventionsansatz bei Verhaltensproblemen in der Schule

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2014 , 87 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Debora Agster (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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In allen Schulformen hierzulande lassen sich Schülerinnen und Schüler finden die Verhaltensprobleme und Verhaltensauffälligkeiten zeigen. „Die Not ist riesengroß“ titelte DIE ZEIT im Jahre 2010 (DIE ZEIT, 4.11.2010, Nr. 45) und berichtete von einer wachsenden Zahl schwieriger Kinder und Jugendlicher in Schulen, deren problematische Verhaltensweisen in Form von Hyperaktivität, Impulsivität, Aggression oder völligem Rückzug bei Lehrpersonen Hilflosigkeit und Überforderung auslösen.
Hilfsmaßnahmen wie verhaltenstherapeutisch orientierte Trainingsprogramme, Ordnungsmaßnahmen, oder auch die Verabreichung von Medikamenten vermitteln den Eindruck von Handlungskompetenz, verdeutlichen aber, dass im Bereich der Verhaltensprobleme eine Symptomorientierung vorherrscht, die versucht, die individuellen Ursachen der Verhaltensproblematik weitgehend außer Acht zu lassen (vgl. Ahrbeck, 2006, S. 19).
Auf der Suche nach Theorien und Modellen, welche jenseits der bewusst zugänglichen Ebene ansetzen und damit eventuell andere Wege im Umgang mit Verhaltensproblemen aufzeigen, findet sich die Psychoanalyse.
Die Psychoanalyse beschreibt detailliert früheste psychische Prozesse und geht davon aus, dass diese eine große Rolle im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung spielen. Mit dieser Annahme steht sie nicht alleine da. Ergebnisse aus der empirischen Säuglings- und Kleinkindforschungen, sowie der Sozialisationsforschung zeigen die Bedeutung der frühen Lebenserfahrungen mitsamt ihren Folgen für das weitere Leben auf (vgl. Ahrbeck, 2006,S. 20).
Ich gehe deshalb in meiner Examensarbeit der Frage nach, ob die Ansätze der psychoanalytischen Pädagogik, welche versucht die Theorien und Konzepte der Psychoanalyse für den pädagogischen Bereich fruchtbar zu machen, als Erklärungs- und Interventionsansatz bei Verhaltensproblemen in der Regelschule herangezogen werden kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Begründung der Begriffswahl „Verhaltensprobleme“

