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Umsatzsteuerbetrug im Fokus gesetzlicher Präventionsmodelle

Título: Umsatzsteuerbetrug im Fokus gesetzlicher Präventionsmodelle

Proyecto de Trabajo , 2015 , 41 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Felix Scholz (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Diese Arbeit stellt eine steuerökonomische Analyse zur Betrugsanfälligkeit des deutschen Umsatzsteuersystems und der Wirksamkeit gesetzlich verankerter Präventionsmodelle dar. Daraus resultierende Konsequenzen und Perspektiven werden dargestellt und erörtert.

Es sollen nach einem kurzen Einblick in das deutsche Umsatzsteuersystem zunächst der Tatbestand der Steuerhinterziehung erläutert sowie prägnante Betrugsarten dargestellt und bezüglich ihren wirtschaftlichen Auswirkungen analysiert werden. Darauffolgend werden ausgewählte Modelle der Gesetzgebung zur Prävention vorgestellt und auf deren Effizienz und Entwicklung im Kampf gegen den Umsatzsteuerbetrug hin untersucht. Ziel dieser steuerökonomischen Investigation ist es festzustellen, ob die derzeitigen Methoden der Betrugsverhütung zweckdienlich sind und für die Zukunft mit einer Abschaffung der Betrugsproblematik ernsthaft zu rechnen ist.

Im letzten Schritt, sollen weitere Konzepte vorgestellt und im Falle einer systembedingten Betrugsanfälligkeit Lösungsansätze eigenständig erarbeitet werden. Hierbei wird im Schwerpunkt auf die im derzeitigen Umsatzsteuersystem neben der Steuerschuld des Leistenden bestehende Umkehr der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger, das sogenannte „Reverse-Charge-Modell“ eingegangen, zumal ein ganzheitlicher Übergang zu dieser Methode regelmäßig Diskussionen basierend auf einer wissenschaftlichen Kosten/Nutzen-Analyse aufwirft.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Eingrenzung

2. Terminologische Klarstellung

3. Das Umsatzsteuersystem der BRD, dessen Betrugsanfälligkeit und Methoden zur Prävention

3.1. Charakter des deutschen Umsatzsteuersystems

3.1.1. Besteuerungssystematik und Einordnung in das deutsche Steuerrecht

3.1.2. Aufkommen und Gesetzgebungskompetenz

3.2. Umsatzsteuerbetrug

3.2.1. Steuerhinterziehung § 370 AO

3.2.1.1. Grundsatz und objektiver Tatbestand

3.2.1.2. Subjektiver Tatbestand

3.2.2. Steuerhinterziehung bei Ausgangsumsätzen

3.2.2.1. Der Kettenbetrug

3.2.2.2. Der unversteuerte Endverbrauch

3.2.2.3. Der Missing-Trader-Betrug

3.2.2.4. Das Umsatzsteuerkarussell

3.2.3. Steuerhinterziehung bei Eingangsumsätzen

3.2.4. Auswirkungen auf das Steueraufkommen

3.2.5. Synoptische Darstellung der Betrugsformen

3.3. Gesetzliche Präventionsmodelle

3.3.1. Einführung des § 25d UStG

3.3.2. Die Umsatzsteuer-Nachschau § 27b UStG

3.3.3. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer § 27a UStG und MIAS

3.3.4. Das Reverse-Charge-Modell § 13b UStG

3.3.4.1. Funktionsweise und Leitidee

3.3.4.2. Neuerungen und Kritik

4. Konzeptionen zur Verhütung der Betrugsproblematik

4.1. Endgültiger Systemwechsel zum Reverse-Charge

4.2. Modell des Vorsteuervortrags

4.3. System der Überrechnung

5. Schlussbetrachtung

5.1. Auswertung ermittelter Erkenntnisse

5.2. Ausblick und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik des Umsatzsteuerbetrugs im deutschen Steuersystem und bewertet die Effizienz bestehender gesetzlicher Präventionsmodelle. Ziel der Untersuchung ist es, auf Basis einer steuerökonomischen Analyse festzustellen, ob aktuelle Mechanismen wie das Reverse-Charge-Modell zur nachhaltigen Bekämpfung von Betrugsdelikten zweckdienlich sind oder ob weiterführende konzeptionelle Systemwechsel erforderlich sind.

