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Die Entschlüsselung der altägyptischen Schriftsprache durch Jean-François Champollion

Titre: Die Entschlüsselung der altägyptischen Schriftsprache durch Jean-François Champollion

Dossier / Travail , 2005 , 28 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Sascha Beljanski (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In vorliegender Hausarbeit geht es um die wissenschaftlichen Dechiffrierungsbemühungen der altägyptischen Schriftsprache mittels des Steins von Rosetta im ersten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts, die Jean-François Champollion letztendlich gelang und ihn zum Begründer einer neuen Wissenschaftsdisziplin werden ließ - der Ägyptologie.

Die Anfänge der altägyptischen Schriftlichkeit gehen dabei bis ins vierte Jahrtausend vor Christus zurück und reichen noch in die Mitte des fünften Jahrhunderts nach Christus hinein, in der das vermutlich letzte Dokument in demotischer Schrift abgefaßt wurde. Danach war niemand mehr in der Lage, die altägyptischen Hieroglyphen zu lesen oder zu schreiben und die alten Schriftzeichen gerieten nahezu fünfzehn Jahrhunderte in Vergessenheit.

Erst das Renaissance-Zeitalter und die Hinwendung zur antiken Philosophie und Baukunst beflügelte die Neugier der Gelehrten jener Epoche an der geheimnisvollen altägyptischen Hieroglyphenschrift. Sie übte eine mystische Anziehungskraft auf den Betrachter aus, voller geheimer Weisheiten. Der Ausdruck Hieroglyphe ist griechischer Herkunft und setzt sich aus (h)ierós = ‚heilig’ und glýhein = ‚einritzen, schnitzen’ zusammen. Die treffendste Übersetzung für Hieroglyphe ist ‚heiliges Schnitzwerk’.

Den ersten Ansatz zur Entschlüsselung der antiken Sprache lieferte der deutsche Pater Athanasius Kirchner im 17. Jahrhundert, der erkannte, dass das Koptische keine unabhängige Sprache darstellt, sondern vielmehr den letzten Sprachstand des Altägyptischen widerspiegelt.

Die nächste Etappe bildete der Fund des Steins von Rosetta im Jahre 1799 im Nildelta Unterägyptens durch den französischen Offizier P. Bouchard während der Ägyptenexpedition Napoleon Bonapartes. Sie bewirkte Forschungsanstrengungen zur Entzifferung der antiken Schrift in einigen europäischen Ländern. Dabei versuchten namhafte Wissenschaftler wie Thomas Young oder der Schwede Akerblad, dem Geheimnis der altägyptischen Sprache auf die Spur zu kommen.

Dem Franzosen Jean-François Champollion gelang es dann letztendlich nach jahrelanger Forschungsarbeit an dem Steinfragment den Inhalt des Dekrets der ägyptischen Priestersynode in Memphis aus dem Jahr 196 v. Chr. aus der Regierungszeit Königs Ptolemaios V. zu entschlüsseln. Der Text war in zwei Sprachen und drei Schriften abgefaßt: in Griechisch und Altägyptisch in Hieroglyphenform und in demotischer Schrift.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die altägyptischen Schriftsprachen

2. Die ersten Gelehrten

3. Der Stein von Rosetta

3.1 Erste Entzifferungsversuche

4. Jean-François Champollions Weg zur Entzifferung der Hieroglyphenschrift

4.1 Die Identifizierung der Hornviper-Hieroglyphe

4.2 Die Entdeckung des Hieratischen

4.3 Der Hieroglyphenabgleich mit dem griechischen Alphabet am Stein von Rosetta

4.4 Die Kleopatra-Kartusche von Philae

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftlichen Bemühungen zur Entzifferung der altägyptischen Schriftsprache im 19. Jahrhundert, mit besonderem Fokus auf die bahnbrechenden Arbeiten von Jean-François Champollion und die zentrale Bedeutung des Steins von Rosetta.

  • Die Entwicklung und Struktur der altägyptischen Schriftsysteme
  • Die historische Bedeutung und die Entdeckung des Steins von Rosetta
  • Frühe Entzifferungsversuche durch Gelehrte wie de Sacy, Akerblad und Young
  • Die Rolle der koptischen Sprache als Schlüssel zum Verständnis des Altägyptischen
  • Methodische Analysen von Kartuschen (Ptolemaios, Kleopatra, Ramses) als Beweis für phonetische Elemente

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Identifizierung der Hornviper-Hieroglyphe

1813 schrieb der junge Professor eine wichtige Überlegung nieder: Da es im Koptischen sechs Endungen gibt, mit denen man pronominale Verhältnisse bezeichnet, müßte es entsprechend sechs Endungen auch in den Hieroglyphen geben. Diese Endungen suchte er im Demotischen und Hieratischen. Wo im griechischen Text des Steins von Rosetta „er“ oder „sein“ vorkommt, steht im hieroglyphischen Text eine kleine gehörnte Schlange - eine Hornviper. Im demotischen Text erkennt er ein koptisches ‚f’, das zugleich das Personal- und Possesivpronomen der 3. Person Singular ist (siehe Abb. 7).

