Die vorliegende Arbeit liefert Erkenntnisse über die aktuelle Situation, wie effektiv die deutschen Leistungszentren der Bundesliga und 2. Bundesliga für die sportlichen Wettbewerbsvorteile des eigenen Vereins ausbilden.
Die Nachwuchsarbeit der Profivereine im Fußball und die Ausbildung der Stars von morgen nimmt eine bedeutende Position für den zukünftigen, sportlichen Erfolg ein. Vor dem Hintergrund einer steigenden Konkurrenz um die besten Talente ermöglicht eine effektive Nachwuchsförderung ökonomische, identitätsstiftende und vor allem sportliche Wettbewerbsvorteile für die Fußballvereine.
Eine effektive Nachwuchsförderung wird in vorliegender Arbeit über Bundesligaeinsätze der eigens ausgebildeten Talente definiert, so dass 42 Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga seit 2010 untersucht wurden. Der „Deutsche Nachwuchs Meister im Fußball“ wird mittels eines 6-Punkte-Scoring-Modell eruiert, so dass die Frage nach der aktuell effektivsten Nachwuchsförderung im deutschen Profifußball geklärt wird.
„Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“ lautet ein bekanntes Zitat von Napoleon Bonaparte, das, auf den Fußball übertragen, eine Professionalisierung in der Nachwuchsförderung zur Folge hat. Diese soll im Folgenden genauer betrachtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Abgrenzung der Arbeit
1.5 Aufbau und Vorgehensweise
2 Begriffserklärungen
2.1 (Fußball)-talent
2.2 Effektivität
3 Die Akteure im deutschen Nachwuchsfußball
3.1 Deutscher Fußball-Bund
3.1.1 DFB-Talentförderprogramm
3.1.2 Ligaspielbetrieb
3.1.3 DFB-Juniorenmannschaften
3.2 Deutsche Fußball Liga
3.2.1 Leistungszentren als Lizenzierungsvorschrift
3.2.2 Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von Leistungszentren
3.3 Lizenzvereine der Bundesliga und 2. Bundesliga
3.3.1 Ziele
3.3.2 Ausgestaltung der Nachwuchsförderung
3.4 Double PASS
3.4.1 Die Zertifizierung der Nachwuchsleistungszentren
3.4.2 Nachwuchsleistungszentren
4 Aktueller Forschungsstand
4.1 Messung der Effektivität & Durchlässigkeit in der Zertifizierung
4.1.1 Durchlässigkeit in den Nachwuchsteams
4.1.2 Durchlässigkeit zur Lizenz- und U23 Mannschaft
4.1.3 Einsätze in der Lizenz- und U23 Mannschaft
4.1.4 Auswahlen – gestellte und herangeführte Spieler
4.2 Kritische Betrachtung
5 Forschungsdesign
5.1 Erhebungsverfahren und Herkunft der Daten
5.2 Erhebungszeitraum
5.3 Untersuchungsobjekte
5.3.1 Spieler
5.3.2 Ligen
5.3.3 Vereine
5.4 Untersuchungskriterien
5.4.1 Bundesligaeinsätze bis 21 Jahre
5.4.2 Vereinszugehörigkeit nach im Leistungszentrum
5.5 Gewichtung der einzelnen Kriterien
5.5.1 Bundesligaeinsätze bis 21 Jahre
5.5.2 Vereinszugehörigkeit nach Ausbildungsjahren im Leistungszentrum
5.6 6-Punkte-Scoring-Modell
6 Ergebnisse der Untersuchung
6.1 Übersicht der untersuchten Spieler
6.2 Bundesligaeinsätze bis 21 Jahre
6.2.1 U18 Spieler
6.2.2 U19 Spieler
6.2.3 U20 Spieler
6.2.4 U21 Spieler
6.3 Vereinszugehörigkeit im Leistungszentrum
6.3.1 Ausbildung eigener Nachwuchsspieler für den Lizenzspielerkader
6.3.2 Ausbildung eigener Nachwuchsspieler für andere Bundesligisten
6.4 Gesamtübersicht der Kriterien
6.4.1 Bundesligaeinsätze bis 21 Jahre
6.4.2 Vereinszugehörigkeit im Leistungszentrum
7 Deutscher Nachwuchs Meister im Fußball
8 Zusammenfassung
8.1 Diskussion der Ergebnisse
8.2 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein valides Messinstrument für den Erfolg der Nachwuchsförderung in der Bundesliga und 2. Bundesliga, um die Effektivität deutscher Leistungszentren empirisch zu bewerten. Durch die Konstruktion eines 6-Punkte-Scoring-Modells, das auf Bundesligaeinsätzen junger Talente und deren Ausbildungszeit basiert, wird die Forschungsfrage geklärt, welche Vereine die effektivste Nachwuchsarbeit leisten und somit den Titel „Deutscher Nachwuchs Meister im Fußball“ tragen.
- Effektivitätsmessung im Nachwuchsfußball durch objektive Leistungskriterien.
- Analyse der Durchlässigkeit von Talenten aus Leistungszentren in den Lizenzkader.
- Entwicklung eines 6-Punkte-Scoring-Modells zur Quantifizierung der Nachwuchsförderung.
- Empirische Untersuchung von 42 Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga seit 2010.
