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Zur Rolle des mentalen Lexikons in der Sprachproduktion

Título: Zur Rolle des mentalen Lexikons in der Sprachproduktion

Trabajo , 2015 , 13 Páginas , Calificación: 2,8

Autor:in: Helena Bergquell (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Unter einem Lexikon versteht man ein nach Stichwörtern alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk für alle Wissensgebiete oder für ein bestimmtes Sachgebiet, auch Wörterbuch genannt. Der menschliche Wortspeicher wird in der Linguistik als mentales Lexikon bezeichnet und ist ein Modell des sprachlichen Wortschatzes. In der Psycholinguistik bezeichnet man einen sprachlichen Wissensbestand im Langzeitgedächtnis, in dem die Wörter einer Sprache mental repräsentiert sind, als mentales Lexikon. Das mentale Lexikon muss einem Sprecher für die Verwendung von Wörtern Informationen über die Lautform, über die orthografische Form, über die syntaktische sowie semantische Eigenschaften von Wörtern bereitstellen.

Trotz der ähnlichen Bezeichnungen und auch inhaltlichen Überschneidungen gibt es organisatorische und inhaltliche Unterschiede zwischen dem Wörterbuch und dem mentalen Lexikon. Diese Unterschiede werden in der Psycholinguistik meist durch Versprecher erforscht. Die alphabetische Ordnung des Wörterbuches kann nicht auf das mentale Lexikon übertragen werden, da hierbei bei einem Versprecher ein alphabetisch benachbartes Wort gewählt würde. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die Wörter teilweise tatsächlich nach ihren Anlauten sortiert sind. Mitentscheidend sind aber auch andere Aspekte der Lautstruktur, wie der Auslaut, das Akzentmuster sowie der Vokal mit dem Hauptakzent.

Diese Arbeit wirft die Frage auf, wie Wörter im mentalen Lexikon gespeichert werden. Die Fragstellung wird anhand des Beispiels der Flexionsendungen diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung einer Fragestellung zur Abspeicherung von Wörtern

im mentalen Lexikon.

2.) Die Speicherung von Wörtern im mentalen Lexikon.

Hypothese 1: Flexionsendungen werden erst bei Bedarf an ihre Wörter gehängt.

Hypothese 2: Derivationspräfixe und –suffixe sind bereits im mentalen Lexikon mit ihrem Stamm verknüpft.

3.) Erörterung Hypothese 1: Flexionsendungen werden erst bei Bedarf an ihre Wörter gehängt.

Erörterung Hypothese 2: Derivationspräfixe und –suffixe sind bereits im mentalen Lexikon mit ihrem Stamm verknüpft.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Organisationsstruktur des mentalen Lexikons bei der Sprachproduktion, insbesondere die Frage, ob Wörter als Ganzes oder in zerlegten Morphemen abgespeichert sind.

  • Abgrenzung des mentalen Lexikons zum gedruckten Wörterbuch
  • Mechanismen der Wortbildung und Flexion
  • Analyse von Versprechern als Indikator für lexikalische Speicherprozesse
  • Untersuchung der Speicherung von Flexionsendungen
  • Rolle von Derivationspräfixen und -suffixen im Wortgedächtnis

Auszug aus dem Buch

3.) Erörterung Hypothese 1: Flexionsendungen werden erst bei Bedarf an ihre Wörter gehängt.

Durch die Erforschung von Versprechern fand man heraus, dass zumindest einige Flexionsendungen erst bei Bedarf angehängt werden.

He go backs (goes back).

She wash upped the dishes (washed up).

Aitchison (1997: 161) vertritt folgende Ansicht: Wären die Endungen im mentalen Lexikon bereits angefügt, würde man bei den hier aufgeführten Verben, die aus mehr als nur einem Wort bestehen, immer goes back oder washed up erhalten. Werden die Flexionsendungen aber erst im Sprachverlauf angehängt, so wäre es möglich, dass eine Person sich verspricht und die Flexionsendungen am Ende der ganzen Phrase anhängt. Ein lexikalischer Selektionsfehler ist hierbei auch auszuschließen, da bei den Versprechern ebenfalls Unwörter wie abouten outed auftreten.

Eine andere Art von Versprechern ist das Vertauschen von Stämmen. Die Versprecher Es wartet sich zu lohnen (Es lohnt sich zu warten) oder Unser Stirbchen bäumt (Unser Bäumchen stirbt) zeigen falsch angefügte Suffixe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung einer Fragestellung zur Abspeicherung von Wörtern: Dieses Kapitel definiert das mentale Lexikon als Modell des sprachlichen Wortschatzes und grenzt es durch linguistische Merkmale und Versprecher-Analysen vom klassischen Wörterbuch ab.

2.) Die Speicherung von Wörtern im mentalen Lexikon.: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Morphologie sowie zwei zentrale Hypothesen zur Speicherung von Flexionsendungen und Derivationsaffixen eingeführt.

3.) Erörterung Hypothese 1: Flexionsendungen werden erst bei Bedarf an ihre Wörter gehängt.: Anhand von empirischen Belegen aus Versprechern wird diskutiert, dass regelmäßige Flexionsendungen erst während des Sprechvorgangs appliziert werden.

Erörterung Hypothese 2: Derivationspräfixe und –suffixe sind bereits im mentalen Lexikon mit ihrem Stamm verknüpft.: Dieses Kapitel analysiert die komplexere Speicherung von Derivaten und kommt zu dem Schluss, dass Stämme mit ihren Affixen fest verknüpft sind, wobei ein Nebenspeicher für flexiblere Prozesse existieren könnte.

Schlüsselwörter

Mentales Lexikon, Sprachproduktion, Morphologie, Flexion, Derivation, Psycholinguistik, Versprecher, Wortspeicher, Morpheme, Affixe, Lexikoneintrag, Sprachverarbeitung, Wortbildung, Sprachstörung, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Architektur des mentalen Lexikons und untersucht, wie Informationen über Wörter in unserem Gedächtnis organisiert und für die Sprachproduktion abgerufen werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die morphologische Struktur von Wörtern, die Unterschiede zwischen mentalem Lexikon und Wörterbüchern sowie die Mechanismen der Wortbildung und Flexion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Wörter als unteilbare Einheiten gespeichert sind oder ob sie erst durch das Zusammenfügen von Morphemen während des Sprechens entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt sich maßgeblich auf die Auswertung von Versprechern als psycholinguistische Evidenz für lexikalische Speicherungs- und Abrufprozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert zwei zentrale Hypothesen: die produktive Anhängung von Flexionsendungen bei Bedarf und die feste Verknüpfung von Derivationsaffixen mit ihrem Stamm.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Charakteristika sind die Unterscheidung von Flexion und Derivation, die Analyse von Malapropismen und das Modell des dreiteiligen Verfahrens zur Wortsuche und -produktion.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Flexionsendungen?

Das Fazit lautet, dass regelmäßige Flexionsendungen normalerweise erst beim Sprechen angehängt werden, während bereits flektierte Formen bei sehr häufigem Gebrauch als Ganzes gespeichert sein können.

Was besagt das Modell des „dreiteiligen Verfahrens“ am Ende der Arbeit?

Es postuliert ein Verfahren bestehend aus der Suche nach ganzen Wörtern, einem Nebenspeicher für in Morpheme zerlegbare Wörter und einem lexikalischen Werkzeugkasten zur Produktion neuer Wörter.

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Detalles

Título
Zur Rolle des mentalen Lexikons in der Sprachproduktion
Universidad
University of Wuppertal
Calificación
2,8
Autor
Helena Bergquell (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
13
No. de catálogo
V317955
ISBN (Ebook)
9783668171749
ISBN (Libro)
9783668171756
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle lexikons sprachproduktion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Helena Bergquell (Autor), 2015, Zur Rolle des mentalen Lexikons in der Sprachproduktion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317955
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