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Führung und Mitbestimmung unter neuen Rahmenbedingungen

Title: Führung und Mitbestimmung unter neuen Rahmenbedingungen

Seminar Paper , 2004 , 58 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Julmi (Author), Frank Habscheid (Author), Patrick Zepf (Author)

Leadership and Human Resources - Management Styles
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Vielen Unternehmen ist der Betriebsrat ein Dorn im Auge: Er gilt als entscheidungshemmender Blockadeapparat, der dem Erfolg des Unternehmens auf dem globalen Markt im Wege steht. Ein Relikt aus alten Zeiten, mit dem viele sogar die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland gefährdet sehen.
Dabei vergessen die meisten Unternehmen oft, dass gerade in Zeiten steten Umbruchs eine gefestigte Mitarbeiterstruktur ein klarer Wettbewerbsvorteil sein kann. Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Management in der Praxis? Welche Chance bieten sich den Unternehmen und welche Risiken birgt das sogenannte „Co-Management“? Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gemacht, möglichst realitätsnah an diese Fragen heran zu gehen und so neben einem geschichtlichen Überblick über den Sonderweg der Mitarbeiterbeteiligung einen kleinen Leitfaden für die Umsetzung in der Praxis zu bieten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Formen der Zusammenarbeit zwischen Management und Betriebsrat

1.1 Geschichtliche Etappen der Mitbestimmung

1.1.1 Kaiserreich

1.1.2 Weimarer Republik und Nationalsozialismus

1.1.3 Von 1945 bis zum Betriebsverfassungsgesetz 1952

1.1.4 Die Auseinandersetzungen um ein allgemeines Mitbestimmungsgesetz (68-76)

1.1.5 Mitbestimmungsprobleme seit 1976

1.1.6 Rechtsentwicklung seit 1990

1.2 Die wichtigsten Gesetze zur Mitbestimmung

1.2.1 Betriebsverfassungsgesetz

1.2.2 Mitbestimmungsgesetz

1.2.3 Montan-Mitbestimmungsgesetz

1.3 Effektivität der Unternehmensmitbestimmung

1.3.1 Aufgaben des Aufsichtsrats

1.3.2 Möglichkeiten der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat

1.4 Interview mit dem Gewerkschaftssekretär Herbert Rittlinger

2 Risiken und Chancen der Zusammenarbeit von Management und Betriebsrat

2.1 Einleitung

2.2 Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Mitbestimmung

2.2.1 Informationsasymmetrien und adverse Selektion als Hindernis der betrieblichen Mitbestimmung

2.2.2 Ökonomische Wirkungen der betrieblichen Mitbestimmung

2.3 Gruppenarbeit: Chance für den Betriebsrat?

2.3.1 Voraussetzungen für eine teilautonome Gruppenarbeit

2.3.2 Inhalte des Mitbestimmungsrechts

2.3.3 Gruppenarbeit als Erfolgsfaktor

2.3.4 Chancen und Risiken der Gruppenarbeit für den Betriebsrat

2.4 Der Betriebsrat als Co-Management

2.4.1 Einleitung

2.4.2 Risiken und Chancen des Co-Managements

2.5 Schlussbemerkungen

3 Innovation und betriebliche Mitbestimmung

3.1 Die Bedeutung von Innovation und Mitbestimmung

3.1.1 Innovation in Deutschland

3.1.2 Mitbestimmung in Deutschland – ein bürokratisches Monster?

3.1.3 Ursachenforschung – eine kleine Geschichte

3.1.4 Die festgefahrene Situation - eine spieltheoretische Erklärung

3.2 Innovation und Mitbestimmung in der praktischen Analyse

3.2.1 Ausgangssituation bei Bröcker

3.2.2 Reorganisation und Innovation

3.2.3 Die Rolle des Betriebsrats bei der Reorganisation

3.2.4 Das Prinzip Verantwortung

3.2.5 Die Umsetzung im Betrieb

3.2.6 Das betriebliche Vorschlagswesen (BVW)

3.2.7 Strategisches Ideen- und Veränderungsmanagement

3.2.8 Kommunikation und Kooperation

3.2.9 Merkmale erfolgreicher Reorganisation

3.2.10 Umsetzungsbilanz bei Bröcker

3.2.11 Reinvestition in die Mitarbeiter

3.2.12 Probleme bei der Reorganisation

3.3 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Formen der Zusammenarbeit zwischen Management und Betriebsrat in modernen Unternehmen. Das zentrale Ziel besteht darin, die Risiken und Chancen des sogenannten „Co-Managements“ zu analysieren und zu diskutieren, wie diese Kooperation die Wirtschaftlichkeit und Innovationsfähigkeit nachhaltig beeinflussen kann.

