Bei dieser Ausarbeitung wird ein fiktives Modell aus der Automobilindustrie behandelt. Dieses fiktive Transport- und Behältersystem ist in der Automobilindustrie angesiedelt und damit bestehen Abhängigkeiten von mehreren Zulieferbetrieben in Relation zu verschiedenen Produktionsstätten.
In diesem Modell sind 3 Automobilzulieferbetrieben, die alle das selbe Produkt herstellen (z.B. Achssysteme) und 2 Produktionsstandorten zugrunde gelegt. Um nun einen reibungslosen und nahezu störungsfreien 3-Schichtbetrieb (7 Tage/Woche) realisieren zu können, mussten ausgekügelte Umlauf - und Frachtzeiten ausgearbeitet werden. Es waren Wirtschaftlichkeits- und Problemanalysen zu untersuchen.
Letztendlich wurden auch alle eventuellen Störeinflüsse, die kostenintensiv auf den Produktionsablauf einwirken könnten, in Betracht gezogen und mit Lösungsansätzen ausgemerzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung des Behältermanagement in der logistischen Prozesskette
1.1 Definition Behältermanagement
1.2 Prozesse und Anwendungen
2. Aufgabenstellung
2.1 Fiktives Modell aus der Automobilindustrie
2.2 Umlaufzeiten und Fahrplangestaltung
2.3 Bestimmung des Behälters und der dazugehörigen Anzahl
2.4 Tageskosten für einen Behälter (Szenario 1: Ohne Lager)
2.5 Behälter in Rücklage ja oder nein (Szenario II: Werkslager)
3. Störungen / Sendungsverfolgung / Zusammenfassung
3.1 Denkbare Störungen im System des Behältermanagements
3.2 Sendungsverfolgung
3.2.1 Transpondertechnik
3.2.2 Barcode-System
3.3 Zusammenfassung und kritische Betrachtung der Laborübung
4. Anhang
4.1 Die Umlaufzeiten
4.2 Der Fahrplan
4.3 Behälterkosten
4.4 Lager Kalkulation Bremen & Hannover
4.4.1 Lager Bremen
4.4.2 Lager Hannover
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Optimierung und ökonomischen Bewertung eines fiktiven Behältermanagementsystems innerhalb der Automobilindustrie, mit dem Ziel, ein wirtschaftlich effizientes und prozesssicheres System für den Transport zwischen Lieferanten und Werken zu etablieren.
- Strukturelle Einordnung des Behältermanagements in die Logistikkette
- Modellierung von Umlaufzeiten und Tourenplanungen
- Kostenanalyse verschiedener Szenarien (mit vs. ohne Werkslager)
- Risikoanalyse bei Prozessstörungen
- Technologische Vergleichsanalyse: Transpondertechnik vs. Barcode-Systeme
Auszug aus dem Buch
1.1 Definition Behältermanagement
Die Globalisierung des Automobilgeschäftes mit weiter zunehmender Vernetzung und Integration der Fertigungsstrukturen stellt hohe Anforderungen an die Logistik. Weltweit müssen die benötigten Teile in Transportbehältern verpackt in der gewünschten Menge und Qualität zur rechten Zeit am richtigen Ort verfügbar sein.
Transportbehälter spielen eine der wichtigsten Rollen in Unternehmen: Die in der Anschaffung kapitalintensiven Behältnisse transportieren gewissermaßen die Wertschöpfung! Während virtuelle Geschäftsprozesse in den letzten Jahren immer perfekter durch die IT abgebildet und optimiert wurden, liegt das Nutzenpotenzial aus der Integration realer Logistikprozesse jedoch noch überwiegend brach.
Die Behälter bilden im Materialfluss zwischen den Fabriken der Fahrzeughersteller und den Lieferanten als physisches Bindeglied einen wesentlichen Bestandteil der logistischen Prozesssteuerungskette. Hinzu kommen die im Laufe der letzten Jahre gestiegenen Anforderungen an das industrielle Umweltbewusstsein. Die Transportbehälter rücken so ins Zentrum der logistischen Betrachtungen um den komplexen Ansprüchen effizient entgegen zu treten.
