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Die Geschöpfe Gottes. Tierethik im Alten Testament

Titel: Die Geschöpfe Gottes. Tierethik im Alten Testament

Referat (Ausarbeitung) , 2007 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rebecca Weber (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im vorliegenden Referat geht es um die Frage nach der Bedeutung des Tieres im Kontext des Alten Testamentes. Tiere sind im Alten Testament allgegenwärtig - dennoch wurde dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier in der Bibelforschung lange Zeit wenig Beachtung geschenkt.

Erst in den letzten Jahrzehnten ist die Thematik im Zusammenhang mit der Umweltproblematik in den Blick geraten. Lassen sich aus den alttestamentlichen Schriften ethische Prinzipien im Umgang mit der (lebendigen) Schöpfung ableiten oder gar christliche Leitlinien, die zeitübergreifende Gültigkeit beanspruchen können?

Unter der Berücksichtigung des zeitgenössischen Erfahrungshorizontes des alttestamentlichen Menschen werden zentrale Bibelstellen (unter anderem aus den Schöpfungsberichten) diskutiert. Das Ergebnis lässt sich zusammenfassen:

„Das Alte Testament sieht jedenfalls die Tiere als das an, was sie sind: Geschöpfe Gottes, die unter die Obhut des Menschen gegeben sind.“ ( Florian Schmitz-Kahmen)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Das Verschwinden der Tiere aus dem Erfahrungshorizont des modernen Menschen

Das Tier in der Lebenswelt des alten Israel

Tiere als ökonomischer Faktor – Kapital und Lebensgrundlage

Tiere als Feinde

Die Allgegenwart der Tiere

Emotionale bzw. affektive Seite des Mensch-Tier-Verhältnisses Tier und Mensch als Freunde

Das Tier in der religiösen Wahrnehmung des alttestamentlichen Menschen

Tiere als Mitglieder des Gottesbundes

Geschichtlich-prophetische Texte

Schöpfungstexte

Jahwistischer Schöpfungsbericht (Gen 2,4b – 25)

1) Es existieren keine ontologischen Unterschiede zwischen Mensch und Tier

2) Die Tiere wurden geschaffen, um mit dem Menschen in Beziehung zu leben

3) Das Tier ist als Hilfe für den Menschen gedacht

Der priesterschriftliche Schöpfungsbericht Gen 1,1-2,4a Das Problem des „dominium terrae“ (V. 26b.28)

Zusammenfassung

Psalmen

Psalm 8

Psalm 104: Mensch und Tiere – Mitgeschöpfe

Gesetzlich-priesterliche Texte

(a) Recht der Tiere auf Ertrag ihrer Arbeit, Sabbatgesetzgebung

(b) Respekt vor der Weitergabe des Lebens

(c) Tiere als Rechtssubjekte

Schluss: Bedeutung für eine christliche Ethik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Alten Testament, um theologische Grundlagen für eine zeitgemäße Tierethik zu erschließen. Dabei wird analysiert, wie biblische Schöpfungstexte, gesetzliche Bestimmungen und prophetische Schriften die Rolle des Tieres als Geschöpf Gottes und Mitgeschöpf des Menschen definieren und welche moralischen Konsequenzen sich daraus für den Umgang mit Tieren ergeben.

  • Wahrnehmung von Tieren im alten Israel im Vergleich zur Moderne
  • Die biblische Auffassung von Tieren als Teil des Gottesbundes
  • Untersuchung der Schöpfungsberichte hinsichtlich ontologischer Unterschiede zwischen Mensch und Tier
  • Analyse gesetzlicher Schutzbestimmungen für Nutztiere im Alten Testament
  • Herleitung christlich-ethischer Handlungsmaximen im Umgang mit Tieren

Auszug aus dem Buch

Tiere als ökonomischer Faktor – Kapital und Lebensgrundlage

Schaf- und Ziegenherden bildeten die Hauptlebensgrundlage der agrarischen Gesellschaft Palästinas/Israels; mit den domestizierten Tieren teilten die Menschen den engen, geschützten Lebensraum der Dörfer und Städte.

dieses Zusammenleben der Menschen mit Haustieren setzte früh ein; in Vorderasien ist die Domestikation von Schafen und Ziegen als den ältesten Wirtschaftstieren am Ende des 9. Jahrtausends vor Christus anzusiedeln; die Einteilung der Tierarten in Gen 2,20 setzt domestizierte Tiere voraus (schon in der Zeit der Entstehung dieses Textes keine Erinnerung mehr an die Zähmung der Tiere).

