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Kriegsbegeisterung 1914 in Deutschland. Zwischen Mythos und Realität

Título: Kriegsbegeisterung 1914 in Deutschland. Zwischen Mythos und Realität

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2015 , 93 Páginas , Calificación: 1,4

Autor:in: Janet Teplik (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Es schien, als wäre nicht nur Deutschland im Rausch der Kriegslust, als 1914 der Erste Weltkrieg seinen Beginn fand. Betrachtet man nur einmal Fotografien und Karikaturen zeitgenössischer Zeitungen, überkommt einen das Gefühl von Zusammenhalt und purer Euphorie in allen kriegsführenden Ländern. Es sind Fotos von uniformierten Männern, die freudig in ihren mit Parolen bemalten Zügen sitzen oder adrett bekleidete Massen, die nach der Bekanntgabe der Mobilmachung, jubelnd durch die Straßen ziehen, die suggerieren, dass die Völker bereit seien für einen Krieg. Doch wie viel Wahrheitsgehalt haben derartige Bilder wirklich? Und vor allem: Ist die gesamte Bevölkerung Deutschland wirklich dem Kriegsrausch verfallen und bereit gewesen für Land und Kaiser freudig ihr Leben zu lassen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Weg in die Krise 1914

2.1 Nationalität, Imperialismus, Bündnisse und Krisen

2.2 Das Attentat von Sarajevo und seine Folgen

3. „Deutsches Heer und deutsches Volk sind eins“- Das Augusterlebnis

3.1 Die ungleiche Wahrnehmung in der Gesellschaft

3.2 Literarische Reflexion – Der Krieg in zeitgenössischen Werken

3.3 Künstlerische Reflexion – Zwischen Propaganda und Furcht

4. Wechselwirkung zwischen Politik und Presse

4.1 Der Kriegsbeginn im Spiegel deutscher Zeitungen

4.2 Exkurs: Die internationale Berichterstattung

4.2.1 Die österreichische Presse

4.2.2 Die russische Presse

4.2.3 Die französische Presse

4.2.4 Die englische Presse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Mythos der sogenannten "Kriegsbegeisterung" im Deutschland des Jahres 1914 und stellt diesem die reale, komplexere Wahrnehmung der Bevölkerung gegenüber. Ziel ist es, durch eine Analyse der Wechselwirkung zwischen Politik und Presse aufzuzeigen, wie Massenmedien das Stimmungsbild beeinflussten und inwieweit die populäre Vorstellung eines einheitlichen "Augusterlebnisses" eine kulturelle Inszenierung darstellt.

  • Mythos vs. Realität der deutschen Kriegseuphorie
  • Einfluss der Presse und staatlicher Propaganda auf die öffentliche Meinung
  • Literarische und künstlerische Reflexionen des Kriegsausbruchs
  • Vergleichende Analyse der Berichterstattung internationaler Großmächte
  • Die Rolle des "Geistes von 1914" und die Formierung einer Volksgemeinschaft

Auszug aus dem Buch

3. „Deutsches Heer und deutsches Volk sind eins“- Das Augusterlebnis

„An das deutsche Volk!

Seit der Reichsgründung ist es durch 43 Jahre Mein und Meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt den Frieden zu erhalten und im Frieden unsere kraftvolle Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See haben wir bisher ertragen im Bewusstsein unserer Verantwortung und Kraft. Nun aber will man uns demütigen. Man verlangt, dass wir mit verschränkten Armen zusehen, wie unsere Feinde sich zu tückischem Überfall rüsten, man will nicht dulden, dass wir in entschlossener Treue zu unserem Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht kämpft und mit dessen Erniedrigung auch unsere Macht und Ehre verloren ist. So muss denn das Schwert entscheiden. Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf! zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches handelt es sich, das unsere Väter sich neu gründeten. Um Sein oder Nichtsein deutscher Macht und deutschen Wesens. Wir werden uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Ross. Und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine Welt von Feinden. Noch nie ward Deutschland überwunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit uns sein wird, wie er mit den Vätern war! […].“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, ob die vermeintliche Kriegsbegeisterung 1914 tatsächlich ein gesamtgesellschaftliches Phänomen oder ein Mythos war, und definiert den Fokus auf die Julikrise sowie das Zusammenwirken von Presse und Politik.

2. Der Weg in die Krise 1914: Dieses Kapitel erläutert die tieferliegenden Ursachen des Ersten Weltkriegs, wie Nationalismus, Imperialismus und Bündnissysteme, und analysiert die Zuspitzung durch das Attentat von Sarajevo.

3. „Deutsches Heer und deutsches Volk sind eins“- Das Augusterlebnis: Hier wird der Begriff des "Augusterlebnisses" kritisch hinterfragt und aufgezeigt, dass die Reaktionen der Gesellschaft auf den Kriegsbeginn weitaus widersprüchlicher und komplexer waren als die offizielle Propaganda suggerierte.

4. Wechselwirkung zwischen Politik und Presse: Das umfangreichste Kapitel analysiert die zentrale Rolle der Zeitungen bei der Meinungsbildung, der Zensur und der Schaffung von Feindbildern, ergänzt durch einen internationalen Exkurs zur Berichterstattung in Österreich-Ungarn, Russland, Frankreich und England.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bestätigt, dass die "Kriegseuphorie" in hohem Maße medial inszeniert war, während die tatsächlichen Stimmungen in den verschiedenen Gesellschaftsschichten von Sorge, Pflichtgefühl und Skepsis geprägt blieben.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, 1914, Kriegsbegeisterung, Augusterlebnis, Julikrise, deutsche Presse, Kriegspropaganda, Zensur, öffentliche Meinung, Mythos, Realität, Nationalismus, Sozialdemokratie, Kriegsgegner, Burgfriedenspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch den Mythos der allgemeinen Kriegsbegeisterung zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 in Deutschland und beleuchtet die Rolle der Presse bei der Konstruktion dieses Stimmungsbildes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die propagandistische Wirkung von Medien, die Wahrnehmung des Kriegsausbruchs in verschiedenen Gesellschaftsschichten sowie die internationale Berichterstattung im Kontext der Julikrise.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob die Bevölkerung 1914 tatsächlich flächendeckend dem Kriegsrausch verfallen war oder ob dieses "Augusterlebnis" als kulturelle Inszenierung zu betrachten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Zeitungsartikel, literarischer Werke, Tagebucheinträge und künstlerischer Zeugnisse sowie auf aktuelle geschichtswissenschaftliche Literatur zum Ersten Weltkrieg.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Weges in die Krise, die psychologische Inszenierung des Augusterlebnisses durch Kunst und Literatur sowie eine detaillierte Auswertung der Pressepolitik und deren internationalem Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind neben dem "Geist von 1914" insbesondere Kriegsbegeisterung, Zensur, Meinungspresse und die Differenz zwischen dem medialen Bild und der historischen Realität.

Inwiefern unterschied sich die Haltung der Zeitungen bei Kriegsbeginn?

Während konservative Blätter den Kriegseintritt stark nationalistisch unterstützten, wankten sozialdemokratische Zeitungen zwischen ihrer anfänglichen Ablehnung und der sich durchsetzenden Burgfriedenspolitik.

Welche Rolle spielte das Attentat von Sarajevo in der internationalen Presse?

Das Attentat diente allen Seiten als Instrument zur politischen Legitimierung, wobei die jeweiligen Zeitungen den Vorfall gezielt nutzten, um Feindbilder aufzubauen und die eigene Bevölkerung auf den drohenden Konflikt einzustimmen.

Final del extracto de 93 páginas  - subir

Detalles

Título
Kriegsbegeisterung 1914 in Deutschland. Zwischen Mythos und Realität
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Philologische Fakultät)
Curso
/
Calificación
1,4
Autor
Janet Teplik (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
93
No. de catálogo
V316786
ISBN (Ebook)
9783668158986
ISBN (Libro)
9783668158993
Idioma
Alemán
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janet Teplik (Autor), 2015, Kriegsbegeisterung 1914 in Deutschland. Zwischen Mythos und Realität, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316786
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