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Das dynamische Elastizitätskonzept zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos. Ein kurzer Überblick

Title: Das dynamische Elastizitätskonzept zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos. Ein kurzer Überblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Skambraks (Author)

Business economics - Controlling
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Eine der wesentlichsten gesamtwirtschaftlichen Funktionen von Kreditinstituten besteht in der Umwandlung kurzfristiger Einlagen in langfristige Kredite. Das Bilanzstrukturrisiko sowie weitere, sich für Banken ergebende Risiken hängen somit auch vom Ausmaß dieser Fristentransformation ab. Veränderungen der Marktzinssätze können dabei erhebliche Auswirkungen auf die Zinsspanne und Eigenmittel der Kreditinstitute haben, weshalb eine präzise Messung und effiziente Steuerung des Zinsänderungsrisikos und insbesondere des Zinsspannenrisikos eine immer bedeutendere betriebswirtschaftliche Notwendigkeit erfährt.

Durch das derzeit herrschende Niedrigzinsumfeld in der Eurozone, welches Kreditinstituten einen nur geringen Spielraum zur Margenstabilisation bietet, gewinnt dieses Thema an aktueller Relevanz. Rückläufige Zinserträge, welche traditionell die wichtigste Ertragsquelle von Banken sind, sowie die zunehmenden regulatorischen Anforderungen an das Risikomanagement erhöhen zudem die derzeitigen Ansprüche an die Steuerung und Messung des Zinsspannenrisikos.

Ziel dieser Arbeit ist es, die operationelle Wichtigkeit der Bruttozinsspanne für Kreditinstitute sowie die Auswirkungen der durch die Europäische Zentralbank betriebenen Niedrigzinspolitik auf die Zinsspanne herauszustellen. Basierend auf den Erkenntnissen hierüber wird der Bedarf nach einem Konzept zur Steuerung und Messung des Zinsspannenrisikos begründet. Als Instrument zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos wird diesbezüglich das dynamische Elastizitätskonzept vorgestellt, welches es kritisch hinsichtlich seiner Praktikabilität zu überprüfen gilt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zinsspannenrisiko im Niedrigzinsumfeld

2.1. Bedeutung der Zinsspanne für Kreditinstitute

2.2. Risiken und Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf die Zinsspanne

3. Quantifizierung des Zinsspannenrisikos

3.1. Definition der Zinsanpassungselastizität

3.2. Ermittlung der Zinsanpassungselastizität

3.3. Dynamische Elastizitätsbilanz

4. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themenfelder

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die operationelle Bedeutung der Bruttozinsspanne für Kreditinstitute darzulegen und die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank kritisch zu beleuchten. Darauf aufbauend wird die Notwendigkeit einer präzisen Messung und Steuerung des Zinsspannenrisikos begründet und das Konzept der dynamischen Elastizitätsbilanz als quantitatives Steuerungsinstrument eingeführt sowie hinsichtlich seiner praktischen Anwendbarkeit bewertet.

  • Analyse der Zinsspannenrisiken im aktuellen Niedrigzinsumfeld
  • Methodik zur Bestimmung der Zinsanpassungselastizität mittels Regressionsanalyse
  • Konzeptionelle Darstellung der dynamischen Elastizitätsbilanz zur Risikoquantifizierung
  • Untersuchung von Struktureffekten und deren Einfluss auf das Zinsergebnis
  • Kritische Würdigung der Praktikabilität und Grenzen des Elastizitätskonzepts

Auszug aus dem Buch

3.2. Ermittlung der Zinsanpassungselastizität

Voraussetzung für die Bestimmung der Zinsanpassungselastizität ist zunächst die Festlegung eines geeigneten Marktreferenzzinssatzes. Dabei soll gezielt der Marktzinssatz ausgewählt werden, welcher den höchsten Erklärungsbeitrag bezogen auf die Variation des Positionszinssatzes in Abhängigkeit einer Marktzinsänderung liefert. Um in diesem Zusammenhang die Güte eines Referenzzinses sowie die Zinselastizität der einzelnen Bilanzpositionen verlässlich bestimmen zu können, ist der in 3.1. beschriebene Differenzquotient jedoch nicht mehr ausreichend. Vielmehr bietet es sich an, die Ermittlung der Zinselastizität über eine lineare Regressionsanalyse basierend auf empirischen Zeitreihen vorzunehmen. Hierzu werden innerhalb des Betrachtungszeitraums für jeden Zeitpunkt (bspw. zum Monatsende) alle existierenden Kombinationen aus Markt- und Positionszins in ein Koordinatensystem abgetragen. Die dadurch entstehende Punktwolke wird als das sog. Streuungsdiagramm bezeichnet. In das Streuungsdiagramm wird anschließend eine Regressionsgerade gelegt, um welche sich die Streuung der Punktwolke minimiert. Ziel dieses Vorgehen ist es, durch die Regressionsgerade den größtmöglichen Erklärungsgrad der beiden Zinsvariablen herzustellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Zinsspannenrisikos in einem dauerhaften Niedrigzinsumfeld und definiert das Ziel der Arbeit, das dynamische Elastizitätskonzept als Steuerungsinstrument zu untersuchen.

