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Bild und Text bei William Blake

Título: Bild und Text bei William Blake

Trabajo de Seminario , 2001 , 17 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Markus Fellner (Autor)

Filología inglesa - Literatura
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1. Blake: Genie oder Wahnsinniger?

William Blake hat sein ganzes Leben lang, aber auch noch viele Jahre nach seinem Tod, kaum Ansehen genossen. Nicht nur seine Dichtung sondern auch seine Theorien und Gedanken wurden oft nicht ernst genommen oder als Fantasien eines verrückten Mannes angesehen.

Still, if the value of Blake’s thought is granted, the value of his poetry remains questionable. Suppose a thing is Truth; is it necessarily Art? Blake would say yes, but not many people would agree with him. One may reasonably charge that the Prophetic Books ‘are marvellously strange and powerful; but, exept for passages
of rare energy and magnificence, almost smothered in the obscurity and involution of their context, they are notably deficient in lucidity, in wholeness, in vitality, and in beauty – in all the essentials of great literature and great art.’ If it were so, it were a grievous fault.(1)

Warum wäre es ein schwerwiegender Fehler das anzunehmen? Selbst wenn es wirklich schwierig sein mag Blake’s komplizierte Symbolik und Metaphorik aufzulösen, sind die Anschuldigungen bezüglich eines Mangels an Gesamtheit, Schönheit und Lebhaftigkeit sehr fragwürdig. William Blake, nicht nur ein Dichter sondern auch ein begnadeter
Kupferstecher und Illustrator, erschuf doch gerade eben durch die kunstvolle Kombination von Bild und Text ein in sich geschlossenes Gesamtwerk, das durch die vielen Bezüge zwischen Text und seiner illustrierten Darstellung noch zusätzlich an Lebhaftigkeit gewinnt.
Aber wie genau sieht die Verbindung von Bild und Text bei William Blake aus, durch was wurde sie beeinflusst und wie hat sie sich im Laufe seines Lebens entwickelt?
[...]
______
1 Alicia Ostriker, Vision and Verse in William Blake (Madison, 1965), S. 109.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Blake: Genie oder Wahnsinniger?

2. William Blake’s Leben

3. Blake: Dichter und Drucker

3.1. Vom Symbolismus zur Privatmythologie

3.2. Blake’s Privatmythologie

4. Das Verhältnis von Bild und Text am Beispiel von Marriage of Heaven and Hell

4.1. Verbindung von Bild und Text

4.2. The Marriage of Heaven and Hell

4.3. Plate 1: Titelseite

4.4. Plate 2: The Argument

4.5. Plate 3

5. Blake: A Poet-Painter

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Wechselwirkung von bildlicher Darstellung und textlicher Aussage im Werk von William Blake, insbesondere anhand seines berühmten Werkes The Marriage of Heaven and Hell. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Blake durch die gezielte Kombination von Wort und Bild ein in sich geschlossenes Gesamtwerk erschafft, das weit über die Bedeutung der Einzelkomponenten hinausgeht.

  • Biografische Einflüsse und die Entwicklung von Blakes künstlerischer Vision.
  • Die Entstehung einer individuellen Privatmythologie und deren symbolische Bedeutung.
  • Die innovative Integration von Druckverfahren zur Verschmelzung von Text und Bild.
  • Analytische Betrachtung ausgewählter "Plates" zur Illustration der dialektischen Philosophie Blakes.
  • Die Rolle Blakes als "Poet-Painter" in der westlichen Kunsttradition.

Auszug aus dem Buch

4.3. Plate 1: Titelseite

William Blake’s Titelseite ist in drei Bereiche aufgeteilt. Im oberen Drittel ist die Erde in ihrem momentanen Zustand dargestellt. Zwei Paare befinden sich auf der Erdoberfläche: Das eine spaziert auf der linken Seite des Bildes, während das andere aus einer Frau und einem männlichen Musiker besteht, welcher eine Melodie auf seiner Leier spielt. Über diesem Paar fliegt ein großer Vogel, umgeben von fünf kleineren, gen Himmel. „This configuration of birds, suggesting the five senses escorted by the imagination, is frequent in Blake”. Diese Figuren sind links und rechts von kahlen und leblosen Bäumen eingerahmt. „The title page [...] shows [...] that on earth Urizenic experience still reigns (trees are bare, their branches form Roman shapes, and men are desolate).”

