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Aus dem Leben eines Religionslehrers. Ein Rückblick mit Gedanken zu den neuen Herausforderungen

Title: Aus dem Leben eines Religionslehrers. Ein Rückblick mit Gedanken zu den neuen Herausforderungen

Textbook , 2016 , 364 Pages

Autor:in: Günter-Manfred Pracher (Author)

Theology - Practical Theology
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Lehrer zu sein, so sagt man, ist heute kein leichter Job und macht eigentlich keinen Spaß mehr, ist heute von vielen Betroffenen zu hören. Früher hatten die Schüler Respekt und Achtung vor den Lehrern; alle haben früher an einem Strang gezogen. Was ist daraus geworden?

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“! Ein schönes Sprichwort, aber es trifft nicht nur für Reisen zu, denn auch der Religionsunterricht hat seine Besonderheiten.

In diesem Buch werden das Selbstverständnis von Religionsunterricht und seine geschichtliche Entwicklung kritisch aufgenommen. Eine Besonderheit, die in der Vergangenheit undenkbar war, inzwischen aber häufig anzutreffen ist, besteht darin, dass der Religionsunterricht überkonfessionell erteilt wird; Ursachen dafür sind zu wenige Lehrer, beziehungsweise zu wenige konfessionsgebundene Schüler in den Klassen.

Das Buch setzt sich mit den unterschiedlichen Bereichen und Problemen, der Geschichte des Religionsunterrichtes auseinander; dabei werden die Ziele, Inhalte sowie wie die Wege zu einer Wissensvermittlung an einem Kerncurriculum beispielhaft und auch genauer in den Focus des Lesers gerückt, mit der persönlichen Erfahrung verknüpft. Dabei wird auch das Problem der Notengebung im Religionsunterricht beleuchtet. Ebenso werden Schülerprobleme und ihre Fragestellungen aufgenommen, die ein hohes Maß an Sensibilität und Behutsamkeit erfordern.

Religionsunterricht hat viele Aspekte: Die biblisch-christlich Ausrichtung, die rein ethischen Aspekte, die Wissensvermittlung und die seelsorgerlichen Aufgaben (Anlaufstelle Religionsunterricht).

Die Wissensvermittlung, die persönliche Zuwendung (eine Anlaufstelle für Schüler/innen sein), die geweckte Neugierde auf das Fach und ungewöhnliche Aktivitäten werden als unverzichtbare Bestandteile des Religionsunterrichtes dargestellt und beschrieben. Das Erreichen der Religionsmündigkeit und die Möglichkeit sich abmelden zu können, ist oft ein massives Problem!

Der Blick auf den aktuellen Stand der Unterrichtsgestaltung zeigt, dass lebensnaher und interessant gestalteter Religionsunterricht neben den curricularen Richtlinien, Kommunikation und kompetente Besucher im Unterricht zur Vertiefung, beziehungsweise als Anstoß der Lerneinheit einzubinden sind; hier sind die Fächerübergreifende Aktivitäten gefragt.

Ich wünsche Ihnen Freude und gute Gedanken beim Lesen.

Im Februar 2016

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Gedanken

Kapitel 1 Religionsunterricht in Deutschland und europäischen Vergleich

Religionsunterricht in Deutschland

Die Artikel 56, 57, 58 des Grundgesetzes im Wortlaut

Frankreich und der Religionsunterricht

Religionsunterricht in Österreich

Religionsunterricht in der Türkei

Die Erteilung von Religionsunterricht in Polen:

Die Rechtsgrundlagen

Organisation und Trägerschaft

Die Schweiz und der Religionsunterricht:

Der schulische Religionsunterricht

Der kirchlich konfessionelle Religionsunterricht

Die religiöse Grundbildung

Situation und Stand 1999 in den Deutschschweizer Kantonen

Die besonderen Regelungen im Einzelnen dargestellt

Der Stand 2002 in den Deutschschweizer Kantonen

Der Stand 2010 in den Deutschschweizer Kantonen

Der neue Stand 2014 in den Deutschschweizer Kantonen

Gründe für Veränderungen im schulischen Religionsunterricht (Lehrplan 21) in den Deutschschweizer Kantonen

Religionsunterricht in Italien

In Deutschland gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz (Blick auf die unterschiedlichen Religionen)

Kapitel 2 Religionsunterricht und seine geschichtlichen Entwicklung

Auszüge aus einer Vorlesung von Prof. Dr. Ulrich Rhode SJ aus dem Februar 2014

Das Mittelalter und der Beginn der Neuzeit inhaltlich noch etwas genauer angesprochen

Staat und Religion zwischen den Jahren 1806 und 1918

Zur Zeit der Weimarer Republik (1918 – 1933)

Nationalsozialismus 1933 – 1945 (im dritten Reich)

Die Zeit nach 1945 und dem 2. Weltkrieg

In der DDR

In der Bundesrepublik

Nach 1990

Die Rechtsgrundlagen

Religionsunterricht, eine gemeinsame Angelegenheit

Kapitel 3 Sinn und Ziel des Religionsunterrichtes

Der Religionsunterricht ist eine Anlaufstelle für Schüler/Schülerinnen

Lernen im Religionsunterricht

Zielgedanken zum Religionsunterricht

Im Zentrum des Religionsunterrichtes stehen Gedanken wie ...

Sinn und Aufgabe des Religionsunterrichtes

Das Bekenntnis junger Menschen zum lebendigen Gott eingebettet in das Verständnis von Glauben – Umsetzungsbeispiele

Kapitel 4 Religionsunterricht und seine gesetzlichen Grundlagen

Die Rechtsgrundlagen im Grundgesetz und verfassungsrechtliche Grundsätze

Ausnahmen im Religionsunterricht nach Artikel 7, Absatz 4

Kirchliches Gesetz über den evangelischen Religionsunterricht in der Evangelischen Landeskirche in Baden (Religionsunterrichtsgesetz – RUG)

Die Bremer Klausel, Artikel 141 im Grundgesetz Landesverfassung Bremen

Religionsunterricht in anderen Bundesgebieten

Beispiel Berlin

Im Grundgesetz verankerte Texte (Gesetzestexte)

Artikel 3 (Gleichheit)

Artikel 4 (Glaubensfreiheit)

Artikel 7 (Schulwesen)

Artikel 140 (Individuelle Religionsfreiheit)

Verfassung Bundesland Hessen (Artikel 56 und 59)

Wer ist berechtigt Religionsunterricht zu erteilen?

Gesetzestexte zur Erteilungsberechtigung

Pfälzische Landeskirche

Evangelische – lutherische Landeskirche Hannover

Evangelische Landeskirche Baden

Regelungen in anderen Bundesländern

Bayern

Berlin

Niedersachsen

Nordrhein – Westfalen

Hessen

Neuer Erlass zum Religionsunterricht vom 01.01.1015

Kapitel 5 Persönliche Erfahrungen Im Religionsunterricht

Lehrplan früher – kompetenzorientiertes Curriculum heute

Das unterschiedliche Verständnis der Kollegien zur Sinnhaftigkeit von Religionsunterricht

Das kompetenzorientierte Curriculum, Kompetenzerwartungen

Inhalte und Curriculum eines kompetenzorientierten Religionsunterrichtes

personale, soziale und methodische Kompetenzen (Grafik Seite 121)

Förderung der Schule

Kompetenzorientierter und geprägter Unterricht für Schülerinnen und Schüler

Die Einarbeitung der Kompetenzen in den Lehrplan 21

Themenbereiche exemplarisch an Beispielen konkret dargestellt

Personelle Kompetenzen

Selbstreflexion

eigene Person kennen und reflektieren

Selbständigkeit

Schulalltag und Lernprozesse immer selbständiger bewältigen

Ausdauer entwickeln

Eigenständigkeit

eigene Ziele und Werte reflektieren und verfolgen

Soziale Kompetenzen

Kooperationsfähigkeit

mit anderen zusammenarbeiten

Konfliktfähigkeit

Konflikte benennen

Konfliktlösungsvorschläge suchen

Konflikte lösen

Umgang mit Vielfalt

Verschiedenheit akzeptieren

Verschiedenheit als eine Bereicherung erfahren

Gleichberechtigung mittragen

Methodische Kompetenzen

Sprachfähigkeit

ein Repertoire an Ausdrucksformen entwickeln

Informationen nutzen

Informationen suchen

Informationen bewerten und aufbereiten

Informationen präsentieren

Aufgaben/Probleme lösen

Lernstrategien erwerben

Arbeitsprozesse planen

Arbeitsprozesse durchführen und reflektieren

Grundlegende Kompetenzen der EPA (einheitlichen Prüfungsforderungen) dazu

Unterrichtsinhalte früher

Die neue, inhaltliche Ausrichtung heute

Religionsunterricht will Neues wagen – weil Gott es wagt

Neues wagen – das Entscheidende bewahren

Der Rahmen „Neues wagen“ – die Veränderungen in der Kirche und der Gesellschaft fordern dazu heraus

Neues wagen – um für die Menschen da zu sein

Negativaussage zum Religionsunterricht – persönliche Chancen verpassen

Ein Blickpunkt: Der kreative Aspekt

der kommunikative Aspekt

Der didaktisch – methodische Aspekt,

Zwei andere, soziologische Aspekte

Religionsunterricht ist kein Integrationshindernis

Ein Beispiel für kompetenzorientierten Religionsunterricht

Thema: Schöpfung

Kapitel 6 Das Verständnis von Religionsunterricht heute

Religion aus pädagogischer Sicht

Religionsunterricht versteht sich als eine „überlebens – notwendige“ Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler

Religionsunterricht versteht sich als eine Hilfe um gegenseitiges Verstehen zu fördern

Wie wichtig ist christlicher Religionsunterricht?

Für den Religionsunterricht zeitgemäße Formen finden

Religions ist ein ordentliches Lehrfach

Religionsunterricht heißt auch Reformen anregen

Inhalte und – Curriculum – eines kompetenzorientierten Religionsunterrichtes

Angestrebte Ziele im Religionsunterricht

Probleme im (konfessionellen) Religionsunterricht

Unterrichtsgestaltung – Unterrichtsinhalte

Reaktionen einer Schülerin auf den Religionsunterricht

Das Lernen im Religionsunterricht vollzieht sich auf 3 Ebenen

Ziel der Religionslehrer

Ziel des Religionsunterrichtes

Der Zielsatz im Religionsunterricht

Religionsunterricht und Schule in einer multikulturellen Gesellschaft

Berliner Kongress „Mission, Respekt, christliches Zeugnis in einer multikulturellen Welt

Bildung aus der evangelischen Perspektive

Gelebte Religion als Referenzrahmen für die religiöse Bildung

Religionspädagogik und der Wandel von Religion

Religion in der Schule profilieren

Die religiöse Rede als eine Unterbrechung der Lernkultur von Schule

Theologisieren als ein Lernen von Religion

Orte und Gelegenheiten religiöser Lernens

Zwischenfazit

Kapitel 7 Das kirchliche Verständnis von Religionsunterricht

Die evangelische und die römisch – katholische Kirche

Zum Begriffsverständnis der Bezeichnung „Freikirche“

Die freikirchliche Blickrichtung

Vereinbarung zur Erteilung von Religionsunterricht – Freikirchen und Evangelische Kirche in Württemberg

Wortlaut der Vereinbarung

Die rechtlichen Grundlagen und die Vokationsordnung erläutert

Freikirchliche Lehrkräfte

Auszug aus dem Glaubens – ABC der Freikirchen

Bundesrecht konsolidiert – Rechtsvorschriften in Österreich für Lehrpläne – Freikirchlichen Religionsunterricht, 15.12.2001

Inhalt und Anliegen des Freikirchlichen Religionsunterrichtes

Schwerpunktartige Behandlung (nach Stufen) von Themen

Themenbereiche und Kernkompetenzen

Kernkompetenzen benannt und erläutert

Inhaltliche Zuordnung – Schulstufe 1

Kapitel 8 Der Auftrag des Religionsunterrichtes

Auftrag und Ziel des Religionsunterrichtes

Sonderstellung und Freiheit als Verpflichtung

Religionsunterricht bietet in seiner Besonderheit Chancen

Anlaufstelle Religionsunterricht

Die Methode kann nicht immer im Mittelpunkt des Religionsunterrichtes stehen

Probleme in der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler klären

Ein Blick zurück

Der evangelische Religionsunterricht stellt sich seinem Auftrag

Der katholische Religionsunterricht

Im Mittelpunkt des Religionsunterrichtes

Das Verständnis des Menschen

Die Vermittlung von neuen Perspektiven eröffnet neue „Räume“

Kompetenzerwartungen

Die religiöse Bildung als eine Aufgabe der Schule

Was spricht für den Religionsunterricht?