2. Zinsspannenrisiko im Niedrigzinsumfeld: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der Zinsspanne für das operative Ergebnis von Kreditinstituten und analysiert die marktinduzierten Risiken durch die EZB-Niedrigzinspolitik.

3. Quantifizierung des Zinsspannenrisikos: Hier werden die mathematischen Grundlagen, wie die Zinsanpassungselastizität und die Regressionsanalyse, sowie die Anwendung der dynamischen Elastizitätsbilanz zur Risikoquantifizierung detailliert beschrieben.

4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bestätigt die Praxistauglichkeit des Elastizitätskonzepts, weist jedoch auf methodische Grenzen und notwendige Erweiterungsansätze hinsichtlich der Refinanzierungskosten hin.

Schlüsselwörter

Zinsspannenrisiko, Niedrigzinsumfeld, Kreditinstitute, Zinsanpassungselastizität, Dynamische Elastizitätsbilanz, Regressionsanalyse, Zinsänderungsrisiko, Bruttozinsspanne, Fristentransformation, Marktzinssatz, Risikomanagement, Elastizitätsüberhang, Bestimmtheitsmaß.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der quantitativen Messung und Steuerung von Zinsspannenrisiken, denen deutsche Kreditinstitute in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld ausgesetzt sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Bedeutung der Zinsspanne als Ertragsquelle, die Auswirkungen der EZB-Zinspolitik auf Banken sowie die methodische Quantifizierung von Zinsänderungsrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Konzept der dynamischen Elastizitätsbilanz als Instrument zur Messung des Zinsspannenrisikos theoretisch darzustellen und kritisch auf seine Praktikabilität in der Banksteuerung zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine multivariate Analyse, die statistische Verfahren wie die lineare Regressionsanalyse und empirische Zeitreihenbetrachtungen zur Ermittlung von Zinselastizitäten verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Risikofaktoren durch das Niedrigzinsumfeld sowie die Erläuterung der technischen Umsetzung des dynamischen Elastizitätskonzepts, inklusive der Bestimmung von Zeitverzögerungen und Struktureffekten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Zinsspannenrisiko, die Zinsanpassungselastizität, die dynamische Elastizitätsbilanz sowie die Regressionsanalyse zur Bestimmung der Zinssensitivität.

Was versteht man unter dem "aktivischen Elastizitätssaldo"?

Ein positiver Elastizitätssaldo bedeutet, dass bei einem Anstieg des Marktzinssatzes die Bruttozinsspanne des Instituts aufgrund der höheren Sensitivität aktivischer Positionen ebenfalls ansteigt.

Wo liegen die Grenzen des dynamischen Elastizitätskonzepts?

Grenzen liegen insbesondere in der Annahme linearer Zusammenhänge, der Schwierigkeit, zukünftige Entwicklungen anhand historischer Zeitreihen zu prognostizieren, sowie der Vernachlässigung von Credit-Spreads.

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Details

Title
Das dynamische Elastizitätskonzept zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos. Ein kurzer Überblick
College
University of applied sciences, Düsseldorf  (IOM)
Grade
1,3
Author
Daniel Skambraks (Author)
Publication Year
2016
Pages
16
Catalog Number
V316587
ISBN (eBook)
9783668154643
ISBN (Book)
9783668154650
Language
German
Tags
Niedrigzinspolitik Niedrigzinsumfeld Zinsspanne Controlling Zinsspannenrisiko Ergebnisrechnung BWL Treasury
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Skambraks (Author), 2016, Das dynamische Elastizitätskonzept zur Quantifizierung des Zinsspannenrisikos. Ein kurzer Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316587
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