Devianz und das Jugendamt. Differenzierungspraktiken von normalem und abweichendem Verhalten bei ADHS


Hausarbeit, 2013

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

1. Devianz
1.1 Normen
1.2 Deviantes Verhalten
1.3 Ätiologischer Ansatz: Anomietheorien
1.4 Interaktionistischer Ansatz: Die Etikettierungstheorie

2. ADHS
2.1. Begriffserklärung
2.2. Diagnose
2.3. KrankŚĞitsursachen ͘͘͘͘
2.4. Diagnoserate
2.5. Medikamentöse Behandlung

3. Devianz im KJHG - eine kritische Diskussion des Umgangs mit Dissozialität am Beispiel von ADHS

Schlussteil

Literaturverzeichnis

Einleitung

In der vorliegenden Arbeit sollen die Bereiche abweichendes Verhalten (Devianz) und Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörung (ADHS) ausgeführt und in einer kritischen Diskussion mit dem Kinder- und Jugendhilfegesetz in Verbindung gebracht werden. Es soll, nach einer Klärung von Normen und deviantem Verhalten allgemein, auf die zwei Hauptrichtungen der Devianz Bezug genommen werden. Auf den ätiologischen Ansatz, der Anomietheorie und dem interaktionistischen Ansatz, der Etikettierungstheorie. Als nächstes wird ADHS definiert und beschrieben.

Im letzten Bereich: Devianz im KJHG - eine kritische Diskussion des Umgangs mit Dissozialität am Beispiel von ADHS, soll diskutiert werden, inwiefern das KJHG eine soziale Kontrolle ausübt und Zuschreibungsprozesse fördert oder verhindert, ob ADHS abweichendes Verhalten ist und ob es als soziales Problem gesehen werden kann.

Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit innerhalb der Theorien abweichenden Verhaltens oder der Darstellung von ADHS erhoben. Es sollen lediglich die wichtigsten Bereiche dargestellt werden, die zu einem besseren Verständnis der Arbeit verhelfen.

1. Devianz

Ist hier jemand, der ganz normal ist? Nein, hier ist niemand, der ganz normal ist. Das ist normal.

(Verfasser unbekannt)

Im Alltagsverständnis wird Normalität selten hinterfragt. Es wird davon ausgegangen, dass man zwischen „normalen“ und „abnormalen“ Personen eindeutig unterscheiden kann. Man greift auf den „gesunden Menschenverstand“ zurück und entwickelt dabei eine nicht unge- fährliche Vorstellung einer Zweiteilung von Menschen. Es erfolgt eine Gegenüberstellung von „Normgetreuen“ und „Abweichlern“, z.B. kriminell - anständig, lasterhaft - tugendhaft. Doch nicht nur im Alltag werden Abweichungen als Eigenschaften bestimmter Menschen gesehen, auch in der Wissenschaft wird die Unterscheidung oft nicht hinterfragt, sondern ein- fach vorausgesetzt (Stehr, 2006, p. 130).

Um auf abweichendes Verhalten und Dissozialität näher eingehen zu können, soll zu Beginn der wesentliche Begriff der Norm beschrieben werden. „Der Norm scheint eine zentrale Stellung im Bereich des abweichenden Verhaltens zuzukommen.“ (Lamnek, 2007, p. 19)

1.1 Normen

Nach dem Fachlexikon der Sozialen Arbeit stellen Normen „eine Form der Verhaltensregulation dar, ohne die weder Interaktionen noch gesellschaftliches Leben denkbar sind.“ (Fachlexikon der sozialen Arbeit, 2011, p. 616) Normen begegnen uns in verschiedenen Bereichen des Lebens, auf der einen Seite als bestimmte Standards, Konventionen und Regeln, am deutlichsten wird dies im Strafrecht, das die Anpassungen an die vorgeschriebenen Normen überwacht und auf der anderen Seite als Orientierung in sozialen Situationen bzw. als deren moralischer Rahmen (Stehr, 2006, p. 132).

