Inhalte und Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms der Siemens AG


Hausarbeit, 2015

20 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung Nachhaltigkeit

3 Firmenprofil der Siemens AG

4 Nachhaltigkeitsmanagement Siemens
4.1 Nachhaltigkeitsprogramm
4.2 Materialitätsmatrix
4.2.1 Innovation
4.2.2 Kunden und Portfolio
4.2.3 Compliance
4.2.4 Umweltschutz
4.2.5 Gesundheitsmanagement
4.2.6 Sicherheit
4.2.7 Mitarbeiter
4.2.8 Lieferanten
4.2.9 Corporate Citizenship

5. Fazit

III Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Materialitätsmatrix 2013-2014

Abb. 2: Compliance-Prioritäten ab dem Geschäftsjahr

1 Einleitung

Im Zeitalter der Globalisierung und der Internationalisierung wird der Faktor Technik zunehmend wichtiger. Gerade in Europa, Asien und den USA wird Technik groß geschrieben, da dort viele der namhaftesten Unternehmen der Technikindustrie ihren Stammsitz haben. Die Globalisierung in Verbindung mit der Technik hat durchaus Vor- und Nachteile. So können einerseits Waren schneller transportiert werden und ein länderübergreifender Handel wird damit leichter und schneller realisiert, andererseits jedoch geht damit auch eine drastische Umweltbelastung miteinher. Deshalb gilt es in der Technologieindustrie neue Trends und Lösungen zu kreieren, um dem entgegen zu steuern. Die Siemens AG ist als einer der weltweit größten Technologiekonzerne darin bestrebt, Technik in Verbindung mit Nachhaltigkeit zu fördern und auch umzusetzen. Deshalb hat der Konzern in seinem Jahresbericht 2013 den Nachhaltigkeitsbericht integriert, welcher die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele sowie Maßnahmen des Unternehmens aufzeigt. Doch welche Ziele und Maßnahmen umfasst das Nachhaltigkeitsprogramm der Siemens AG? Mit diesem Thema beschäftigt sich die folgende Hausarbeit. Um die Einhaltung der vorgegebenen Seitenanzahl zu gewährleisten, werden nur Teile der einzelnen Themenfelder behandelt sowie durchgeführte Maßnahmen des Unternehmens dargestellt.

2 Begriffserklärung Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist kein neu entwickelter Begriff. Nachhaltigkeit gibt es eigentlich schon seit zirka 300 Jahren. Denn bereits im Jahre 1713 wurde der Begriff von Carl von Carlowitz, einem Oberhauptmann des Kurssächsischen Hofes erwähnt. In seinem Werk „Sylyicultura oeconomica“ schrieb er, man solle nur so viel Holz schlagen, wie der Wald durch neue Bäume aufgeforstet werden kann. Diese Aussage stellte bereits zu dieser sehr frühen Zeit eine Art von Nachhaltigen Denken da. Daraufhin wurde es auch im sprachlichen Gebrauch in der Gesellschaft verwendet.1

Es dauerte eine Zeit bis der Begriff „Nachhaltigkeit“ in der breiten Öffentlichkeit zum tragen gekommen ist. Denn erst 1987 erlangte der Begriff durch die Veröffentlichung des Brundtland-Berichtes mit dem Titel „Unsere gemeinsame Zukunft“ weiteres Ansehen in der Öffentlichkeit. Die Kommission für Umwelt und Entwicklung hat Nachhaltigkeit in diesem Bericht folgendermaßen definiert. „Sustainable development meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“2 Die Nachhaltige Entwicklung sollte demnach zu den aktuellen Bedürfnissen der heutigen Generation passen ohne nachfolgende Generationen mit deren Bedürfnissen zu beeinträchtigen.3 Nach Hauff und Kleine ist der BrundtlanderBericht die Ausgangsbasis für wirtschaftliche Diskussionen und zur Erarbeitung und Umsetzung von Nachhaltigkeitskonzepten.4

