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Interkulturelle Pädagogik - Ist der Fremdsprachenunterricht (Englisch) bereits in der Grundschule sinnvoll?

Title: Interkulturelle Pädagogik - Ist der Fremdsprachenunterricht (Englisch) bereits in der Grundschule sinnvoll?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Eva Heidingsfelder (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Summary Excerpt Details

In der heutigen Welt ist die Erfahrung einer multikulturellen und mehrsprachigen Wirklichkeit
alltäglicher als in der Vergangenheit. Die größere Mobilität lässt Unbekanntes immer näher
rücken, fordert breitere Verständigungsmöglichkeiten und macht deshalb die frühe
Beschäftigung mit fremden Sprachen und Kulturen immer notwendiger.
Auf diese veränderte Wirklichkeit sollen die Kinder bereits in der Grundschule vorbereitet
werden. Neben der deutschen Sprache sollen sie in der 3. und 4. Klasse einer weiteren
Sprache (Englisch, Französisch oder Italienisch) und deren Kultur begegnen.
Da Sprache und Denken eng zusammenhängen und mit jeder Sprache eigene Sichtweisen
verbunden sind, gewinnen die Schüler beim Erlernen einer Fremdsprache zugleich eine
erweiterte Weltsicht. Diese wiederum hilft, der Ausländerfeindlichkeit in ihrem sozialen
Umfeld möglichst vorzubeugen.
Gerade zu einem frühen Zeitpunkt hat die Beschäftigung mit einer Fremdsprache in der
Regel eine persönlichkeitsfördernde und –prägende Wirkung; auch im nichtsprachlichen
Verhalten können sich Auswirkungen zeigen wie größere Wendigkeit und raschere
Auffassungsgabe, vielseitigere Lernbereitschaft und steigendes Selbstvertrauen. Zudem
scheint der Zeitpunkt für die Begegnung mit einer weiteren Sprache in einem Alter günstig, in
dem die Kinder beginnen, mit der Muttersprache bzw. der deutschen Sprache bewusster
umzugehen.
Der frühbeginnende Fremdsprachenunterricht nutzt die ausgeprägte Bereitschaft der
Grundschulkinder zum Hinhören, Imitieren und Reagieren, welche beste Voraussetzungen
für einen unbefangenen Einstieg bietet.
In der Grundschule werden den Kindern Erlebnisse in einer fremden Sprache vermittelt, die
sie an den weiterführenden Schulen so nicht mehr erfahren können, weil andere Aspekte der
Fremdsprachenvermittlung in den Vordergrund treten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Inhalte und Methoden

1.2. Ziele

1.2.1. Sprachliche Ziele:

1.2.2. Erzieherische Ziele:

1.2.3. Motivationale Ziele:

1.3. Gründe für die Wichtigkeit des frühzeitigen Kennen lernen von Fremdsprachen

1.3.1. Exogene Faktoren

1.3.2. Endogene Faktoren

1.4. Modelle

1.4.1. Das Immersionsmodell

1.4.2. Das Modell des ganzheitlich – handlungsorientierten Unterrichts

1.5. Wichtige didaktische Überlegungen für die Umsetzung im Unterricht

1.6. Lehrpläne und praktische Beispiele eines Fremdsprachenunterrichts

1.6.1. Eine Zusammenfassung des Lehrplans für die 3. Klasse

1.6.2. Eine Zusammenfassung des Lehrplans für die 4. Klasse

1.7. Everywhere a Teddy bear – Fremdsprachenlernen mit Themenzentren

1.8. Kritik am Fremdsprachenmodell für die Grundschule

1.9. Eigene Überlegungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Sinnhaftigkeit der Einführung von Fremdsprachenunterricht (insbesondere Englisch) bereits in der Grundschule. Dabei wird analysiert, ob eine frühe Begegnung mit fremden Sprachen die interkulturelle Kompetenz, die Sprachreflexion und die Einstellung zu anderen Kulturen positiv beeinflussen kann, ohne den Kindern zu viel Druck aufzuerlegen.

  • Theoretische Grundlagen und pädagogische Modelle des frühen Fremdsprachenlernens.
  • Analyse der Lehrpläne für die 3. und 4. Jahrgangsstufe.
  • Praktische Umsetzungsmethoden wie "Storytelling" und Themenzentren.
  • Kritische Auseinandersetzung mit Argumenten für und gegen die Frühintegration.
  • Reflexion über die Kontinuität beim Übergang in die Sekundarstufe I.

