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Der Vormärz. Die wirtschaftliche Krise des Handwerks am Vorabend der Revolution 1848

Titre: Der Vormärz. Die wirtschaftliche Krise des Handwerks am Vorabend der Revolution 1848

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Laura Krüger (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Es lassen sich drei wesentliche Ursachen für den Ausbruch der Revolution von 1848 identifizieren: die politische Krise, nämlich die Forderung nach politischer Partizipation, die durch Landflucht und Hungersnot provozierte soziale und die im Zuge eines Überangebots und Arbeitslosigkeit entstandene wirtschaftliche Krise. Im Folgenden möchte ich mich vor allem mit dem wirtschaftlichen Aspekt der Krisenherde am Vorabend der Revolution beschäftigen und dafür die Entwicklung, beziehungsweise viel mehr die Krise des Handwerks betrachten und abschließend bewerten, inwiefern man ihren Anteil am Ausbruch der Revolution als entscheidend betrachten kann.

Drei wesentliche Krisenherde innerhalb der zeitgenössischen politischen und gesellschaftlichen Struktur trugen zur Revolution bei: Die Politische Krise und die damit einhergehende Forderung der Menschen nach mehr politischer Mitsprache, auch Partizipation genannt. Durch eine Verfassung sollte politische Freiheit erlangt werden und die Nationale Einheit durch den Nationalstaat gewährleistet werden.

Doch auch auf sozialer Ebene befand man sich in einer Krise. Zwischen 1815 und 1848 kam es im Land zu einem Bevölkerungswachstum von 22 auf 35 Millionen Menschen. Es folgte eine Abwanderung von Landarbeitern in Städte, wo es in Folge dessen zu Arbeitsplatzmangel kam und schließlich zu Massenarmut. Dieser Pauperismus wurde durch zwei Missernten 1846 und 1847 noch zusätzlich verstärkt. Durch die Hungersnot kam es letztlich zu der sozialen Frage.

Neben diesen Problemen kam es auch auf dem wirtschaftlichen Sektor zu einer Krise. Die traditionellen Handwerksbetriebe litten unter der steigenden Konkurrenz, die die Gewerbefreiheit zur Konsequenz hatte. Es kam zu einem Überangebot und somit schließlich zur Arbeitslosigkeit. Weiterhin hatte die sogenannte „Modernisierungskrise“ ebenso einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage, denn der gewerbliche Wettbewerb bekam internationale Konkurrenz, vor allem aus England.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Handwerk

3. Die Entwicklung des Handwerks

3.1. Das „Alte Handwerk“

3.2. Soziale Kontrolle in den Zünften

3.3. Handwerk und die große Bedeutung für Städte in der Frühen Neuzeit

3.4. Neue Gewerbezweige

4. Gewerbefreiheit und Folgen

5. Handwerk und Pauperismus

6. Krise des Handwerks während des Vormärz

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wirtschaftliche Situation des Handwerks am Vorabend der Märzrevolution 1848, analysiert die Ursachen für die Krise dieses Berufsstandes und bewertet, inwiefern die soziale Not der Handwerker als wesentlicher Auslöser für die revolutionären Unruhen betrachtet werden kann.

  • Historische Einordnung des Vormärzes und der Industriellen Revolution
  • Die Struktur des „Alten Handwerks“ und die ordnungspolitische Rolle der Zünfte
  • Einfluss der Gewerbefreiheit und des Bevölkerungswachstums auf die soziale Lage
  • Entwicklung neuer Gewerbezweige wie Manufakturen und Verlagswesen
  • Die Entstehung des Pauperismus und die Proletarisierung der Handwerker

Auszug aus dem Buch

6. Krise des Handwerks während des Vormärz

Zum Abschluss möchte ich mich nun kritisch der Frage zuwenden, inwiefern die Handwerker als eine Art Auslöser der Revolution betrachtet werden könnten und ob die Krise des Handwerks der industriellen Revolution geschuldet war.

„Auch das Handwerk der früheren Jahrhunderte hatte Not und Krisen gekannt. Aber in der Umformung und noch mehr in der Zurückdrängung oder Vernichtung ganzer Handwerkszweige durch die industrielle Konkurrenz und die veränderten produktionstechnischen und gewerberechtlichen Bedingungen im 19. Jahrhundert lag doch etwas qualitativ anderes als in der Bedrängnis der früheren Zeiten. Ein Prozeß unheimlicher Zwangsläufigkeit schien im Gange, der unaufhaltsam zur Beseitigung des Handwerks führen mußte.“

Bergmann beschreibt die Krise des Handwerks hier als „unaufhaltsam“ und spricht ihr eine „Zwangsläufigkeit“ zu. Betrachtet man die Strukturen des Alten Handwerks, und analysiert die Veränderungen in der Struktur, muss man festhalten, dass diese Aussage eine Berechtigung besitzt. Das Alte Handwerk, welches innerhalb seiner festen Zunftordnung gesichert schien, und die Zunftmitglieder absicherte, wurde von Gewerbefreiheit abgelöst und es begann eine Zeit voller Arbeitslosigkeit und Ungewissheit bezüglich der Versorgung für die Handwerker. Es stellt sich nun die Frage, welche Faktoren schlussendlich dafür verantwortlich waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen des Vormärzes und skizziert die politischen sowie sozialen Krisenherde, die zur Revolution von 1848 führten.

2. Definition Handwerk: Hier wird der Handwerksbegriff als handwerkliche Tätigkeit gegenüber der industriellen Massenproduktion abgegrenzt, um den strukturellen Kontrast herauszuarbeiten.

3. Die Entwicklung des Handwerks: Dieses Kapitel behandelt die historische Organisation in Zünften, deren soziale Kontrollfunktion sowie die Bedeutung des Handwerks für frühneuzeitliche Städte und das Aufkommen neuer Erwerbsformen.

4. Gewerbefreiheit und Folgen: Die Ausführungen beleuchten die Einführung der Gewerbefreiheit in deutschen Staaten als Folge veränderter rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

5. Handwerk und Pauperismus: Hier wird der Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum, Massenarmut und der sozialen Not der Handwerker im Kontext der vorindustriellen Krise beschrieben.

6. Krise des Handwerks während des Vormärz: Der Autor hinterfragt kritisch, inwieweit die Krise des Handwerks zwangsläufig aus der Industrialisierung resultierte und als treibende Kraft der Revolution gelten kann.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Bewertung, dass die Krise des Handwerks eine der zentralen Säulen der revolutionären Unruhen bildete, wenngleich sie als Teil eines größeren, unaufhaltsamen gesellschaftlichen Umbruchs zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Vormärz, Handwerk, Zunft, Gewerbefreiheit, Industrialisierung, Pauperismus, Märzrevolution 1848, Soziale Frage, Manufaktur, Proletarisierung, Wirtschaftsethik, Störer und Pfuscher, Weberaufstände, Arbeitslosigkeit, Nahrung und Ehrbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche und soziale Krise des Handwerks im 19. Jahrhundert und deren Einfluss auf die Entstehung der Revolution von 1848.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Zünfte, die Auswirkungen der Gewerbefreiheit, das Aufkommen neuer Produktionsformen wie Manufakturen und die soziale Verelendung der Handwerkerschaft.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Anteil der Handwerkskrise am Ausbruch der Märzrevolution zu bewerten und die strukturellen Ursachen der zunehmenden Verarmung des Berufsstandes zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die fachspezifische Literatur und statistische Belege aus dem 18. und 19. Jahrhundert vergleichend auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des „Alten Handwerks“, die Analyse sozio-ökonomischer Wandlungsprozesse, die Einführung der Gewerbefreiheit sowie die Entstehung des Pauperismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vormärz, Zunftwesen, Pauperismus, industrielle Konkurrenz und Proletarisierung definiert.

Inwiefern beeinflusste die Auflösung der Zünfte die Handwerker?

Die Auflösung entzog den Handwerkern den traditionellen Schutz und die soziale Absicherung, was in Verbindung mit steigender Konkurrenz zu massiven Existenznöten führte.

Warum wurde das Handwerk im Vormärz als ein "Unruheherd" bezeichnet?

Aufgrund der wirtschaftlichen Not und der Angst vor der Proletarisierung beteiligten sich Handwerker verstärkt an Aufständen und sozialen Protesten, weshalb sie von der Obrigkeit als Gefahrenquelle wahrgenommen wurden.

Welche Rolle spielten Manufakturen bei der Verdrängung des Handwerks?

Manufakturen boten durch arbeitsteilige Produktion deutlich höhere Kapazitäten als kleine Meisterbetriebe, wodurch letztere ihre Konkurrenzfähigkeit verloren.

Kommt der Autor zu dem Schluss, dass die Krise zwangsläufig war?

Ja, der Autor führt an, dass ein unaufhaltsamer Prozess im Gange war, der durch die industrielle Konkurrenz und rechtliche Änderungen zur Verdrängung des traditionellen Handwerks führen musste.

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Résumé des informations

Titre
Der Vormärz. Die wirtschaftliche Krise des Handwerks am Vorabend der Revolution 1848
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
1,7
Auteur
Laura Krüger (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
17
N° de catalogue
V318049
ISBN (ebook)
9783668172418
ISBN (Livre)
9783668172425
Langue
allemand
mots-clé
Vormärz 1848 Revolution Krise Handwerk wirtschaftlich politisch sozial
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Laura Krüger (Auteur), 2013, Der Vormärz. Die wirtschaftliche Krise des Handwerks am Vorabend der Revolution 1848, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318049
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Extrait de  17  pages
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