Schafe als Opfertiere und Wolllieferanten; Ziegen als Milchgeber und Opfertiere, aber auch als Lieferanten von Lederschläuchen (als Behälter für Flüssigkeiten) und Haaren (Herstellung von Zeltbahnen), Rinder als Zug- und Arbeitstiere sowie als Opfertiere und Milchlieferanten; Esel und Kamele als Reit- und Lasttiere, Tauben als Opfertiere, Hunde als Wächter und Begleiter.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit thematisiert die Allgegenwart von Tieren im Alten Testament und das daraus resultierende Erfordernis, das Verhältnis zwischen Mensch und Tier neu zu bewerten.

Das Verschwinden der Tiere aus dem Erfahrungshorizont des modernen Menschen: Dieses Kapitel kontrastiert die antike Verbundenheit mit Tieren mit der heutigen Entfremdung und industriellen Nutzung.

Das Tier in der Lebenswelt des alten Israel: Hier werden die realen Lebensbedingungen beleuchtet, in denen Tiere als ökonomisches Kapital, aber auch als Bedrohung und ständige Begleiter fungierten.

Geschichtlich-prophetische Texte: Diese Texte zeigen eine eher instrumentelle Sicht auf Tiere ohne tiefgehende theologische Reflexion des Mensch-Tier-Verhältnisses.

Schöpfungstexte: Im Zentrum steht die fundamentale Einordnung von Mensch und Tier als wesenhaft zusammengehörige Geschöpfe Gottes mit verschiedenen Schöpfungsberichten.

Psalmen: Die Psalmen heben die herausgehobene Rolle der Tiere im Gesamtschöpfungswerk hervor und betonen die Einbettung in den Versorgungszusammenhang Gottes.

Gesetzlich-priesterliche Texte: Diese Gesetze enthalten konkrete ethische Bestimmungen und Schutzrechte für Tiere, die auf die gemeinsame Schöpfungswürde verweisen.

Schluss: Bedeutung für eine christliche Ethik: Abschließend wird gefordert, das biblische Zeugnis als Grundlage für eine christliche Verantwortung und Minimierung von Tierleid zu nutzen.

Schlüsselwörter

Altes Testament, Tierethik, Schöpfungsglaube, Mensch-Tier-Beziehung, Gottesbund, Mitgeschöpfe, Domestikation, Sabbatgesetzgebung, biblische Anthropologie, Tierschutz, Lebensrecht, christliche Ethik, Schöpfungsordnung, Nutztier, Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Mensch und Tier im Alten Testament und reflektiert, wie diese biblischen Konzepte eine fundierte Basis für eine heutige christliche Tierethik bieten können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die ökonomische Rolle der Tiere im alten Israel, ihre religiöse Einordnung in den Gottesbund, die rechtliche Schutzstellung sowie die wesenhafte Zusammengehörigkeit von Mensch und Tier in der Schöpfung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die biblische Wahrnehmung der Tiere zu erarbeiten und daraus Handlungsmaximen für den zeitgenössischen Umgang mit Tieren abzuleiten, insbesondere im Hinblick auf Gewaltminimierung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theologische Exegese und Analyse biblischer Texte (Schöpfungserzählungen, Psalmen, Rechtstexte) durchgeführt, ergänzt durch historische und religionswissenschaftliche Hintergründe zum alten Israel.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert differenziert prophetische Texte, verschiedene Schöpfungsberichte sowie gesetzlich-priesterliche Regelungen, die Rechte und Schutzbestimmungen für Tiere definieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tierethik, Gottesbund, Schöpfungsglaube, Mitgeschöpfe und biblische Verantwortung zusammenfassen.

Wie wird das "dominium terrae" in der Arbeit theologisch interpretiert?

Die Arbeit hinterfragt die traditionelle "Herrschaft"-Interpretation und schlägt stattdessen ein Verständnis des Menschen als "Sachverwalter" und "Hirte" vor, der Gottes Schöpfung bewahren soll.

Warum werden Tiere in den gesetzlichen Texten als Rechtssubjekte betrachtet?

Sie werden nicht im modernen Sinne als Rechtssubjekte gesehen, jedoch unter den Schutz göttlicher Gesetze gestellt, die ihre Bedürfnisse respektieren und sie in die Sabbatruhe einbeziehen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Geschöpfe Gottes. Tierethik im Alten Testament
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Katholisch-Theologisches Seminar)
Veranstaltung
Exegese Altes Testament
Note
1,0
Autor
Rebecca Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V317577
ISBN (eBook)
9783668168466
ISBN (Buch)
9783668168473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tierethik bibel altes testament
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebecca Weber (Autor:in), 2007, Die Geschöpfe Gottes. Tierethik im Alten Testament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317577
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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