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Tourismus im Iran vor und seit 1979. Potenziale, Probleme und mögliche Perspektiven

Title: Tourismus im Iran vor und seit 1979. Potenziale, Probleme und mögliche Perspektiven

Term Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Alois Weiß (Author)

Tourism - Miscellaneous
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Will ein Land wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich vom Tourismus profitieren, so sind hierfür einige Voraussetzungen nötig. Neben der gesellschaftlichen Akzeptanz bzw. des Willens seitens der inländischen Bevölkerung sind dies vor allem eine adäquate touristische Infrastruktur, ein angemessenes Marketing und das Interesse bzw. das Engagement der zuständigen Behörden bzw. seitens der Regierung. Landschaft, Kultur und Geschichte sind ebenfalls Kriterien, mit denen der Tourismus in gleich welcher Region steht und fällt.

Berichten der UNWTO, der Tourismusorganisation der Vereinten Nationen zufolge, ist das Bemühen seitens der iranischen Administration nicht von der Hand zu weisen und zeigt demnach auch durchaus Erfolge: 2010 ließ sich ihrer Quelle zufolge in den ersten sechs Monaten das gleiche Wachstum feststellen, welches bereits das ganze Jahr 2009 über festzustellen war.

Dieses Wachstum sei ein Hinweis für das Interesse der iranischen Regierung am Tourismus im Land. Alle Pläne und Entscheidungen, welche den Tourismus im Land betreffen bzw. betrafen, seien unkompliziert angenommen und umgesetzt worden, seitdem der touristische Sektor von politischer Seite unterstützt werde. Der Iran hat hiernach gewaltige Anstrengungen zur Förderung seiner Tourismusindustrie unternommen. Das Land richtete Ende 2009 die 6. Internationale Tourismusmarketing-Expo des Mittleren Ostens aus, bei welcher es sich um das größte regionale Tourismusevent in der Region handelt. Dieses, durch die UNWTO registrierte Event eröffnete einen neuen Ausblick auf die Tourismusindustrie in der Region.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen des Tourismus

1.1 Geschichtliche Zusammenhänge und politische Verhältnisse

1.2 Gesellschaftliche Aspekte

2. Reisemarkt Iran

2.1 Touristisches Angebot

2.1.1 Natürliches Angebot

2.1.2 Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

3. Ökonomische Auswirkungen des Tourismus

3.1 Rolle des Tourismus für die iranische Wirtschaft

3.2 Potentiale und Entwicklungstendenzen

4. Touristische Nachfrage

4.1 Quellländer

4.2 Entwicklung der Nachfrage

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Tourismus im Iran vor und nach der Revolution von 1979. Dabei werden sowohl die wirtschaftlichen Potenziale als auch die politischen und gesellschaftlichen Hindernisse analysiert, die den Tourismussektor maßgeblich beeinflussen und das Bild des Landes im Ausland prägen.

  • Analyse der historischen und politischen Rahmenbedingungen für den Tourismus.
  • Untersuchung des touristischen Angebots, inklusive landschaftlicher und kultureller Sehenswürdigkeiten.
  • Bewertung der ökonomischen Bedeutung des Tourismussektors für die iranische Volkswirtschaft.
  • Erforschung der aktuellen touristischen Nachfrage und der relevanten Quellmärkte.
  • Diskussion von Entwicklungspotenzialen und zukünftigen Perspektiven für den Iran als Reisedestination.

Auszug aus dem Buch

1.1 Geschichtliche Zusammenhänge und politische Verhältnisse

Wie ein Land im Ausland wahrgenommen und letztendlich auch als Reiseziel aus dem Ausland angenommen wird, hängt auch mit der Geschichte und den politischen Verhältnissen zusammen. Das obige ägyptisch- iranische Beispiel ist nur ein Beispiel für diesen Umstand. Wie ein Land in der übrigen Welt wahrgenommen wird, hängt ganz entscheidende mit der dortigen Medienlandschaft, deren Berichterstattung und ggf. auch deren Propaganda ab. In der letzten Dekade wurde der Iran, vor allem durch politische Propaganda und entsprechende Berichterstattung, als Teil der „Achse des Bösen“, wie es der damalige US- Präsident Bush formulierte, förmlich gebrandmarkt und gehörte hiernach zu den unbeliebten Ländern der Welt. Iran steht aufgrund dessen in weiten Teilen vor allem der westlichen Welt als eine fanatische Theokratie mit nuklearen Ambitionen da. Mit letzteren Unterstellungen muss sich das Land seit Beginn der 1990er Jahre auseinandersetzen. War der Iran vor 1979 unter Schah Reza Pahlevi dem Westen gegenüber geöffnet worden und durchaus, wenn auch damals nicht gerade ein Ziel für den Massentourismus, so doch ein bekannteres Reiseziel, so änderte sich dies nach 1979 abrupt. Die Herrschaft unter Ajatollah Chomeini machte den Iran auch für Rucksacktouristen als Reiseziel unattraktiv. 1980- 1988 war der Iran selbst Kriegsgebiet, bedingt durch den Krieg mit dem Nachbarland Irak. Auch in den 1990er Jahren wurde der Iran als Reiseziel eher hochproblematisch wahrgenommen, bedingt durch seine Lage in der krisengeschüttelten Golfregion. Dies setzte sich in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends fort. Erst in den letzten Jahren wird der Iran als Reiseziel wieder zunehmend beliebter- bislang jedoch vor allem wieder bei Rucksacktouristen sowie bei Pilgern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen des Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Tourismus und analysiert den Einfluss der politischen Wahrnehmung sowie diplomatischer Beziehungen auf die touristische Entwicklung.

