Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Work, Business, Organisation

Ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber der Typ war klasse! Wie Inhalte von Präsentationen im Gedächtnis bleiben und Sprecher bewertet werden

Title: Ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber der Typ war klasse! Wie Inhalte von Präsentationen im Gedächtnis bleiben und Sprecher bewertet werden

Bachelor Thesis , 2014 , 169 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Fabian Swars (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Warum begeistern uns einige Sprecher in wenigen Augenblicken und warum vergessen wir andere Präsentationen kurz nachdem wir sie gehört haben? Wodurch wird ein Vortrag unvergesslich? Spielen Inhalte und das Charisma des Vortragenden eine Rolle – oder können schon sprachliche Details und Stimmgebung Einflussfaktoren sein?

In dieser Studie werden vier Audio-Präsentationen untersucht, die jeweils im Einsatz von Metaphern sowie in der Prosodie – hinsichtlich Intonation und Sprechpausen – manipuliert wurden. Eine repräsentative Stichprobe von 144 Teilnehmern bekam jeweils eine der Präsentationen zu hören. Die Teilnehmer bewerteten anschließend den Präsentator, die Präsentation, das vorgestellte Unternehmen sowie den angenommenen Erfolg der Präsentation. Zuletzt wurde die Erinnerung der Inhalte in Form eine Recognitionsmessung abgefragt – mit hoch signifikanten Ergebnissen.

Aus dem Inhalt:
- Metaphorische Konzepte,
- Metaphern in Präsentationen und Reden,
- Prosodie und Emotion,
- Studienergebnisse zum Einfluss der Sprache auf Erfolgseinschätzung, Zeiteinschätzung, Erinnerung von Präsentationen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Metaphorische Konzepte

2.1 Strukturmetaphern

2.2 Orientierungsmetaphern

2.3 Metaphern und embodiment

2.4 Repräsentanzsystem

2.5 Metaphern in Präsentationen und Reden

2.5.1 Reframing

2.5.2 Inhalt und Interpretation

2.5.3 Wortwahl und Wortbedeutung

3 Zeitwahrnehmung

4 Gedächtnis

4.1 Gedächtnisleistungen in Präsentationen

4.2 Emotion und Gedächtnis

5 Prosodie

5.1 Intonation

5.2 Sprechpausen

5.3 Sprechgeschwindigkeit

5.4 Rhetorik

5.5 Prosodie und Metaphern

5.6 Prosodie und Emotionen

6 Hypothesen

6.1 Fragestellung zum Einfluss auf die Bewertungsdimensionen

6.2 Fragestellung zum Einfluss auf die Erfolgseinschätzung

6.3 Fragestellung zum Einfluss auf die Zeitwahrnehmung

6.4 Fragestellung zum Einfluss auf die Erinnerung

6.5 Fragestellung zum Einfluss auf den vorzeitigen Abbruch der Präsentation

7 Methoden

7.1 Stichprobenbeschreibung

7.2 Fragebogenkonstruktion

7.2.1 Konstruktion der unabhängigen Variablen

7.2.2 Konstruktion der abhängigen Variablen

8 Auswertung

8.1 Ergebnisse zum Einfluss von Metaphern und Prosodie auf die Bewertungen

8.1.1 Präsentator

8.1.2 Bewertung der Präsentation

8.1.3 Ergebnisse zum Einfluss auf die Bewertung des Unternehmens

8.2 Ergebnisse zum Einfluss auf die Erfolgseinschätzung

8.3 Ergebnisse zum Einfluss auf die Zeiteinschätzung

8.4 Ergebnisse zum Einfluss auf die Erinnerung

8.5 Ergebnisse zum Einfluss auf den vorzeitigen Abbruch der Präsentation

8.6 Explorative Datenanalyse

8.6.1 Statistische Zusammenhänge mit Metaphern

8.6.2 Gefilterte Daten nach Prosodie

8.6.3 Gefilterte Daten nach Metaphern

9 Diskussion und Ausblick

9.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

9.2 Stärken der Untersuchung

9.3 Kritische Reflexion der Untersuchung

9.4 Implikationen für die weitere Forschung

9.5 Implikationen für die Praxis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Metaphern und Prosodie (Intonation und Sprechpausen) auf die Wahrnehmung und Bewertung von Audio-Präsentationen durch eine repräsentative Stichprobe. Ziel ist es zu ermitteln, ob bestimmte rhetorische Mittel die Bewertung des Präsentators, der Präsentation, des Unternehmens, die Erfolgseinschätzung, die Zeitwahrnehmung und die inhaltliche Erinnerung signifikant beeinflussen.

  • Einfluss von Metaphern auf die Einstellungsbildung in Präsentationen
  • Rolle der Prosodie bei der Bewertung rhetorischer Leistung
  • Methodische Untersuchung durch 2x2-Faktordesign (Metaphern/Prosodie)
  • Analysen zur Erfolgswahrnehmung und Zeitwahrnehmung bei Vorträgen
  • Untersuchung von Abbruchraten als Indikator für Aufmerksamkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Strukturmetaphern

Metaphorische Konzepte können Alltagsaktivitäten innerhalb eines anderen, meist zugänglicheren Konzeptes strukturieren (vgl. Lakoff & Johnson, 1980). Da Sprache und Sprachkonzepte das Denken zu beeinflussen vermögen (Schweizer & Erdfelder, 2005; Moser, 2000) und Metaphern Teile der Sprache sind, sind diese auch für einige Gedankengänge strukturgebend (Lakoff & Johnson, 1980; Moser, 2000). Strukturmetaphern können demnach auch wie Überzeugungen oder Konzepte verstanden werden und wurden später auch unter dem Begriff Glaubenssätze im Neuro-Linguistischen Programmieren (NLP) bekannt.