Das weit verbreiterste Konzept heutzutage ist das sogenannte „Drei-Säulen-Modell“. Dieses wird auch als Nachhaltigkeitsdreieck bezeichnet und soll die drei Säulen Wirtschaft, Ökologie und Soziales in einen gleichrangigen Einklang bringen, „sowohl auf gesamtwirtschaftlicher und politischer Ebene, als auch auf globaler und unternehmerischer Ebene.“5 Das „Drei-Säulen-Modell“ ist ein sehr theoretisches Modell. Ziel dieses Modells ist es die nachhaltige Entwicklung in Annäherung an den Brundtlander-Bericht zu bringen.6

3 Firmenprofil der Siemens AG

Die Siemens AG blickt bereits auf eine über 165 Jahre lange Geschichte zurück. 1847 gründete der damals 31-jährige Werner von Siemens mit dem Universitätsmechaniker Johann Georg Halske, die „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“.7 Erfindungen, wie der Dynamo, die erste kommerzielle Glühlampe oder die erste elektrischen Straßenbahn machten das Unternehmen weiter bekannt. Heute ist Siemens eines der weltweit führenden Technologieunternehmen mit den Kerninhalten in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen, Industrie und Infrastruktur. Der Konzern hat seine Hauptzentrale in München und gilt als Aktiengesellschaft nach dem deutschen Recht. Die Siemens AG fungiert dabei als Muttergesellschaft und umfasst 900 weitere Gesellschaften. Weltweit werden mehr als 290 Produktions- und Fertigungsstäten betrieben. Dabei beschäftigt das Unternehmen rund 362.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz von 75,882 Milliarden Euro.8 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG ist seit Juli 2013 der frühere Finanzvorstand Joe Kaeser.9 Im Folgenden wird das Nachhaltigkeitsmanagement der Siemens AG aufgezeigt und näher erklärt.

4 Nachhaltigkeitsmanagement Siemens

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird bei der Siemens AG nicht als „schmückendes Beiwerk“10 angesehen, sondern stellt ein leitendes Prinzip im Unternehmen dar sowie einen wesentlichen Teil der Unternehmensstrategie. Als führendes und weltweit agierendes Technologie-unternehmen, will Siemens im Sinne der zukünftigen Generationen verantwortungsvoll handeln, um wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortgang zu erreichen.11 Um die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit herauszustellen, wird die Steuerung aller Aktivitäten ausschließlich von einem Chief Sustainability Officer, einem Mitglied des Vorstandes gesteuert. Weiterhin wurden drei unterschiedliche Gremien gebildet, um die Nachhaltigkeitsaktivitäten besser koordinieren und lenken zu können. Zum einen sorgt das Siemens Sustainability Board als zentrales Steuerungsgremium dafür, dass ein Nachhaltigkeitsprogramm mit sämtlichen Maßnahmen und Programmen zu erstellen und zu verabschieden ist, zum anderen ist das Sustainability Office für die Koordination des

Nachhaltigkeitsprogrammes sowie für die Verbreitung des Themas unternehmensweit verantwortlich. Bei beiden Gremien hat der Chief Sustainability Officer den Vorsitz. Zudem gibt es ein drittes Gremium, dass der Konzern zur objektiven Betrachtung von außen installiert hat. Das sogenannte Siemens Sustainability Advisory Board setzt sich aus acht imposanten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Wissenschaft zusammen. Diese sind weltweit vertreten, kommen aus völlig unterschiedlichen Gebieten und sind keine Arbeitnehmer von Siemens. Das Board hilft der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeits-themen trifft sich zweimal im Jahr.12 Der nächste Abschnitt zeigt die Herangehensweise des Nachhaltigkeitsprogramms von Siemens auf.