  • Charakterisierung des deutschen Umsatzsteuersystems und dessen Betrugsanfälligkeit.
  • Detaillierte Analyse verschiedener Betrugsformen wie Kettenbetrug, Missing-Trader-Betrug und Umsatzsteuerkarusselle.
  • Evaluierung gesetzlicher Präventionsmaßnahmen (Haftungsnormen, Umsatzsteuer-Nachschau, MIAS, Reverse-Charge).
  • Entwicklung und kritische Betrachtung neuer Konzepte zur Betrugsprävention, einschließlich hybrider Systemmodelle.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.4. Das Umsatzsteuerkarussell

Wie im vorigen Punkt bereits beschrieben, handelt es sich beim Umsatzsteuerkarussell um eine besondere Form des Missing-Trader-Betruges, die dem Erwerbsbetrug systematisch sehr ähnlich ist. Das Umsatzsteuerkarussell macht ebenso wie der Erwerbsbetrug in den meisten Fällen vom Rechtsinstitut des innergemeinschaftlichen Erwerbs bzw. der innergemeinschaftlichen Lieferung Gebrauch, da die transnationalen Berührungen schwerer durch inländische Behörden verfolgt werden können. Jedoch werden die Umsatzgeschäfte nicht nur von zwei Akteuren, sondern von ganzen Lieferketten getätigt, die die gehandelte Ware unter Umständen mehrfach zirkulieren lassen (= Karussell), ohne diese tatsächlich zu bewegen.

Der Initiator des Karussells ist der Distributor. Dieser bleibt der Finanzverwaltung gegenüber unauffällig, setzt jedoch den Missing-Trader ein, welcher wie im vorangehenden Punkt dargestellt, den Steuerausfall produziert. Weiterhin organisiert der Distributor für den Missing-Trader die zu handelnden Waren und weist diesen über das weitere Vorgehen an.

Bei den Waren, sofern diese tatsächlich als Liefergegenstand existent sind, handelt es sich überwiegend um hochpreisige Güter, um die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer gemäß § 10 Abs. 1 S. 1 UStG so hoch wie möglich anzusetzen und somit das Betrugsvolumen zu maximieren. In der vorangegangenen Dekade wurden vor allem Edelmetalle, Mikroprozessoren, Luxuslimousinen, Emissionszertifikate und sekundäre Energieträger für das Betrugskonstrukt missbraucht.

Neben den Steuerausfällen, die zum Teil unvorstellbare Summen betreffen (dazu mehr bei Punkt 3.2.3), können noch erhebliche Wettbewerbsnachteile für steuerehrliche Unternehmen entstehen, falls der Missing-Trader durch den Erlös aus der nicht abgeführten Umsatzsteuer den Preis der Ware senkt, um den Weiterverkauf zu beschleunigen. Das Preisniveau und die Erlöse sinken somit.

Neben dem Distributor und dem Missing-Trader, die den Betrugstatbestand initiieren und realisieren, sind in vielen Fällen zwischen diese beiden Akteuren sogenannte Buffer (= Puffer) geschaltet.

Sie sind für den Ablauf des Karussells nicht notwendig, dienen aber der Erschwerung der Behörden für die Rückverfolgung zum Initiator/Distributor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Umsatzsteuerbetrugs ein, definiert das Ziel der Arbeit und grenzt den Untersuchungsgegenstand ein.

2. Terminologische Klarstellung: Hier werden grundlegende steuerrechtliche Begriffe definiert, die für das Verständnis der nachfolgenden Betrugsthematik essenziell sind.