Der Religionsunterricht im Bildungs – und Erziehungsauftrag

Der Religionsunterricht ist die Ergänzung zum schulischen Bildungsauftrag

Wie erfolgreich ist der Religionsunterricht bei der Vermittlung religiöser Bildung?

Kapitel 9 Das Spannungsfeld zwischen Auftrag und Curriculum

Kompetenzerwartungen

Die übergreifende Kompetenz

Grafik: Verknüpfung von Prozessen und Gegenstände

Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder des Faches

Kompetenzen zu den Inhaltsfeldern des Faches

Kompetenzbereiche und Sachkompetenz

Kompetenzen in zwei komplexen Teilbereichen

Wahrnehmungskompetenz

Deutungskompetenz

Weitere Kompetenzen in ihrer Untergliederung benannt und erläutert:

Urteilskompetenz

Handlungskompetenz

Dialogkompetenz und Gestaltungskompetenz

Methodenkompetenz

Gestaltungskompetenz

Inhaltsfelder konkret benannt und dargestellt

Grafik: Die Beobachtungsperspektiven

Die Beurteilungsperspektiven

weitere Kompetenzen

Dialogkompetenz

Gestaltungskompetenz

Kompetenzerwerb und die Schwerpunkte in den Jahrgängen 5 und 6 inhaltlich beschrieben

Inhaltsfelder an 6 möglichen Themen konkret benannt und dargestellt

Inhaltsfeld 1 Entwicklung der eigenen Identität

Inhaltsfeld 2 Christlicher Glaube als Lebensorientierung

Inhaltsfeld 3 Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde

Inhaltsfeld 4 Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaften

Inhaltsfeld 5 Religion und Weltanschauung im Dialog

Inhaltsfeld 6 Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur

Sachkompetenz

Wahrnehmungskompetenz

Deutungskompetenz

Urteilskompetenz

Handlungskompetenz

Dialogkompetenz

Gestaltungskompetenz

Methodenkompetenz

Kompetenzen und Inhaltsfelder die von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Unterrichtsthemen für die Jahrgänge 5 – 9 obligatorisch entwickelt werden sollen

Zu entwickelnde und zu erreichende Inhaltsfelder konkret benannt

Beispiele zu entwickelnden und zu erreichenden Inhaltsfelder konkret dargestellt

Inhaltsfeld 1

Entwicklung einer eigenen Identität

Bilder von Männern und Frauen

reformatorische Grundeinsichten

Drei themenbezogene Leitgedanken

Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes

Der Mensch als Sünder und Gerechtfertigter

Freiheit und Verantwortung

Sachkompetenz zu dem vorgestellten Thema

Deutungskompetenz zu dem vorgestellten Thema

Urteilskompetenz zu dem vorgestellten Thema

Handlungs und Dialogkompetenz zu dem vorgestellten Thema

Inhaltsfeld 2 Christlicher Glaube als Lebensorientierung

Drei themenbezogene Leitgedanken

Jesus als Grund des Glaubens

Wirken und Botschaft vom Reich Gottes

Hoffnungshorizont Kreuz und Auferstehung

Inhaltsfeld 3 Christlicher Glaube als Lebensorientierung (2)

Vier Leitgedanken

Das Wort Gott

Gott in Beziehung

Streit um die Wirklichkeit Gottes

Was hält der Kritik stand?

Inhaltsfeld 4 Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft

Vier Leitgedanken

Gott ist einer

Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden

Kirche in einer religiösen pluralen Welt

Kirche und Staat

Inhaltsfeld 5 Zwei Leitgedanken

Grundfragen christlicher Ethik

Evangelische Ethik im Kernbereich gesellschaftlicher Verantwortung

Inhaltsfeld 6 Zwei Leitgedanken

Die Sehnsucht des Menschen nach Unbegrenztheit

Angst vor dem Weltuntergang

Kompetenzerwartung und inhaltliche Schwerpunkte in den Jahrgängen 7 – 9

Übergeordnete Kompetenzen und die inhaltliche Ausgestaltung

Religiöse Dimension des Erziehungsprozesses

Inhaltliche Ziele im Religionsunterricht

Kapitel 10 Stellenwert des Religionsunterrichtes in Schulen

10 Punkte Thesenpapier der Evangelischen Kirche in Deutschland

Erklärung zum Stellenwert des konfessionellen Religions – unterrichts des Bistums Augsburg

