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Prozessorientierte Business Intelligence

Konstruktion einer Methode zur Selektion von wirtschaftlich und fachlich geeigneten Entscheidungssituationen sowie zugehöriger Informationsbedarfe

Titel: Prozessorientierte Business Intelligence

Masterarbeit , 2015 , 69 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Frank Mertz (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Zielsetzung der Arbeit soll die Konstruktion einer Methode für die Selektion einer Entscheidungssituation und zugehöriger Informationsbedarfe für eine Entscheidungsunterstützung in Prozessen sein. Hierbei sollen, bezugnehmend auf die folgenden Fragestellungen

1. Fachlicher Fokus: Welche Art von prozessorientierter Entscheidungssitu-ation kann durch gezielte Informationsversorgung zur Entscheidungsunterstützung qualitäts- oder/ und geschwindigkeitssteigernd unterstützt werden? Wie können die objektiven Informationsbedarfe ermittelt werden?

2. Wirtschaftlicher Fokus: Wie kann unter anderem der Wert einer Infor-mation im Verhältnis zum Beschaffungsaufwand bestimmt werden, um die Kosten-Nutzen-Abwägung einer Entscheidungsunterstützung vor der Informationsbeschaffung durchzuführen?

explizit wirtschaftliche und fachliche Aspekte berücksichtigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserläuterungen und thematische Einführung in Business Intelligence

2.1 Entscheidungentheorie, Informationen, Informationsbedarf, -nachfrage und -angebot

2.1.1 Entscheidungstheorie

2.1.2 Begriff der Information

2.1.3 Informationsbedarf, -nachfrage und -angebot

2.2 Business Intelligence

2.2.1 Historische Entwicklung

2.2.2 Begriffsdefinition von Business Intelligence

2.2.3 Architekturordnungsrahmen

2.2.4 Prozessorientierte Business Intelligence

3 Konstruktion der Methode

3.1 Methodenverständnis und Vorgehensweise

3.2 Analyse der Einflussfaktoren der Problemstellung

3.2.1 Prozess vs. domänenbezogene Datenbereitstellung

3.2.2 Zeitkritische Entscheidungen

3.2.3 Wirtschaftlichkeit der Entscheidungsunterstützung

3.2.4 Ergebnisse der Analysephase

3.3 Entwurf der Methodenkomponenten

3.3.1 Aktivitäten sowie Vorgehensmodell

3.3.2 Ergebnismodell

3.3.3 Rollenmodell

3.3.4 Techniken

3.3.5 Informationsmodell

3.4 Evaluation

4 Evaluation der Vorgehensweise

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit zielt darauf ab, eine Methode zu konstruieren, die Unternehmen dabei unterstützt, wirtschaftlich und fachlich geeignete Entscheidungssituationen in Prozessen zu identifizieren und die dafür notwendigen Informationsbedarfe präzise zu ermitteln.

  • Integration von Business Intelligence (BI) in operative Geschäftsprozesse
  • Analyse und Bewertung von Entscheidungsfeldern unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten
  • Methodik zur Ermittlung des objektiven Informationsbedarfs
  • Bestimmung des Informationswertes im Verhältnis zum Beschaffungsaufwand
  • Priorisierung von Entscheidungssituationen für eine prozessorientierte BI-Unterstützung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Prozess vs. domänenbezogene Datenbereitstellung

Die Prozessorientierung ist kein neues Phänomen und hat eine lange Historie in der Wissenschaft und Wirtschaft (Amberg 2010, S. 1). So ist diese Prozessorientierung elementarer Bestandteil von etablierten betriebswirtschaftlichen Konzepten wie dem „Lean Management“, dem japanischen „Kaizen“ (Bea und Göbel 2010, S. 355), von wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich des „Business Engineering Ansatzes“ (Höning 2009, S. 11) oder des „Supply Chain Managements“ (Werner 2010, S. 3 ff.). So wird die betriebswirtschaftliche Wertschöpfung heutzutage regelmäßig prozessbasiert durchgeführt, welches durch den strukturierten Aufbau eines Prozesses auch die Unterstützung durch entsprechende operative IT-Systeme erleichtert. Die Verknüpfung der Prozesseben zur operativen Informations- und Kommunikationssystemebene ist ebenfalls nicht neu und lässt sich u.a. sehr deutlich der Business-Engineering-Landkarte entnehmen (Österle und Winter 2003, S. 12).

Im Vergleich dazu haben die meisten dispositiven Informations- und Kommunikationssysteme noch einen Domänenbezug, d.h. dem Datenextraktionsprozess nachgelagert erfolgt u.a. eine domänenbezogene Aufbereitung der Daten (vgl. Abschnitt 2.2.3). Seufert (2014, 28 f.) spricht hier von einem Reifegrad 1 der BI und Big Data-Systeme (vgl. auch Abschnitt 2.2.4).

Durch den Extraktions- und Aufbereitungsschritt geht regelmäßig der Prozessbezug der Daten verloren (Bucher, Gericke und Sigg 2009, S. 409). Dadurch reduzieren sich die Analysemöglichkeiten, wodurch der analytische Wert der Daten sinkt. So können z.B. mittels einer prozessorientierten Ursachenanalyse gezielter Produktionsfehler zurückverfolgt und mit bestimmten Umweltvariablen oder Maschinenkonfigurationen in Zusammenhang gebracht werden (Baars und Sun 2013, S. 12). Ohne den Prozessbezug der Daten kann nur die Anzahl der Produktionsfehler gemessen werden, jedoch lässt sich so kaum eine ursachenorientierte Analyse durchführen. Ebenfalls fällt es schwer, ausgehend von der Information über eine hohe Anzahl an Produktionsfehlern, gezielt eine Entscheidung zur Verbesserung der Situation zu treffen, ohne weitere Analysemaßnahmen durchzuführen. Der Prozessbezug ermöglicht durch das gezielte Adjustieren der ursachenrelevanten Prozessparameter ebenfalls, den Prozess während des Ablaufs zu verbessern (Eckerson 2007, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz einer methodenbasierten Vorgehensweise zur Auswahl von prozessorientierten Entscheidungssituationen und definiert die Zielsetzung sowie die fachlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen der Arbeit.

2 Begriffserläuterungen und thematische Einführung in Business Intelligence: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zu den Themenbereichen Entscheidungstheorie, Information und Business Intelligence und führt in die prozessorientierte BI sowie das Reifegradmodell ein.

3 Konstruktion der Methode: Hier erfolgt die eigentliche Entwicklung der Methode durch die Analyse der Einflussfaktoren, den Entwurf der Methodenkomponenten (Aktivitäten, Rollen, Ergebnisse, Techniken) und ein entsprechendes Informationsmodell.

4 Evaluation der Vorgehensweise: In diesem Kapitel wird die gewählte Vorgehensweise reflektiert und die theoretische Fundierung der Methodenkonstruktion kritisch evaluiert.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Arbeit und zeigt auf, wie die entwickelte Methode zur Generierung konkreter Anwendungsfälle beitragen kann.

Schlüsselwörter

Business Intelligence, Prozessorientierung, Entscheidungsunterstützung, Informationsbedarfsanalyse, Geschäftsprozessmanagement, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Total Cost of Ownership, Nutzenanalyse, Methoden-Engineering, Prozesssteuerung, Datenbereitstellung, Informationswert, Prozessmodellierung, Entscheidungsmodell, Prozessrelevanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Methode, um innerhalb von Unternehmen prozessorientierte Entscheidungssituationen zu identifizieren und die dafür benötigten Informationen wirtschaftlich und fachlich fundiert zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Business Intelligence (BI), insbesondere die prozessorientierte Weiterentwicklung (Reifegrad 2), das Management von Informationsbedarfen, die Analyse von Geschäftsprozessen sowie Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Lösungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist die Konstruktion einer strukturierten Methode zur Selektion von Entscheidungssituationen, die für eine prozessorientierte BI-Unterstützung geeignet sind, unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer argumentativ-deduktiven Analysephase sowie einer konzeptionell-deduktiven Entwurfsphase, die dem Erkenntnisprozess der gestaltungsorientierten Wirtschaftsinformatik folgt und das Methoden-Engineering nach Gutzwiller nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Einflussfaktoren der Problemstellung analysiert, Komponenten für die zu entwickelnde Methode entworfen (Vorgehensmodell, Ergebnismodell, Rollenmodell, Techniken) und ein Informationsmodell unter Einbezug von Entscheidungspunkten in Prozessen konstruiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind u.a. prozessorientierte Business Intelligence, Informationsbedarfsanalyse, TCO (Total Cost of Ownership), Nutzenanalyse, Prozesszielrelevanz und Entscheidungsfeld.

Wie unterscheidet sich prozessorientierte BI von klassischen Ansätzen?

Im Gegensatz zur klassischen, meist domänenorientierten BI, die oft Zeitverzögerungen aufweist, zielt die prozessorientierte BI auf eine Echtzeit-Integration der Analyse in den laufenden Prozess, um diesen während der Ausführung zu steuern und zu optimieren.

Warum ist die Wirtschaftlichkeitsanalyse so herausfordernd?

Die Messung des Nutzens von BI-Systemen ist schwierig, da kein direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem System und der daraus resultierenden Leistung besteht; positive Effekte entstehen oft nur indirekt durch eine effizientere Aktionenführung.

Wie wird in der Methode der Nutzen bewertet?

Der Nutzen wird primär durch eine Informationswertmethode bestimmt, die den Mehrwert durch die Reduktion von Entscheidungsunsicherheit quantifiziert, wobei auch der Faktor Zeit (Action-Distanz-Konzept) eine Rolle spielt.

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Details

Titel
Prozessorientierte Business Intelligence
Untertitel
Konstruktion einer Methode zur Selektion von wirtschaftlich und fachlich geeigneten Entscheidungssituationen sowie zugehöriger Informationsbedarfe
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität in Hagen Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Informationsmanagement)
Note
1,7
Autor
Frank Mertz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
69
Katalognummer
V315766
ISBN (eBook)
9783668146952
ISBN (Buch)
9783668146969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Business Intelligence Business Process Intelligence operational Business Intelligence Entscheidungsunterstützung Method Engineering
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Mertz (Autor:in), 2015, Prozessorientierte Business Intelligence, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315766
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  69  Seiten
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