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Der Vatikan – Säkulare Omnipotenz? Kirche, Gesellschaft und Weltpolitik

Einfluss von Vatikanstaat und Katholizismus im 21. Jahrhundert

Title: Der Vatikan – Säkulare Omnipotenz? Kirche, Gesellschaft und Weltpolitik

Pre-University Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Marius Rosenthal (Author)

Didactics - Social Studies/ Civics
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Die vorliegende Facharbeit untersucht den Einfluss der vatikanischen Außenpolitik auf die aktuelle Weltpolitik. Anders als die Mehrheit der Fachliteratur versucht der Autor diesen Einfluss vom aktuellen Standpunkt aus zu betrachten und geschichtliche Hintergründe nur mit heranzuziehen, wenn diese für die Ausgangssituation von Relevanz sind oder in direktem Zusammenhang mit den behandelten Themen oder mit dem Gesamtzusammenhang der Arbeit stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Macht und Machtstellung des Papsttums

2.1 Souveränität des Vatikans als Staat

2.2 Gesellschaftliche Renaissance des Katholizismus in der Moderne

2.3 Absolutist Papst

3 Exempel der säkularen Potenz

3.1 Rede des Papstes an das Europäische Parlament

3.1.1 Legitimation

3.1.2 Auswertung

3.2 Glaubenskriege im 21. Jahrhundert?

3.3 Schicksale – profane Ethik

4 Säkulare Autarkie – Vorschläge, Möglichkeiten, Wünsche

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der vatikanischen Außenpolitik auf die aktuelle Weltpolitik, indem sie analysiert, wie der Vatikan trotz seiner geringen materiellen Macht eine moralische und politische Instanz in modernen Gesellschaften bildet.

  • Die völkerrechtliche Souveränität und historische Entwicklung des Vatikans
  • Die Rolle des Katholizismus als moralische Instanz in der Moderne
  • Die ambivalente Machtstellung des Papstes im 21. Jahrhundert
  • Das Spannungsfeld zwischen religiöser Einflussnahme und säkularen Staatsprinzipien
  • Die Notwendigkeit einer humanitären Autarkie auf säkularer Basis

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Legitimation

Am 25.11.2014 hielt der aktuelle Papst Franziskus I. eine Rede vor dem bzw. an das Europäische Parlament in Brüssel. Diese Rede ist die zweite Rede eines Papstes vor dem Europäischen Parlament - die letzte Rede hielt Johannes Paul II. 1988.

Um diese Rede inhaltlich beurteilen zu können, muss man zuerst einmal die Frage stellen, aus welcher Position und Legitimation heraus diese Rede zu Stande kam, denn diese Frage ist weder einfach noch selbstverständlich zu beantworten. Prinzipiell gibt es für seinen Besuch zwei Begründungsansätze: 1. der Besuch erfolgt als Politiker und Staatsmann, also der Papst spricht als Vertreter seines Staates oder 2. der Papst hält seine Rede aus seiner Funktion als Oberhaupt der katholischen Kirche heraus. Beide Begründungsansätze erscheinen bei näherer Betrachtung eher brüchig als „wasserdicht“:

Erfolgt seine Rede auf der Legitimation des weltlichen/politischen Amtes, welches er inne hat, nämlich, dass er wie oben (bzw. in 2.1) erläutert, das Oberhaupt des Vatikans als Staat ist, dann stellt sich die Frage des Rederechts, welches er wie jeder andere braucht, um vor dem Europäischen Parlament sprechen zu dürfen. Geht man hier ganz nach demokratischem Protokoll vor, kommt man beim Papst allerdings nicht einmal soweit danach zu fragen, ob dieser denn demokratisch gewählt worden ist, sondern es scheitert schon an der Tatsache, dass der Vatikan als Staat nicht Mitglied der EU ist und somit auch erst einmal kein Anrecht darauf hat, im Parlament der EU, in welcher Art auch immer, zu wirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die omnipräsente mediale Rolle des Vatikans und wirft die Kernfrage auf, warum dieser trotz geringer militärischer und wirtschaftlicher Macht einen so maßgeblichen Einfluss auf das weltpolitische Geschehen ausübt.

2 Macht und Machtstellung des Papsttums: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Souveränität des Vatikans seit 1870 und untersucht die gesellschaftliche Rolle des Katholizismus sowie die absolute Machtstruktur mit dem Papst an der Spitze.

3 Exempel der säkularen Potenz: Anhand konkreter Beispiele wie dem Papstbesuch im EU-Parlament, der Haltung zu islamistischem Terror und dem irischen Referendum zur Homo-Ehe wird der Einfluss des Vatikans auf säkulare politische Prozesse kritisch hinterfragt.

4 Säkulare Autarkie – Vorschläge, Möglichkeiten, Wünsche: Das Fazit fordert eine stärkere Unabhängigkeit demokratischer Gesellschaften von kirchlichen Strukturen und plädiert für eine humanitäre Autarkie auf säkularer Basis.

Schlüsselwörter

Vatikan, Papsttum, Katholizismus, säkulare Potenz, Außenpolitik, Machtstruktur, Legitimation, Weltpolitik, Säkularisierung, humanitäre Autarkie, religiöser Einfluss, Weltgesellschaft, Diplomatie, Machtverlust, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum der Vatikan, trotz seiner faktisch geringen Machtmittel, eine so große Rolle in der internationalen Politik und in gesellschaftlichen Diskursen spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die völkerrechtliche Souveränität des Vatikans, die psychologische Bedeutung des Katholizismus in der Moderne sowie die politische Einflussnahme des Papstamtes auf aktuelle Krisen und gesellschaftliche Debatten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob und wie der Vatikan seine „säkulare Omnipotenz“ in modernen, demokratischen Staaten legitimiert und durchsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachliche Analyse, die aktuelle Fallbeispiele (wie die Papstrede im EU-Parlament) mit geschichtlichen Hintergründen und soziologischen Erkenntnissen, insbesondere der Massenpsychologie, verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Souveränität, eine soziologische Analyse des Papstamtes als moralische Instanz und eine detaillierte Auswertung von Fallbeispielen zu politischem Einfluss und ethischen Debatten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Vatikan, Säkularisierung, Machtstruktur, Legitimation, säkulare Potenz und humanitäre Autarkie.

Warum wird der Papstbesuch im Europäischen Parlament als problematisch angesehen?

Der Autor argumentiert, dass eine klare demokratische oder völkerrechtliche Legitimation für diesen Auftritt fehlt, da der Vatikan kein EU-Mitglied ist und zudem die strikte Trennung von Staat und Kirche in vielen europäischen Ländern berührt wird.

Welche Konsequenz zieht der Autor aus dem irischen Referendum zur Homo-Ehe?

Das Referendum dient als Beispiel für eine zunehmende Entfernung der Gesellschaft vom Katholizismus und unterstreicht die Angst des Vatikans vor einem stetigen Machtverlust.

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Details

Title
Der Vatikan – Säkulare Omnipotenz? Kirche, Gesellschaft und Weltpolitik
Subtitle
Einfluss von Vatikanstaat und Katholizismus im 21. Jahrhundert
Grade
1
Author
Marius Rosenthal (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V317652
ISBN (eBook)
9783668168251
ISBN (Book)
9783668168268
Language
German
Tags
Vatikan Katholizismus Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Rosenthal (Author), 2015, Der Vatikan – Säkulare Omnipotenz? Kirche, Gesellschaft und Weltpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317652
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