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Der demenzkranke Patient im Akutkrankenhaus. Herausforderungen und Handlungsempfehlungen aus ethischer, gesellschaftlicher, pflegerischer und ökonomischer Sicht

Título: Der demenzkranke Patient im Akutkrankenhaus. Herausforderungen und Handlungsempfehlungen aus ethischer, gesellschaftlicher, pflegerischer und ökonomischer Sicht

Tesis (Bachelor) , 2015 , 114 Páginas

Autor:in: Kerstin Brauer (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Im Akutkrankenhaus sind demente Patienten mittlerweile keine Seltenheit mehr. In den kommenden Jahren wird sich der Anteil dieser Patientengruppe, aufgrund des demografischen Wandels oder auch des medizinischen Fortschritts noch weiter erhöhen. Dies bedeutet für die dementen Patienten selbst, deren Angehörige, den Krankenhausmitarbeitern, Krankenhausverwaltung und der Gesellschaft eine große Herausforderung. Immer wieder kommt es wegen knappen Ressourcen, Zeitmangel, Unwissenheit der Beteiligten oder ökonomischer Faktoren zu Spannungsfeldern. In der nun folgenden Literaturarbeit sollen diese Aspekte näher aus ethischer, gesellschaftlicher, pflegerischer und ökonomischer Sicht betrachtet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Ausgangssituation

1.1 Das Krankheitsbild Demenz

1.1.1 Formen der Demenz

1.1.2 Symptome der Demenz

1.1.3 Epidemiologie der Demenz

1.2 Ethische Aspekte

1.2.1 Autonomie und Fürsorge des Patienten

1.2.2 Werteverschiebung und instrumentelle Handlungslogik

1.2.3 Selbstbestimmung ermöglichen

2. Der demente Patient im Krankenhaus

2.1 Die Krankenhauseinweisung

2.3 Besonderheiten bei der Pflege Demenzkranker im Krankenhaus

2.3.1 Besonderheiten der Ernährung dementer Patienten

2.3.2 Schmerzen

2.3.3 Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten dementer Patienten

2.3.4 Das Delir

2.3.5 Gewalt in der Pflege

2.4 Die Rolle der Angehörigen

2.4.1 Rooming-In

2.4.2 Der Trauerprozess der Angehörigen

2.5 Demenzsensible Konzepte im Krankenhaus

2.6 Unterstützung im Krankenhausalltag durch Demenzbegleiter

2.7 Die Entlassung aus dem Krankenhaus

3. Die Behandlung dementer Patienten aus ökonomischer Sicht

3.1 Herausforderungen der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung

3.2 Entwicklung der Krankenhausbehandlungen heute und in Zukunft

3.3 Grundlagen der Kostenmessung im Krankenhaus

3.4 DRG (Diagnosis Releated Groups)

3.5 Auswirkungen der DRG´s und betriebswirtschaftlichen Interessen auf den dementen Patienten

3.6 Strukturelle und finanzielle Barrieren demenzsensibler Konzepte im Krankenhaus

3.7 Die Notwendigkeit der Ökonomie im Krankenhaus aus ethischer Sicht

4. Internationale Handlungsempfehlungen zur Versorgung dementer Patienten – angelehnt an Finnland, Kanada und Australien

4.1 Versorgungsstrukturen dementer Patienten in australischen Krankenhäusern

4.2 Handlungsempfehlungen zur Versorgung alter und dementer Patienten in ländlichen Regionen, angelehnt an Erfahrungen aus Finnland und Kanada

5. Fazit

6. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen bei der Versorgung dementer Patienten im Akutkrankenhaus. Dabei wird analysiert, wie ethische Anforderungen, pflegerische Notwendigkeiten und ökonomische Rahmenbedingungen in einem Spannungsfeld stehen und welche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen können.

  • Analyse der Auswirkungen von Demenz auf den Krankenhausaufenthalt
  • Ethische Reflexion von Autonomie, Fürsorge und Patientenwillen
  • Untersuchung ökonomischer Rahmenbedingungen (DRG-System) und deren Einfluss
  • Diskussion über demenzsensible Konzepte und deren Implementierung
  • Internationaler Vergleich von Handlungsempfehlungen (Finnland, Kanada, Australien)

