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Lebenslanges Lernen als Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene?

Ein narratives Interview

Titel: Lebenslanges Lernen als Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene?

Hausarbeit , 2016 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Frieda van Wupper (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vor dem Hintergrund der Technisierung, Globalisierung der Welt, dem daraus entstehenden Fachkräftemangel, der Erhöhung des Renteneintrittsalters und einer allgemein steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung, ist es unumgänglich, dass sich die tradierter Formen des Lebens im Alter ändern. Dies bringt es mit sich, dass auch eine Änderung des Lernverhaltens hin zum Lebenslangen Lernen überdacht werden muss. Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung sieht im Lebenslangen Lernen eine Erforderlichkeit aus gesellschafts- und bildungspolitischen, aber auch aus ökonomischen Gründen. Lebenslanges Lernen soll dazu beizutragen, dass die Menschen zu einer fortschrittlichen Gesellschaft mit nachhaltiger Entwicklungsbereitschaft werden (vgl. BMBF 2015).

Im folgenden Interview wird die Bildungsgeschichte von Frau G. dargestellt. Es soll geklärt werden, wieweit Lebenslanges Lernen als Chance zu begreifen ist, eine Bereicherung darstellt und mit Freude angenommen wird und ob aus dem Habitus des Lebenslangen Lernens ein gesellschaftlicher Zwang entstehen kann. Des Weiteren ist zu erkunden, in welchen Bereichen ein Lebenslanges Lernen stattfinden kann und, ob es neben seiner postulierten wirtschaftlichen Bedeutung eine ebenso gewichtige Bedeutung für das soziale Leben besitzt.

Als zentrale Frage möchte ich „Die Schulpflicht für Erwachsene“ in den Raum stellen. Ist eine staatlich „verordnete“ Weiterbildungspflicht die Lösung für den fortschreitenden Fachkräftemangel und kann solch eine Weiterbildungspflicht bei der Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in den Arbeitsmarkt oder ganz aktuell bei der Integration von Migranten bzw. Flüchtlingen helfen? Welchen Handlungsspielraum gibt es insbesondere in Bezug auf die Ziele des bildungspolitische Konzept „Lebenslanges Lernen“?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Lebenslanges Lernen – Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene ?

2 Interview mit Frau G. am 09.11.2015

3 Metadatenprotokoll

4 Transkribierregeln

5 Vorbereitung, Aufbau und Ablauf des Interviews

6 Codierung des Interviews

7 Auswertung der Codierung

8 Reflexion des Interviews

9 Übertragbarkeit in die Praxis

10 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bildungsbiografie einer Interviewpartnerin vor dem Hintergrund des bildungspolitischen Konzepts „Lebenslanges Lernen“. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern lebenslanges Lernen als persönliche Chance wahrgenommen wird und ob sich aus dem gesellschaftlichen Anspruch ein Zwang zur Weiterbildung ableiten lässt. Dabei wird insbesondere kritisch hinterfragt, ob eine staatlich verordnete Weiterbildungspflicht als Lösungsansatz für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie den Fachkräftemangel oder die Integration arbeitsloser Menschen dienen kann.

  • Biografische Analyse von Lernprozessen und Bildungsentscheidungen
  • Untersuchung der intrinsischen versus extrinsischen Lernmotivation
  • Kritische Diskussion staatlicher Weiterbildungskonzepte
  • Die Rolle des informellen Lernens im sozialen und beruflichen Alltag
  • Herausforderungen und Chancen von beruflicher Neuorientierung

Auszug aus dem Buch

Interview mit Frau G. am 09.11.2015

I: Hallo Frau G. – schön dass ich zu ihnen kommen durfte – ich habe ihnen ja schon kurz am Telefon erklärt worum es geht. Ich wollte ja eigentlich ein Essay zum Thema „Lebenslanges Lernen“ schreiben – hatte jetzt aber die Idee ein Interview zu diesem Thema mit ihnen zu machen. (---)

Nachdem wir uns ja mal über das Thema – spät studieren unterhalten haben sind sie mir wieder eingefallen. (.) Ich wollte mit ihnen ein narratives Interview führen (ähm)– das bedeutet dass sie jetzt einfach mal ihren Bildungsweg mit allen Höhen und Tiefen von Anfang an erzählen. (ähm) (---)

Ich werde erst mal nur zuhören und erst zum Schluss nochmal ein paar Fragen stellen. (ähm) (--) Ist das so in Ordnung für sie? (.)

E: Ja klar.

I: Ich werde das Interview aufzeichnen - dann abschreiben und (ähm)sie natürlich unkenntlich machen - ok? Dann legen sie mal los.(--)

E: Ok - ich hoffe sie haben genug Zeit mitgebracht - wollen sie die kurze oder die ausführliche Version?(.)

