Qualitätsmerkmale guten Präsentierens. Konzipierung eines Beratungsprojektes "Train the Trainer"


Hausarbeit, 2016

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen: Die Präsentation. Begriff, Bedeutung und Ziele

3. Vorbereitung einer Präsentation
3.1 Charakterisierung des Zielpublikums
3.2 Bestimmung von Ziel und Inhalt
3.3 Ort, Raum und Zeit
3.4 Teilnehmerunterlagen und persönliches Manuskript

4. Aufbau der Präsentation und persönlicher Auftritt
4.1. Einleitung
4.1.1 Begrüßung und namentliche Vorstellung
4.1.2 Nennung von Thema und Ziel
4.1.3 Vorstellung der Hauptgliederungspunkte und des Ablaufs der Präsentation
4.2 Hauptteil
4.3 Schlussteil
4.4 Empfehlungen für den Auftritt

5. Medieneinsatz
5.1 Ziel und Wirkung von Visualisierungen
5.2 Medien zur Visualisierung
5.3 Allgemeine Empfehlungen für die Gestaltung von Visualisierungen

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Präsentationen spielen im heutigen Wirtschaftsleben eine wichtige Rolle als Verkaufsinstrument. Auch können Präsentationen Unternehmen dabei helfen, sich als Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen bei anderen Unternehmen vorzustellen, mit dem Ziel, längerfristige Geschäfts- beziehungen aufzubauen. Weiterhin können sie ausgewählten Teilnehmern Informationen liefern, die als Grundlage für wichtige Entscheidungen in Unternehmen dienen können. Trotz dieser Chancen, die Präsentationen bieten, werden in der Praxis vielfältige Fehler began- gen. So zum Beispiel werden oftmals keine eindeutigen Ziele formuliert. Zudem bleibt für viele Teilnehmer häufig unklar, was eine Präsentation mit ihnen als Zuhörer genau zu tun hat. Weiter- hin wird oft versäumt, über eine richtige Körpersprache und Selbstdarstellung das Publikum für sich zu gewinnen und so empfänglicher für die eigenen Argumente zu machen. Es werden auch Regeln bei der Gestaltung von Visualisierungen missachtet sowie Fehler bei der organisatori- schen Planung begangen.

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, ein Beratungsprojekt zu konzipieren, mit dessen Hilfe Per- sonen oder Mitarbeiter eines Unternehmens bei anstehenden Präsentationen unterstützt werden können, um die Qualität ihrer Darbietung zu erhöhen. Sie sollen erfahren, wie Produkte, Infor- mationen oder Ideen wirkungsvoll präsentiert werden können, um die Präsentationsziele optimal zu erreichen. Es soll verdeutlicht werden, dass die Abstimmung der Präsentation auf die Bedürf- nisse, Anliegen oder auch Probleme der Teilnehmer von entscheidender Bedeutung ist. Darüber hinaus soll erkennbar werden, dass für das Gelingen einer Präsentation neben der Einhaltung formaler Prinzipien beim Aufbau und einer gelungenen Selbstdarstellung auch organisatorische Aspekte zu beachten sind. Außerdem wird auf die Möglichkeit hingewiesen, mithilfe eines gekonnten Einsatzes von Medien die Ziele einer Präsentation noch besser zu erreichen und die Behaltensquote von Inhalten zu fördern.

Die Analyse nähert sich dieser Ausgangshypothese zunächst über den Begriff der Präsentation. Danach wird auf die Notwendigkeit einer guten inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung hingewiesen, wobei bezüglich der Bestimmung von Ziel und Inhalt die Abstimmung mit den Teilnehmern einer Präsentation eine große Rolle spielt. Bei der folgenden Erläuterung des Auf- baus geht es um die Frage, in welcher Reihenfolge Informationen präsentiert und wie Argumen- tationsketten aufgebaut werden sollten. Zusätzlich werden einige Regeln für einen möglichst wirkungsvollen Auftritt genannt. Im letzten Kapitel werden Merkmale und Einsatzgebiete einiger wichtiger Medien beschrieben, sowie Regeln für die Erstellung von Visualisierungen aufgestellt.