Auszug aus dem Buch

1. Ausgangssituation

Eine Krankenhauseinweisung bedeutet für den Patienten eine belastende Situation, in welcher der persönliche Lebensrhythmus verändert wird. Menschen, mit einer ungestörten kognitiven Leistungsfähigkeit können sich an die Gegebenheiten wie beispielsweise der Notwendigkeit einer Behandlung, zeitliche Abläufe, Aufenthaltsdauer, ungewohnte soziale „Machtverhältnisse“ oder Ängste meist gut anpassen. Deutlich schwieriger gestalten sich die Eindrücke der veränderten Lebenskonstellation bei Patienten mit Demenz. Diese kommen häufig schon in Krisensituationen in ein Krankenhaus wie etwa nach Stürzen, bei Schmerzen, Zuständen akuter Verwirrtheit, Flüssigkeitsmangel oder reduziertem Ernährungszustand. In einem traditionellen Krankenhaus wird eine schnelle Anpassung an die neue Umgebung erforderlich und die dementen Patienten werden damit zusätzlich konfrontiert. Ungewohnte Situationen und Gegenstände wie andersfarbige Tabletten, Spritzen, Infusionen oder physiotherapeutische Übungen ängstigen die Demenzkranken zusätzlich. Auch die Akzeptanz von medizinischen und pflegerischen Entscheidungen gestaltet sich oftmals problematisch. Ein Erfolgsfaktor für die körperliche Genesung ist die psychische Verfassung des Patienten. Sind für den dementen Patienten die Umstände im Krankenhaus zu irritierend, wird es sein Zustand nicht zulassen, all seine Fähigkeiten zu zeigen, die er in für ihn passenden milieutherapeutischen Szenarien hätte und welche somit zu einer schnelleren und besseren Genesung führen könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Ausgangssituation: Einführung in die Belastungssituation für demenzkranke Patienten bei der Krankenhauseinweisung und Darstellung des medizinisch-ethischen Spannungsfeldes.

2. Der demente Patient im Krankenhaus: Detaillierte Betrachtung der pflegerischen Herausforderungen wie Ernährung, Schmerzmanagement, Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Delir und die wichtige Rolle der Angehörigen.

3. Die Behandlung dementer Patienten aus ökonomischer Sicht: Analyse der Auswirkungen ökonomischer Steuerungsinstrumente wie DRGs auf die Versorgungssituation und Diskussion struktureller sowie finanzieller Barrieren.

4. Internationale Handlungsempfehlungen zur Versorgung dementer Patienten – angelehnt an Finnland, Kanada und Australien: Vorstellung internationaler Modelle und Konzepte als Inspiration für eine verbesserte Versorgungspraxis in Deutschland.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der notwendigen Transformation hin zu einem demenzsensiblen Krankenhausumfeld unter Einbezug zivilgesellschaftlicher Solidarität.

6. Diskussion: Kritische Reflexion über den aktuellen Vorbereitungsgrad des Krankenhauspersonals und den Stand der technologischen Unterstützung bei der Demenzversorgung.

Schlüsselwörter

Demenz, Krankenhausaufenthalt, Patientenautonomie, Pflegequalität, Krankenhausökonomie, DRG, Delir, Angehörigenarbeit, demenzsensible Konzepte, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Krankenhausmanagement, ethische Versorgung, Geriatrie, Patientenorientierung, Fallpauschalen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Situation von demenzkranken Patienten im Akutkrankenhaus, einer Patientengruppe, die aufgrund des demografischen Wandels eine zunehmende Herausforderung für das Klinikpersonal darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt ethische, gesellschaftliche, pflegerische und ökonomische Sichtweisen ab und untersucht, wie diese Bereiche bei der Versorgung Demenzkranker ineinandergreifen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen im Klinikalltag zu identifizieren und Handlungsempfehlungen sowie Strategien aufzuzeigen, um eine demenzsensible Versorgung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, für die eine umfassende Recherche in Fachzeitschriften, Bibliotheken und wissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die medizinischen und pflegerischen Besonderheiten (z. B. Ernährung, Schmerz, Delir), die Rolle der Angehörigen, ökonomische Einflüsse durch das DRG-System und internationale Lösungsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demenz, Akutkrankenhaus, Patientenautonomie, DRG, demenzsensible Konzepte und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Welche Bedeutung hat das DRG-System für Demenzkranke?

Das DRG-System setzt Anreize für Effizienz und kurze Liegezeiten, was oft im Widerspruch zum hohen Betreuungsbedarf dementer Patienten steht und zu Problemen wie der "blutigen Entlassung" führen kann.

Was ist das "Rooming-In" und warum ist es relevant?

Rooming-In beschreibt die Aufnahme einer Begleitperson, was bei Demenzpatienten Vertrauen und Sicherheit in der fremden Umgebung schafft und den Heilungsprozess unterstützen kann.

Final del extracto de 114 páginas  - subir

Detalles

Título
Der demenzkranke Patient im Akutkrankenhaus. Herausforderungen und Handlungsempfehlungen aus ethischer, gesellschaftlicher, pflegerischer und ökonomischer Sicht
Universidad
Würzburg-Schweinfurt University of Applied Sciences
Autor
Kerstin Brauer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
114
No. de catálogo
V316233
ISBN (Ebook)
9783668151314
ISBN (Libro)
9783668151321
Idioma
Alemán
Etiqueta
patient akutkrankenhaus herausforderungen handlungsempfehlungen sicht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kerstin Brauer (Autor), 2015, Der demenzkranke Patient im Akutkrankenhaus. Herausforderungen und Handlungsempfehlungen aus ethischer, gesellschaftlicher, pflegerischer und ökonomischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316233
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