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Street-Art als Angriff auf bestehende Machtstrukturen?

Titre: Street-Art als Angriff auf bestehende Machtstrukturen?

Dossier / Travail , 2011 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christina Motz (Auteur)

Art - Installations / L’art moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit geht aus dem Seminar „Street Art. Eine Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden“ hervor, in welchem wir uns sowohl theoretisch als auch in praktischer Form mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Häufig kam es dabei zu kontroversen Diskussionen, in denen es unter anderem darum ging, ob und wie sich Street-Art definieren lässt.

Mein zentrales Augenmerk liegt dabei auf dem Verständnis des Street-Art-Begriffes und dem Zusammenhang von Street-Art und Macht bzw. der Frage, inwieweit Street-Art als Angriff auf vorherrschende Machtinstanzen zu verstehen ist.

Dazu möchte ich mich vorab mit Street-Art, ihrem Ursprung und dem Begriff an sich auseinander setzen. Anschließend versuche ich, das Phänomen Macht zu beleuchten.
Dazu bediene ich mich u.a. der Systematisierung der vier Dimensionen von Macht nach Peter Imbusch und stelle die Kulturelle Grammatik als ein machtvolles Regelwerk in den Blickpunkt. Im dritten Teil meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, inwieweit Street-Art als ein Angriff auf bestehende Machtstrukturen zu verstehen ist und stelle in dem Zusammenhang die „Obey-Giant“-Kampagne des Street-Art-Aktivisten Shepars Fairey dar. Abschließend möchte ich die zentralen Punkte noch einmal zusammenfassen und Rückbezug auf die Eingangsfragestellung nehmen, sowie weiterführende bzw. offene Fragen aufzeigen.

Obwohl die Street-Art und die Graffiti-Subkultur eindeutig männlich dominiert (vgl. Reinecke 2007, S. 119) sind, möchte ich innerhalb der vorliegenden Arbeit die
männliche und weibliche Form abwechselnd verwenden. Um damit auch den wenigen Frauen in dem Feld gerecht zu werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Street-Art

2.1. Graffiti als Ursprung: Parallelen und Abgrenzungen zu Street-Art

2.2. Street-Art: Begriffsklärung

3. Macht

3.1. Macht – ein kontroverser Begriff

3.2. Macht-Dimensionen

3.3. Kulturelle Grammatik als machtvolles Regelsystem

4. Street-Art im Zusammenhang mit Macht

4.1. Street-Art als Angriff auf bestehende Machtinstanzen/Machtstrukturen

4.2. Street-Art Fallbeispiel: die „Obey-Giant“-Kampagne von Shepard Fairey

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Street-Art zu gesellschaftlichen Machtstrukturen. Ziel ist es zu klären, inwieweit Street-Art als gezielter Angriff auf etablierte Machtinstanzen verstanden werden kann, indem sie sich über illegale Aneignung von öffentlichem Raum sowie inhaltliche subversive Strategien dem herrschenden Regelsystem entzieht.

  • Verständnis des Street-Art-Begriffes und Abgrenzung zum Graffiti
  • Theoretische Fundierung des Machtbegriffs nach Peter Imbusch
  • Analyse der "Kulturellen Grammatik" als strukturbildendes Regelsystem
  • Street-Art als Akt der Selbstbemächtigung gegen staatliche Kontrolle
  • Fallstudie zur „Obey-Giant“-Kampagne von Shepard Fairey

Auszug aus dem Buch

4.2. Street-Art Fallbeispiel: die „Obey-Giant“-Kampagne von Shepard Fairey

1989 startete die Kampagne des US-amerikanischen Street-Art-Aktivisten Shepard Fairey. Dabei handelt es sich um Poster, Aufkleber und Schablonenbilder, die das Gesicht des Wrestlers „Andre the Giant“, in Verbindung mit dem Schriftzug „Obey“, abbilden. Auf den ersten Blick betrachtet könnte man dahinter ein bestimmtes Produkt, eine Vereinigung, Band oder ähnliches vermuten – es scheint für etwas zu werben. „Werbung und Shepard Faireys „Obey Giant“-Kampagne haben viele Gemeinsamkeiten. Beide funktionieren nach dem Prinzip der Wiederholung und beide übermitteln eine Botschaft durch eine klare Bildsprache und einen eindeutigen Slogan. Der Unterschied ist, dass Faireys Kampagne ein leerer Signifikant4 ist“ (Reinecke 2007, S. 54). Hinter der Kampagne verbirgt sich kein Produkt, sondern, das Ziel des Getting-up – also eine möglichst weite Verbreitung der Arbeiten. Bald stellte Fairey fest, dass die Leute sich fragten, was sich hinter dem Motiv verbergen mag. So belauschte er z.B. ein Gespräch zweier Fremder, die darüber debattierten, ob es für eine Band oder einen Kult stehe. Gleichzeitig wurde ihm klar, dass je häufiger er das Motiv im öffentlichen Raum anbrachte, es umso mehr an Macht gewann (vgl. dies. 2007, S. 47-56). „Then I got addicted to the idea that the more you put something out there, the more power it gains just from people´s curiosity, it´s self fulfilling. It goes back to the whole graffiti thing. The idea that most people didn´t know it was me but I could hear them talking about it. This thing that I´m doing has power but I really don´t have to answer to it”5 (http://obeygiant.com/articles/art-prostitute-magazine-interview [Stand 15.09.2011]). Die Macht der Aufkleber und Poster ergibt sich dabei aus der Reaktion der Menschen auf diese. Somit funktioniert die Kampagne allein auf der Tatsache, dass Leute fragen, wofür sie steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entstehung der Arbeit aus einem Seminar und definiert das zentrale Forschungsinteresse: das Verhältnis von Street-Art zu gesellschaftlichen Machtstrukturen.

