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Soziologische Gegenwartsdiagnose. Carpe Diem, der schmale Grat zwischen Erlebnis und Gewohnheit

Título: Soziologische Gegenwartsdiagnose. Carpe Diem, der schmale Grat zwischen Erlebnis und Gewohnheit

Ensayo , 2013 , 12 Páginas

Autor:in: Conni Endres (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Dieses Essay beschäftigt sich mit Gerhard Schulzes Begriff der "Erlebnisgesellschaft". Eine textimmanente kritische Diskussion und textübergreifende Diskussion und Verortung im Seminar schließen sich an einen Überblick über den Text an.

Schulze beschreibt in seinem Buch „Die Erlebnisgesellschaft - Kultursoziologie der Gegenwart“ die zunehmende Erlebnisorientierung unserer Gesellschaft und die Etablierung eines internationalen Erlebnismarktes, welcher sich zu einem beherrschenden Bereich des alltäglichen Lebens entwickelt. Alles, was angeboten wird, wird ausprobiert, auch das Innovative, weshalb selten etwas lange neu bleibt. Allerdings wird die Abwechslung schnell zur Wiederholung und das tägliche Erlebnisangebot zur Selbstverständlichkeit und somit geht die Suche nach dem absoluten Highlight weiter. Statt der Sehnsucht nach Schönem ist eher die Vermeidung der Langeweile das Motto.

In Schulzes Argumentation leuchtet mir auf, inwieweit in den letzten Jahrzehnten in unserer Gesellschaft eine räumliche und zeitliche Entgrenzung stattgefunden hat und inwieweit diese zu dem Entstehen einer Erlebnisgesellschaft beigetragen hat. Die Möglichkeiten, die sich durch unseren Wohlstand und infolge der technischen Entwicklung bieten, haben dazu geführt, dass wir nicht mehr außenorientiert handeln müssen, sondern uns innenorientiert um neue Erlebnisse bemühen können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsangabe

2. Textimmanente kritische Diskussion

3. Textübergreifende Diskussion und Verortung im Seminar

4. Literaturverzeichnis:

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Gerhard Schulzes soziologischer Gegenwartsdiagnose der „Erlebnisgesellschaft“ auseinander. Ziel ist es, die Prozesse der Entgrenzung und der zunehmenden Erlebnisorientierung kritisch zu beleuchten und zu hinterfragen, inwieweit diese Entwicklung zu einer egozentrischen Lebensweise und einer daraus resultierenden gesellschaftlichen Instabilität führt.

  • Die Entstehung und Etablierung des internationalen Erlebnismarktes.
  • Die Transformation von außen- zu innenorientierten Handlungsmustern.
  • Die Funktion sozialer Milieus als kognitive Selbsthilfegruppen.
  • Zusammenhang zwischen Modernisierung, Beschleunigung und Entgrenzung.
  • Die psychologischen Auswirkungen der ständigen Suche nach neuen Kicks.

Auszug aus dem Buch

1. Inhaltsangabe

Schulze beschreibt in seinem Buch „Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart“ die zunehmende Erlebnisorientierung unserer Gesellschaft und die Etablierung eines internationalen Erlebnismarktes, welcher sich zu einem beherrschenden Bereich des alltäglichen Lebens entwickelt. Alles, was angeboten wird, wird ausprobiert, auch das Innovative, weshalb selten etwas lange neu bleibt. Allerdings wird die Abwechslung schnell zur Wiederholung und das tägliche Erlebnisangebot zur Selbstverständlichkeit und somit geht die Suche nach dem absoluten Highlight weiter. Statt der Sehnsucht nach Schönem ist eher die Vermeidung der Langeweile das Motto (vgl. Schulze (1992), S. 542).