2.1 Psychoanalytische Pädagogik: Versuch einer Definition

3. Psychoanalytische Grundlagen

3.1 Anfänge der Psychoanalyse

3.2 Therapie und Theorie menschlicher Entwicklung

3.2.1 Psychoanalyse als Therapie

3.2.2 Psychoanalyse als Theorie menschlicher Entwicklung

3.2.3 Die Triebtheorie

3.2.4 Der psychische Apparat: Strukturmodell der Psyche

3.2.5 Die psychosexuelle Entwicklung des Menschen

3.3 Zusammenfassung und Kritik der klassischen Psychoanalyse

4. Geschichte und Entwicklung der Psychoanalytischen Pädagogik

4.1 Pioniere psychoanalytischer Pädagogik

4.1.1 AUGUST AICHHORN

4.1.2 FRITZ REDL

4.1.3 SIGFRIED BERNFELD

4.1.4 ANNA FREUD

4.2 Resümee zur Anfangsphase Psychoanalytischer Pädagogik

5. Die Weiterentwicklungen der Psychoanalyse

5.1 Ich Psychologie

5.2 Selbstpsychologie

5.3 Objektbeziehungstheorien

5.3.1 Projektive Identifizierung

5.3.2 Containing

5.3.3 Der Beitrag Winnicotts

5.4 Lorenzers Beitrag zur psychoanalytischen Pädagogik

5.5 Zusammenfassung

6. Psychoanalytische Pädagogik und Schule

6.1 Bereiche der psychoanalytischen Pädagogik der Schule

6.1.1 Das Schulproblem als Symptom

6.1.2 Die Schule als Institution

6.1.3 Die Schüler-Lehrer-Beziehung

6.2 Das Verhältnis von Theorie und Praxis

6.3 Die psychoanalytisch-pädagogische Haltung

6.4 Die psychoanalytisch-pädagogische Haltung: Bedingungen

6.4.1 Die Abstinenzregel im schulischen Kontext

6.4.2 Die Lehrperson im Zentrum

6.4.3 Zusammenfassung

7. Veränderungsanforderung an die Schule

7.1 Ort der psychoanalytischen Pädagogik im schulischen Kontext

7.2 Zentrale Merkmale der Balintgruppenarbeit als Grundlage

7.3 Psychoanalytisch orientierte Supervision im schulischen Bereich

7.3.1 Aufgaben und Phasen psychoanalytisch-orientierter Supervision

7.3.2 Kasuistisches Beispiel

7.4 Zusammenfassung

8. Psychoanalytische Pädagogik in Aus- und Weiterbildung

9. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Ansätze der psychoanalytischen Pädagogik dazu beitragen können, Erklärungs- und Interventionsmöglichkeiten für Verhaltensprobleme in der Regelschule zu entwickeln, wobei der Fokus auf der Reflexion der Lehrperson und ihrer Beziehung zum Kind liegt.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der psychoanalytischen Pädagogik
  • Die Bedeutung unbewusster Prozesse im schulischen Interaktionsgeschehen
  • Möglichkeiten der psychoanalytisch orientierten Supervision zur Unterstützung von Lehrkräften
  • Kasuistische Analyse von Verhaltensauffälligkeiten im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

In allen Schulformen hierzulande lassen sich Schülerinnen und Schüler finden die Verhaltensprobleme und Verhaltensauffälligkeiten zeigen. „Die Not ist riesengroß“ titelte DIE ZEIT im Jahre 2010 (DIE ZEIT, 4.11.2010, Nr. 45) und berichtete von einer wachsenden Zahl schwieriger Kinder und Jugendlicher in Schulen, deren problematische Verhaltensweisen in Form von Hyperaktivität, Impulsivität, Aggression oder völligem Rückzug bei Lehrpersonen Hilflosigkeit und Überforderung auslösen.

Hilfsmaßnahmen wie verhaltenstherapeutisch orientierte Trainingsprogramme, Ordnungsmaßnahmen, oder auch die Verabreichung von Medikamenten vermitteln den Eindruck von Handlungskompetenz, verdeutlichen aber, dass im Bereich der Verhaltensprobleme eine Symptomorientierung vorherrscht, die versucht, die individuellen Ursachen der Verhaltensproblematik weitgehend außer Acht zu lassen (vgl. Ahrbeck, 2006, S. 19).

Auf der Suche nach Theorien und Modellen, welche jenseits der bewusst zugänglichen Ebene ansetzen und damit eventuell andere Wege im Umgang mit Verhaltensproblemen aufzeigen, findet sich die Psychoanalyse.

Die Psychoanalyse beschreibt detailliert früheste psychische Prozesse und geht davon aus, dass diese eine große Rolle im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung spielen. Mit dieser Annahme steht sie nicht alleine da. Ergebnisse aus der empirischen Säuglings- und Kleinkindforschung, sowie der Sozialisationsforschung zeigen die Bedeutung der frühen Lebenserfahrungen mitsamt ihren Folgen für das weitere Leben auf (vgl. Ahrbeck, 2006,S. 20).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problematik von Verhaltensauffälligkeiten im Schulalltag dar und führt in die Fragestellung ein, ob die Psychoanalyse hier pädagogisch fruchtbar gemacht werden kann.

2. Begründung der Begriffswahl „Verhaltensprobleme“: Erläutert die bewusste Entscheidung gegen medizinisch-pathologisierende Begriffe und für eine pädagogisch-psychoanalytische Sichtweise.

3. Psychoanalytische Grundlagen: Bietet einen Überblick über Freuds Theorien, einschließlich Triebtheorie und Strukturmodell, als Basis für die Pädagogik.