2. Street-Art: Dieses Kapitel behandelt den Ursprung der Street-Art in der Graffiti-Bewegung und erarbeitet eine Definition des Begriffs Street-Art unter Berücksichtigung verschiedener gestalterischer Formen.

3. Macht: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Machtbegriffs gelegt, wobei insbesondere auf die Dimensionen von Macht nach Peter Imbusch und das Konzept der kulturellen Grammatik eingegangen wird.

4. Street-Art im Zusammenhang mit Macht: Dieser Teil verknüpft die theoretischen Machtkonzepte mit der Praxis der Street-Art, wobei der Fokus auf der illegalen Aneignung des öffentlichen Raumes und dem Fallbeispiel von Shepard Fairey liegt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Legitimität von Street-Art im Kontext politischer oder ideologischer Machtansprüche.

Schlüsselwörter

Street-Art, Graffiti, Macht, Machtstrukturen, Kulturelle Grammatik, Shepard Fairey, Obey-Giant, öffentlicher Raum, Widerstand, Illegalität, Manipulation, Machtdimensionen, Herrschaft, Selbstbemächtigung, Subkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Street-Art unter soziologischen Gesichtspunkten, insbesondere in Bezug auf ihre Interaktion mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen und staatlichen Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Abgrenzung von Street-Art zu Graffiti, die soziologische Machttheorie, das Regelsystem der kulturellen Grammatik und die subversive Praxis im öffentlichen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu analysieren, ob und wie Street-Art als Angriff auf vorherrschende Machtstrukturen fungiert und durch welche Mechanismen sie das bestehende System herausfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf soziologischer Fachliteratur (u.a. Peter Imbusch) basiert und diese durch ein Fallbeispiel illustriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Machtbegriffe und die kulturelle Grammatik, bevor er diese auf Street-Art anwendet und die Kampagne von Shepard Fairey detailliert beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Street-Art, Macht, Kulturelle Grammatik, Widerstand und öffentliche Raumaneignung charakterisiert.

Wie unterscheidet die Autorin Street-Art vom klassischen Graffiti?

Während bei Graffiti das "Getting up" (quantitative Verbreitung des eigenen Namens) dominiert, zeichnet sich Street-Art durch einen höheren Facettenreichtum, kreative Innovation und inhaltliche Ambitionen aus.

Was bedeutet die "Obey-Giant"-Kampagne im Kontext der Machtkritik?

Die Kampagne nutzt das Prinzip der Werbung, um die manipulative Macht der Werbung selbst aufzudecken, und bricht durch die ironische Nutzung des Begriffs "Obey" mit den Sehgewohnheiten der Öffentlichkeit.

Warum spielt die "Kulturelle Grammatik" eine wichtige Rolle für das Verständnis von Street-Art?

Sie beschreibt ein Regelsystem, das unser Verständnis von "normalem" Verhalten strukturiert; Street-Art bricht dieses System auf, indem sie den öffentlichen Raum ungenehmigt gestaltet.

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Résumé des informations

Titre
Street-Art als Angriff auf bestehende Machtstrukturen?
Université
Bielefeld University
Cours
Seminar: "Street-Art. Eine Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden."
Note
1,3
Auteur
Christina Motz (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V317756
ISBN (ebook)
9783668169944
ISBN (Livre)
9783668169951
Langue
allemand
mots-clé
Street-Art Macht Dimensionen von Macht Kulturelle Grammatik Obey-Kampagne
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christina Motz (Auteur), 2011, Street-Art als Angriff auf bestehende Machtstrukturen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317756
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Extrait de  16  pages
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