Unter der scheinbaren Oberfläche tut sich ein Abgrund auf. Hier tummeln sich nackte Kinder und Paare in der Wärme, die von den Flammen unter ihnen ausgeht. Sie stehen für die freigelassene Energie, die von unten, von der Hölle, nach oben drängt. Im unteren Bilddrittel sieht man die Umarmung eines Engels, der aus den Wolken auf der rechten Seite kommt, mit einem Teufel, der den Flammen der Hölle links entspringt. „That embrace is not to be interpreted as an ultimate ontological union of psychological opposites, but as the birth of revolutionary action.” Blake fasst mit diesem Titelbild das gesamte Werk zusammen und gibt einen ersten Einblick in die Thematik. „[E]very aspect of the composition of this page is deployed to present a vision of contraries that wins our sympathy for the devil’s wisdom, and we are given much of it in the ensuing text”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Blake: Genie oder Wahnsinniger?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Rezeption von William Blake und stellt die These auf, dass seine kunstvolle Kombination von Bild und Text ein geschlossenes Gesamtwerk bildet.

2. William Blake’s Leben: Hier wird der biografische Werdegang Blakes nachgezeichnet, von seiner Ausbildung als Kupferstecher bis hin zu den Einflüssen, die seine spätere künstlerische Eigenständigkeit prägten.

3. Blake: Dichter und Drucker: Das Kapitel behandelt den Übergang von Blakes frühen lyrischen Arbeiten hin zu seiner komplexen, selbst geschaffenen Privatmythologie in den sogenannten Prophetic Books.

4. Das Verhältnis von Bild und Text am Beispiel von Marriage of Heaven and Hell: Der Hauptteil analysiert konkret die Verbindung von Bild und Text sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit philosophischen Gegensätzen in Blakes Marriage of Heaven and Hell anhand spezifischer Illustrationen.

5. Blake: A Poet-Painter: Das Fazit fasst Blakes Bedeutung als Künstler zusammen, der durch die Synthese von Wort und Bild die schlummernden Fähigkeiten des Lesers aktivieren wollte.

Schlüsselwörter

William Blake, The Marriage of Heaven and Hell, Bild-Text-Beziehung, Privatmythologie, Illuminated Books, Urizen, Orc, Los, Symbolismus, Kupferstich, Romantik, Gegensätze, Imagination, Visionäre Kunst, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der Dichter und Illustrator William Blake Bild und Text als untrennbare Einheit in seinen Werken einsetzt, um seine philosophischen Konzepte zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Verbindung von Kunst und Dichtung, die Entwicklung einer eigenen mythologischen Sprache und die visuelle Darstellung dialektischer Spannungsfelder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass Blakes Illustrationen nicht bloße Dekoration sind, sondern essenzielle Bestandteile, die den Text interpretieren und ergänzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatur- und kunstwissenschaftliche Analyse, die den Text in einen biografischen Kontext stellt und eine enge Exegese der visuellen Gestaltung (Plates) vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert dem Werk The Marriage of Heaven and Hell und analysiert exemplarisch drei Bildtafeln in Bezug auf ihre symbolische Bedeutung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Privatmythologie", "Gegensätze", "Imagination" und die spezifische "Bild-Text-Beziehung" in Blakes Illuminated Books.

Inwiefern beeinflusst die "Privatmythologie" das Verständnis des Lesers?

Die Privatmythologie fordert den Leser heraus, da sie vom allgemein bekannten Symbolismus abweicht und eigene Charaktere wie Urizen oder Orc einführt, die gedeutet werden müssen.

Warum ist das Werk "The Marriage of Heaven and Hell" für diese Studie besonders geeignet?

Es gilt als das am besten lesbare seiner prophetischen Bücher und bietet durch seine Struktur eine ideale Grundlage, um die Verschränkung von Bild- und Textaussagen zu demonstrieren.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Bild und Text bei William Blake
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Anglistik)
Curso
Proseminar
Calificación
1,3
Autor
Markus Fellner (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
17
No. de catálogo
V316
ISBN (Ebook)
9783638102278
Idioma
Alemán
Etiqueta
Blake
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Fellner (Autor), 2001, Bild und Text bei William Blake, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316
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