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Die Rechtsprechung des EuGH und ihre Auswirkung auf das nationale Umsatzsteuerrecht

Título: Die Rechtsprechung des EuGH und ihre Auswirkung auf das nationale Umsatzsteuerrecht

Tesis (Bachelor) , 2014 , 60 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Larissa Naujoks (Autor)

Derecho - Derecho tributario
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Das Ziel, die Umsatzsteuersysteme der EU-Mitgliedstaaten zu harmonisieren (4. Erwägungsgrund der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie), wurde mit der Einführung eines gemeinsamen Mehrwertsteuersystems entschieden vorangetrieben. Obwohl sich die Umsatzsteuervorschriften der Mitgliedstaaten nach den europäischen Vorgaben richten, bestehen zwischen den mitgliedstaatlichen Gesetzen und der Richtlinie zuweilen problematische Auslegungsspielräume. Diese soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) anhand des europäischen Rechts einheitlich interpretieren, um bestehende Hemmnisse aus dem Weg zu räumen. Dabei hat die Rechtsprechung des EuGH teilweise erhebliche Folgen auf das nationale Umsatzsteuerrecht der Mitgliedstaaten. Von einer veränderten Rechtsprechung der Gerichte über das Kippen bisheriger Verwaltungspraxis bis hin zu nationalen Gesetzesänderungen – die Auswirkungen der Urteile des EuGH sind deutlich zu spüren. Diese Arbeit zeigt den genauen Zusammenhang zwischen der Umsatzsteuer und dem EuGH auf und untersucht den Einfluss des EuGH sowie die beschriebenen Wirkungen seiner Rechtsprechung am Beispiel des deutschen Umsatzsteuerrechts.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Indirekte Steuern im EU-Recht

2.1.1 Primärrechtliche Grundlagen

2.1.2 Harmonisierungsauftrag

2.1.3 Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie

2.1.4 Verhältnis EU-Recht – nationales Recht

2.2 Der EuGH und seine Rechtsprechung

2.2.1 Einordnung des EuGH in die EU

2.2.2 Verfahren vor dem EuGH: Fokus Vorabentscheidungsverfahren

2.2.3 Bindungswirkung der Vorabentscheide

2.2.4 Von Rechtsauslegung zu Rechtsfortbildung

3 Auswirkungen der Rechtsprechung auf das nationale Umsatzsteuerrecht

3.1 Der EuGH und die Umsatzsteuer

3.2 Auswirkungen auf nationaler Ebene anhand von ausgewählten Urteilen

3.2.1 Auswirkungen auf die deutsche Gerichtsbarkeit

3.2.2 Auswirkungen auf die deutsche Finanzverwaltung

3.2.3 Auswirkungen auf die deutsche Gesetzgebung

4 Ergebnis und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Einfluss der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) auf das deutsche Umsatzsteuerrecht. Dabei steht insbesondere die Analyse der Bindungswirkung sowie der faktischen Bedeutung des Vorabentscheidungsverfahrens im Mittelpunkt, um aufzuzeigen, wie europäische Vorgaben die nationale Rechtsprechung, die Finanzverwaltung und die Gesetzgebung beeinflussen.

  • Grundlagen des europäischen Umsatzsteuerrechts und der Harmonisierung
  • Die Stellung und Rolle des EuGH im europäischen Gerichtssystem
  • Methoden der Rechtsauslegung und Rechtsfortbildung durch den EuGH
  • Direkte und indirekte Auswirkungen von EuGH-Urteilen auf die deutsche Praxis
  • Interaktion zwischen nationalen Gerichten, Finanzverwaltung und europäischer Rechtsprechung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Auswirkungen auf die deutsche Gerichtsbarkeit

Aufgrund der offenkundigen, unmittelbaren Bindungswirkung der EuGH-Urteile für die vorlegenden nationalen Gerichte bietet es sich an, zunächst mit der Auswirkung der Vorabentscheide auf die nationalen Finanzgerichte und den BFH zu beginnen. Durch die Vorlagepflicht, die darauffolgende Bindung der letztinstanzlichen, obersten Bundesgerichte an den EuGH und durch die faktische Rechtsmittelunfähigkeit seiner Vorabentscheidungen, wirkt der EuGH beispielsweise im Umsatzsteuerrecht unübersehbar auf die mit Umsatzsteuerstreitigkeiten befassten Instanzen der deutschen Finanzgerichtsbarkeit ein.

