Im Alltag stoßen die Schüler und Schülerinnen häufig auf Redewendungen. Bis anhin haben sie sich aber durch die Arbeit im Lehrmittel „Die Sprachstarken“ noch nicht explizit mit der Thematik auseinandergesetzt. Es ist wichtig für die Schüler und Schülerinnen, über die Bedeutung und Verwendung von Redewendungen nachzudenken, da dies den Lernenden den (sprachlichen) Horizont bzw. den Wortschatz erweitert und zum Text- bzw. Sprachverständnis beiträgt. Redewendungen werden sowohl in Alltagssituationen wie auch in literarischen Texten verwendet. Wer deren Bedeutung nicht einordnen kann, kann möglicherweise eine Aussage auch nicht korrekt verstehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse nach Grunder (2012)
2. Sachanalyse nach Grunder (2012)
3. Didaktische Analyse nach Klafki (1969)
4. Grobplanung Redewendungen
Zielsetzung und Themenfelder
Diese Modularbeit befasst sich mit der didaktischen Planung einer Unterrichtssequenz zum Thema „Redewendungen“ für eine erste Oberstufenklasse unter Berücksichtigung des Lehrmittels „Die Sprachstarken 7“ und moderner pädagogischer Analysemodelle.
- Bedingungsanalyse der Lernenden und des Lernumfelds
- Sachliche Auseinandersetzung mit der Definition und Funktion von Redewendungen
- Didaktische Legitimation und Lehrplanbezug (Lehrplan 21)
- Konkrete Unterrichtsplanung inklusive Methoden und Evaluation
Auszug aus dem Buch
Redewendungen
Die Sprachstarken 7 bezeichnen Redewendungen folgendermassen: „Eine Redewendung ist eine feste Verbindung von mehreren Wörtern, die formelhaft gebraucht wird. Die einzelnen Wörter kann man in einer Redewendung nicht einfach verändern oder austauschen – ausser man will damit spielen. Sie haben eine wörtliche und eine übertragene Bedeutung“ (Sprachbuch, Bertschi et al., 2013, S. 28).
Unter Redewendungen versteht man in Form und Bedeutung konventionalisierte sprachliche Wendungen, die im Gegensatz zu Sprichwörtern nicht aus vollständigen Sätzen bestehen. Redewendungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine wörtliche und eine übertragene Bedeutung haben. Sie müssen daher im Wortschatzspeicher (auch sogenanntes mentales Lexikon) als Ganzes in ihrem konventionellen Wortlaut und mit der übertragenen Bedeutung memoriert sein, um verstanden zu werden. Spielereien (wie z.B.: „Sand auf den Spielplatz tragen“) fördern den Blick auf mögliche Interpretationen von Redewendungen auf der Basis ihrer wörtlichen Bedeutung, sowie auf die Konstruktionsmechanismen von Redewendungen. Solche Erklärungsgeschichten unterstützen das Erlernen von Redewendungen (vgl. Lindauer und Senn 2015: 59).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse nach Grunder (2012): Dieses Kapitel analysiert die Zusammensetzung der Klasse, den Leistungsstand sowie die räumlichen Voraussetzungen für den Deutschunterricht.
2. Sachanalyse nach Grunder (2012): Hier werden der Begriff der Redewendung sowie die zugrunde liegende Wortschatzkompetenz aus fachlicher Sicht definiert und erläutert.
3. Didaktische Analyse nach Klafki (1969): Das Kapitel untersucht den Lehrplanbezug, die Bedeutung des Themas für die Schüler und strukturiert die Unterrichtssequenz didaktisch.
4. Grobplanung Redewendungen: Dieser Teil bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über die Lektionen, Lernziele, methodischen Vorgehensweisen und Hausaufgaben.
Schlüsselwörter
Redewendungen, Sprachstarken 7, Deutschunterricht, Didaktische Analyse, Wortschatzkompetenz, Bedingungsanalyse, Lehrplan 21, Sprachunterricht, Unterrichtsplanung, Formative Evaluation, Summative Evaluation, Mentales Lexikon, Sprachhandeln.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit dokumentiert die didaktische Planung und theoretische Fundierung einer Unterrichtsreihe zum Thema „Redewendungen“ für eine 1. Oberstufenklasse.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Lernvoraussetzungen, der fachwissenschaftlichen Einordnung von Redewendungen und der methodischen Umsetzung im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Schülern ein Verständnis für die wörtliche und übertragene Bedeutung von Redewendungen zu vermitteln und sie zum aktiven Sprachgebrauch anzuregen.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden klassische Analysemodelle der Pädagogik verwendet, insbesondere die Bedingungsanalyse nach Grunder, die Sachanalyse und die didaktische Analyse nach Klafki.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil finden sich die detaillierte Planung der Unterrichtseinheiten, die Begründung der Lerninhalte sowie die Gestaltung von Lernkontrollen und Feedbackmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Redewendungen, Wortschatzkompetenz, Didaktik und Unterrichtsplanung.
Wie werden die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit mit Redewendungen unterstützt?
Durch den Einsatz verschiedener Sozialformen wie Think-Pair-Share sowie die Arbeit an individuellen Plakaten wird eine aktivierende Lernumgebung geschaffen.
Welchen Stellenwert nimmt die Evaluation ein?
Die Evaluation erfolgt zweistufig: formativ während des Lernprozesses durch Feedback und summativ am Ende der Sequenz zur bilanzierenden Feststellung der Leistungen.
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- Anonym (Author), 2015, Redewendungen in der 7. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316358