In dieser Bachelorarbeit sollen Konzepte zur Optimierung der Lagerlogistik eines Speditionsunternehmens erstellt werden, um die gesetzten Ziele zu verwirklichen.
In Zeiten des stetig wachsenden Konkurrenzdruckes und der Globalisierung ist es für jedes Unternehmen wichtig, flexibel und kostengünstig am Markt agieren sowie sich von Wettbewerbern abgrenzen zu können. Im betrieblichen Ablauf kann eine optimierte Lagerhaltung neben weiteren Schlüsselfaktoren bei der Erreichung dieser Ziele einen wesentlichen Teil beitragen. Sie stellt für einen Logistikdienstleister eine zentrale Organisationsaufgabe dar, da unter anderem das im Lager gebundene Kapital für den Kunden ungenutzte Liquidität bedeutet. Die Kundenforderung an spezialisierte Logistikdienstleister lautet daher, die lagerlogistischen Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten.
Die Spedition und Logistik GmbH als Start-Up-Unternehmen hat im April diesen Jahres seinen ersten Kunden gewinnen können und rechnet mit weiteren Kunden in den kommenden Geschäftsjahren. Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung gefallen, das firmeneigene Lager für eine Optimierung der Lagerhaltung neu zu konzeptionieren, um die mittelfristig durch die neuen Kunden zu erwartende Mehrbelastung an Artikeln effizient zu kompensieren. Die Lagerorganisation soll von Grund auf neu geplant werden mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit in Bezug auf den Kommissionierprozess zu steigern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Aufgabenstellung
1.2. Grundlagen
1.2.1. Logistik
1.2.2. Lagerlogistik
1.2.3. Kommissionierprozess
1.2.4. Planung von Logistiksystemen
2. Ist-Analyse
2.1. Lagersysteme und Equipment
2.1.1. Lagersysteme
2.1.2. Regalsysteme
2.1.3. Bodenlagerung
2.1.4. Lagerbedienung
2.1.5. Equipment
2.2. Lagerlayout
2.3. Lagerkapazität
2.4. Lagerprozesse
2.4.1. Wareneingang und Einlagerung
2.4.2. Lagerung
2.4.3. Lagerungsarten
2.4.4. Kommissionierung/Auslagerung
2.4.5. Warenausgang
2.5. Artikelanalyse
2.5.1. Gewicht
2.5.2. Artikelmaße
2.5.3. Handling
2.5.4. Verpackungseinheit/Verkaufseinheit
2.5.5. Anzahl der Aufträge und Auftragsvolumen
2.5.6. ABC-Analyse
2.5.7. XYZ-Analyse
2.6. Ergebniszusammenfassung der Ist-Analyse
2.7. Stärken und Schwächen der untersuchten Lagerlogistik
2.7.1. Stärken
2.7.2. Schwächen
3. Konzeptentwicklung
3.1. Konzept 1
3.1.1. Layout
3.1.2. Verbesserte Lagerplatzzuweisung
3.1.3. Errichtung von Lagerzonen
3.1.4. Gestaltung der Verkehrswege
3.2. Konzept 2
3.2.1. Layout
3.2.2. Vorratshaltung im Regallager
3.2.3. Erweiterung des Regalbereichs
3.2.4. Lagerplatzzuordnung
3.2.5. Einführung des Schleifgangprinzips
3.2.6. Investitionsvolumen
3.3. Konzept 3
3.3.1. Layout
3.3.2. Umstrukturierung des Regalbereichs
3.3.3. Lagerplatzzuordnung
3.3.4. Schmalgangstapler
3.3.5. Investitionsvolumen
3.4. Vergleich der Konzepte
3.5. Konzeptunabhängige Verbesserungsvorschläge
3.5.1. Einführung eines Barcodescannersystems
3.5.2. Optimierung des Informationsflusses
3.5.3. Geringere Stapelhöhe von Paletten mit Mixing Cups
3.6. Bewertung der Konzepte
4. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung von Konzepten zur Optimierung der Lagerlogistik der XY Spedition und Logistik GmbH. Angesichts eines erwarteten Kundenzuwachses soll untersucht werden, wie die bestehenden Lagerprozesse und die Lagerorganisation effizienter gestaltet werden können, um die Leistungsfähigkeit sowie die Kapazität bei moderaten Investitionskosten zu steigern.