Champollion erkannte im Koptischen die altägyptische Sprache, geschrieben in griechischen Buchstaben, mit zusätzlichen Buchstaben des altägyptischen Alphabets zur Wiedergabe solcher Laute, für die das Griechische kein Äquivalent bot. Anhand der Hornviper-Hieroglyphe ist die Entwicklung von der Hieroglyphenschrift zur Demotischen Verwaltungsschrift bzw. Kurzschrift und weiter zur alphabetischen koptischen Schriftsprache klar erkennbar. Die koptische Schriftsprache kennt nur einen begrenzt notwendigen Zeichensatz und die Schreibung von Vokalen wurde zur Regel gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die wissenschaftliche Dechiffrierung der altägyptischen Schrift und die Etablierung der Ägyptologie als neue Wissenschaftsdisziplin.

1. Die altägyptischen Schriftsprachen: Erläuterung der Hieroglyphen als Kommunikationsmittel und Einführung in die Schrifttypen sowie deren Bestandteile wie Ideogramme und Phonogramme.

2. Die ersten Gelehrten: Überblick über die historische Wahrnehmung der Hieroglyphen von der Antike bis zum 18. Jahrhundert, inklusive der Renaissance-Interpretationen.

3. Der Stein von Rosetta: Dokumentation des Fundes des Steins während der napoleonischen Ägyptenexpedition und seine Bedeutung als tri-linguales Dokument für die Sprachforschung.

3.1 Erste Entzifferungsversuche: Darstellung der Ansätze von Sacy, Akerblad und Young, die trotz Teilerfolgen bei der Identifizierung von Eigennamen noch nicht den Durchbruch zur vollständigen Entzifferung schafften.

4. Jean-François Champollions Weg zur Entzifferung der Hieroglyphenschrift: Biografie des Forschers und Beschreibung seines methodischen Vorgehens, das linguistische Vergleiche zwischen Koptisch und Ägyptisch kombinierte.

4.1 Die Identifizierung der Hornviper-Hieroglyphe: Analyse der pronominalen Endungen und Nachweis der Entwicklung von der Hornviper-Hieroglyphe über demotische Formen bis zum Koptischen.

4.2 Die Entdeckung des Hieratischen: Untersuchung der hieratischen Schrift als kursive, schnell schreibbare Variante des Hieroglyphischen, die vornehmlich für Verwaltungszwecke genutzt wurde.

4.3 Der Hieroglyphenabgleich mit dem griechischen Alphabet am Stein von Rosetta: Nachweis der phonetischen Komponente der Hieroglyphenschrift durch den Abgleich des Namens Ptolemaios.

4.4 Die Kleopatra-Kartusche von Philae: Bestätigung des Entzifferungssystems durch die Identifizierung weiterer Königsnamen, was den entscheidenden Beweis für das gemischte Schriftsystem lieferte.

Fazit: Reflexion über die Bedeutung der Entzifferung für unser heutiges Verständnis der ägyptischen Kultur und deren Begrenzung durch die Überlieferungslage.

Schlüsselwörter

Ägyptologie, Hieroglyphen, Stein von Rosetta, Jean-François Champollion, Demotisch, Hieratisch, Koptisch, Kartusche, Entzifferung, Ptolemaios, Phonetische Schrift, Ideogramme, Sprachgeschichte, Ägyptenexpedition, Geschichte der Schrift

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftshistorische Entwicklung der Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen durch Jean-François Champollion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse antiker Schriftsysteme, die methodische Herangehensweise der Ägyptologie und die Analyse historischer Artefakte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Entzifferungsprozess und die methodischen Schritte Champollions nachzuvollziehen, die zur Entschlüsselung der Hieroglyphenschrift führten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt die historische Analyse, den Vergleich linguistischer Daten (insbesondere Koptisch) sowie die paläographische Auswertung von Inschriften und Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Geschichte der Entzifferungsversuche, die Rolle des Steins von Rosetta und die schrittweise Identifizierung phonetischer Elemente in Königskartuschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ägyptologie, Hieroglyphen, Stein von Rosetta, Champollion und die koptische Sprache.

Welche Bedeutung kommt dem Koptischen bei der Entzifferung zu?

Das Koptische erwies sich als der letzte, noch lesbare Sprachstand des Altägyptischen, der als entscheidender sprachlicher Brückenkopf diente.

Warum war die Identifizierung der Kleopatra-Kartusche so wichtig?

Sie diente als notwendiger wissenschaftlicher Beweis, um die Richtigkeit des von Champollion entwickelten Entzifferungssystems über den Einzelfall des Namens Ptolemaios hinaus zu bestätigen.

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Résumé des informations

Titre
Die Entschlüsselung der altägyptischen Schriftsprache durch Jean-François Champollion
Université
University of Hagen  (Historisches Institut)
Cours
Alteuropäische Schriftlichkeit
Note
2,3
Auteur
Sascha Beljanski (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
28
N° de catalogue
V316005
ISBN (ebook)
9783668153226
ISBN (Livre)
9783668153233
Langue
allemand
mots-clé
Ägyptologie Jean-Francois Champolloin Entschlüsselung Hieroglyphen Stein von Rosetta Demotisch Hieratisch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sascha Beljanski (Auteur), 2005, Die Entschlüsselung der altägyptischen Schriftsprache durch Jean-François Champollion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316005
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Extrait de  28  pages
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