Ein wichtiger Ansatz liegt hierbei in der Transparenz der Behälterbestände durch technologisch einwandfreie und praktikable Sendungsverfolgungssysteme. Auf diesem Wege kann ebenfalls eine Regelung erzielt werden, um der Kostenverantwortung innerhalb des Behältermanagements gerecht zu werden.
Neben der Optimierung der Transportrouten nach den kürzesten Relationen und der Vermeidung von Zusatzkosten aus überhöhten Frachten, gehört zu einem ökonomisch und ökologisch organisierten Prozess auch die Entwicklung neuer Transportbehälter, die durch veränderte Konstruktion, den Einsatz anderer Materialien und Gewichtseinsparungen die Effektivität der Mehrwegsysteme verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung des Behältermanagement in der logistischen Prozesskette: Dieses Kapitel definiert die Rolle von Transportbehältern als kapitalintensives Bindeglied im industriellen Materialfluss und unterstreicht die Notwendigkeit ihrer effizienten Steuerung.
2. Aufgabenstellung: Hier wird das fiktive Szenario mit zwei Werken und mehreren Zulieferern eingeführt, um Umlaufzeiten, Kosten und die Notwendigkeit von Lagerkapazitäten zu analysieren.
3. Störungen / Sendungsverfolgung / Zusammenfassung: Dieses Kapitel analysiert mögliche Risikofaktoren im Prozess, vergleicht Identifikationstechnologien wie Transponder und Barcode und zieht ein Fazit zur Systemoptimierung.
4. Anhang: Der Anhang bietet detaillierte Datenblätter zu Umlaufzeiten, Fahrplänen, Stückkostenkalkulationen und Lagerkostenberechnungen.
Schlüsselwörter
Behältermanagement, Automobilindustrie, Produktionslogistik, Umlaufzeiten, Prozessoptimierung, Kostenanalyse, Transportbehälter, Sendungsverfolgung, Transpondertechnik, Barcode-System, Materialfluss, Supply Chain, Werkslager, Wirtschaftlichkeit, Mehrwegsysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem logistischen Management von Transportbehältern in der Automobilindustrie und wie deren Einsatz unter Berücksichtigung von Kosten und Prozesssicherheit optimiert werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Tourenplanung, der Behälterkostenkalkulation, dem Vergleich von Logistik-Szenarien mit oder ohne Zwischenlager sowie dem Einsatz technischer Hilfsmittel zur Sendungsverfolgung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen und in der Praxis funktionierenden Modells für das Behältermanagement, um Kosten zu senken und die Prozessqualität zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird eine modellbasierte Analyse angewandt, bei der ein fiktives, aber realitätsnahes Szenario mathematisch durchkalkuliert wird, um verschiedene Management-Optionen vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellbeschreibung, die detaillierte Kostenkalkulation unter verschiedenen Szenarien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Störfällen und Identifikationstechnologien.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Behältermanagement, Umlaufzeiten, Prozessoptimierung, Kostenvergleich, Materialfluss und Identifikationstechnologien wie RFID und Barcode.
Wie wirkt sich die Einführung eines Werkslagers auf die Kosten aus?
Die Analyse zeigt, dass der Verzicht auf ein Werkslager und stattdessen die Nutzung eines flexibleren Behältermanagements (z.B. durch Reservefahrzeuge) in den untersuchten Beispielen deutlich kostengünstiger ist.
Warum wird im Rahmen des Behältermanagements zwischen Barcode und Transponder unterschieden?
Beide Technologien bieten spezifische Vorteile: Während der Barcode bei Standardprozessen kostengünstig und verbreitet ist, ermöglicht die Transpondertechnik (RFID) eine automatisierte, robustere und datenreichere Verfolgung, was bei hoher Prozesskomplexität vorteilhaft ist.
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- Michael Wolpers (Author), 2004, Labor für Logistik. Behältermanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317002