Auszug aus dem Buch

1.4.2. Das Modell des ganzheitlich – handlungsorientierten Unterrichts

Hier ist der Fremdsprachenunterricht eingebunden in den übrigen Grundschulunterricht. Er erfolgt mehrmals in der Woche oder auch täglich anfänglich 20 Minuten, später langsam ansteigend. Kleine, konkrete Situationsziele werden verfolgt, damit der Umgang mit der Fremdsprache etwas Selbstverständliches wird, nichts Herausgehobenes, extra unterrichtetes. „[...]er ist spielerisch, kreativ, mimisch und ordnet sich in das ganzheitliche Konzept des Grundschulunterrichtsein.“5

Zum festen Konzept dieses Unterrichts gehört das Aufeinandertreffen von Sprechern dieser Fremdsprache, die in der Auswahl der didaktischen Situationen direkt auf solche konkrete Begegnungen vorbereitet. Der Ertrag dieses Modells liegt nach Frau Christ auf vier Ebenen:

a) In der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder

b) In ihrer allgemeinen sprachlichen Entwicklung

c) In der Erweiterung ihrer Lernerfahrungen in fremdsprachlichen Zusammenhängen

d) In der Bereicherung der methodischen Möglichkeiten der Grundschule, von denen Impulse auch auf den Fremdsprachenunterricht der Sekundarstufe 1 ausgehen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, Kinder aufgrund einer zunehmend multikulturellen Wirklichkeit frühzeitig mit fremden Sprachen vertraut zu machen.

1.1. Inhalte und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die Nutzung authentischer Materialien und Methoden wie "Storytelling", die alle Sinne der Kinder ansprechen.

1.2. Ziele: Die Förderung sprachlicher, erzieherischer und motivationaler Ziele steht im Fokus, um die Schüler behutsam an den interkulturellen Austausch heranzuführen.

1.3. Gründe für die Wichtigkeit des frühzeitigen Kennen lernen von Fremdsprachen: Es werden exogene gesellschaftliche Faktoren wie Globalisierung sowie endogene entwicklungspsychologische Dispositionen des Kindes erläutert.

1.4. Modelle: Hier werden das Immersionsmodell sowie das Modell des ganzheitlich-handlungsorientierten Unterrichts gegenübergestellt.

1.5. Wichtige didaktische Überlegungen für die Umsetzung im Unterricht: Dieser Teil definiert Prinzipien wie Ganzheitlichkeit, Schülerorientierung und die Rolle des Lehrers als Lernberater.

1.6. Lehrpläne und praktische Beispiele eines Fremdsprachenunterrichts: Eine detaillierte Analyse der Lehrpläne für die 3. und 4. Klasse zeigt den Aufbau der interkulturellen und sprachlichen Inhalte.

1.7. Everywhere a Teddy bear – Fremdsprachenlernen mit Themenzentren: Anhand von konkreten Beispielen wird demonstriert, wie Themenzentren spielerisch Wortmaterial sichern.

1.8. Kritik am Fremdsprachenmodell für die Grundschule: Es werden häufig geäußerte Gegenargumente, wie etwa die Überforderung der Schüler oder fehlende Ausbildung der Lehrkräfte, kritisch analysiert.

1.9. Eigene Überlegungen: Die Autorin reflektiert ihre Hospitationserfahrungen und plädiert für eine differenziertere Betrachtung und bessere Kontinuität zur Sekundarstufe.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Ganzheitliches Lernen, Handlungsorientierung, Storytelling, Sprachreflexion, Mehrsprachigkeit, Interkulturelle Kompetenz, Sprachbewusstsein, Lehrpläne, Lernmotivation, Frühbeginn, Immersionsmodell, Sekundarstufe I.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Sinnhaftigkeit, Englisch bereits in der Grundschule als Fremdsprache zu unterrichten, und beleuchtet die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen didaktische Modelle des Fremdsprachenerwerbs, die Analyse der bayerischen Lehrpläne, die Rolle interkultureller Erziehung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen bildungspolitischen Diskussion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch einen spielerischen und ganzheitlichen Unterricht die Neugier und Offenheit der Grundschulkinder gegenüber anderen Kulturen gestärkt werden kann, ohne fachliche Überforderung zu riskieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse in Kombination mit einer empirischen Hospitation an einer Grundschule, um theoretische Konzepte mit der Unterrichtspraxis zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung des Frühbeginns, die Darstellung didaktischer Konzepte (wie das TPRS-Modell), die Analyse der Lehrplaninhalte sowie die kritische Debatte über die Qualität und Kontinuität des Unterrichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Pädagogik, Ganzheitliches Lernen, Sprachreflexion und Frühbeginn des Fremdsprachenlernens.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers in diesem Kontext?

Die Autorin betont, dass der Lehrer im modernen, handlungsorientierten Unterricht zunehmend von der traditionellen Rolle des Dozierenden abweichen und die Funktion eines Lernberaters einnehmen sollte.

Welche spezifische Problematik wird im Hinblick auf den Übergang zur Sekundarstufe I genannt?

Die Autorin weist darauf hin, dass es oft an der Kontinuität mangelt, da die weiterführenden Schulen die spielerischen Kompetenzen aus der Grundschule bisher nicht ausreichend aufgreifen und weiterführen.

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Details

Title
Interkulturelle Pädagogik - Ist der Fremdsprachenunterricht (Englisch) bereits in der Grundschule sinnvoll?
College
University of Applied Sciences Nuremberg  (Fachbereich Soziale Arbeit)
Course
Pädagogik
Grade
1
Author
Eva Heidingsfelder (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V31694
ISBN (eBook)
9783638326162
Language
German
Tags
Interkulturelle Pädagogik Fremdsprachenunterricht Grundschule Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Heidingsfelder (Author), 2004, Interkulturelle Pädagogik - Ist der Fremdsprachenunterricht (Englisch) bereits in der Grundschule sinnvoll?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31694
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