2. Reisemarkt Iran: Hier wird das touristische Potenzial des Iran beleuchtet, wobei sowohl die natürlichen Gegebenheiten als auch die kulturellen Sehenswürdigkeiten und das allgemeine touristische Angebot im Fokus stehen.

3. Ökonomische Auswirkungen des Tourismus: Dieses Kapitel untersucht die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismussektors, insbesondere den Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt und die Rolle für die Deviseneinnahmen des Landes.

4. Touristische Nachfrage: Hierbei werden die aktuellen Quellmärkte für den Iran analysiert und die Dynamik der steigenden Nachfrage unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielgruppen betrachtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont, dass trotz vorhandener Potenziale die internationale Außendarstellung weiterhin ein zentrales Hemmnis für eine touristische Expansion darstellt.

Schlüsselwörter

Tourismus, Iran, Revolution 1979, Reisemarkt, Wirtschaftswachstum, Massentourismus, Rucksacktouristen, Pilgertourismus, politische Wahrnehmung, Nation Branding, Isfahan, Kaspisches Meer, kulturelle Attraktionen, touristische Infrastruktur, Deviseneinnahmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation und Entwicklung des Tourismus im Iran unter Berücksichtigung der historischen Zäsur durch die Revolution von 1979.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Schwerpunkte sind die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, das touristische Angebot des Landes, ökonomische Auswirkungen sowie die aktuelle Struktur der touristischen Nachfrage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die Potenziale und Probleme des Iran als Reisedestination aufzuzeigen und die Möglichkeiten einer zukünftigen touristischen Entwicklung zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung aktueller Berichte und statistischer Daten von Tourismusorganisationen und internationalen Institutionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Rahmenbedingungen vor allem der Reisemarkt, die Rolle des Tourismus für die iranische Wirtschaft und die Entwicklung der touristischen Nachfrage detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Tourismus, Iran, Wirtschaftliche Auswirkungen, Nation Branding und die Differenzierung zwischen westlichen Reisenden und regionalen Pilgerströmen.

Welche Rolle spielt das negative Image für den iranischen Tourismus?

Das negative Image, das durch politische Berichterstattung und die Einstufung des Landes als Teil der „Achse des Bösen“ geprägt wurde, erschwert die touristische Vermarktung und wirkt abschreckend auf potenzielle Besucher aus westlichen Industrieländern.

Warum ist die Insel Kish ein besonderer Fall im iranischen Tourismus?

Kish dient als Ferieninsel der Islamischen Republik, auf der ein liberalerer Umgang mit westlichen Reisegewohnheiten herrscht, was sie zu einem Anziehungspunkt für Wassersport und westlich orientierte Einkaufsmöglichkeiten macht.

Welche Bedeutung kommt der jungen iranischen Bevölkerung für den Tourismus zu?

Die junge, wissbegierige Bevölkerung wird als ein wesentlicher Faktor für das zukünftige wirtschaftliche und touristische Potenzial des Landes gesehen, da sie den gesellschaftlichen Wandel vorantreibt.

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Details

Title
Tourismus im Iran vor und seit 1979. Potenziale, Probleme und mögliche Perspektiven
College
University of Heidelberg  (Geographisches Institut)
Grade
2,7
Author
Alois Weiß (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V316155
ISBN (eBook)
9783668149670
ISBN (Book)
9783668149687
Language
German
Tags
Iran Tourismus im Iran
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alois Weiß (Author), 2011, Tourismus im Iran vor und seit 1979. Potenziale, Probleme und mögliche Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316155
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