Allgemein kann man Normen als Verhaltensforderung für bestimmte wiederkehrende Situationen sehen. „Normen sind danach Regeln für bewusstes Handeln, Vorschriften für Verhalten, Verhaltenserwartungen oder gar Verhaltensforderungen.“ (Lautmann, 1969, zit. n. Lamnek, 2007, p. 20f.) Vorschriften und Forderungen implizieren das Vorhandensein von Personen und Institutionen, die diese setzen und aufrechterhalten (Normsender) und auch Per- sonen, an die sich diese Verhaltensforderungen richten (Normadressaten) (Lamnek, 2007, p. 22).

Der Geltungs- und Wirkungsgrad der Norm hat Einfluss auf das Verhalten eines Menschen. Der Geltungsgrad sagt etwas über die Akzeptanz einer Norm aus, er „ist das Ausmaß, in dem die Normsetzer selbst davon überzeugt sind, dass die von ihnen aufgestellte Norm als Verhaltensanforderung sinnvoll, notwendig und durchzusetzen ist“ (Lamnek, 2007, p. 22) und der Wirkungsgrad beschreibt das Befolgen oder das Nichtbefolgen einer Norm (ebd.). In kleineren Gruppen bedarf es noch keiner Sanktionierung und Etablierung von Normen durch Institutionen, jedoch bedarf es in komplexen sozialen Systemen der Institutionalisierung von Normen, da sie der Verhaltenssicherheit dienen. Sie bietet eine Unabhängigkeit von Personen und erlauben ein schematisiertes Verhalten (Lamnek, 2007, p. 32). Der Toleranzbereich einer Norm entscheidet, wann eine Sanktionierung erfolgt. Sie kann mithilfe positiver und negativer Sanktionen durchgesetzt werden, wobei zwischen einer Sanktionsandrohung, einer Sanktionsbereitschaft und einer (subjektiv wahrgenommenen) Sanktionswahrscheinlichkeit unterschieden wird (Lamnek, 2007, p. 32f).

„Gleiches Verhalten (...) [kann] sowohl normkonform als auch normabweichend sein!“ (Lamnek, 2007, p. 19) Diese Variabilität bedeutet, dass Normen Interpretationssache und somit je nach Land und Kultur verschieden sind. Es gibt nur einige wenige Gesetzmäßig- keiten, die intrakulturell unumstößlich sind, da sie mit moralischen Wertungen argumentieren und als feste Regel für die Gesellschaft gelten. Die Mehrheit der Verhaltensforderungen ist situationsspezifisch und kann sich zu verschiedenen Zeitpunkten ändern (Dollinger & Raithel, 2006, p. 14).

Durkheim betonte, dass das Aufstellen von Normen und Verhaltensanforderungen automatisch abweichendes Verhalten hervorruft, da eine komplett konforme und gleichförmige Gesellschaft nicht denkbar ist.

1.2 Deviantes Verhalten

Nach einer Begriffsbestimmung der Norm scheint abweichendes Verhalten einfach das Ab- weichen von einer Norm zu sein. Am deutlichsten wird dies in einer juristischen Definition. Die Delinquenz ist eine spezifische Form abweichenden Verhaltens, die eine im Strafgesetz formulierte Norm verletzt (Lamnek, 2007, p. 48). Allerdings ist die juristische Definition bei weitem nicht ausreichend, da nur das Abweichen von sogenannten Muss- und Sollnormen, also sehr streng gefassten Verhaltensaufforderungen dargestellt wird und nur einen begrenzten Teil abweichenden Verhaltens zeigt (Lamnek, 2007, p. 50). Weitere Definitionen stützen sich mehr oder weniger auf Normen, so unterscheidet Lamnek zwischen normorientierten, erwartungsorientierten und sanktionsorientierten Definitionen. Einmal werden die Erwartungen einer Mehrzahl der Mitglieder einer Gesellschaft nicht erfüllt und da „Verhaltenserwartungen (...) die umfänglichere Klasse gegenüber Verhaltensanforderungen (= Normen) dar[stellen]“ (Lamnek, 2007, p. 51), geht diese über eine normorientierte Definition hinaus.

Abweichendes Verhalten darf nicht nur allein negativ oder abwertend gesehen werden, „darin nur etwas Destruktives zu sehen, was Desintegration befördert, ist nur eine mögliche Sichtweise“ (Grohall, 2006, p. 179). Abweichendes Verhalten kann durchaus auch für die Entwicklung einer Gesellschaft zuträglich sein, Böhnisch spricht von einem „Funktionalitätsparadox“ abweichendem Verhalten (Böhnisch, 1999b, p. 22), das in folgende Punkte unterteilt wird, auf die jedoch nicht weiter eingegangen werden soll:

- ein Indikator für Normwandel
- die geltende Norm stärkt
- als Projektionsfläche für soziale Angst und Unsicherheit in der Gesellschaft - als Gruppennorm den Zusammenhalt einer Gruppe fördert
- ein subjektives Bewältigungsverhalten, das Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen Selbstwert und soziale Aufmerksamkeit verschafft!

(Böhnisch, 1999b, p. 23f.)

Im Folgenden soll ein Überblick über die zwei wichtigsten Theorieansätze für abweichendes Verhalten gegeben werden. Auf der einen Seite der ätiologische Ansatz, der „immer implizit und explizit von der Gültigkeit herrschender sozialer Normen ausgeh[t](en)“ (Böhnisch, 1999b, p. 19) (Anomietheorien) und auf der anderen Seite der interaktionistische Ansatz, der abweichendes Verhalten als Zuschreibungsprozess sieht (Etikettierungstheorie). Für Böhnisch ist abweichendes Verhalten ein Konstrukt, bzw. „ein Konstruktionsprozess (...), der viel- fältigen sozialen, psychischen und institutionellen Einflußfaktoren unterliegt und in dem der Eigensinn und die Eigentätigkeit der fühlenden und handelnden Subjekte zwar eine wichtige, aber längst keine hinreichende Bestimmungsgröße darstellt.“ (Böhnisch, 1999b, p. 14) Daraus geht auch hervor, dass abweichendes Verhalten nicht aus dem Individuum allein entsteht, sondern durch den wechselseitigen Austausch von Umwelt und Individuum, also in einem Sozialisationsprozess; „Individuen [sind] nicht „von Haus“ aus deviant oder delinquent“

(Böhnisch, 1999b, p. 63) Dass abweichendes Verhalten ein Konstrukt, bzw. ein Konstruktionsprozess ist wird in der Etikettierungstheorie ausgeführt.

Der Schwerpunkt liegt auf diesem Etikettierungsansatz, da im weiteren Verlauf der Arbeit verstärkt darauf zurückgegriffen wird. Zuerst soll jedoch ein Blick auf den ätiologischen Ansatz geworfen werden.

1.3 Ätiologischer Ansatz: Anomietheorien

Ätiologische Theorien suchen nach einer kausalen Ursache für abweichendes Verhalten (Lamnek, 2007, p. 293). Der wichtigste ätiologische Ansatz ist die Anomietheorie, die im Folgenden weiter ausgeführt werden soll. Ebenfalls zu den ätiologischen Theorien gehören die Subkulturtheorie und die Theorie des differentiellen Lernens, auf die jedoch nicht weiter eingegangen wird.

Es gibt keine klare und strukturierte Anomietheorie, es ist vielmehr ein komplexes Gerüst aus Hypothesen und ein „Netzwerk von aufeinander bezogenen Aussagen“ (Lamnek, 2007, p. 110). Als Mittelpunkt der Anomietheorie werden die „rasche Veränderungen und widersprüchliche Erwartungen und die damit verbundenen Desintegrationstendenzen“ (Fachlexikon der sozialen Arbeit, 2011, p. 186) genannt. Der Begriff Anomie geht auf Durkheim zurück, es leitet sich vom griechischen Wort Nomos (Gesetz oder Regel) ab und bedeutet Normlosigkeit. Emil Durkheim weist in seiner Arbeit darauf hin, dass Anomie als ungleiche Beziehung zwischen der Gesellschaft und der einzelnen Person, jedoch auch zwischen der Anforderung und den tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten angesehen werden kann (vgl. Grohall, 2006, p. 192). Merton verfeinerte Durkheims Theorie wobei er „durch die Unterscheidung zwischen Anomie (als Bedingung der sozialen Umgebung, Zustand sozialer Systeme) und Anomia (als Zustand von Individuen) (...) die Theorie erweiterte.“ (Lamnek, 2007, p. 125)

Im weiteren Verlauf soll ein Schwerpunkt auf das Anomieverständnis von Böhnisch gelegt werden.

Gelingt der Balanceakt zwischen dem psychosozialen Selbst und der sozialen Umwelt nicht, „kann der Zustand der Anomie, der sozialen Regellosigkeit eintreten…“ (Böhnisch, 1999a, p. 58). Gelingen kann er aber durch Selbstwert und soziale Anerkennung, und damit auch die biographische Orientierung. Dieser Prozess ist aber durch die Sozialintegration bedingt. (Böhnisch, 1999a, p. 58) Böhnisch unterscheidet zwischen „ manifesten und strukturellen Anomieproblemen“. (Böhnisch, 1999a, p. 59) Manifeste Anomieprobleme erleben Menschen in ihrer alltäglichen Wirklichkeit, strukturelle Anomieprobleme hingegen nehmen keinen direkten Einfluss auf die Lebenswelt, können jedoch langfristig Teilhabechancen an der Gesellschaft reduzieren (Böhnisch, 1999a, p. 59).

Lebensweltliche (strukturelle) Anomieprobleme treten also dort auf, wo Menschen sich durch gesellschaftliche Umbrüche in ihrer biographischen Integrität übergangen fühlen und handlungsunfähig werden. Ein Beispiel dafür ist der Zusammenbruch der DDR, nachdem viele Bürger im kapitalistischen System durch Orientierungslosigkeit und Handlungs- unfähigkeit in Not gerieten. (Böhnisch, 1999a, p. 59f) Strukturelle anomische Erfahrungen erleben Menschen auch, „wenn sie in Armutsrisiken geraten, obwohl sie vom Einkommen und der sozialen Herkunft her nicht unter die klassische Armutsdefinition fallen dürften.“ (Böhnisch, 1999a, p. 60) Diese Konstellationen häufen sich, z.B. bei alleinerziehenden Müttern, Langzeitarbeitslosen oder geschiedenen Eheleuten. Sie werden durch die gesellschaftlichen Strukturen einem Stigma zugeschrieben und „in die Armut gedrängt.“ (Böhnisch, 1999a, p. 60)

Zusammenfassend kann man sagen, dass anomische Konstellationen dann auftauchen, wenn Menschen keinen sozialen Halt erleben, sich „bodenlos“ fühlen und in ihrem Dasein eine Bedrohung erfahren, sich den Anforderungen nicht gewachsen fühlen (Böhnisch, 1999a, p. 60).

1.4 Interaktionistischer Ansatz: Die Etikettierungstheorie

Der stringente Etikettierungsansatz, auch Labeling Approach genannt, sucht nicht nach den eigentlichen Ursachen für Devianz, sondern sieht Abweichung als „Zuschreibungsprozess des Attributes der Devianz zu bestimmten Verhaltensweisen im Rahmen von Interaktionen“ (Lamnek, 2007, p. 223). Im Gegensatz zu ätiologischen Theorien, die nach einer kausalen Ursache für deviantes Verhalten suchen, basiert der Etikettierungsansatz auf dem symbolischen Interaktionismus. Dieser erklärt das individuelle Verhalten von Personen durch einen sozialen Prozess von aufeinander bezogenen Handlungen (Lamnek, 2007, p. 319f.). Es gibt auch eine relativierte Sicht der Etikettierungstheorie mit ätiologischen Ansätzen, sie geht davon aus, dass „kontextualisierte Handlungen auch eine Qualität der Abweichung besitzen können.“ (Dollinger & Raithel, 2006, p. 77) Das Hauptziel liegt in der Reaktion auf den Umgang mit Devianz, denn durch den Zuschreibungsprozesse können weitere Devianzen entstehen, sie sind sozusagen die Ursache dafür, wie dies auch bei der sekundären Devianz der Fall ist (Dollinger & Raithel, 2006, p. 78).

Die Normsetzung selbst spielt keine Rolle für abweichendes Verhalten, erst die Anwendung der Norm entscheidet darüber, ob das Verhalten konform oder deviant ist. Die Normen werden in Form von abstrakten Kategorien durch selektive Definitions- und Zuschreibungs- prozesse auf den konkreten Menschen und seiner Handlungen angewendet (Lamnek, 2007, p. 224). Tannenbaum, der als „Urvater“ des Etikettierungsansatzes gilt, sah als einer der ersten, dass abweichendes Verhalten erst durch die soziale Reaktion der Umwelt auf ein bestimmtes Verhalten entsteht: “The young delinquent becomes bad, because he is defined as bad” (Tannenbaum, 1973, zit. n. Dollinger & Raithel, 2006, p. 78). Wenn eine Person aus einem undefinierten Grund von einer Norm abweicht ist dies zunächst die primäre Devianz, deren Ursache keine weitere Rolle spielt. Wird diese Abweichung bemerkt, werden ihr Verhaltens- muster unterstellt und Devianz-Stereotype angewendet (Dollinger & Raithel, 2006, p. 79). „Die Identität des „Täters“ wird dadurch nachhaltig geprägt“ (ebd.). Die sekundäre Devianz entsteht als „eine besondere Klasse gesellschaftlich definierter Verhaltensweisen, mit denen Menschen auf die Probleme reagieren, die durch die gesellschaftliche Reaktion auf ihr abweichendes Verhalten geschaffen werden.“ (Lemert, 1982 zit. n. Dollinger & Raithel, 2006, p. 79)

Böhnisch beschreibt ein sehr anschauliches Beispiel: Durch einen richterlichen Schuldspruch wird ein/e Jugendliche/r zu einem/er Kriminellen, da er/sie sich an der „Clique, jedoch nicht an der sanktionierten Norm orientiert hat (Böhnisch, 1999b, p. 63). Das antisoziale Verhalten ist durchaus vorhanden, es geht jedoch darum, „ob und wie antisoziales Verhalten - das zunächst dadurch gekennzeichnet ist, dass sich das Selbst ohne Rücksicht auf andere und ihre Integrität durchsetzen will - sozial (gesellschaftlich) bewertet wird.“ (Böhnisch, 1999b, p. 64) Dieser Prozess kann sogar so weit gehen, dass „er dem eigenen Erleben zuwider solche Etikettierungen übernimmt, sie internalisiert und danach - wie von den Kontrollinstanzen prophezeit - lebt.“ (Böhnisch, 1999b, p. 63f.) Dadurch, dass die Devianz der betroffenen Person bekannt ist, werden ihre konformen Verhaltensmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Je öfter sie zu hören bekommt, wie abnormal sie ist, desto eher identifiziert sie sich mit diesen negativen Zuschreibungen und wird sich in Folge deviant Verhalten. „Dies ist dann keine Folge der ursprünglichen Devianz, sondern der Etikettierung.“ (Dollinger & Raithel, 2006, p. 80)

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Devianz und das Jugendamt. Differenzierungspraktiken von normalem und abweichendem Verhalten bei ADHS
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Veranstaltung
Sozialpädagogische Arbeit mit Kindern
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V317558
ISBN (eBook)
9783668166899
ISBN (Buch)
9783668166905
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Devianz;, Jugendamt;, ADHS
Arbeit zitieren
Jonas Falk (Autor), 2013, Devianz und das Jugendamt. Differenzierungspraktiken von normalem und abweichendem Verhalten bei ADHS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317558

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