- Analyse und Bewertung der bestehenden Lagerstruktur und -prozesse (Ist-Analyse).
- Entwicklung dreier gestufter Optimierungskonzepte mit steigenden Investitionsvolumina.
- Einsatz von Methoden wie ABC- und XYZ-Analyse zur Klassifizierung des Sortiments.
- Verbesserung des Material- und Informationsflusses sowie der Lagerplatzzuordnung.
- Vergleich und Bewertung der erarbeiteten Konzepte hinsichtlich Effizienz und Zukunftsfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
3.1. Konzept 1
Dieses Konzept basiert auf einer rein organisatorischen Umstrukturierung des Lagers. Das bedeutet, dass in diesem Ansatz keine Kosten für das Anschaffen neuer Geräte oder das Einstellen von Personal entstehen. Dem Unternehmen bietet sich auf diese Weise die Möglichkeit, ohne einen Investitionsaufwand die Leistungsfähigkeit seines Lagers zu verbessern. Konkret ergeben sich die Vorteile aus der neuen Lagerplatzzuweisung der Artikel im Palettenregalbereich, welche auf einer ABC-Auswertung beruht (vgl. Kapitel 2.5.6 ABC-Analyse und Anhang A2), sowie auf der Einführung von festen Lagerzonen für die übrigen Güter. Damit sollen einige der in der Ist-Analyse herausgearbeiteten Probleme wie die überholte Zuordnung der Waren in den Regalen und die willkürliche Lagerhaltung außerhalb beendet und so für mehr Transparenz und kürzere Auftragsdurchlaufzeiten gesorgt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Lagerlogistik und Darlegung der Aufgabenstellung bei der XY Spedition und Logistik GmbH.
2. Ist-Analyse: Detaillierte Bestandsaufnahme der aktuellen Lagersysteme, Prozesse, Artikelstrukturen und Schwachstellen im bestehenden Betrieb.
3. Konzeptentwicklung: Ausarbeitung dreier verschiedener Optimierungskonzepte mit unterschiedlichen Ansätzen zur Steigerung von Kapazität und Kommissionierleistung, inklusive deren Bewertung.
4. Zusammenfassung und Fazit: Resümee der erarbeiteten Ergebnisse und Empfehlungen für das Unternehmen basierend auf den entwickelten Lagerkonzepten.
Schlüsselwörter
Lagerlogistik, Kommissionierung, Lagerorganisation, Lagerlayout, Materialfluss, Informationsfluss, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Lagerkapazität, Lagerplatzzuordnung, Schleifgangprinzip, Schmalgangstapler, Optimierung, Bestandsführung, Lagerprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Neukonzeptionierung der Lagerlogistik eines spezifischen Logistikdienstleisters, um die Effizienz der Betriebsabläufe zu steigern.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Arbeit behandelt die Ist-Analyse der Lagerprozesse, die Klassifizierung des Sortiments, die Layoutplanung sowie die Entwicklung verschiedener Optimierungskonzepte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, bei moderaten Investitionen die Kommissionierleistung zu erhöhen, die Kapazität des Lagers zu verbessern und die Betriebsprozesse effizienter zu gestalten.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt unter anderem die ABC-Analyse zur Umsatzklassifizierung und die XYZ-Analyse zur Bedarfsplanung der Artikel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Ist-Analyse, die anschließende Entwicklung von drei Ausbaustufen sowie eine kritische Bewertung dieser Konzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Lagerlogistik, Kommissionierprozess, Lagerplatzzuordnung, Materialflussoptimierung und Lagerkapazitätssteigerung.
Was unterscheidet das erste Konzept von den anderen beiden?
Konzept 1 konzentriert sich ausschließlich auf organisatorische Umstellungen ohne Investitionskosten für neue Geräte, während die anderen Konzepte weitere Investitionen in Regalsysteme oder Technik vorsehen.
Welche Rolle spielt der Schmalgangstapler in der Arbeit?
Er wird im dritten, leistungsstärksten Konzept als Mittel zur erheblichen Kapazitätserweiterung durch die Ermöglichung schmalerer Lagergänge diskutiert.
- Citation du texte
- Thomas Goly (Auteur), 2015, Analyse und Neukonzeptionierung der Lagerlogistik eines Spediteurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316684