Entrepreneurship und Interkulturalität

Das Canvas Modell


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 3

2 Interkulturalität ... 3

3 Entrepreneurship ... 5

4 Fazit ... 10

Literaturverzeichnis ... 10

1 Einleitung

Besuche in einem anderen Land müssen oft gut vorbereitet sein, um eine Missstimmung we-gen Missachtung der Verhaltensregeln aufgrund der kulturellen Unterschiede zu vermeiden. Die vorliegende Arbeit handelt von der Interkulturalität vom Entrepreneurship und dem Canvas Modell sowie der Projektarbeit, die in Zusammenarbeit mit Studenten aus der Ukraine erstellt wurde.

Die Masterstudenten aus Charkiv besuchten uns an der Fachhochschule für 1 Woche. Das Ziel des Seminars war, sich mit der Existenzgründung auseinanderzusetzen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den ukrainischen Studenten zu sammeln. Zu Beginn des Seminars gab es eine Vorstellungsrunde sowie Vorträge der ukrainischen Studenten zu ihrer Kultur und der Hochschule. Der Professor präsentierte unsere Hochschule sowie die wirtschaftliche Lage Deutschlands per Powerpoint. Unsere Hochschule belegte unter den World Market Leadern den dritten Platz in der Weltrangliste.

Im zweiten Kapitel dieser Arbeit geht es um die Interkulturalität. In Kapitel 3 wird der Begriff Entrepreneurship erklärt, das Canvas Modell und die Projektarbeit vorgestellt. Im Fazit wird die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Studenten reflektiert. Es soll festgestellt werden, ob sich die in der Arbeit aufgeführten kulturellen Unterschiede nach Hofstede bestätigen.

2 Interkulturalität

Der niederländische Forscher Geert Hofstede entwickelte 5 Kulturdimensionen, die sich auf das Verhalten und die Interkation der Menschen untereinander beziehen:

Machtdistanz

Die Machtdistanz beschreibt inwieweit die Beteiligten bereit sind Ungleichheiten zwischen den Hierarchiestufen zu akzeptieren. Die Machtdistanz wird aus Sicht der Angestellten bewertet. In vielen Lebensbereichen spielt die Machtdistanz eine große Rolle. Von Interesse ist, wie stark diese Machtdistanz in einer Gesellschaft ausgeprägt ist. In Ländern mit einer geringen Machtdistanz wird eine Gleichverteilung der Macht angestrebt, während in Ländern mit einer hohen Machtdistanz hierarchische Strukturen akzeptiert werden. In Deutschland besteht eine geringe Machtdistanz im Vergleich zu Ländern wie Thailand und China.1

In der Ukraine besteht laut Hofstede eine höhere Machtdistanz als in Deutschland. Das bedeutet, um ein Beispiel zu nennen, dass die Ukrainer ein viel distanzierteres Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten haben als die Deutschen. Zum Beispiel kritisieren die ukrainischen Stu-denten ihren Professor im Gegensatz zu deutschen Studierenden nicht.2

Individualismus und Kollektivismus

Der Individualismus beschreibt wie stark die Beziehung zwischen einem Menschen und einer Gruppe ist. Ist der Individualismus eines Menschens stark ausgeprägt, pflegt er eine intensive Beziehung zu sich selbst und den engsten Familienmitgliedern. Sein Fokus ist eher auf sich selbst und die engsten Familienmitglieder als auf die Gesellschaft gerichtet. In Gesellschaften mit einem geringeren Grad an Individualität bestehen enge soziale Beziehungen zwischen den Einzelnen und ihrer Gruppe.3

Laut Hofstede besteht ein stärkeres Gruppendenken in der Ukraine, während sich in Deutsch-land jeder um sich selbst und um seine Familie kümmert.4 Dies hat sich in der Gruppenarbeit mit den ukrainischen Studenten bestätigt.

Maskulinität und Feminität

Die Maskulinität beschreibt wieviel Wert eine Kultur auf maskulinen Werte und eine traditio-nelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau legt. Ist die Maskulinität in einer Kultur stark ausgeprägt, wird in diesem Kulturkreis von den Männern Stärke, Leistung und Erfolg sowie Bestimmtheit gefordert. Bei einer ausgeprägten Feminität bestehen folgende typische Merkmale: Ausgewogenheit zwischen dem Arbeits- und Privatleben, Kooperationsbereitschaft und Bescheidenheit. In Japan ist die Maskulinität stark ausgeprägt und in Schweden die Feminität.5

In der Ukraine ist laut Hofstede die Leistungsorientierung im Vergleich zu Deutschland niedriger. In einer maskulin geprägten Gesellschaft wie Deutschland, stehen der Wettbewerb, die Errungenschaften und der Erfolg an erster Stelle. Bei einer eher femininen Gesellschaft steht es nicht im Vordergrund ein Gewinner zu sein, es geht vielmehr darum sich um andere Menschen zu kümmern und zu lieben was man tut.6 Diese Tatsache habe ich durch die Freundlichkeit und Offenheit der Ukrainer bemerken können.

Unsicherheitsvermeidung

Bei der Unsicherheitsvermeidung geht es darum wie eine Kultur Unsicherheiten bewältigt.

Eine Kultur die stark unsicherheitsvermeidend agiert, versucht mittels Regeln und Ordnung Unsicherheiten zu verringern. In Kulturen in denen die Unsicherheitsvermeidung schwächer ausgeprägt ist, steht die Leistung im Vordergrund und nicht das Befolgen von Regeln.7

Die Unsicherheitsvermeidung ist in der Ukraine sehr stark ausgeprägt. Die Ukrainer kontrollie-ren ihre Zukunft stärker, um Unsicherheiten zu vermeiden anstatt ein Risiko einzugehen.8 Dies konnte in der einwöchigen Zusammenarbeit mit den Ukrainern an der Fachhochschule Südwestfalen, bestätigt werden. Denn die ukrainischen Studenten fragten verstärkt nach wie die Zusammenarbeit geplant werden soll.

Langfristige und kurzfristige Orientierung

Diese Dimension beschreibt wie eine Kultur langfristig von den traditionellen Werten getrieben wird. Bei Kulturen die eher langfristig orientiert sind, haben die Tradition, Loyalität und das Commitment einen hohen Stellenwert. Es wird stark daran geglaubt, dass die Treue und Wahrhaftigkeit sehr vom Kontext und der Zeit abhängig sind. In kurzfristig orientierten Kulturen wird die Gleichheit gefördert und die Menschen streben nach Individualität und Kreativität. China ist langfristig orientiert wohingegen Schweden und die USA kurzfristig orientiert sind.9

Wie die Grafik zeigt, besteht bei beiden Ländern nur ein geringfügiger Unterschied in der Bewertungsskala nach Hofstede. Beide Länder bevorzugen eine pragmatische Herangehensweise, sie investieren daher in eine moderne Bildung und wirtschaften, um Vorbereitungen für die Zukunft zu treffen.10 Durch den Vortrag der ukrainischen Studenten zur ukrainischen Kultur zeigten diese, dass die Ukrainer viel Wert auf Tradition in ihrem Land legen.

3 Entrepreneurship

Ein Entrepreneur ist nach Schumpeter grundsätzlich nur jemand der eine neue Kombination durchsetzt. Dies kann die Erschließung eines neuen Marktes oder die Anwendung einer neuen Produktionsmethode oder das Erstellen eines neuen Gutes in einer anderen Qualität sein. Im Vordergrund steht die innovative Komponente. Es geht im engeren Sinne um eine innovative Unternehmensgründung. Es sind solche Gründungen bei denen ein Unternehmer ein neues Produkt auf den Markt bringt und im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff Entrepreneurship die Unternehmensgründung im Allgemeinen.11

Während des 1- wöchigen Seminars bekamen wir die Aufgabe übertragen, eine Gecshäftsidee auf Grundlage des Canvas Modells zu erstellen. Das Canvas Modell stelle ich im nächsten Schritt vor.

[…]


1 Vgl. Hofstede, G. (2001), Web.

2 Vgl. Hofstede, G. (2014), Web.

3 Vgl. Hofstede, G. (2001), Web.

4 Vgl. Hofstede, G. (2014), Web.

5 Vgl. Hofstede, G. (2001), Web.

6 Vgl. Hofstede, G. (2014), Web.

7 Vgl. Hofstede, G. (2001), Web.

8 Vgl. Hofstede, G. (2014), Web.

9 Vgl. Hofstede, G. (2001), Web.

10 Vgl. Hofstede, G. (2014), Web.

11 Vgl. Lampe, J. (2002), Web.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Entrepreneurship und Interkulturalität
Untertitel
Das Canvas Modell
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Veranstaltung
Entrepreneurship und Interkulturalität
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V317957
ISBN (eBook)
9783668173965
ISBN (Buch)
9783668173972
Dateigröße
603 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ukrainer, Hofstede, Canvas, Canvas Modell, Internationalität, Entrepreneurship, Langfristige- und kurzfristige Orientierung, Feminität, Maskulinität, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Unsicherheitsvermeidung, Interkulturalität, Management, Internationales Management
Arbeit zitieren
Anika Heinrich (Autor), 2015, Entrepreneurship und Interkulturalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317957

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