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Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen über das Medium Internet

Título: Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen über das Medium Internet

Tesis (Bachelor) , 2013 , 51 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Laura Kohlmetz (Autor)

Trabajo social
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Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist in den Medien ein viel diskutiertes und emotional stark behaftetes Thema. Für viele Menschen ist eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung eines Kindes oder Jugendlichen eine unverzeihliche Tat. Zudem rückt das Thema „Soziale Netzwerke“ immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Das Internet ist in fast allen Haushalten und Handtaschen via Smartphone eingezogen und der Drang immer erreichbar zu sein, steigt stetig an.

Es gibt viele Gefahren, auf die Kinder und Jugendliche im Internet stoßen können. Deshalb ist es sehr wichtig, Aufmerksamkeit zu schaffen, dieses Thema in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen und Präventionsarbeit zu leisten. Dennoch wird ein zentraler Aspekt der Thematik „sexueller Missbrauch durch das Internet“ nicht beachtet: die Arbeit mit den Tätern, sowie deren Hintergründe und Motivationen.

Dieser Problemstellung wird sich in der vorliegenden Arbeit gewidmet. Im Besonderen anhand einer Falldarstellung mit drei Fällen aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz, soll die Thematik der Arbeit weiter vertieft und Praxisnah dargestellt werden. Zunächst wird der Begriff des sexuellen Missbrauches definiert, aufgezeigt, welche Facetten dieser Begriff beinhaltet und die Gesetzeslage wird erläutert. Danach wird eine Verbindung zwischen sexuellem Missbrauch und dem Medium Internet hergestellt, mit der Erläuterung des Begriffs Cyber-Grooming. Kinderpornographie wird in Kapitel drei ausführlich behandelt. Dieser Gliederungspunkt beinhaltet sowohl die Inhalte und die Herstellung, als auch die Vermarktung kinderpornografischer Materialien.

Ab dem Punkt vier wird der Fokus auf die Täter gelegt. Zunächst wird der Unterschied zwischen Menschen mit einer pädosexuellen Neigung und sog. „Bungee-Pädos“ erläutert. Anschließend werden die verschiedenen Intentionen und Vorgehensweisen dieser Tätergruppen beleuchtet. Um einen Überblick, bezogen auf die Anzahl der Straftaten gemäß §§184, 184 a-d Strafgesetzbuch (StGB) zu bekommen, wird unter Punkt 4.3 auf Zahlen und Fakten eingegangen welche darlegen, inwieweit der Markt mit kinderpornographischen Dateien – scheinbar– boomt.

Im Folgenden wird im Bezug auf pornografische Dateien der Begriff pornografische Materialien genutzt. Darunter werden alle Bild, Ton und Datenträger zusammengefasst, die pornografische Abbildungen und Darstellungen in Bild-, Ton- oder Filmdateien beinhalten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sexueller Missbrauch – eine Begriffsbestimmung

2.1 Sexueller Missbrauch und das Medium Internet

2.2 Cyber Grooming

3. Kinderpornografie

3.1 Die Inhalte kinderpornografischen Materials und deren Kategorisierung

3.2 Die Machart kinderpornografischen Materials

3.3 Die Vermarktung im Internet – das Internet als Tauschbörse

4. Die Täter – Exkurs Pädosexualität

4.1 Pädosexualität und „Bungee-Pädos“

4.2 Die unterschiedlichen Charakteristika der Täter

4.3 Zahlen und Fakten

5. Falldarstellungen

5.1 „Herr P.“

5.2 „Herr O.“

5.3 „Herr L.“

6. Zusammenfassung der Falldarstellungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen im Kontext des Internets auseinander, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Arbeit mit den Tätern, ihren Hintergründen und Motivationsstrukturen liegt. Ziel ist es, durch die theoretische Einordnung und die Analyse von Falldarstellungen aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz die Komplexität der Täterpersönlichkeiten aufzuzeigen und praxisrelevante Erkenntnisse für die soziale Arbeit zu gewinnen.

  • Definition und juristische Einordnung von sexuellem Missbrauch und Kinderpornografie
  • Die Rolle des Internets als Tatort und Handelsplatz (Cyber-Grooming, Tauschbörsen)
  • Differenzierung von Täterprofilen (Pädosexualität vs. "Bungee-Pädos")
  • Psychosoziale Analyse von Tätern anhand von realen Falldarstellungen
  • Bedeutung der sozialen Integration und Interventionsmöglichkeiten in der Bewährungshilfe

Auszug aus dem Buch

3. Kinderpornografie

Zu der Gruppe der sog. „Trader“ (frei übersetzt: Handelnder, Händler) (Katzer o.J., S.7) gehören Täter, die kinderpornografisches Material miteinander austauschen, beziehungsweise damit handeln. Dies passiert in der Regel über Foren oder File-Sharing Anbieter im Internet. File Sharing bedeutet, dass mehreren Nutzern der Zugriff auf bestimmte Dateien im Internet ermöglicht wird. In Foren können sich Nutzer anmelden, um mit anderen Nutzern über bestimmte Themen zu kommunizieren und Dateien hochzuladen, die sich andere wiederum herunterladen können. Kinderpornografie gibt es allerdings nicht erst mit der Einführung des Internets.

Arthur Kröhnert beschreibt es folgender Maßen: „Kinderpornographie und Kinderprostitution sind kein neues Problem. Einschlägige Zeitschriften und Videos waren schon immer erhältlich. Eine neue Dimension hat sich aber durch das Internet ergeben.“ (Kinderschutz-Zentren o.J., S.9).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Begründung des Fokus auf Täterbiografien und Internetkriminalität.

2. Sexueller Missbrauch – eine Begriffsbestimmung: Juristische und psychologische Definitionen sowie die Rolle der Anonymität im Internet.

3. Kinderpornografie: Untersuchung von Kategorisierungen, Machart des Materials und Vertriebswegen im World Wide Web.

4. Die Täter – Exkurs Pädosexualität: Differenzierung zwischen pädosexuellen Neigungen und konsumorientierten "Bungee-Pädos" sowie Analyse von Täterstatistiken.

5. Falldarstellungen: Detaillierte Betrachtung dreier Straftäter aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz inklusive ihrer Lebensumstände.

6. Zusammenfassung der Falldarstellungen: Synthese der Einzelfälle und Identifikation gemeinsamer Defizite in der Persönlichkeitsstruktur.

7. Fazit: Forderung nach mehr Akzeptanz, Aufklärung und therapeutischen Angeboten in der Straffälligenhilfe.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Kinderpornografie, Internetkriminalität, Täterbiografien, Cyber-Grooming, Pädosexualität, Bungee-Pädos, Sozialarbeit, Bewährungshilfe, Strafgesetzbuch, Persönlichkeitsstruktur, Prävention, Fallbearbeitung, Viktimisierung, Paraphilie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch das Internet, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Hintergründen, Motivationen und biografischen Strukturen der Täter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition von sexuellem Missbrauch, die Verbreitungswege kinderpornografischer Inhalte, die Unterscheidung verschiedener Tätertypen sowie die psychosoziale Begleitung straffällig gewordener Personen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Perspektive der Täterarbeit in den Fokus zu rücken, um durch Fallanalysen Erkenntnisse für eine effektivere soziale Intervention und Rückfallprävention in der Justiz und Sozialarbeit zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die qualitative Auswertung von drei Falldarstellungen aus dem Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz, um die Thematik praxisnah zu vertiefen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Missbrauchsformen und Internetmedien, eine Tätertypologie (unter anderem die Abgrenzung von pädosexuellen Tätern und "Bungee-Pädos") und die detaillierte Darstellung und Auswertung von drei spezifischen Täterprofilen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cyber-Grooming, kinderpornografische Materialien, Täter-Resozialisierung, pädosexuelle Orientierung und die Bedeutung der sozialen Integration geprägt.

Welche Rolle spielen die "Bungee-Pädos" in der Argumentation?

Der Begriff dient zur Abgrenzung von Tätern, deren Motivation nicht in einer tiefen pädosexuellen Neigung liegt, sondern die das Internet als reinen Konsumort nutzen, um ihre sexuellen Bedürfnisse durch die Objektifizierung von Kindern zu befriedigen.

Was lässt sich über die untersuchten Täterpersönlichkeiten aussagen?

Alle drei untersuchten Fälle zeigen eine nicht gefestigte Persönlichkeitsstruktur, soziale Isolation, Defizite im Umgang mit alltäglichen Anforderungen und eine auffällige Bindung zu den Eltern, was die Autorin als Ansatzpunkte für notwendige sozialpädagogische Interventionen wertet.

Final del extracto de 51 páginas  - subir

Detalles

Título
Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen über das Medium Internet
Universidad
University of Applied Sciences Bielefeld
Calificación
1,0
Autor
Laura Kohlmetz (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
51
No. de catálogo
V316676
ISBN (Ebook)
9783668161870
ISBN (Libro)
9783668161887
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sexueller Missbrauch Internet Kinder Jugendliche Täter Therapie Analyse bewährungshilfe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Kohlmetz (Autor), 2013, Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen über das Medium Internet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316676
Leer eBook
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Extracto de  51  Páginas
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