2. Grundlagen: Die Präsentation. Begriff, Bedeutung und Ziele 3

Ausschlaggebend für die Entstehung von Präsentationen war die Erfindung des Overhead-Pro- jektors zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Das amerikanische Militär erkannte als erstes das Po- tential dieser mediengestützten Kommunikationsform und verwendete den Projektor vor allem in Besprechungen. Der Präsentator benutzte beschriebene Folien, um dem Publikum etwas zu zei- gen und konnte sich dabei im Unterschied zu einer Wandtafel direkt dem Publikum zuwenden. Die Präsentation mittels Overhead-Projektor und Folien war die Vorstufe zur heute häufig anzu- treffenden Präsentationsform mittels Beamer und Präsentationsprogramm auf einem Laptop.1

Das Hauptziel einer Präsentation ist es, einer konkreten Zielgruppe ausgewählte Inhalte - Sach- aussagen oder Produkte - vorzustellen, um sie zu informieren, zu überzeugen oder zu einer Tat zu motivieren.2 So zum Beispiel können Kunden vom Nutzen eines Angebots überzeugt oder die Geschäftsleitung eines Unternehmens über die neuesten Umsatzzahlen informiert werden.3 Eine Präsentation kann von einer oder mehreren Personen durchgeführt werden. Die Darstellung wird unterstützt durch bildhafte Mittel, wie zum Beispiel Overheadfolien, Power-Point-Charts oder Plakate auf einem Flipchart, um bestimmte Sachverhalte zu visualisieren und damit den Verständnisgrad zu erhöhen.4

Präsentationen können unterschiedliche Rollen übernehmen, je nachdem, ob sie in einem wissen- schaftlichen oder wirtschaftlichen Kontext eingesetzt werden. In der Wissenschaft bestehen für Präsentationen genaue formale Vorgaben, durch die der Inhalt in den Vordergrund gerückt wer- den soll.5 Im Bereich der Wirtschaft existieren weniger formale Vorgaben. Neben den Zielen Information, Überzeugung und Motivation geht es hier auch darum, ein gewünschtes unver- wechselbares Unternehmens-Image nach außen zu transportieren, um die Attraktivität als Markt- teilnehmer für Kunden oder Teilhaber am Unternehmen zu steigern. Diese Aktivierung emotio- naler Strategien ist ein Hauptunterschied gegenüber wissenschaftlichen Präsentationen.6

3. Vorbereitung einer Präsentation

3.1 Charakterisierung des Zielpublikums

Um mit einer Präsentation die gewünschte Wirkung beim Publikum zu erreichen und Ziele wie Information, Überzeugung oder Motivation tatsächlich zu realisieren, muss das Zielpublikum zunächst analysiert werden. Diese Analyse sollte noch vor der Formulierung der Präsentations- ziele erfolgen.7

Anhand einiger Leitfragen wird die gezielte Vorbereitung bezüglich der Teilnehmer erleichtert. Zunächst sollte festgestellt werden, wer die eigenen Zuhörer sind und welches Vorwissen sie zu dem Präsentationsthema mitbringen. Dadurch können alle den Teilnehmern bereits bekannten Informationen aus der Präsentation herausgelassen werden. Weiterhin sollte geklärt werden, was die Teilnehmer von der Präsentation erwarten und welche Interessen sie haben.8 Auf diese Weise erfährt man, welche Inhalte für die Teilnehmer wichtig sind und wählt nur diese aus. Damit er- höht sich die Relevanz bei steigender Kürze. Auch gilt es, im Vorfeld zu klären, mit welchen

Problemen die Zuhörer möglicherweise aktuell in ihrem beruflichen Alltag in einem Unterneh- men konfrontiert sind. Die Kenntnis von den Problemen seiner Teilnehmer ermöglicht es, das eigene Thema als Lösung dieser Probleme zu präsentieren. Auch wird auf diese Weise ersicht- lich, an welcher Stelle der Überzeugungsprozess in einer Präsentation ansetzen muss.9

Um möglichst viele Informationen über das Publikum einzuholen, existieren verschiedene Mög- lichkeiten der Recherche, wie zum Beispiel Gespräche oder Telefonate mit ausgewählten zukünf- tigen Teilnehmern.10 Auch das Internet sowie die Pressestelle des Unternehmens, bei dem man vielleicht eine Präsentation durchführen möchte, bieten sich als Recherchemöglichkeiten an.11

3.2 Bestimmung von Ziel und Inhalt

Um entscheiden zu können, was Inhalt der Präsentation werden soll, muss zunächst das Ziel ausformuliert werden. Hierbei stellt sich die Frage, was genau die Zuhörer tun sollen, wenn sie die Präsentation wieder verlassen und welche Veränderung im Denken oder Handeln der Teilneh- mer man erreichen möchte.12 Die Zielformulierung muss einen Bezug zu den ermittelten Interes- sen und Anliegen der Zuhörer herstellen.13