4.1 Nachhaltigkeitsprogramm

Die Ziele und Maßnahmen des Siemens Nachhaltigkeitsprogramms stützen sich vornehmlich auf drei zentrale Felder. Im ersten Feld „Geschäftschancen“ wird der Ansatz Nachhaltigkeit vom Verständnis der Siemens AG versucht in Geschäftschancen umzusetzen. Das zweite Feld „Wir tun, was wir sagen“ handelt von der eigenen Umsetzung des Nachhaltigkeitsaspekts im Unternehmen und wie dieser gelebt werden soll. Das letzte Feld ist der Zusammenarbeit mit den Interessengruppen die Ziele und Aktivitäten des Unternehmens regelmäßig angepasst. Darüber hinaus basieren alle Nachhaltigkeitsbestrebungen auf den Siemens Business Conduct Guidelines. Diese enthalten alle internen sowie externen Verhaltensregeln des Unternehmens und stecken den ethnisch-rechtlichen Rahmen für alle Geschäftsaktivitäten ab. Darüber hinaus arbeitet die Aktiengesellschaft mit den weltweit besten Nachhaltigkeitsorganisationen zusammen, um die komplexen und miteinander verketteten Anforderungen der Nachhaltigkeit umsetzen zu können. Zu den oben genannten Organisationen gehören unter anderem das World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und das World Resources Institute (WRI). Diese und weitere Anspruchsgruppen beratschlagen sich alle zwei Jahre mit der Siemens AG über bedeutende Themenfelder der Nachhaltigkeit und führen diese dann in einer (Wesentlichkeit) Materialitätsmatrix auf.13 Wie diese Materialitätsmatrix im einzelnen gestaltet und erarbeitet wird, zeigt der Abschnitt 4.2.

4.2 Materialitätsmatrix

Um auch in Zukunft wirtschaftlich, ökologisch und sozial handeln zu können bedarf es einer expliziten Suche nach den bedeutendsten Nachhaltigkeitsthemen. Die Siemens AG orientiert sich daher am Prinzip der Wesentlichkeit (Materialität). Die Wesentlichkeits- bzw. Materialitätsmatrix (Abbildung 1) hilft die relevanten Themen und Ziele des Unternehmens nach innen und außen zu kommuniziert. Dabei wird versuch, die Anforderungen der Anspruchsgruppen mit den gesteckten Zielen des Unternehmens in Einklang zu bringen.14

Zu Beginn einer jeden Wesentlichkeitsmatrix steht die Befragung verschiedenster Anspruchsgruppen, um die künftigen Handlungsfelder zu identifizieren und zu priorisieren. Siemens hat deshalb 2012 in einem Prozess das Thema Analyse allgemeiner Entwicklungen, die Orientierung an den Megatrends und die Diskussion mit den Anspruchsgruppen verzahnt und dazu 40 Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Nichtregierungs-organisation und Beratungsunternehmen befragt.

[...]


1 Vgl. Carlowitz[1713], S.79 ff.

2 Vgl. UN World Commission on Environment and Development[1987], S. 54.

3 Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beys [2014a], o.S.

4 Vgl. Hauff/Kleine[2009], S. 6.

5 Aachener Stiftung Kathy Beys [2014b], o.S.

6 Vgl. Aachener Stiftung Kathy Beys [2014b], o.S.

7 Vgl. Siemens AG [2014a], o.S.

8 Vgl. Siemens AG [2013a], S. 156.

9 Vgl. Siemens AG [2013a], S. 111.

10 Siemens AG [2013b], S. 6.

11 Vgl. Siemens AG [2013b], S. 6.

12 Vgl. Siemens AG [2013b], S. 6f. „Dialog mit den Interessengruppen“. Dabei werden in

13 Vgl. Siemens AG [2013b], S. 7.

14 D’heur[2014], S. 51.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Inhalte und Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms der Siemens AG
Hochschule
Hochschule Fresenius München
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
20
Katalognummer
V317900
ISBN (eBook)
9783668175327
ISBN (Buch)
9783668175334
Dateigröße
738 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inhalte, umsetzung, nachhaltigkeitsprogramms, siemens
Arbeit zitieren
B.A. Christian Singer (Autor), 2015, Inhalte und Umsetzung des Nachhaltigkeitsprogramms der Siemens AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317900

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