- Kür des „Deutschen Nachwuchs Meisters im Fußball“ als Ergebnis der Analyse.
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Fußball-Bundesliga hat sich seit ihrem 50-jährigen Bestehen zu einem Premiumprodukt des deutschen Sports entwickelt. Mit durchschnittlich 44.293 Zuschauern pro Spiel in der Saison 2011/2012 übertraf die Bundesliga ihren im Vorjahr aufgestellten Rekord und stellte abermals die zuschauerreichste Liga der Welt. Einer der Gründe für das Erfolgsprodukt Bundesliga ist Woche für Woche in den ausverkauften Stadien auf dem Platz zu sehen – die Fußballerspieler. Mario Götze, Julian Draxler, Thomas Müller und Patrick Hermann gehören zu den Publikumslieblingen der Fans und stehen mit 20, 19, 23 und 22 Jahren für die junge Generation deutscher Ausnahmetalente.
Eines haben jedoch alle vier Spieler gemeinsam – sie verdanken ihr Können der Ausbildung in den Leistungszentren der Bundesligavereine. Konzeptionen, strukturelle Vorgaben sowie Bewertungen seitens DFB, DFL und einer externen Qualitätsberatungsfirma namens Double PASS waren in den vergangenen 13 Jahren maßgeblich an einer systematischen Nachwuchsförderung im deutschen Profifußball verantwortlich. Trotz diesen Leitlinien unterscheiden sich die Leistungszentren der Bundesligavereine in der Ausgestaltung ihrer Nachwuchsarbeit in einem entscheidenden Aspekt – der Effektivität ihrer täglichen Arbeit mit der übergeordneten Fragestellung, wer als Profi schlussendlich „oben ankommt.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Nachwuchsförderung im deutschen Profifußball ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Effektivität der Ausbildung in den Leistungszentren.
2 Begriffserklärungen: Hier werden zentrale Begriffe wie (Fußball)-Talent und Effektivität definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Die Akteure im deutschen Nachwuchsfußball: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von DFB, DFL, Lizenzvereinen und Double PASS im Kontext der systematischen Nachwuchsarbeit.
4 Aktueller Forschungsstand: Hier wird die Zertifizierung nach Foot PASS kritisch betrachtet und als Grundlage für die eigene Effektivitätsmessung genutzt.
5 Forschungsdesign: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, die Erhebung von Sekundärdaten, die Auswahl der Vereine sowie die Kriterien des 6-Punkte-Scoring-Modells.
6 Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die Daten zu Bundesligaeinsätzen und Vereinszugehörigkeit der untersuchten Spieler in den verschiedenen Alterskategorien.
7 Deutscher Nachwuchs Meister im Fußball: Zusammenführung aller Kriterien zur Ermittlung des effektivsten Nachwuchsvereins in Deutschland.
8 Zusammenfassung: Dieses Kapitel diskutiert die Ergebnisse, reflektiert die Methodik und zieht ein Fazit über die Effektivität der deutschen Nachwuchsförderung.
Schlüsselwörter
Nachwuchsförderung, Effektivität, Effektivitätsmessung, 6-Punkte-Scoring-Modell, Deutscher Nachwuchs Meister im Fußball, Bundesliga, Nachwuchsleistungszentrum, Lizenzvereine, Spielereinsätze, Ausbildung, Zertifizierung, Fußball, Jugendförderung, Durchlässigkeit, Talentförderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Effektivität der Nachwuchsförderung in den Leistungszentren der deutschen Bundesliga und 2. Bundesliga.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Messung von Ausbildungserfolgen, die Durchlässigkeit von Spielern aus dem Nachwuchsbereich in den Profifußball und die Bewertung von Nachwuchsleistungszentren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, ein Messinstrument für den Erfolg der Nachwuchsförderung zu entwickeln, um zu beantworten, wer im deutschen Profifußball „oben ankommt“ und den Titel „Deutscher Nachwuchs Meister“ verdient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine empirische Analyse von Sekundärdaten, bei der ein eigens konstruiertes 6-Punkte-Scoring-Modell zur Bewertung der Vereine angewendet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Akteure im deutschen Nachwuchsfußball vorgestellt, der aktuelle Forschungsstand analysiert, das Forschungsdesign entwickelt und schließlich die Ergebnisse der Untersuchung detailliert präsentiert und diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Nachwuchsförderung, Effektivität, Leistungszentren, 6-Punkte-Scoring-Modell und Bundesliga.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Kadernominierung und Pflichtspieleinsatz wichtig?
Die Arbeit zeigt auf, dass eine Kadernominierung allein die tatsächliche Einsatzzeit nicht widerspiegelt und somit ein verzerrtes Bild von der Effektivität der Ausbildung liefern kann.
Warum schneiden Zweitligisten bei der Untersuchung überraschend gut ab?
Zweitligisten wie 1860 München setzen teilweise verstärkt auf den Einsatz eigener Talente, was in diesem Modell aufgrund der hohen Durchlässigkeit positiv bewertet wird.
- Citar trabajo
- Christian Stricker (Autor), 2013, Professionalisierung in der Fußball-Talentförderung. Effektivität der Clubs der 1. und 2. Bundesliga in der Nachwuchsarbeit seit 2010, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316407