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Die Montessori-Pädagogik. Die veränderte Rolle und die Aufgabe der Lehrperson

Title: Die Montessori-Pädagogik. Die veränderte Rolle und die Aufgabe der Lehrperson

Seminar Paper , 2012 , 12 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Michaela Visnovsky (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Summary Excerpt Details

Maria Montessori hatte eine umfassende Bildung mit tiefgehender Auseinandersetzung mit sich selbst und der Pädagogik. Sie kam zu dem Entschluss, dass Kinder mehr und besser lernen, wenn ihnen eine Hilfe angeboten wird, die nicht zwangweise geschieht, sondern ganz besonders auf die Fähigkeiten des Kindes achtet und sich individuell mit jedem Kind beschäftigt. Diesen liebevollen Beistand soll die „neue Lehrerin“ in den Unterricht und die Montessori-Erziehung bringen.

Die Lehrperson in der Montessori-Pädagogik setzt andere Schwerpunkte und andere Akzente im Unterricht, als die Lehrerin der allgemeinen Pädagogik. Sie beobachtet die Kinder, regt zum Arbeiten und Lernen an, berät die Schüler/Schülerinnen und kümmert sich um die Organisation und Planung der Umgebung und des Materials. Sie unterscheidet sich in mehreren Aspekten und Fähigkeiten von der Lehrperson der allgemeinen Schulpädagogik und entfaltet demnach andere, teilweise neue Kompetenzen der Erziehung. Sie zieht sich beim Arbeiten der Kinder zurück und fungiert, wie Maria Montessori schreibt, als „Bindestrich zwischen Kind und Umgebung“.

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Inhaltsverzeichnis

1. Maria Montessori

1.1 Leben und Werk

1.2 Das Menschenbild bei Maria Montessori

1.3 Gedanken zur Erziehung im Grundschulalter

2. Die erzieherische Einstellung

2.1 Die veränderte Rolle des Erwachsenen

2.2 Vier Grundaufgaben der Lehrperson

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Anforderungen an eine Lehrperson im Kontext der Montessori-Pädagogik zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Analyse der veränderten Rolle des Erwachsenen, der sich vom aktiven Wissensvermittler hin zum beobachtenden Begleiter entwickelt, um die kindliche Selbstentfaltung optimal zu unterstützen.

  • Biografische Grundlagen und das Menschenbild Maria Montessoris
  • Die pädagogische Haltung im Grundschulalter
  • Die passive Rolle der Erzieherin und ihre Abgrenzung zum traditionellen Rollenbild
  • Die vier zentralen Grundaufgaben der Lehrperson: Warten, Anregen, Beraten und Organisieren
  • Gestaltung und Bedeutung der vorbereiteten Umgebung für den kindlichen Lernprozess

Auszug aus dem Buch

2.2 Vier Grundaufgaben der Lehrperson

Berg fasst alle Eigenschaften und Fähigkeiten in den „vier Grundaufgaben der direkten Erziehung“ zusammen: Die erste Grundaufgabe nennt er „Warten und Beobachten“. Er führt ein Zitat von Montessori an, welches den Grundgedanken dieser Grundaufgabe deutlich aufgreift: „Statt des Redens muss sie [die Lehrperson; Anm.] das Schweigen lernen; statt zu unterrichten muss sie beobachten; statt der stolzen Würde dessen, der unfehlbar erscheinen will, muss sie das Kleid der Demut anlegen.“ Dies schreibt auch Becker-Textor und betont dabei auch die wichtige Rolle der Geduld, die die Lehrperson aufbringen muss: „Wenn wir Kinder beobachten, dann verlangt das von uns Geduld.“

Die zweite Grundaufgabe nennt Berg „Anregen“. Hierfür ist nötig, dass sich der Erzieher/die Erzieherin „als Teil der vorbereiteten Umgebung“ versteht. Berg schreibt: „Montessori bezeichnet die Funktion des Erziehers in diesem Zusammenhang als ‚Bindestrich’ zwischen Kind und Umgebung.“ Dabei unterscheidet Hebenstreit zwei Arten: „Beschäftigt sich ein Kind intensiv mit den Aufgaben eines Materials, dann muss der Pädagoge sich zurückziehen (…)“. Auf der anderen Seite meint Montessori im Gegensatz, dass man durchaus, wenn es nötig ist, das Kind bei der Auswahl seiner Arbeit beraten kann (vgl. Berg 2002, S. 42).

Mit dem Stichwort „beraten“ wären wir schon bei der dritten Grundaufgabe, die Berg „Beraten“ nennt. Auch hier führt er eine deutliche Ansage Montessoris an: „Dem Kind muss geholfen werden, wo das Bedürfnis für Hilfe da ist. Doch schon ein Zuviel dieser Hilfe stört das Kind.“

Die vierte Aufgabe bezieht sich auf die vorbereitete Umgebung und das Material: “Organisieren“. Dazu gehören: Eine „richtige Dosierung der Materialangebote“, gute Raumorganisation, „gute Kenntnisse des Materials und der sensiblen Phase des Kindes“, progressive Abstufung des Angebots entsprechend den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten der Lernenden“ (vgl. Berg 2002, S. 43f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Maria Montessori: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben und Werk der Pädagogin sowie über ihr Menschenbild, das das Kind als eigenständige und freie Persönlichkeit begreift.

1.1 Leben und Werk: Hier werden die biografischen Meilensteine von Maria Montessori nachgezeichnet, von ihrem Medizinstudium bis zur Entwicklung ihrer pädagogischen Ansätze in der „Casa dei Bambini“.

1.2 Das Menschenbild bei Maria Montessori: Dieser Abschnitt erläutert die anthropologische Grundposition Montessoris, nach der das Kind als Teil der Natur mit einer angeborenen Tendenz zur Entwicklung und Weltaneignung gesehen wird.

1.3 Gedanken zur Erziehung im Grundschulalter: Dieses Kapitel fokussiert auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Kindern im Grundschulalter und betont die Notwendigkeit fließender Übergänge zwischen Kinderhaus und Schule.

2. Die erzieherische Einstellung: Das Kapitel thematisiert die radikale Neuorientierung der Erzieherrolle, die nicht mehr auf Kontrolle, sondern auf Unterstützung und Beistand basiert.

2.1 Die veränderte Rolle des Erwachsenen: Hier werden die Kontraste zwischen der traditionellen Lehrerin und der neuen, montessoripädagogischen Lehrperson herausgearbeitet, wobei Letztere durch Zurückhaltung und Beobachtung geprägt ist.

2.2 Vier Grundaufgaben der Lehrperson: Dieser Teil definiert die vier zentralen Säulen der pädagogischen Tätigkeit: Warten und Beobachten, Anregen, Beraten sowie das Organisieren der vorbereiteten Umgebung.

Schlüsselwörter

Maria Montessori, Montessori-Pädagogik, Rolle der Lehrperson, vorbereitete Umgebung, freie Wahl, Selbstentfaltung, kindliche Entwicklung, Beobachtung, Lernumgebung, Erziehung, Anthropologie, Grundaufgaben, Selbsttätigkeit, sensiblen Phasen, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Lehrperson innerhalb der Montessori-Pädagogik und analysiert, wie sich das Erziehungsverständnis durch eine neue, beobachtende Haltung des Erwachsenen grundlegend wandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Menschenbild Montessoris, die notwendige Verhaltensänderung bei Erziehern sowie die praktische Gestaltung der vorbereiteten Umgebung und die vier Grundaufgaben der Lehrkraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine Lehrperson durch eine bewusste Haltung der Zurückhaltung und professionelle Organisation der Umgebung die Selbstentfaltung des Kindes optimal unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Seminararbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet mit den Werken von Maria Montessori sowie führenden Sekundärquellen der Montessori-Pädagogik, wie Hebenstreit, Berg und Waldschmidt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Kindesbildes und der erzieherischen Einstellung, gefolgt von der konkreten Definition der veränderten Rollen und den vier Grundaufgaben des Erziehers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Montessori-Pädagogik, vorbereitete Umgebung, Beobachtung, Erzieherrolle, Selbsttätigkeit und die sensiblen Phasen der kindlichen Entwicklung.

Wie definiert Montessori das Verhältnis zwischen Kind und Erzieher?

Das Kind wird als eigenständige, freie Persönlichkeit betrachtet, die neben dem Erwachsenen steht. Der Erzieher fungiert als „Bindestrich“ zur Umgebung und unterstützt den Entwicklungsprozess passiv, statt ihn durch Frontalunterricht zu dominieren.

Welche Bedeutung haben „sensible Phasen“ für die Organisation der Umgebung?

Die Umgebung muss so gestaltet sein, dass sie dem jeweiligen Entwicklungsstand und den individuellen „Empfänglichkeitsperioden“ des Kindes entspricht, um dessen natürlichen Lern- und Tätigkeitsdrang bestmöglich zu fördern.

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Details

Title
Die Montessori-Pädagogik. Die veränderte Rolle und die Aufgabe der Lehrperson
College
KPH Vienna  (Standort Strebersdorf, Mayerweckstraße 1, 1210 Wien)
Course
Grundkonzepte der Erziwhungswissenschaft; Pädagogische Psychologie
Grade
2,5
Author
Michaela Visnovsky (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V317659
ISBN (eBook)
9783668168855
ISBN (Book)
9783668168862
Language
German
Tags
Montessori Maria Montessori-Pädagogik Pädagogik Rolle Lehrkraft Rolle der Lehrkraft Rolle der Lehrperson veränderte Menschenbild Leben Werk Grundschule Volksschule Grundaufgaben Grundaufgaben der Lehr Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Visnovsky (Author), 2012, Die Montessori-Pädagogik. Die veränderte Rolle und die Aufgabe der Lehrperson, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317659
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