Die Bedeutung und der Stellenwert von Religions – unterricht früher und heute

Die Bedeutung und der Stellenwert von Religionsunterricht bei jungen Menschen – Schülern

Madiha Mahmood Schülern einer Haupt – und Realschule in Offenbach

Eine Spurensuche

Statistische Untersuchungen

Patchwork – Religiosität

Einwanderungskinder sind glaubensfester

Glaubenssache – was Glauben bedeutet

Religions ist höher anzusetzen als Ethik

Die historische und theologische Perspektiven und

Der theologische Blickwinkel im Blick auf Religion und Ethik

Der hohe Stellenwert von Religionsunterricht

Anlaufstelle Religionsunterricht

Zur Situation in der Gegenwart

Die veränderte Situation von Schule und Unterricht

Fazit

Gesetzestexte und Rundschreiben

Bibelstellen chronologisch geordnet

Altes Testament

Neues Testament

Literaturnachweis

Glossar

Anhang – Manuskript Gottesdienst

Reaktionen auf den Rundfunkgottesdienst HR 1 – einige Beispiele

Biografie/Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit reflektiert die langjährige Erfahrung eines Religionslehrers und untersucht den Stellenwert sowie die Herausforderungen des Religionsunterrichts in der heutigen Schullandschaft unter Berücksichtigung rechtlicher, pädagogischer und theologischer Perspektiven.

  • Vergleichende Analyse von Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts in Deutschland, Österreich, Polen, der Schweiz und Italien.
  • Historische Herleitung des Verhältnisses von Kirche und Staat sowie deren Einfluss auf den heutigen Religionsunterricht.
  • Bedeutung der Kompetenzorientierung im Lehrplan und deren praktische Umsetzung im Schulalltag.
  • Die Rolle des Religionsunterrichts als Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler in einer pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft.
  • Empirische Einblicke in die Wahrnehmung des Religionsunterrichts durch Schülerinnen und Schüler sowie Eltern.

Auszug aus dem Buch

Einleitende Gedanken

Lehrer zu sein, so sagt man heute, ist kein leichter Job, macht eigentlich keinen Spaß. Früher, ja da hatten die Schüler noch Respekt und Achtung vor den Lehrern; es geht dabei nicht um die damals möglichen Sanktionsmöglichkeiten, die bestanden und Respekt zur Folge hatten, sondern um das miteinander von Kirche, Eltern und Schule. Alle zogen an einem Strang. Was ist heute daraus geworden?

Ich weiß noch gut, dass mich alle bedauerten und mir davon abrieten, einen Wechsel aus der Gemeindearbeit (Evangelische Badische Landeskirche) in den Schuldienst (Evangelische Landeskirche Kurhessen – Waldeck) umzusetzen. Mir wurden die schlimmsten Horrorbilder vor Augen gemalt, Hanau als schwierigste „Pflaster“ beschrieben und immer und immer wieder abgeraten. Ich fuhr dennoch nach Hanau, sprach mit dem Dekan, besuchte die in Frage kommende Schule und fasste den Entschluss, dass ich es mir und den anderen beweisen wollte, dass auch unter „so schwierigen Umständen“ Religions – unterricht möglich war. Ich wechselte zum Schuljahr 1976/1977 nach Hanau an eine Berufs – und Berufsfachschule und habe das nicht Sekunde lang bereut.

Eigentlich heißt es immer: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was er – zählen“! Ein schönes Sprichwort, aber es trifft nicht nur für Reisen zu, denn der Schuldienst, im Besonderen der Religionsunterricht, hat auch so seine beson – dern Ereignisse, die es wert sind, erzählt zu werden. Natürlich kann das aber nur ein kleiner Ausschnitt sein, denn 13 Jahre lassen sich nicht so kurz fassen.

Als junger Lehrer, ich war gerade 25 Jahre und seit 6 Wochen stolzer Vater einer Tochter, kam ich an die Berufsschule und Berufsfachschule, die ich bei meinem ersten Besuch in Hanau kennengelernt hatte. Es war eine Schule, die sich gerade im Umbruch befand, denn die „Puddingschule“, wie sie lächelnd von manchem Insider genannt wurde, war zuvor eine reine Hauswirtschafts – schule gewesen. Noch wollte niemand so richtig das Fach Religion haupt – amtlich erteilen; nur eine Ordensschwester (Schwester Maria) hatte im Lehr – auftrag ein Mal in der Woche einige Stunden zu erteilen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Diese Einleitung beleuchtet die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts in Deutschland und im europäischen Vergleich.