  • Historische Entwicklung der betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland
  • Analyse der wichtigsten Gesetze zur Mitbestimmung
  • Einfluss der Mitbestimmung auf wirtschaftliche Effizienz und Unternehmenserfolg
  • Potenziale und Herausforderungen der Gruppenarbeit für die Interessenvertretung
  • Untersuchung der Rolle des Betriebsrats als "Co-Manager" in Veränderungsprozessen

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Die Rolle des Betriebsrats bei der Reorganisation

„If you have an apple and I have an apple and we exchange these apples then you and I will still each have an apple. But if you have an idea and we exchange these ideas, then each of us will have two ideas.” (George Bernard Shaw)

Oft verlaufen Projekte im Sand, weil über die Köpfe der betroffenen Mitarbeiter hinaus Entscheidungen getroffen werden und die betrieblichen Akteure dadurch unterschwellig blockieren. Das Management befürchtet, durch Abgabe von Autorität und Kompetenz an Macht zu verlieren und verbindet damit einen Nachteil für das Unternehmen. Gerade in Zeiten einer schnelllebigen Wirtschaft, so heißt es, müsse man Entscheidungen effizient und rational treffen können. Bei jeder Entscheidung die Belegschaft zu berücksichtigen sei daher ökonomisch nicht mehr tragbar. Die Folge ist zum einen die fehlende Akzeptanz und Aufgeschlossenheit für Strukturveränderungen und zum anderen die Blockierung der Entscheidungen durch den Betriebsrat, was oft zeitintensive Verfahren der Verhandlungen über betriebliche Regeln (z.B. Betriebsvereinbarungen, Interessensausgleich etc.) nach sich zieht. Dabei zeigen einschlägige Studien (unternehmenskultur.org), dass eine frühzeitige Beteiligung der Mitarbeiter durchaus Sinn macht, vor allem dann wenn sich die Beteiligten als „Mitgestalter“ sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Formen der Zusammenarbeit zwischen Management und Betriebsrat: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, die wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Unternehmensmitbestimmung in Deutschland.

2 Risiken und Chancen der Zusammenarbeit von Management und Betriebsrat: Hier werden die ökonomischen Aspekte, die Chancen durch Gruppenarbeit sowie die Entwicklung hin zum Co-Management kritisch beleuchtet.

3 Innovation und betriebliche Mitbestimmung: Der dritte Abschnitt untersucht den Zusammenhang zwischen Innovationsfähigkeit und betrieblicher Mitbestimmung anhand einer praktischen Analyse von Reorganisationsprozessen.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Betriebsrat, Management, Co-Management, Reorganisation, Innovation, Unternehmensführung, Gruppenarbeit, Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitsbeziehungen, Effizienz, Unternehmenserfolg, Beteiligung, Arbeitnehmerinteressen, Veränderungsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moderne Zusammenarbeit zwischen Unternehmensmanagement und Betriebsrat und beleuchtet die Möglichkeiten, Probleme und Grenzen des Co-Managements.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die ökonomischen Auswirkungen der Mitbestimmung, die Bedeutung von Innovationen sowie konkrete Reorganisationsprojekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Chancen und Risiken einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Management und Betriebsrat aufzuzeigen und zu klären, wie diese die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Herleitung der Mitbestimmungsproblematik sowie eine Fallstudienanalyse, unter anderem am Beispiel der Firma Karl Bröcker GmbH.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Wirtschaftlichkeit der Mitbestimmung, die Rolle der Gruppenarbeit als Erfolgsfaktor und die Funktion des Betriebsrats bei Reorganisationsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Mitbestimmung, Co-Management, Reorganisation, Innovation und Arbeitsbeziehungen definieren.

Was bedeutet das Prinzip Verantwortung bei der Reorganisation?

Es beschreibt den Zusammenhang, dass die Belegschaft Veränderungen mit deutlich weniger Widerstand mitträgt, wenn sie aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden wird und Eigenverantwortung übernehmen kann.

Warum ist das Vertrauensverhältnis für den Unternehmenserfolg so wichtig?

Die Arbeit argumentiert, dass eine vertrauensvolle Basis zwischen Management und Betriebsrat die Voraussetzung dafür ist, dass betriebliche Mitbestimmung nicht als Hindernis, sondern als Wettbewerbsvorteil fungiert.

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Details

Title
Führung und Mitbestimmung unter neuen Rahmenbedingungen
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Industriebetriebslehre und industrielle Produktion)
Grade
1,0
Authors
Christian Julmi (Author), Frank Habscheid (Author), Patrick Zepf (Author)
Publication Year
2004
Pages
58
Catalog Number
V31718
ISBN (eBook)
9783638326315
ISBN (Book)
9783638703611
Language
German
Tags
Führung Mitbestimmung Rahmenbedingungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Julmi (Author), Frank Habscheid (Author), Patrick Zepf (Author), 2004, Führung und Mitbestimmung unter neuen Rahmenbedingungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31718
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