3. Das Umsatzsteuersystem der BRD, dessen Betrugsanfälligkeit und Methoden zur Prävention: Dieses Kapitel analysiert das deutsche Umsatzsteuersystem, verschiedene Betrugsformen und die Effektivität bestehender gesetzlicher Präventionsmodelle.

4. Konzeptionen zur Verhütung der Betrugsproblematik: Der Autor stellt hier alternative Lösungsansätze wie den Systemwechsel zum Reverse-Charge oder das Modell des Vorsteuervortrags vor.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit wertet die Erkenntnisse der Untersuchung aus und gibt einen Ausblick auf notwendige politische und gesetzliche Weiterentwicklungen.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuerbetrug, Steuerhinterziehung, Kettenbetrug, Missing-Trader-Betrug, Umsatzsteuerkarussell, Vorsteuerabzug, Reverse-Charge-Modell, Umsatzsteuergesetz, Umsatzsteuernachschau, Steuerausfall, Finanzverwaltung, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Steuerstrafrecht, Schattenwirtschaft, Betrugsprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Projektarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Umsatzsteuerbetrugs in der Bundesrepublik Deutschland und analysiert kritisch die Wirksamkeit gesetzlicher Präventionsmodelle zur Eindämmung dieser Steuerhinterziehung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Funktionsweise des deutschen Umsatzsteuersystems, die Identifizierung spezifischer Betrugsmechanismen (z. B. Umsatzsteuerkarusselle) und die kritische Würdigung gesetzlicher Gegenmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die steuerökonomische Zweckdienlichkeit aktueller Präventionsmethoden zu evaluieren und festzustellen, ob diese ausreichen, um die systembedingte Betrugsanfälligkeit langfristig zu eliminieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde für diese Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine steuerökonomische Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Gesetzestexten, Rechtsprechung sowie der Auswertung von Statistiken zu Steuerausfällen und Planspielen zur Betrugsbekämpfung basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Betrugssystematik (Kettenbetrug, Missing-Trader-Betrug), die Untersuchung existierender Gesetze wie § 25d UStG und § 13b UStG sowie die Diskussion konzeptioneller Alternativen zur Betrugsverhütung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Umsatzsteuerbetrug, Reverse-Charge-Modell, Vorsteuerabzug, Umsatzsteuerkarussell und Steuerhinterziehung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Missing-Trader-Betrug von einem Umsatzsteuerkarussell?

Während der Missing-Trader-Betrug oft bei transnationalen Geschäften auftritt, bei denen der Erwerber unter Verschleierung der Steuerpflicht vom Markt verschwindet, stellt das Umsatzsteuerkarussell eine komplexere, kreisförmige Lieferkette dar, in der Waren mehrfach zirkulieren, um Steuerausfälle gezielt zu maximieren.

Warum wird das Reverse-Charge-Modell in der Arbeit kritisch hinterfragt?

Obwohl es als wirksam gegen den Vorsteuerabzugsbetrug gilt, kritisiert der Autor die durch die "Parallelfahrt" von Steuerschuldnerschaft entstehenden Praxisprobleme und stellt infrage, ob es die Betrugsproblematik tatsächlich grundlegend löst oder nur neue Ausweichmöglichkeiten für Betrüger schafft.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Umsatzsteuerbetrug im Fokus gesetzlicher Präventionsmodelle
Universidad
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)  (Rechnungslegung und Steuern)
Curso
Umsatzsteuer
Calificación
1,2
Autor
Felix Scholz (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
41
No. de catálogo
V316744
ISBN (Ebook)
9783668159877
ISBN (Libro)
9783668159884
Idioma
Alemán
Etiqueta
Steuern Umsatzsteuer Steuerbetrug Steuerhinterziehung Reverse-Charge Vorsteuervortrag Vorsteuer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Scholz (Autor), 2015, Umsatzsteuerbetrug im Fokus gesetzlicher Präventionsmodelle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316744
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