Kapitel 2: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat von der Antike bis in die Moderne nach.

Kapitel 3: Hier werden der Sinn und die zentralen Zielsetzungen des Religionsunterrichts für Jugendliche in einer beziehungsarmen Umwelt erörtert.

Kapitel 4: Das Kapitel behandelt die gesetzlichen Grundlagen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht in verschiedenen deutschen Bundesländern.

Kapitel 5: Der Autor teilt persönliche Erfahrungen aus seinem Berufsalltag und erläutert den Wandel hin zu kompetenzorientierten Curricula.

Kapitel 6: Hier liegt der Fokus auf dem aktuellen Verständnis des Religionsunterrichts und den didaktischen Ansätzen in der heutigen Gesellschaft.

Kapitel 7: Es wird das spezifische kirchliche Verständnis von Religionsunterricht, insbesondere im Kontext von Freikirchen, untersucht.

Kapitel 8: Das Kapitel widmet sich dem Auftrag des Religionsunterrichts und der Rolle des Religionslehrers zwischen Freiheit und Verpflichtung.

Kapitel 9: Hier wird das Spannungsfeld zwischen dem institutionellen Auftrag und den Anforderungen moderner Bildungspläne (Curricula) analysiert.

Kapitel 10: Das abschließende Kapitel diskutiert den Stellenwert des Religionsunterrichts anhand von Thesenpapieren und statistischen Erhebungen.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht, Evangelische Kirche, Bildung, Schule, Konfession, Religionsfreiheit, Lehrplan, Kompetenzorientierung, Christliches Zeugnis, Schöpfung, Bildungspolitik, Staat, Kirche, Religionspädagogik, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk primär?

Das Buch bietet einen persönlichen Rückblick auf das Leben als Religionslehrer und reflektiert dabei zugleich die rechtlichen, historischen und pädagogischen Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen den rechtlichen Status des Religionsunterrichts in Europa, die geschichtliche Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat, moderne didaktische Ansätze sowie die Rolle des Unterrichts als Orientierungshilfe für Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Sinn und die Bedeutung des Religionsunterrichts in einer zunehmend säkularen und pluralistischen Gesellschaft aufzuzeigen und dabei theoretische Konzepte mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Aufarbeitung, die rechtliche Dokumente, Lehrpläne, historische Analysen sowie eigene biographische Erfahrungen des Autors als Religionslehrer integriert.

Welche Inhalte prägen den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Grundlagen in verschiedenen Bundesländern und im Ausland, die methodische Weiterentwicklung des Unterrichts hin zur Kompetenzorientierung und die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Religionsunterricht, christlicher Bildungsauftrag, Konfessionalität, Pluralismus, Kompetenzorientierung und das Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Religionslehrers in der heutigen Zeit?

Der Autor sieht den Religionslehrer nicht nur als Wissensvermittler, sondern vor allem als Bezugsperson, die Schülern bei existentiellen Sinnfragen und Lebenskrisen zur Seite steht.

Welche Bedeutung hat das Thema "Schöpfung" im Buch?

Das Thema Schöpfung dient als konkretes Beispiel für einen kompetenzorientierten Unterricht, an dem der Autor zeigt, wie biblische Texte und moderne Weltbilder miteinander in einen lernförderlichen Dialog gebracht werden können.

Wie geht das Werk mit der zunehmenden religiösen Pluralität um?

Die Arbeit betont, dass der konfessionelle Religionsunterricht offen für Schülerinnen und Schüler anderer Religionen sein sollte, um interreligiöse Dialogfähigkeit und gegenseitigen Respekt zu fördern.

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Details

Title
Aus dem Leben eines Religionslehrers. Ein Rückblick mit Gedanken zu den neuen Herausforderungen
Author
Günter-Manfred Pracher (Author)
Publication Year
2016
Pages
364
Catalog Number
V316871
ISBN (eBook)
9783668160644
ISBN (Book)
9783668160651
Language
German
Tags
leben religionslehrers rückblick gedanken herausforderungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Günter-Manfred Pracher (Author), 2016, Aus dem Leben eines Religionslehrers. Ein Rückblick mit Gedanken zu den neuen Herausforderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316871
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