Da das nationale Umsatzsteuerrecht auf der europäischen MwStSystRL beruht, berührt nahezu jeder Rechtsstreit vor den nationalen Gerichten bezüglich einer deutschen Umsatzsteuernorm gleichzeitig auch eine Vorschrift des Unionsrechts. Die unionsrechtskonforme Auslegung des deutschen Umsatzsteuergesetzes spielt daher in der nationalen Finanzgerichtsbarkeit eine große Rolle. Dies wird zum Beispiel am Urteil des BFH vom 28. Mai 2013 bezüglich der Zuordnung der bewegten Lieferung bei Transport durch den mittleren Unternehmer im Reihengeschäft deutlich. Der XI. Senat hielt die nicht auf der MwStSystRL beruhende, widerlegbare Gesetzesvermutung des § 3 Abs. 6 S. 6 UStG nicht für unionswidrig, sie sei lediglich unionskonform auszulegen. Nach EuGH-Rechtsprechung sei eine „umfassende Würdigung aller besonderen Umstände des Einzelfalls“ vorzunehmen, die zur Widerlegung der Vermutung führen könne. Der BFH bezieht sich dabei auf Vorabentscheidungen des EuGH aus dem Jahr 2010 und die von ihm angeregte und für ihn bindende Vorabentscheidung des EuGH vom 27. September 2012, in dem der EuGH in Randnummer 34 mit seinen Äußerungen über die wirtschaftliche Verfügungsmacht dem BFH Kriterien an die Hand gibt, anhand dessen er die Beurteilung der bewegten Lieferung vornehmen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Harmonisierung des Mehrwertsteuersystems ein und skizziert die Rolle des EuGH bei der Beseitigung nationaler Hemmnisse und der Weiterentwicklung des Umsatzsteuerrechts.

2 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die primärrechtlichen Grundlagen des EU-Steuerrechts, die Funktion des EuGH sowie die Mechanismen der Rechtsauslegung und Vorabentscheidungsverfahren.

3 Auswirkungen der Rechtsprechung auf das nationale Umsatzsteuerrecht: Hier werden die konkreten Einflüsse der EuGH-Rechtsprechung auf die deutsche Finanzgerichtsbarkeit, die Verwaltungspraxis und die nationale Gesetzgebung anhand ausgewählter Urteile untersucht.

4 Ergebnis und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die vielfältigen Auswirkungen und betont die zentrale Rolle der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie für das harmonisierte europäische Steuerrecht.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuer, EuGH, Vorabentscheidungsverfahren, Harmonisierung, MwStSystRL, Anwendungsvorrang, Unionsrechtskonforme Auslegung, Rechtsfortbildung, BFH, Finanzverwaltung, Umsatzsteuergesetz, Steuerharmonisierung, Binnenmarkt, Richtlinie, Bindungswirkung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) das nationale Umsatzsteuerrecht in Deutschland prägt und welche Mechanismen diesen Einfluss steuern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Rolle des EuGH als Integrationsmotor, die Bindungswirkung von Vorabentscheidungen sowie die Auswirkungen auf deutsche Gerichte, Finanzbehörden und Gesetzgeber.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen europäischer Rechtsprechung und nationalem Steuerrecht aufzuzeigen und zu untersuchen, wie nationale Akteure auf EuGH-Urteile reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Primärrecht der EU, einschlägigen EuGH-Entscheidungen sowie deutschen Finanzgerichtsurteilen und Gesetzesmaterialien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des EU-Steuerrechts und analysiert praxisnah an Urteilen (z.B. zu Restaurationsumsätzen), wie Gerichte und Verwaltung mit der EuGH-Rechtsprechung umgehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind insbesondere Umsatzsteuer, EuGH, Vorabentscheidungsverfahren, Harmonisierung, Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie und Anwendungsvorrang.

Welche Rolle spielt die sogenannte "acte-clair-Doktrin" für die Gerichte?

Sie befreit letztinstanzliche Gerichte von der Vorlagepflicht an den EuGH, wenn die Anwendung des Unionsrechts derart offenkundig ist, dass keinerlei vernünftige Zweifel bestehen.

Wie reagiert die deutsche Finanzverwaltung auf EuGH-Urteile?

Die Finanzverwaltung passt ihre Verwaltungspraxis, oft durch BMF-Schreiben oder Änderungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass, an die EuGH-Rechtsprechung an, wobei sie sich teils an Präjudizen orientiert.

Final del extracto de 60 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rechtsprechung des EuGH und ihre Auswirkung auf das nationale Umsatzsteuerrecht
Universidad
University of Applied Sciences Ludwigsburg
Calificación
1,0
Autor
Larissa Naujoks (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
60
No. de catálogo
V316696
ISBN (Ebook)
9783668157149
ISBN (Libro)
9783668157156
Idioma
Alemán
Etiqueta
EuGH Umsatzsteuer Mehrwertsteuersystemrichtlinie Vorabentscheidungsverfahren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Larissa Naujoks (Autor), 2014, Die Rechtsprechung des EuGH und ihre Auswirkung auf das nationale Umsatzsteuerrecht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316696
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