Grundsätzlich unterscheidet man bei einer Präsentation die drei Hauptziele Information, Überzeugung oder Motivation. Die Ziele sollten konkret aufgeschrieben werden, denn nur so ist es möglich, bei der Auswahl der Inhalte immer wieder zu überprüfen, ob man genau die Inhalte ausformuliert, die der Zielerreichung dienen.14

Ausgehend von der Zielgruppe und dem Ziel besteht der nächste Schritt darin, geeignete Inhalte auszuwählen, mit denen die Ziele und das Publikum erreicht werden können. Die Inhaltsbearbei- tung lässt sich in die drei Schritte Sammeln, Auswählen und Aufbereiten untergliedern.15 Beim Sammeln der Informationen werden alle Inhalte berücksichtigt, die im weitesten Sinne zum The- ma der Präsentation gehören. Das Hauptkriterium für die Auswahl der Inhalte bildet das zuvor formulierte Ziel. Inhalte, die nicht zur Zielerreichung beitragen, werden nicht berücksichtigt. Die Auswahl der Inhalte orientiert sich auch am Zielpublikum. Aus der Zielgruppenanalyse ist dem Präsentator bereits bekannt, welche Vorkenntnisse die Teilnehmer besitzen und welche Interessen sie haben. Dies erleichtert es, für die Zielgruppe neue und relevante Inhalte zu bestimmen. Bei der Auswahl der Inhalte sollte auch auf die für die Präsentation zur Verfügung stehende Zeit ge- achtet werden.16 Wenig Präsentationszeit zwingt zur Beschränkung auf die wesentlichen Inhalte. Im letzten Schritt werden die ausgewählten Inhalte und Argumente aufbereitet, wobei eine ge- eignete Reihenfolge für die Argumente bestimmt wird, damit ein optimales Verständnis oder eine wirksame Überzeugung erzielt wird.17

3.3 Ort, Raum und Zeit

Das Gelingen einer Präsentation hängt auch maßgeblich von organisatorischen Aspekten wie der Orts- und Raumwahl, sowie der Zeitplanung ab.

Kürzere Präsentationen im Rahmen von Projekten können meist im eigenen Betrieb gehalten werden. In Abhängigkeit vom Anlass, den Zielen, sowie den Teilnehmern kann es jedoch in manchen Fällen erforderlich sein, einen externen Austragungsort ausfindig zu machen.18 Es sollte möglichst ein zentral gelegener Ort ausgewählt werden, um eine gute Erreichbarkeit für alle Teilnehmer sicherzustellen.19

[...]


1 Vgl. Lobin (2012), S. 9.

2 Vgl. Seifert (2011), S. 49.

3 Vgl. Hartmann (2012), S. 11.

4 Vgl. Hartmann (2012), S. 12.

5 Vgl. Lobin (2012), S. 11.

6 Vgl. Lobin (2012 ), S. 12.

7 Vgl. Hartmann (2012), S. 21.

8 Vgl. Hartmann (2012), S. 21.

9 Vgl. Herrman-Ruess (2009), S. 38.

10 Vgl. Herrman-Ruess (2009), S. 41.

11 Vgl. Hartmann (2012), S. 22.

12 Vgl. Hartmann (2012), S. 31.

13 Vgl. Hartmann (2012), S. 29.

14 Vgl. Hartmann (2012), S. 26.

15 Vgl. Hartmann (2012), S. 32.

16 Vgl. Hartmann (2012), S. 34.

17 Vgl. Hartmann (2012), S. 36.

18 Vgl. Sander (o.J.), S. 63.

19 Vgl. Seifert (2011), S. 66.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Qualitätsmerkmale guten Präsentierens. Konzipierung eines Beratungsprojektes "Train the Trainer"
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart  (Wirtschaftsinformatik)
Veranstaltung
Schlüsselqualifikationen für Studium und Beruf
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V317768
ISBN (eBook)
9783668182288
ISBN (Buch)
9783668182295
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Präsentation, Präsentieren, Schlüsselqualifikationen, Unternehmenspräsentationen, Präsentationen in der Wirtschaft, Power Point, Visualisierungen, Präsentieren unter Stress, Verkaufsinstrument, Verkaufen, Präsentieren leicht gemacht, Flipchart, Overhead-Projektor, Pinnwand, Präsentieren in der Wissenschaft, Präsentieren für Anfänger, Medien und Präsentieren
Arbeit zitieren
Marco Antonic (Autor), 2016, Qualitätsmerkmale guten Präsentierens. Konzipierung eines Beratungsprojektes "Train the Trainer", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317768

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Qualitätsmerkmale guten Präsentierens. Konzipierung eines Beratungsprojektes "Train the Trainer"



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden