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Armut in Deutschland. Formen, Risikogruppen und Entwicklung

Título: Armut in Deutschland. Formen, Risikogruppen und Entwicklung

Trabajo Escrito , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Janine Simon (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Die vorliegende Arbeit versucht dem Problem der Armut in Deutschland auf den Grund zu gehen. Zunächst sollen Armut und die unterschiedlichen Formen von Armut definiert werden, um dann näher auf die betroffenen Risikogruppen eingehen zu können. Mit Hilfe dessen soll versucht werden die Entwicklung von Armut in Deutschland zu beschreiben.

Es soll auf die Komplexität des Problems durch die ökonomische Betrachtungsweise hingewiesen werden. Während man als Mitglied der Gesellschaft oft dazu neigt, das Problem eher aus empathischer Sicht zu betrachten, schärft die ökonomische Betrachtungsweise den „objektiven“ Blick auf die Thematik. Die Bemessung des Lebensstandards aus dieser Perspektive zeigt auf, wie verzerrend Statistiken und deren Ergebnisse sein können bzw. wie unverständlich sie uns erscheinen, wenn wir Mitgefühl entwickeln. Jemand, der nach diesen „trockenen“ Berechnungen als nicht arm definiert wird, ist in der Realität vielleicht doch nicht wohlhabend genug, um Grundbedürfnisse von Kindern und Familie zu befriedigen.

Der Rückblick auf die Erkenntnisse der Politischen Philosophie soll zeigen, dass es schon sehr früh die Erkenntnis gab, dass in unserer Gesellschaft wirtschaftliche „Ungleichheit“ vorliegt und man nach Auswegen aus dieser Problematik suchte. Auch wenn die diversen Ansätze in der Praxis kaum Anwendung gefunden haben, regen sie doch zum Nachdenken an, denn wäre beispielsweise eine Einkommensumverteilung nicht die Lösung des Problems? Wären wir bereit auf eigenes Kapital zu verzichten, um die Wohlfahrt aller Mitglieder der Gesellschaft zu maximieren? Wohl kaum. Die Ansätze der politischen Philosophie scheinen nicht mehr zeitgerecht zu sein, tragen meiner Meinung nach aber trotzdem einen gewinnbringenden Teil dazu bei, dass man sich kritisch mit der Thematik Armut, aber auch mit sich selbst auseinandersetzt.

Für eine finale Lösung des Problems der Armut in Deutschland, aber auch im Allgemeinen, braucht es verschiedene Ansätze und Veränderungen in nahezu allen gesellschaftlich relevanten Themengebieten. Mit dieser Arbeit soll es zumindest gelingen die Dringlichkeit des Problems bewusst zu machen und eine weitere Auseinandersetzung anzuregen, um die Armut zu verringern und nicht weiter wachsen zu lassen. Aus diesem Grund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit auch mit potentiellen Unterstützungsmaßnahmen, bevor sie mit einer Schlussbetrachtung abschließt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Autorbegriff und Formen von Armut

2.1 Absolute und Relative Armut

2.2. Neue Armut

3. Entwicklung von Armut in Deutschland

4. Armutsrisikogruppen

4.1. Alleinerziehende

4.2. Kinder und Jugendliche

4.3. Alte Menschen

4.4. Obdach- bzw. Wohnungslose

5. Exkurs: ökonomische Betrachtungsweise des Problems „Armut“

5.1. Bemessung des Lebensstandards

5.2 Politische Philosophie

6. Unterstützungsmaßnahmen

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Armut im Kontext eines wirtschaftlich prosperierenden Staates wie Deutschland, mit dem Ziel, die Dringlichkeit der Problematik aufzuzeigen und Lösungsansätze in der Sozial- und Wirtschaftspolitik kritisch zu reflektieren.

  • Differenzierung zwischen absoluter, relativer und „neuer“ Armut.
  • Analyse der historischen Armutsentwicklung im Kontext der deutschen Wiedervereinigung.
  • Identifikation spezifischer Armutsrisikogruppen wie Alleinerziehende und Senioren.
  • Ökonomische Perspektive auf Lebensstandardmessung und politische Philosophie.
  • Diskussion staatlicher Unterstützungsmaßnahmen und deren Effektivität.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Deutschland zählt seit den 60er Jahren zu den reichsten Ländern der Welt, in denen man lange Zeit Armut als sozialpsychologisches Problem kleinerer Randgruppen betrachten konnte. Eine öffentliche Diskussion über Armut fand nicht statt und auch innerhalb der bundesdeutschen Regierungen wurde Armut nicht thematisiert und es gelang jahrelang zu verleugnen, dass breite Teile der eigenen Bevölkerung in Armut lebten. Erst Mitte der 70er Jahre wurde durch den damaligen rheinland-pfälzischen Sozialminister, Heiner Geißler, der Begriff der „Neuen Armut“ begründet. Armut innerhalb der eigenen Wohlstandsgesellschaft wurde in Folge dessen als ein sozialpolitisches Problem erkannt. Trotz inzwischen unzähliger Jahre, die vergangen sind, ist man gegenwärtig von einer Lösung des Problems noch immer weit entfernt.

Das Problem der „Armut“ assoziieren die meisten Menschen in Deutschland unmittelbar mit der existenziellen Armut, die primär in den Entwicklungsländern vorherrscht. Als „Arm“ definieren wir durch unser medial geprägtes Bild vor allem Menschen, die so wenig Mittel zur Verfügung haben, dass unter anderem Hunger ihr Leben und ihre Existenz bedroht. Dieses Bild führt oft dazu, dass man die „Armut“, die in der eigenen Gesellschaft vorherrscht, nicht ernst nimmt. Deutschland stellt in vielerlei Hinsicht einen Sozialstaat dar, der auch Risikogruppen oder Menschen in schwieriger Lage unterstützt – in vielen Fällen sogar mehr, als so manchem Steuerzahler recht ist. Die Realität zeigt, dass diese Vorstellung von einem Wohlstandsland, in dem es keine Armut gibt, eine bloße Utopie darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Wahrnehmung von Armut in Deutschland und erläutert die Relevanz des Themas trotz des Status als wohlhabendes Industrieland.

2. Der Autorbegriff und Formen von Armut: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen, indem es zwischen absoluter, relativer und der sogenannten „neuen“ Armut differenziert.

3. Entwicklung von Armut in Deutschland: Hier wird der historische Wandel der Armutsstrukturen, insbesondere unter Berücksichtigung der deutschen Wiedervereinigung und der Arbeitsmarktsituation, analysiert.

4. Armutsrisikogruppen: Das Kapitel identifiziert gefährdete Bevölkerungsschichten wie Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche, alte Menschen sowie Obdachlose und deren spezifische Lebenslagen.

5. Exkurs: ökonomische Betrachtungsweise des Problems „Armut“: Ein kritischer Blick auf ökonomische Indikatoren wie das BIP sowie auf philosophische Konzepte zur Einkommensgerechtigkeit.

6. Unterstützungsmaßnahmen: Es werden politische Lösungsansätze, wie Arbeitsmarktpolitik und Bildungsmaßnahmen, hinsichtlich ihrer Möglichkeiten und Grenzen diskutiert.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Armut ein komplexes, langfristiges Problem bleibt, welches eine differenziertere gesellschaftliche Auseinandersetzung erfordert.

Schlüsselwörter

Armut, Deutschland, Sozialstaat, Lebensstandard, Armutsrisikoquote, Einkommensverteilung, soziale Polarisierung, Wiedervereinigung, Arbeitslosigkeit, Risikogruppen, absolute Armut, relative Armut, neue Armut, Wohlstandsgesellschaft, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Existenz und der Dynamik von Armut in der Bundesrepublik Deutschland, einem Land, das weltweit zu den wohlhabendsten zählt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die begriffliche Einordnung von Armut, die historische Entwicklung nach der Wiedervereinigung sowie die Identifikation spezifischer Risikogruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Dringlichkeit des Armutsproblems in Deutschland bewusst zu machen und eine kritische Auseinandersetzung mit der politischen sowie gesellschaftlichen Wahrnehmung anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Daten, etwa zur Armutsgefährdungsquote in den verschiedenen Bundesländern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, eine historische Analyse der Armutsentwicklung, die Untersuchung von Risikogruppen sowie einen Exkurs in ökonomische und philosophische Betrachtungsweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Armutsrisikoquote, soziale Polarisierung, Wohlstandsgesellschaft und der sozioökonomische Wandel.

Wie definiert der Autor das „Ost-West-Gefälle“?

Das „Ost-West-Gefälle“ wird anhand der statistisch signifikant höheren Armutsgefährdungsquoten in den neuen Bundesländern im Vergleich zu den alten Bundesländern nach der Wiedervereinigung belegt.

Warum sind Alleinerziehende eine besonders stark gefährdete Gruppe?

Laut der Arbeit ist dies auf ein soziales Sicherungssystem zurückzuführen, das primär auf vollzeitbeschäftigte Erwerbstätige ausgerichtet ist und die besonderen Bedürfnisse von Alleinerziehenden nur unzureichend abdeckt.

Welche Rolle spielt die Politische Philosophie in der Argumentation?

Sie dient dazu, normative Fragen zur Einkommensgerechtigkeit aufzuwerfen und Ansätze wie den Utilitarismus oder den egalitären Liberalismus nach Rawls gegenüberzustellen.

Was ist das zentrale Fazit zur Wirksamkeit politischer Maßnahmen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass bisherige Maßnahmen oft nur langfristig wirken und das Problem der Armut keinesfalls kurzfristig eliminieren können.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Armut in Deutschland. Formen, Risikogruppen und Entwicklung
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
2,0
Autor
Janine Simon (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V318031
ISBN (Ebook)
9783668172227
ISBN (Libro)
9783668172234
Idioma
Alemán
Etiqueta
armut deutschland formen risikogruppen entwicklung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janine Simon (Autor), 2014, Armut in Deutschland. Formen, Risikogruppen und Entwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318031
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