Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema des Plurizentrismus des Spanischen. Sie soll herausarbeiten, ob und inwiefern die spanische Sprache eine poly- beziehungsweise plurizentrische Sprache ist und welche Auswirkungen dies im Besonderen auf den Spanischunterricht hat.
In Kapitel 2. "Das Spanische auf dem Weg zur plurizentrischen Sprache?" möchte ich zunächst die Bedeutung essentieller Begriffe wie „Plurizentrismus“, „Standardvarietät“, „einfache Varietät“, „Varietätenraum“ und „Norm“ klären und anhand dieser Erklärungen darauf zu sprechen kommen, wie der Titel dieser Arbeit zustande kommt beziehungsweise kam und warum diese Fragestellung bedeutsam ist.
Abgesehen davon wird im Verlauf des Kapitels der spezifische Bezug zur spanischen Sprache deutlicher werden, indem beispielsweise die Varietätenvielfalt des Spanischen thematisiert werden wird. Des Weiteren möchte ich mich mit dem Titel beziehungsweise mit der Fragestellung des Kapitels „Das Spanische auf dem Weg zur plurizentrischen Sprache?“ auseinandersetzen. Hier wird auch die RAE, die Real Academia Española, zur Sprache kommen, welche unausweichlich ist, wenn es um die Varietäten und Normen der spanischen Sprache geht.
Im dritten Kapitel werde ich mich mit der Fragestellung beschäftigen, welche Varietät des Spanischen, meiner ganz persönlichen Ansicht nach, unterrichtet werden sollte und wes-halb. Ich möchte in jenem Kapitel auch auf die Varietäten der spanischen Sprache einge-hen, die ich mir selbst angeeignet habe und auf welche Art und Weise ich mit diesen Va-rietäten in meinem späteren Beruf als Lehrerin umgehen werde.
Das Fazit wird mir schlussendlich dazu dienen, die Resultate oder Ergebnisse meiner vorangegangenen Kapitel zusammenzufassen und Revue passieren zu lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Spanische auf dem Weg zur plurizentrischen Sprache?
3. „¿Qué español enseñar?“ – Spanisch im Klassenzimmer – ein persönlicher Einblick
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Plurizentrismus der spanischen Sprache, um zu klären, ob Spanisch als plurizentrische Sprache betrachtet werden kann und welche didaktischen Konsequenzen dies für den Spanischunterricht hat, insbesondere hinsichtlich der Frage, welche Varietät vermittelt werden sollte.
- Definition zentraler sprachwissenschaftlicher Begriffe wie Plurizentrismus, Standardvarietät und Norm.
- Analyse der spanischen Sprachkultur im Spannungsfeld zwischen monozentrischen und plurizentrischen Ansätzen.
- Diskussion über die Rolle der Real Academia Española (RAE) bei der Kodifizierung einer panhispanischen Norm.
- Didaktische Reflexion zur Einbeziehung von Varietätenvielfalt in den Spanischunterricht.
- Reflexion der eigenen Lehrpraxis und der Bedeutung authentischen Unterrichts.
Auszug aus dem Buch
3. „¿Qué español enseñar?“ – Spanisch im Klassenzimmer – ein persönlicher Einblick
Die Frage nach dem Für und Wider beziehungsweise die Frage nach welcher Varietät/welchen Varietäten ist eine unausweichliche Frage, mit der sich unter anderem viele Lehrkräfte früher oder später konfrontiert sehen.
Meiner Meinung nach sollte der Spanischunterricht niemals lediglich auf eine einzige Varietät der spanischen Sprache beschränkt werden. Die Varietätenvielfalt dieser Sprache sollte unbedingt aktiv in den Unterricht einbezogen werden und den Schülern/Schülerinnen muss auf jeden Fall nahe gebracht werden, dass zum Beispiel das Spanisch in Argentinien nicht identisch ist mit dem in Spanien, Kolumbien, Peru, Chile oder dem auf Kuba. Auch das Spanisch in Spanien selbst ist nicht normiert. Es macht einen großen Unterschied, ob man sich beispielsweise in Málaga, Oviedo oder in Madrid befindet.
Das heißt, dass bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien und vor allem bei den Lehrbüchern für Spanischlerner darauf geachtet werden muss, dass diese die Varietätenvielfalt des Spanischen nicht ausschließen, sondern einschließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Plurizentrismus des Spanischen ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Das Spanische auf dem Weg zur plurizentrischen Sprache?: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen und untersucht die Entwicklung der spanischen Sprachkultur im Kontext globaler Einflüsse und normativer Ansprüche.
3. „¿Qué español enseñar?“ – Spanisch im Klassenzimmer – ein persönlicher Einblick: Hier werden didaktische Strategien diskutiert und die persönliche Einstellung zur Vermittlung von Sprachvarietäten im Unterricht reflektiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die in der Einleitung aufgeworfene Frage zur Entwicklung des Spanischen hin zu einer Sprache mit mehreren Standardvarietäten.
Schlüsselwörter
Spanisch, Plurizentrismus, Sprachvarietäten, Standardvarietät, Norm, Real Academia Española, Sprachdidaktik, Fremdsprachenunterricht, Authentizität, Sprachkultur, Hispanophonie, Sprachnormen, Varietätenvielfalt, Kodifizierung, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Plurizentrismus der spanischen Sprache und der Frage, wie diese Vielfalt den Spanischunterricht beeinflussen sollte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Einordnung des Plurizentrismus, die Rolle der Sprachnormen, die Funktion der RAE sowie didaktische Überlegungen zur Integration von Varietäten im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu erarbeiten, inwiefern Spanisch als plurizentrische Sprache verstanden werden kann und welche Konsequenzen dies für die Auswahl der zu unterrichtenden Varietäten hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse soziolinguistischer Fachliteratur sowie auf eine didaktische Reflexion persönlicher Erfahrungen im Unterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung und eine praxisnahe Auseinandersetzung mit der Frage, wie Lehrkräfte authentisch mit der Varietätenvielfalt umgehen können.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Plurizentrismus, Standardvarietät, Norm, RAE, didaktische Varietätenintegration und authentische Kommunikation.
Warum wird die Rolle der RAE als kritisch angesehen?
Die Autorin diskutiert, dass die RAE zwar eine zentrale Rolle bei der Kodifizierung einnimmt, sich jedoch den Herausforderungen der Globalisierung und dem wachsenden Bedarf an einer panhispanischen Norm stellen muss.
Wie geht die Autorin mit ihrem eigenen "argentino-malagueño"-Spanisch im Unterricht um?
Die Autorin lehnt es ab, sich sprachlich zu verstellen. Sie erläutert ihren Schülern von Beginn an ihre persönliche Sprachvarietät, um einen authentischen Unterricht zu gewährleisten.
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- Lea Lorena Jerns (Author), 2016, Spanisch. Eine plurizentrische Sprache?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316372