Nach diesen Glaubenssätzen strukturieren Menschen ihre eigene Wahrnehmung und ihr Denken (Dilts, 1993), jedoch können diese innerhalb verschiedener Kulturen und Sprachen variieren. Ein alternatives Konzept ist die Theorie der sozialen Repräsentation von Moscovici, bei der Konzepte und Wissen via Sprache innerhalb des sozialen Umfeldes und über die Medien weiter gegeben und so innerhalb dieses Umfeldes auch gleich verstanden werden (1981; 1984). Lakoff und Johnson (1980; 2011) nehmen als Beispiel dafür die Metapher „Argumentieren ist Krieg“, welche im deutschen und englischen existiert:

Ihre Behauptungen sind unhaltbar.

Er griff jeden Schwachpunkt in meiner Argumentation an.

Seine Kritik traf ins Schwarze.

Ich schmetterte sein Argument ab. (Lakoff & Johnson, 2011, S. 12)

Dabei ist die Metapher selber auch als Glaubenssatz zu verstehen, wonach Argumentationen innerhalb der Sprachkultur tatsächlich verstanden werden. Gäbe es eine Kultur, die nach der Metapher „Argumentieren ist Tanzen“ lebt, würde nach Lakoff & Johnson eine Argumentation völlig anders ablaufen (2011) und von anderen Kulturen nicht wirklich als Argumentation verstanden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Präsentationen im wirtschaftlichen Kontext und führt in die zentralen Aspekte wie Metaphern und Prosodie als erfolgsentscheidende Faktoren ein.

2 Metaphorische Konzepte: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Metaphern, insbesondere Struktur- und Orientierungsmetaphern sowie deren Einfluss auf Denken und Kommunikation.

3 Zeitwahrnehmung: Untersucht das menschliche, subjektive Zeitempfinden und die Faktoren, die dieses in Situationen beeinflussen können.

4 Gedächtnis: Differenziert verschiedene Gedächtnismodelle und fokussiert auf das explizite Gedächtnis im Kontext von Lerninhalten und Präsentationserinnerung.

5 Prosodie: Definiert lautliche Spracheigenschaften wie Intonation, Sprechpausen und Sprechgeschwindigkeit und deren rhetorische Bedeutung.

6 Hypothesen: Leitet aus den theoretischen Hintergründen die spezifischen Forschungshypothesen für die experimentelle Studie ab.

7 Methoden: Beschreibt das 2x2-Studiendesign, die Stichprobe und die Konstruktion der unabhängigen sowie abhängigen Variablen.

8 Auswertung: Präsentiert die statistischen Ergebnisse der zweifaktoriellen Varianzanalysen und explorative Datenanalysen.

9 Diskussion und Ausblick: Interpretiert die Studienergebnisse kritisch und leitet Implikationen für die zukünftige Forschung sowie die praktische Anwendung ab.

Schlüsselwörter

Präsentation, Metaphern, Prosodie, Rhetorik, Intonation, Erfolgseinschätzung, Gedächtnis, Zeitwahrnehmung, Strukturmetaphern, Sprechpausen, NLP, Kommunikation, Recognition, Wirtschaftspsychologie, Stichprobenbeschreibung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie der bewusste Einsatz von Metaphern und der Prosodie (Stimmführung) in Präsentationen die Bewertung durch Zuhörer beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung von Sprache (Metaphern), der Bedeutung der Stimme (Prosodie/Intonation) und psychologischen Wirkmechanismen wie Gedächtnisleistung und Zeitwahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll empirisch geklärt werden, ob und wie Metaphern und aktive Prosodie die Beurteilung eines Präsentators, des präsentierten Unternehmens und den Erfolg des Vortrags beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein experimentelles Online-Design (2x2-Faktordesign) mit 144 Teilnehmern gewählt, die verschiedene, methodisch manipulierte Audio-Präsentationen bewerteten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Metaphern und Prosodie, die Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung des methodischen Aufbaus sowie die statistische Auswertung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Präsentation, Metaphern, Prosodie, Rhetorik, Erfolgseinschätzung und Recognition.

Welchen Einfluss hat die Prosodie auf die Bewertung des Präsentators?

Die Studie zeigt, dass eine aktive Prosodie (richtige Intonation, Sprechpausen) signifikant zu einer positiveren Bewertung des Präsentators führt als eine passive, monotone Sprechweise.

Ergeben sich durch Metaphern Unterschiede in der Inhaltserinnerung?

Die in dieser Studie durchgeführte Untersuchung konnte keine signifikanten Unterschiede in der inhaltlichen Erinnerung oder Recognition feststellen, die primär auf den Einsatz von Metaphern zurückzuführen wären.

Excerpt out of 169 pages  - scroll top

Details

Title
Ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber der Typ war klasse! Wie Inhalte von Präsentationen im Gedächtnis bleiben und Sprecher bewertet werden
College
Fresenius University of Applied Sciences Köln
Grade
2,0
Author
Fabian Swars (Author)
Publication Year
2014
Pages
169
Catalog Number
V317253
ISBN (eBook)
9783668174689
ISBN (Book)
9783946458449
Language
German
Tags
Präsentationen Prosodie Metaphern Erinnerung Public Speaking Recognition Präsentator
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Swars (Author), 2014, Ich weiß nicht mehr, worum es ging, aber der Typ war klasse! Wie Inhalte von Präsentationen im Gedächtnis bleiben und Sprecher bewertet werden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317253
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  169  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint