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Ökonomische Analyse der EU-Handelspolitik gegenüber Entwicklungsländern

Title: Ökonomische Analyse der EU-Handelspolitik gegenüber Entwicklungsländern

Diploma Thesis , 2002 , 61 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Martin Kiefer (Author)

Economics - Foreign Trade Theory, Trade Policy
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Zusammenfassung: Diese Arbeit bietet einen Überblick über die handelspolitischen Instrumente, die die Europäische Union gegenüber Entwicklungsländern einräumt. In unterschiedlichen Programmen gewährt die EU wie auch andere Industrienationen den Volkswirtschaften der Dritten Welt Zollpräferenzen und andere Handelserleichterungen. Nachdem kurz die historische Entwicklung der wesentlichen Präferenzschemata dargestellt wurde, geht der Autor auf die aktuelle Ausgestaltung der Handelsvorteile ein. Besonderes Gewicht liegt auf der Darstellung des Allgemeinen Präferenzsystems sowie der Kooperation der Gemeinschaft mit den AKP-Staaten im Rahmend er Verträge von Lomé. Im Anschluss an diese Beschreibung des Ist-Zustandes wird analysiert werden, inwiefern die einzelnen Programme aus Sicht der Entwicklungsländer effektiv sind. Dabei werden sowohl ökonomische Argumente wie auch empirische Ergebnisse vorgetragen. Sie alle nähren Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen. Die Arbeit bildet den Abschluss des volkswirtschaftlichen Studiums des Autors und entstand von Dezember 2001 bis April 2002. Die Bewertung steht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch aus.


Abstract
This Paper provides an overview upon instruments of trade policy used by the European Union to benefit developing countries. Within different programs the Community – alike other industrial countries – offers tariff preferences as well as other trade commitments to the nations of the Third World. Having presented the historical progress of the main schemes in brief, the author describes the current situation of preferential treatment. Special highlights will be set on the Generalized System of preferences ant the EU-ACP cooperation within the process of Lomé-Conventions. Following this description of status quo, the effectiveness of the respective schemes will be analyzed from the LDCs point of view. Thereby economic arguments as well as empirical evidence are drawn. All of this leads to at least some strong doubts on the effectiveness of the respective preferences. The paper was written from December of 2001 until April of 2002 and finishes the economic studies of the author. By now the results are not available.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

1.1 AUßENHANDEL IN DER ENTWICKLUNGSPOLITIK

1.2 ZOLLPRÄFERENZEN

2. PRÄFERENZPROGRAMME DER EUROPÄISCHEN UNION

2.1 GESCHICHTE UND ENTWICKLUNG

2.2 DIE AKTUELLEN PRÄFERENZSYSTEME: GSP, LOMÉ UND MITTELMEERABKOMMEN

2.2.1 DAS GSP DER EUROPÄISCHEN UNION

2.2.2 DIE ABKOMMEN VON LOMÉ UND COTONOU

2.2.3 DIE KOOPERATION IM MITTELMEERRAUM

3. WIRKSAMKEITSANALYSE

3.1 THEORETISCHE RECHTFERTIGUNG

3.2 KRITIK UND ANALYSE

3.2.1 GRUNDSÄTZLICHE EINWÄNDE

3.2.2 UNTERSUCHUNG DES GSP DER EUROPÄISCHEN UNION

3.2.3 DIE LOMÉ-PRÄFERENZEN AUF DEM PRÜFSTAND

3.2.4 ANMERKUNGEN ZUR MITTELMEERPOLITIK DER EU

3.3 PRÄFERENZEROSION DURCH NEUERE LIBERALISIERUNG?

4. ERGEBNISSE UND SCHLUßFOLGERUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ökonomische Effektivität der handelspolitischen Präferenzprogramme der Europäischen Union gegenüber Entwicklungsländern. Dabei wird analysiert, ob diese Instrumente tatsächlich zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen oder durch administrative Hürden und Restriktionen in ihrer Wirkung geschwächt werden.

  • Historische Entwicklung der EU-Handelspräferenzen
  • Struktur und Wirkungsweise von GSP, Lomé- und Mittelmeerabkommen
  • Kritische Analyse der handelspolitischen Effektivität
  • Rolle von Nichttarifären Handelshemmnissen und Ursprungsregeln
  • Auswirkungen der EBA-Initiative („Everything But Arms“)

Auszug aus dem Buch

3.1 Theoretische Rechtfertigung

Die Erwartung von Vorteilen für Entwicklungsländer gründet auf der orthodoxen neoklassischen Außenhandelstheorie. Demnach profitiert jedes an der internationalen Arbeitsteilung teilnehmende Land in Form von Spezialisierungs- und reinen Handesgewinnen. Dies gilt demzufolge auch für Entwicklungsländer.

Wendt (1982) unterscheidet bei der theoretischen Analyse zwischen statischen und dynamischen Effekten. Zur methodischen Analyse ersterer bedient er sich der Theorie der Zollunion. Er setzt sich zunächst mit der Argumentation Viners auseinander, der zwei gegenläufige Wirkungskanäle identifizierte und schlussfolgerte, der Effekt von Zollpräferenzen auf die Weltwohlfahrt sei a priori unbestimmt. Viner unterschied:

Handelsschaffung (engl.: trade creation): Die Einrichtung einer Zollunion führe zu Spezialisierungsgewinnen seitens der teilnehmenden Staaten. Insgesamt würden so die Produktionsfaktoren effizienter genutzt, wodurch die Weltwohlfahrt steige.

Handelsumlenkung (engl.: trade diversion): Die Zollunion führe aber auch dazu, dass effizienteres Angebot aus nicht präferierten Staaten verdrängt wird und damit die weltweite Produktionseffizienz nachlasse.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Einführung in die entwicklungspolitische Bedeutung des Außenhandels und die theoretische Debatte zwischen Globalisierungskritikern und neoklassischen Befürwortern.

2. PRÄFERENZPROGRAMME DER EUROPÄISCHEN UNION: Darstellung der historischen Genese der EU-Handelsabkommen, insbesondere der Lomé-Verträge und des GSP.

3. WIRKSAMKEITSANALYSE: Zentrale Untersuchung der ökonomischen Rechtfertigung von Zollpräferenzen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit deren tatsächlicher Wirksamkeit und Hemmnissen.

4. ERGEBNISSE UND SCHLUßFOLGERUNGEN: Zusammenfassende Bewertung der EU-Handelspolitik und Fazit zur Effektivität der Präferenzsysteme.

Schlüsselwörter

EU-Handelspolitik, Entwicklungsländer, Zollpräferenzen, GSP, Lomé-Abkommen, Cotonou, EBA-Initiative, Außenhandel, Handelsumlenkung, Handelsliberalisierung, Ursprungsregeln, Exporterlösstabilisierung, Protektionismus, Welthandel, AKP-Staaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch die ökonomischen Auswirkungen der handelspolitischen Sonderbehandlungen, die die Europäische Union Entwicklungsländern gewährt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Allgemeine Präferenzsystem (GSP), die Lomé- und Cotonou-Abkommen sowie die Mittelmeer-Kooperation der EU.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob die gewährten Zollpräferenzen die wirtschaftliche Entwicklung in den begünstigten Ländern tatsächlich fördern oder durch protektionistische Mechanismen der EU in ihrer Wirkung konterkariert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt theoretische Ansätze der neoklassischen Außenhandelstheorie sowie eine vergleichende Analyse empirischer Studien zu Handelsströmen und Präferenzausnutzungsraten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Analyse der bestehenden Abkommen (inklusive Exporterlösstabilisierung wie STABEX) und eine Untersuchung von Handelshemmnissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Präferenzhierarchie, Tariff Peaks, Handelsumlenkung, Ursprungsregeln und Exporterlösstabilisierung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Zuckerprotokolls?

Das Zuckerprotokoll wird als ein Instrument betrachtet, das zwar Transferzahlungen leistet, jedoch gleichzeitig strukturelle Abhängigkeiten zementiert und durch die EU-Agrarpolitik oft in seiner Effektivität untergraben wird.

Was zeigt das Beispiel Bangladesch?

Das Beispiel verdeutlicht, wie administrative Hürden und strenge Ursprungsregeln dazu führen, dass Exporteure die theoretisch möglichen Vorteile der Präferenzen in der Praxis kaum ausschöpfen können.

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Details

Title
Ökonomische Analyse der EU-Handelspolitik gegenüber Entwicklungsländern
College
University of Heidelberg  (Alfred-Weber-Institut)
Grade
2,0
Author
Martin Kiefer (Author)
Publication Year
2002
Pages
61
Catalog Number
V3173
ISBN (eBook)
9783638119245
ISBN (Book)
9783640257089
Language
German
Tags
EU-Handelspolitik Entwicklungsländer; Lomé Cotonou GSP; Zollpräferenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Kiefer (Author), 2002, Ökonomische Analyse der EU-Handelspolitik gegenüber Entwicklungsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3173
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