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Interventionen bei Mobbing unter Schülern. Die Vor- und Nachteile des No Blame Approaches

Titre: Interventionen bei Mobbing unter Schülern. Die Vor- und Nachteile des No Blame Approaches

Epreuve d'examen , 2013 , 84 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Martina Kampmann (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit den 1990er Jahren hat sich der Begriff Mobbing in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion etabliert und erfährt kontinuierlich große Aufmerksamkeit. Nicht selten werden in den Medien körperliche Übergriffe dargestellt, die drastische Ausmaße annehmen. Hierbei stehen zumeist emotional geladene Interviews der Schülerschaft im Mittelpunkt, die Täter und Opfer fokussieren und die Machtlosigkeit der Schulen thematisieren. Grundsätzlich kann in der Schule nicht nur Mobbing unter Schülern entstehen, sondern auch zwischen Schülern und Lehrern oder innerhalb des Lehrerkollegiums. Diese Examensarbeit konzentriert sich explizit auf die Mobbing-Problematik unter Schülern.

Der Begriff Mobbing ist heute international zu einem zentralen Forschungsgegenstand geworden, wie die Vielzahl an Publikationen zeigt, die selbst der Experte kaum mehr überschauen kann. Durch das öffentliche Interesse an dieser Problematik stellen sich Wissenschaft und Schule die Frage, was man dagegen tun kann. Bei einer pädagogischen Reaktion auf Mobbing in der Schule ist zwischen Mobbingprävention und -intervention zu unterscheiden. Die Autorin grenzt die Begriffe Prävention und Intervention klar voneinander ab. Der Fokus dieser Examensarbeit liegt auf der Intervention bei Schülermobbing seitens der Pädagoginnen und Pädagogen: Wie können Pädagoginnen und Pädagogen intervenieren, um eine Mobbing-Situation zeitnah zu lösen? Warum ist Mobbing unter Schülerinnen und Schülern eine pädagogische Herausforderung?

Der No-Blame-Approach stellt für pädagogische Fachkräfte eine Interventionsmöglichkeit für jede Klassenstufe und Schulform dar, die sich im Gegensatz zu anderen Interventionsprogrammen im Wesentlichen darin unterscheidet, dass sie auf Schuldzuweisungen, Verurteilungen und Strafen verzichtet. Ziel dieser Examensarbeit ist es, die Vor- und Nachteile des Mobbing-Interventionsprogramms No Blame Approach aus der Sicht der Beteiligten darzustellen. Anhand der Pro- und Contra Bilanz soll die Praktikabilität des Programms im Alltag Schule untersucht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 Mobbing: Definition und Begriffsklärungen

2.1.1 Cyber-Mobbing

2.1.2 Folgen von Mobbing

2.2 Intervention und Prävention

2.3 Systemisch denken und handeln in der Schule

2.3.1 Ressourcen- und Lösungsorientierung

2.3.2 Mobbing als Gruppenphänomen

2.4 Die Aufgaben des Lehrers bei Mobbing unter Schülern

2.5 Zusammenfassung

3 DER NO BLAME APPROACH

3.1 Die historischen Wurzeln des No Blame Approach

3.2 Forschungsstand

3.3 Die drei Schritte des NO BLAME APPROACH

3.3.1. Schritt 1: Gespräch mit den Mobbing-Betroffenen

3.3.2. Schritt 2: Die Unterstützergruppe bilden

3.3.3. Schritt 3: Nachgespräche

3.4 Weiteres Vorgehen nach der Intervention

3.5 Zusammenfassung

4 METHODISCHES VORGEHEN

4.1 Ziel und Zielgruppe der Untersuchung

4.2 Wahl und Begründung der Erhebungsmethode

4.3 Entwicklung des Online-Fragebogens

4.4 Die Entwicklung des Interview-Leitfadens

4.5 Die Durchführung der Interviews

4.6 Die inhaltsanalytische Auswertung

5 DATENAUSWERTUNG UND DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE

5.1 Daten der Online-Umfrage

5.2 Inhaltliche Darstellung des Interviewmaterials

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

6 EVALUATION DES FORSCHUNGSMETHODISCHEN VORGEHENS

7 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vor- und Nachteile des Interventionsprogramms "No Blame Approach" bei Mobbing unter Schülern aus der Perspektive der beteiligten Fachkräfte. Das primäre Ziel ist es, die Praktikabilität dieses Ansatzes im schulischen Alltag zu bewerten und zu hinterfragen, ob er ein erfolgreiches Mittel zur Mobbing-Intervention darstellt.

  • Mobbing als komplexes Gruppenphänomen im schulischen Kontext
  • Systemische Perspektive und lösungsorientierte Intervention
  • Methodik des "No Blame Approach" und dessen praktische Umsetzung
  • Analyse von Experteninterviews zur Anwendung und Wirksamkeit des Ansatzes
  • Evaluation von Barrieren und Gelingensbedingungen in der pädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

2.3 Systemisch denken und handeln in der Schule

Im vorigen Kapitel taucht der Begriff des linearen Erklärungsschemas auf. Das bedeutet, dass eine lineare und binäre Denkweise davon ausgeht, dass die Wirklichkeit objektiv erfassbar ist und abgebildet werden kann. Problemen oder Ereignissen liegen demzufolge monokausale Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zugrunde (vgl. Poser, 2005, S. 13). Diese Art und Weise zu denken stellt das klassische Erklärungsmodell im Alltag dar. Es sucht mit Fragen wie beispielsweise „Wer hat Schuld?“, „Was hat wer wann und wieso getan?“ oder „Wer ist der Täter?“ nach den Ursachen der Probleme und versucht, das Problem erklären zu können (vgl. König, 2005, S. 11; Blum & Beck, 2012, S. 60; Renolder et al., 2007, S. 19). Die Beantwortung dieser Fragen hilft zwar zunächst, mittels Problemdiagnose Einsicht über die Geschehnisse zu erhalten, doch wie eine gute Lösung aussieht, kann nicht beantwortet werden.

König und Volmer, die sich in ihren Ausführungen auf die Erwachsenenbildung und Organisationsberatung beziehen, beschreiben in diesem Zusammenhang, dass bereits seit den 1940er Jahren Zweifel an der Leistungsfähigkeit dieses Ursache-Wirkungs-Denkens deutlich werden, da sich in komplexen Situationen offenbar nicht die Ursache herausfinden lässt, weil verschiedenen Faktoren für bestimmte Verhaltensweisen aufeinander wirken. Diese Erkenntnis führt seit Mitte des 20. Jahrhunderts dazu, andere Erklärungsmodelle für komplexe Prozesse zu suchen, womit die Forschung den Grundstein für die Entstehung der Systemtheorie legt (vgl. König, 2005, S.11). Das Systemdenken geht von der Annahme aus, dass sämtliche Einflussfaktoren auf ein Problem sowohl Ursache als auch Wirkung sein können, und dass, wie eingangs erwähnt, keine monokausalen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Mobbing-Problematik, Abgrenzung der zentralen Begriffe und Vorstellung des Ziels der Untersuchung.

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Betrachtung von Mobbing als systemisches Gruppenphänomen sowie theoretische Einordnung von Prävention, Intervention und der lösungsorientierten Herangehensweise.

3 DER NO BLAME APPROACH: Darstellung der historischen Entwicklung, der theoretischen Wurzeln und der konkreten drei Schritte des Interventionsprogramms.

4 METHODISCHES VORGEHEN: Erläuterung der Forschungsziele, der Stichprobenauswahl, des Online-Fragebogens sowie der Durchführung und inhaltsanalytischen Auswertung der Experteninterviews.

5 DATENAUSWERTUNG UND DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Präsentation der empirischen Ergebnisse aus der Online-Befragung und den Interviews sowie deren Diskussion.

6 EVALUATION DES FORSCHUNGSMETHODISCHEN VORGEHENS: Kritische Reflexion der gewählten Forschungsmethodik und der aufgetretenen Herausforderungen im Untersuchungsprozess.

7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Resümee der Arbeit, Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die Bedeutung systemischer Intervention in der Schule.

Schlüsselwörter

No Blame Approach, Mobbing, Schule, Intervention, Systemtheorie, lösungsorientiert, ressourcenorientiert, Experteninterview, Schulsozialarbeit, Schulklima, Gruppendynamik, Prävention, Cyber-Mobbing, Unterstützergruppe, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Interventionsprogramms "No Blame Approach" zur Bekämpfung von Mobbing an Schulen aus der Sicht der pädagogischen Fachkräfte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Mobbing-Problematik, systemisches Denken, lösungsorientierte Ansätze in der Pädagogik sowie die praktische Durchführung und Erfolgsbewertung des No Blame Approach.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob der No Blame Approach ein erfolgreiches und praktikables Interventionsprogramm im Schulalltag darstellt und welche Vor- und Nachteile dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz verfolgt, der eine Online-Befragung zur Stichprobenermittlung mit anschließenden leitfadengestützten Experteninterviews kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Mobbing und Systemtheorie sowie eine detaillierte Auswertung empirischer Daten, die durch Umfragen und Interviews mit Lehrkräften und Schulsozialarbeitern gewonnen wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind No Blame Approach, systemische Intervention, Mobbing-Prävention, Ressourcenorientierung und Schulklima.

Warum wird im No Blame Approach auf Strafe verzichtet?

Der Ansatz verzichtet auf Bestrafungen, um die Ressourcen der Beteiligten nicht zu blockieren, Schuldzuweisungen zu vermeiden und eine Atmosphäre zu schaffen, in der ein Perspektivenwechsel und soziales Lernen möglich sind.

Welche Herausforderungen bei der Umsetzung werden genannt?

Als wesentliche Herausforderungen identifizieren die Experten den hohen Zeitaufwand für Vor- und Nachbereitung der Gespräche sowie organisatorische Schwierigkeiten bei der zeitnahen Zusammenstellung der Unterstützergruppe.

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Résumé des informations

Titre
Interventionen bei Mobbing unter Schülern. Die Vor- und Nachteile des No Blame Approaches
Université
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Note
1,7
Auteur
Martina Kampmann (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
84
N° de catalogue
V316834
ISBN (ebook)
9783668165137
ISBN (Livre)
9783668165144
Langue
allemand
mots-clé
No Blame Approach Mobbing Interventionen bei Mobbing Cyber-Mobbing Gewalt und Mobbing Schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martina Kampmann (Auteur), 2013, Interventionen bei Mobbing unter Schülern. Die Vor- und Nachteile des No Blame Approaches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316834
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Extrait de  84  pages
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