4. Geschichte und Entwicklung der Psychoanalytischen Pädagogik: Beleuchtet die Pionierzeit und die Ansätze von Figuren wie Aichhorn, Redl, Bernfeld und Anna Freud.

5. Die Weiterentwicklungen der Psychoanalyse: Diskutiert Ich-Psychologie, Selbstpsychologie und Objektbeziehungstheorien sowie deren Bedeutung für das Verständnis menschlicher Entwicklung.

6. Psychoanalytische Pädagogik und Schule: Analysiert die Institution Schule, die Lehrer-Schüler-Beziehung und die notwendige professionelle Haltung der Lehrkraft.

7. Veränderungsanforderung an die Schule: Behandelt die Notwendigkeit von Supervision und die Arbeit in Balintgruppen zur Reflexion des pädagogischen Handelns.

8. Psychoanalytische Pädagogik in Aus- und Weiterbildung: Plädiert für die Integration psychoanalytischer Ansätze in die universitäre Lehrerausbildung.

9. Schlussfolgerung: Fasst zusammen, dass Psychoanalyse kein schnelles "Allheilmittel" ist, aber einen essenziellen Beitrag zur professionellen Reflexion bietet.

Schlüsselwörter

Psychoanalytische Pädagogik, Verhaltensprobleme, Schule, Übertragung, Gegenübertragung, Supervision, Balintgruppe, Szenisches Verstehen, Objektbeziehungstheorie, Lehrer-Schüler-Beziehung, Unbewusstes, Schulentwicklung, Triebtheorie, Selbstreflexion, Identifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie psychoanalytische Konzepte Pädagogen dabei unterstützen können, die Hintergründe von schwierigem Schülerverhalten besser zu verstehen und professioneller darauf zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Felder sind die Verbindung von Psychoanalyse und Pädagogik, die Rolle der Lehrperson, die institutionellen Bedingungen von Schule und die Bedeutung von Supervision als Reflexionsraum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob und wie die psychoanalytische Sichtweise Lehrkräfte befähigen kann, hinter die Symptome von "Problemverhalten" zu blicken, statt nur symptomorientiert zu intervenieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, die auf der Aufarbeitung psychoanalytischer Fachliteratur und der kasuistischen Analyse von Fallbeispielen aus der Schulpraxis basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung der psychoanalytischen Pädagogik, eine Darstellung relevanter psychoanalytischer Theorien sowie die Anwendung dieser Modelle auf schulische Konfliktsituationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Übertragung und Gegenübertragung, das szenische Verstehen, die projektive Identifizierung sowie der Begriff der "haltenden Umwelt" nach Winnicott.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Lehrperson in der Psychoanalytischen Pädagogik?

Die Lehrperson wird als zentrales Instrument gesehen. Sie muss fähig sein, ihre eigenen emotionalen Verstrickungen und unbewussten Anteile zu reflektieren, um nicht in eine rein reaktive Rolle gegenüber schwierigen Schülern zu verfallen.

Welche Bedeutung kommt der Supervision zu?

Supervision wird als unverzichtbarer Reflexionsort betrachtet, an dem Lehrkräfte durch den Austausch in der Gruppe lernen, ihre persönlichen Anteile von den Konflikten der Schüler zu trennen und neue Handlungsperspektiven zu entwickeln.

Final del extracto de 87 páginas  - subir

Detalles

Título
Psychoanalytische Pädagogik als Erklärungs- und Interventionsansatz bei Verhaltensproblemen in der Schule
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Calificación
1,0
Autor
Debora Agster (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
87
No. de catálogo
V315708
ISBN (Ebook)
9783668146440
ISBN (Libro)
9783668146457
Idioma
Alemán
Etiqueta
Psychoanalytische Pädagogik Verhaltensauffälligkeiten ADHS Entwicklungspsychologie Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Debora Agster (Autor), 2014, Psychoanalytische Pädagogik als Erklärungs- und Interventionsansatz bei Verhaltensproblemen in der Schule, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315708
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