In dieser Arbeit geht es um die systemische Haltung im Coaching, Erklärung von Begriffen wie Systeme und Konstruktivismus, die Grundannahmen systemischen Fragens, dem systemischen Coachingprozesses sowie dem Setting und welche Arten von Coachees existieren.
Erklärt werden Werkzeuge wie generell die systemischen Fragen im gesamten Prozess, wie wichtig Spiegeln, Pacing und aktives Zuhören ist, wie mit Skalierung und Zirkularität umgegangen wird. In den Werkzeugen des Coachingprozesses findet sich auch die Vorstellung der Wunderfrage - eine hypothetische Lösung von Steve de Shazer sowie der Fragenaufbau des kleinen Zielmodells. Weiters geht es mit der Strukturdiagnostik und anschließend den systemischen Aufstellungsarbeiten wie Systembrett und Bodenanker.
Auch auf die Paradoxe Intervention, die Fragen nach dem Katastrophenbild wird eingegangen sowie auf Imaginationsübungen und Anteilearbeit mit dem Inneren Team und dem Rollenspiel. Als Abschluss folgen noch die MiniMax-Interventionen von Manfred Prior und ein Exkurs in Krisensituation, um die Differenzierung zum Coachingprozess aufzuzeigen.
Eine sehr umfangreiche Literaturliste gibt die Möglichkeit sich mit allen Themen weiterzubeschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Systeme, Konstruktivismus
- Begriff Coaching – systemischer Coach
- Systemische Grundhaltung
- Systemischer Coach, systemisches Coaching
- Grundannahmen systemischen Fragens
- Systemischer Coachingprozess
- Setting
- Coachee - Grundverhalten
- Werkzeuge im Coachingprozess
- Grundwerkzeug – Systemisches Fragen im gesamten Prozess
- Spiegeln, Pacing und aktives Zuhören
- Skalieren
- Zirkularität
- Die Wunderfrage – Hypothetische Lösung von Steve de Shazer
- Kleines Zielmodell - Fragenaufbau
- Strukturdiagnostik
- Arbeit mit dem Systembrett – Visualisierung des inneren Bildes
- Wahrnehmungsarbeit
- Ressourceninterview
- Ressourcogramm
- Arbeit mit zwei Systembrettern
- Arbeit mit dem Bodenanker
- Paradoxe Intervention – Fragen nach dem Katastrophenbild
- Rollenspiel
- Inneres Team – Imaginationsübung, Anteilearbeit
- MiniMax-Interventionen
- Exkurs Krisensituationen – Überblick u. Differenzierung zum Coachingprozess
- Krisenphasen
- Differenzierung zum Coachingprozess
- Resümee und Vorausschau
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem systemischen Coaching und dessen Anwendung in der Praxis. Das oberste Ziel ist es, das Kundinnen-System zu irritieren, um so eine Veränderung im System zu ermöglichen. Dazu werden verschiedene Werkzeuge und Methoden vorgestellt, die auf den Grundannahmen des systemischen Denkens und Fragens basieren.
- Systemische Grundhaltung im Coaching
- Systemisches Fragen und Interventionen
- Anwendung von Coaching-Werkzeugen
- Abgrenzung zum Krisenprozess
- Zusammenfassung des systemischen Coaching-Prozesses
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das Hauptthema der Arbeit wird vorgestellt: die Irritation des Kundinnen-Systems als zentraler Punkt im Coaching. Die Relevanz systemischer Werkzeuge und die grundlegende Coaching-Haltung werden beleuchtet.
- Systeme, Konstruktivismus: Die Autorin erläutert verschiedene Systemarten und den Einfluss des Konstruktivismus auf das Coaching. Sie betont, dass die Wirklichkeit nicht objektiv ist und der Coach die subjektive Sicht des Coachees berücksichtigt.
- Begriff Coaching – systemischer Coach: Die Definition des systemischen Coachings und die systemische Grundhaltung werden dargelegt. Wichtige Grundannahmen des systemischen Fragens im Coachingprozess werden erläutert.
- Systemischer Coachingprozess: Das Setting des Coachings und das Grundverhalten des Coachees werden behandelt. Die Arbeit beleuchtet, wie der Coachingprozess optimal gestaltet werden kann.
- Werkzeuge im Coachingprozess: Verschiedene Werkzeuge und Methoden des systemischen Coachings werden vorgestellt und durch Fallbeispiele aus der Praxis veranschaulicht. Beispiele sind: Systemisches Fragen, Spiegeln, Skalieren, Zirkularität, die Wunderfrage und die Arbeit mit dem Systembrett.
- Exkurs Krisensituationen – Überblick u. Differenzierung zum Coachingprozess: Krisenphasen und die Abgrenzung zum Coachingprozess werden dargestellt. Die Autorin zeigt auf, welche Besonderheiten bei Krisensituationen zu berücksichtigen sind.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf systemisches Coaching, systemisches Fragen, Irritation, Veränderungsprozesse, Kundinnen-System, Coaching-Werkzeuge, Grundannahmen des systemischen Denkens, Systembrett, Ressourcenarbeit, Krisensituationen, Differenzierung zum Coachingprozess.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "systemische Haltung" im Coaching?
Die systemische Haltung geht davon aus, dass der Coachee Teil eines komplexen Systems ist und die Lösung für seine Probleme bereits in sich trägt. Der Coach fungiert als Prozessbegleiter.
Was ist die "Wunderfrage" nach Steve de Shazer?
Es ist eine hypothetische Frage, die den Coachee einlädt, sich vorzustellen, sein Problem sei über Nacht verschwunden. Dies hilft, Ziele und Lösungsansätze zu visualisieren.
Wie funktioniert die Arbeit mit dem Systembrett?
Das Systembrett dient zur Visualisierung des inneren Bildes eines sozialen Systems (z.B. Team oder Familie) durch Figuren, um Beziehungen und Dynamiken von außen betrachtbar zu machen.
Was versteht man unter zirkulären Fragen?
Zirkuläre Fragen regen den Coachee dazu an, die Perspektive einer anderen Person einzunehmen (z.B. "Was würde Ihr Chef über diese Situation sagen?"), um neue Sichtweisen zu eröffnen.
Warum ist "Irritation" ein Ziel im Coaching?
Irritation durch gezielte Fragen oder Interventionen bricht gewohnte Denkmuster auf und ermöglicht es dem Kundensystem, sich neu zu organisieren und Veränderungen zuzulassen.
- Quote paper
- Martina Dohnal (Author), 2015, Wie irritiere ich das Kundensystem. Viele Werkzeuge im Coaching führen zum Ziel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315783