I: Sie haben alle Zeit der Welt – ich möchte natürlich gerne die ausführliche Version. (---)

E: Jaaa, dass ich heute hier in Ludwigsburg im Stadtteil Grünbühl- Sonnenberg arbeite und für die Sozialberatung zuständig bin und (ähm) dass ich jetzt sogar ein Deutschtraining für Neubürger durchführe hätte ich in früheren Jahren nicht geglaubt. (--) Ich hatte zwar immer berufliche Träume die ich mir fast alle erfüllen konnte - aber einfach war es nicht- (ähm) für mich war und ist das Lernen und damit meine ich nicht nur das Lernen in der Schule mit dem bekannten Unterrichtsmethoden sondern auch das Lernen von anderen Menschen von deren Wissen oder deren praktischem Können sehr wichtig - ich wollte immer viel wissen und heute kann ich sagen dass das Leben selbst mein bester Lehrmeister war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Lebenslanges Lernen – Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene ?: Einleitung in die Thematik, die das Konzept des lebenslangen Lernens vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und der Fragestellung einer möglichen Weiterbildungspflicht beleuchtet.

2 Interview mit Frau G. am 09.11.2015: Dokumentation des narrativen Interviews mit der Erzählerin über ihren persönlichen und beruflichen Bildungsweg.

3 Metadatenprotokoll: Zusammenfassende Auflistung der Rahmenbedingungen und demografischen Daten zur Interviewpartnerin.

4 Transkribierregeln: Definition der verwendeten Zeichen und Konventionen für die Verschriftlichung des Interviews.

5 Vorbereitung, Aufbau und Ablauf des Interviews: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Erhebung der qualitativen Daten unter Anwendung des narrativen Interviews nach Schütze.

6 Codierung des Interviews: Beschreibung der Kategorienbildung und der Nutzung der Software MAXQDA zur thematischen Strukturierung des Transkripts.

7 Auswertung der Codierung: Darstellung der quantitativen Verteilung der Codepassagen und deren inhaltliche Interpretation im Kontext der Bildungsbiografie.

8 Reflexion des Interviews: Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Interviewers und der methodischen Durchführung des narrativen Formats.

9 Übertragbarkeit in die Praxis: Reflexion über die Relevanz biografischer Erzählungen für verschiedene Bereiche der Sozialen Arbeit.

10 Fazit: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der Bedeutung des lebenslangen Lernens für die zukünftige Bildungspolitik.

Schlüsselwörter

Lebenslanges Lernen, Biografieforschung, Narratives Interview, Bildungsgeschichte, Weiterbildung, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Berufsbiografie, Lernmotivation, Arbeitswelt, Qualifizierung, Erwachsenenbildung, Integrationsarbeit, Selbstverwirklichung, Bildungsaffinität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem lebenslangen Lernen und dessen Wahrnehmung als Chance oder Zwang im Rahmen einer individuellen Bildungsbiografie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bildungsgeschichte einer Sozialpädagogin, die Bedeutung von Motivation im Lernprozess und die Diskussion über staatlich verordnete Weiterbildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erforschung der persönlichen Bildungsgeschichte einer Erzählerin, um daraus Rückschlüsse auf das Konzept des lebenslangen Lernens und die Sinnhaftigkeit von Weiterbildungspflichten zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde die Methode des narrativen Interviews nach Fritz Schütze verwendet, da sie die Rekonstruktion von Deutungsmustern und Alltagstheorien in biografischen Zusammenhängen ermöglicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst das transkribierte Interview, dessen methodische Vorbereitung, die Codierung der Daten mittels Software sowie deren auswertende Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lebenslanges Lernen, Biografieforschung, Weiterbildung, Lernmotivation und Sozialarbeit.

Welche Bedeutung hat die "Sonderbegabtenprüfung" für die Erzählerin?

Sie ermöglichte der Interviewpartnerin trotz fehlendem Abitur den Zugang zum Studium der sozialen Arbeit und war somit ein entscheidender Wendepunkt in ihrer Bildungsbiografie.

Wie bewertet die Interviewpartnerin die staatliche Weiterbildungspflicht?

Sie lehnt eine staatlich verordnete Weiterbildungspflicht als ineffektiv ab, da ohne intrinsische Motivation die Bereitschaft zum wirklichen Lernen in der Regel ausbleibt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebenslanges Lernen als Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene?
Untertitel
Ein narratives Interview
Hochschule
Hochschule RheinMain  (Sozialwesen)
Note
1,0
Autor
Frieda van Wupper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
34
Katalognummer
V316410
ISBN (eBook)
9783668160606
ISBN (Buch)
9783668160613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Sozialforschung Lebenslanges Lernen Interview
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frieda van Wupper (Autor:in), 2016, Lebenslanges Lernen als Chance oder Zwang? Schulpflicht für Erwachsene?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316410
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Leseprobe aus  34  Seiten
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