Entgrenzung bedeutet im Letzten der Verlust von Gewissheiten, jedoch verlangen wir Menschen nach Gewissheiten und wenn wir keine vorfinden, setzten wir uns selber welche. Beispiele für diese konstruierten Gewissheiten, sind alltagsästhetische Schemata oder kollektive Erlebnisrouten. Darunter versteht man, dass Gruppen von Dingen, Personen, Situationen als zusammengehörig definiert und mit bestimmten Reaktionsmustern besetzt werden. Weiter gibt es soziale Milieus und einzelne Szenen, und es gibt erlebnisrationale Strategien, also neuartige Handlungsmuster, welche häufig Rationalität in Frage stellen. Sie lassen sich allerdings vor dem Hintergrund innenorientierten Handelns verstehen, und die fundamentale Semantik, ein elementares Kategoriensystem darstellt, das Ähnlichkeiten oder Unähnlichkeiten zu beurteilen und eine Konsistenz herzustellen helfen soll (vgl. Schulze (1993), S. 413 f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Inhaltsangabe: Dieses Kapitel führt in Gerhard Schulzes Theorie der Erlebnisgesellschaft ein, erläutert das Konzept der Entgrenzung und thematisiert die zunehmende Erlebnisorientierung als Folge einer Vermeidung von Langeweile.

2. Textimmanente kritische Diskussion: Hier findet eine Reflexion über die Konsequenzen der Innenorientierung statt, wobei insbesondere der Druck der Selbstoptimierung und die wachsende Abhängigkeit vom Erlebnismarkt kritisch hinterfragt werden.

3. Textübergreifende Diskussion und Verortung im Seminar: Dieser Abschnitt verknüpft Schulzes Thesen mit den Entschleunigungsfaktoren von Hartmut Rosa und soziologischen Ansätzen von Georg Simmel, um die gesellschaftliche Beschleunigung und den Egoismus zu analysieren.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen zur Fundierung der soziologischen Argumentation.

Schlüsselwörter

Erlebnisgesellschaft, Gerhard Schulze, Entgrenzung, Innenorientierung, Erlebnismarkt, Soziale Milieus, Modernisierung, Hedonismus, Egozentrik, Langeweile, Identität, Gesellschaftsdiagnose, Konsumverhalten, Beschleunigung, Lebensstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Gerhard Schulzes Konzept der „Erlebnisgesellschaft“ als soziologische Gegenwartsdiagnose und untersucht die Folgen unserer modernen, auf Erlebnisse ausgerichteten Lebensweise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entgrenzung des Individuums, der Einfluss von Wohlstand auf die Freizeitgestaltung, die Bedeutung sozialer Milieus und das Streben nach ständiger Stimulation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung, ob die moderne Suche nach permanenten Erlebnissen und die damit einhergehende Innenorientierung tatsächlich zu einem erfüllten Leben führt oder eher in eine egozentrische Instabilität mündet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textimmanente kritische Diskussion sowie einen textübergreifenden Vergleich mit anderen soziologischen Theorien, etwa von Hartmut Rosa und Georg Simmel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung der Theorie, eine kritische Diskussion der soziologischen Thesen sowie eine Verortung innerhalb aktueller soziologischer Debatten über Beschleunigung und Moderne.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Erlebnisgesellschaft, Entgrenzung, Innenorientierung und der durch den Erlebnismarkt getriebene soziale Wandel.

Wie steht die Autorin zum Phänomen des "Kicks" im Alltag?

Sie bewertet das Suchen nach dem "Kick" als flüchtig und problematisch, da es das Individuum in eine ständige Abhängigkeit von neuen Angeboten führt und die tiefere Reflexion verhindert.

Welche Rolle spielen soziale Milieus laut dieser Arbeit?

Soziale Milieus fungieren als eine Art "kognitive Selbsthilfegruppe", in der sich Individuen gegenseitig in ihrer Weltanschauung und ihren Erlebnisroutinen bestätigen, um Unsicherheiten im Alltag zu reduzieren.

Warum wird die Erlebnisgesellschaft als instabil bezeichnet?

Sie gilt als instabil, da das Streben nach immer neuen Erlebnissen an psychische Grenzen stößt und kein dauerhaftes, inhaltlich tiefes Sinnstiftungssystem bietet.

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Detalles

Título
Soziologische Gegenwartsdiagnose. Carpe Diem, der schmale Grat zwischen Erlebnis und Gewohnheit
Universidad
University of Augsburg
Autor
Conni Endres (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
12
No. de catálogo
V316953
ISBN (Ebook)
9783668158245
ISBN (Libro)
9783668158252
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziologische gegenwartsdiagnose carpe diem grat erlebnis gewohnheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Conni Endres (Autor), 2013, Soziologische Gegenwartsdiagnose. Carpe Diem, der schmale Grat zwischen Erlebnis und Gewohnheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316953
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