Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Orientalismo / Sinología - Estudios islámicos

Türkische Sprachreform

Título: Türkische Sprachreform

Trabajo , 2000 , 19 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: M. A. Ercan Tamer (Autor)

Orientalismo / Sinología - Estudios islámicos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die türkische Schrift- und Sprachreform, ist die tiefgreifenste kulturelle Revolution der letzten 1000 Jahre in der türkischen Geschichte. Sie wurde 1928 durch Mustafa Kemal (später Atatürk) durchgeführt. Durch dieses radikale Vorhaben wurde die Verbindung zur 1000 Jahre währenden islamischen Schriftkultur gekappt.
Die heutigen Generationen sind nicht in Lage, Texte, die vor 1928 mit arabisch-persischen Schriftzeichen verfasst wurden, zu lesen, geschweige denn zu verstehen. Ein Umstand, der in Europa unvorstellbar wäre.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Entwicklung des Türkischen seit dem 11. Jahrhundert

III. Sprachpflegerische Bestrebungen gegen Ende des 19. Jhs.

1. Die Fremdwortfrage

2. Orthographiefrage

IV. Die Schrift- und Sprachreform

1. Die Schriftreform

2. Die Sprachreform

a) Türk Dil Kurumu

b) Auswirkungen der Sprachreform

V. Schlußbemerkung

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess der türkischen Schrift- und Sprachreform unter Atatürk. Dabei steht die Analyse der bildungspolitischen und kulturellen Hintergründe sowie die fortwährende gesellschaftliche Debatte zwischen Reformbefürwortern und islamistischen Kritikern im Zentrum der Betrachtung.

  • Historische Entwicklung des Türkischen seit dem 11. Jahrhundert
  • Sprachpflegerische Bestrebungen im Osmanischen Reich
  • Einführung und Auswirkungen der Schriftreform von 1928
  • Rolle der Türkischen Sprachgesellschaft (Türk Dil Kurumu) bei der Sprachreinigung
  • Einfluss der Sprachpolitik auf moderne gesellschaftliche Spannungsfelder

Auszug aus dem Buch

Die Schrift- und Sprachreform

Die Institutionen der osmanischen Gesellschaft, in denen die türkischen Nationalisten den Grund der Rückständigkeit sahen, wurden entweder abgeschafft oder durch Institutionen nach westlichem Vorbild ersetzt. Nachdem das Sultanat 1922 abgeschafft worden war, folgte dem zwei Jahre später die Abschaffung des Kalifats. Dem folgten 1927 die Türkifizierung der Straßennamen, das Hutgesetz und das Gesetz zum Verbot der Orden und Klöster (tekke ve zaviyeler) und eine Reihe anderer Reformen. Die Sprachfrage sollte im Rahmen der Rückbesinnung zur nationalen Geschichte und Sprache betrachtet werden. Man wollte die Rolle der Sprache zur Bildung einer neuen Nation voll ausnutzen. Denn ohne diesen Schritt wäre der Weg zum Nationalstaat wohl unvollständig geblieben.

Die Republikgründer knüpften an die Bestrebungen der Vereinfachungsbefürwortern an, die Jahrzehnte zuvor im Osmanischen Reich ihre Ziele nicht realisieren konnten. In den ersten Jahren der Republik stießen Versuche, ein neues Schriftzeichensystem einzuführen, auf Widerstand. Ein Gegner dieser Reform war auch Kazım Karabekir Pascha, der unter dem Volk wegen seiner Verdienste im Befreiungskrieg sehr beliebt war. Er führte hauptsächlich religiöse Gründe und den Bruch mit der Vergangenheit an. Die Befürworter des lateinischen Alphabets gaben in erster Linie pädagogische Argumente an, wie: „...die leichte Erlernbarkeit der Schrift und dadurch breitere Möglichkeiten im Studium der Wissenschaften.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Darstellung der historischen und politischen Hintergründe der türkischen Sprachreform sowie der Relevanz der aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen.

II. Die Entwicklung des Türkischen seit dem 11. Jahrhundert: Analyse des Einflusses des Arabischen und Persischen auf das Türkische sowie die Etablierung des Türkischen als Schriftsprache.

III. Sprachpflegerische Bestrebungen gegen Ende des 19. Jhs.: Untersuchung der ersten Reformansätze zur Vereinfachung der Schriftsprache und die Rolle des aufkommenden Zeitungswesens.

IV. Die Schrift- und Sprachreform: Detaillierte Betrachtung der Implementierung des lateinischen Alphabets und der anschließenden Bemühungen zur Sprachreinigung durch staatliche Institutionen.

V. Schlußbemerkung: Kritische Reflexion der Reformen und ein Plädoyer für eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der türkischen Sprachgeschichte.

VI. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführender Literatur zur türkischen Sprachreform.

Schlüsselwörter

Türkische Sprachreform, Atatürk, Schriftreform, Osmanisches Reich, Türk Dil Kurumu, Sprachreinigung, Neologismen, lateinisches Alphabet, Sprachpolitik, Kemalismus, Arabisch-Persische Einflüsse, Reformgeschichte, Sprachwissenschaft, Nationalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den geschichtlichen Werdegang der türkischen Sprach- und Schriftreform, die Anfang des 20. Jahrhunderts unter Mustafa Kemal Atatürk eingeleitet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die linguistischen Veränderungen, die Abkehr vom arabisch-persischen Erbe, die Einführung des lateinischen Alphabets und die soziopolitische Bedeutung dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den historischen Kontext und die Motivation hinter der Sprachreform verständlich darzulegen sowie die bis heute anhaltenden ideologischen Spannungen um dieses Thema zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wobei primär auf türkischsprachige Quellen zurückgegriffen wurde, um die verschiedenen Perspektiven auf die Sprachreform abzubilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Sprachgeschichte seit dem 11. Jahrhundert, die Vorläufer der Sprachpflege im 19. Jahrhundert sowie die detaillierte Darstellung der durchgeführten Schrift- und Sprachreformen im 20. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Sprachreinigung, Türk Dil Kurumu, Reformgeschichte, Kemalismus und Sprachpolitik definieren.

Warum war das Osmanische für die Sprachreformer ein Hindernis?

Die Reformer sahen im osmanischen Mischcharakter und der schwierigen arabischen Rechtschreibung ein strukturelles Hindernis, welches den Zugang zu Bildung und die Entwicklung einer modernen nationalen Identität erschwerte.

Wie war die Haltung der "Reformgegner" gegenüber den Veränderungen?

Die Gegner betrachteten die Reformen oft als ideologische Entscheidung, die sich gegen die islamische Identität und das kulturelle Erbe richtete, da die arabische Schrift als heilig im Kontext des Korans angesehen wurde.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Türkische Sprachreform
Universidad
University of Bonn  (Orientalisches Seminar)
Curso
Hauptseminar Osmanische Bauinschriften
Calificación
1
Autor
M. A. Ercan Tamer (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
19
No. de catálogo
V3165
ISBN (Ebook)
9783638119177
ISBN (Libro)
9783638745888
Idioma
Alemán
Etiqueta
Türkisch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M. A. Ercan Tamer (Autor), 2000, Türkische Sprachreform, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3165
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint