Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016
27 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1. Themenstellung
1.2. Gang der Untersuchung, Forschungsstand und Quellenlage

2. Historischer Rahmen
2.1. Deportation aus den Wolga-Gebieten 1941
2.2. Trudarmee 1941-1946
2.3. Sondersiedlungen und Kommandantur 1941-1955
2.4. Tauwetter-Periode und Teilrehabilitierung 1953-1964
2.5. Deutsche Autonomiebewegungen 1965-1985
2.6. Wiedergeburt 1985-1991
2.7. Ausreise in die Bundesrepublik ab 1991
2.8. Bildungswesen der Sowjet-Deutschen nach der Deportation 1941

3. Das Schicksal der wolgadeutschen Familie Schneider ab 1941
3.1. Deportation und Anfangsjahre in Kasachstan
3.2. Bildungs- und Berufsweg von Viktor Schneider
3.3. Rücksiedlung an die Wolga
3.4. Demonstrationen und Repressionen gegen die Wolgadeutschen
3.5. Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland

4. Zusammenfassung

Bibliographie

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Flugblatt / Plakat Nr. 1 gerichtet gegen Viktor Schneider

Abbildung 2: Flugblatt / Plakat Nr. 2 gerichtet gegen Viktor Schneider

1. Einführung

1.1. Themenstellung

Während des Zweiten Weltkrieges gerieten die Deutschen in der Sowjetunion in das „Räderwerk zweier totalitärer Systeme“.[1] Dabei war die Tragödie der Wolgadeutschen in den Kriegs- und Nachkriegsjahren vor allem die Tragödie ihrer Kinder. Fast die Hälfte der im Jahre 1941 Deportierten waren Kinder und Jugendliche. Sie mussten zusammen mit den Erwachsenen das Leid und die Strapazen der Deportation, der Trudarmee und der Kommandantur miterleben. Und sie waren die Ersten, die dafür mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben bezahlt haben.[2] Später hatte diese Generation der Deutschen, die in der Sowjetunion in den 1940er Jahren zur Welt kam, unter dem beschränkten Zugang zum Bildungswesen, Wohnort- und Reiseeinschränkungen sowie der Zerrissenheit zwischen zwei oder mehr Nationalitäten zu kämpfen.

Diese Arbeit befasst sich mit eben jener Generation. Im Speziellen wird das Schicksal von Lydia und Viktor Schneider analysiert, die 1942 in Kasachstan beziehungsweise 1941 auf dem Gebiet der damaligen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen geboren sind. Dabei wird der Werdegang des Ehepaars Schneider und ihres näheren Umfelds nachgezeichnet und in den historischen Rahmen der Wolgadeutschen nach 1941 eingebettet. Auch ist im Besonderen der Bildungs- und Berufsweg der Schneiders Gegenstand dieser Untersuchung, da beide in der Sowjetunion als Deutschlehrer tätig waren. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von 1941 bis 1991, dem ersten Jahr nach der Ausreise der Familie Schneider in die Bundesrepublik Deutschland.

1.2. Gang der Untersuchung, Forschungsstand und Quellenlage

Zunächst wird in Kapitel 2 der historische Rahmen der Wolgadeutschen ab 1941 erschlossen. Dabei wird chronologisch vorgegangen. In Kapitel 2.1. wird der Prozess der Deportation samt den Folgen für die Wolgadeutschen erläutert. Kapitel 2.2. und 2.3. widmen sich der Trudarmee und dem Sondersiedler-Status, welche zeitlich ineinander greifen. Kapitel 2.4. beschreibt die Lockerung der restriktiven Regelungen gegenüber den Russlanddeutschen, die unter Nikita Chruščëv ihren Anfang nahm. Kapitel 2.5. legt die aufkommenden Autonomiebestrebungen der Deutschen in der Sowjetunion der 1960er bis 1980er dar, bis sie in der Bewegung der Wiedergeburt im Jahre 1985 gipfelten (Kapitel 2.6.). Schließlich wird nach dem Scheitern dieses Autonomievorhabens auf die Ausreisewelle der späten 1980er und frühen 1990er Jahre sowie deren Ausmaß in Kapitel 2.7. eingegangen. Kapitel 2.8. beschreibt letztlich kurz das Bildungswesen der Russlanddeutschen nach 1941.

Vor dem Hintergrund dieses historischen Rahmens ist das dritte Kapitel dem persönlichen Werdegang des Ehepaars Lydia und Viktor Schneider gewidmet. Dieses wird ebenfalls chronologisch dargelegt. Auf die Deportation und die Anfangszeit in Kasachstan (3.1.) folgt der Bildungs- und Berufsweg von Herrn Schneider vom ersten Schuljahr 1949 bis hin zur Stelle als Konrektor 1986 (3.2.). Kapitel 3.3. gibt die Umstände der Rücksiedlung der Familie Schneider an die Wolga im Jahre 1986 wieder. Anschließend folgt in 3.4. die Beschreibung der Demonstrationen und Repressionen der russischen Bevölkerung gegenüber den rückkehrenden Deutschen im Allgemeinen, aber auch speziell gegenüber Herrn Viktor Schneider. Kapitel 3.5. zeichnet die Umstände der Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland nach. Und schließlich gibt Kapitel 4 eine kurze Zusammenfassung. In der gesamten Arbeit wird deskriptiv-analytisch vorgegangen.

Der Stand der Forschung und Literatur für diese Analyse ist insgesamt als positiv zu beurteilen. Die zu Zeiten des Eisernen Vorhangs vorherrschenden „weißen Flecken“ in der Geschichte der Russlanddeutschen, wurden seit Beginn der 1990er Jahre durch zahlreiche Wissenschaftler kontinuierlich aufgearbeitet. Auch hat sich seit Glasnost und Perestrojka die Erinnerungskultur der Wolgadeutschen zum Positiven entwickelt. Erschienen zu Zeiten der Sowjetunion Augenzeugenberichte der Russlanddeutschen in den Heimatbüchern meist unter anderen oder bis zur Unkenntlichkeit gekürzten Namen, so wich dieses Tabu über das Sich-Erinnern für die Deutschen unter der Ära Gorbačёv.[3]

Als Quelle für die in dieser Arbeit widergegebenen Erinnerungen der Familie Schneider dienen die im oberbayerischen Aschau im Chiemgau durchgeführten Interviews vom Juli 2015 und Februar 2016 mit Lydia und Viktor Schneider. Insgesamt dauerten beide Gespräche zusammen etwa drei Stunden.[4] Ergänzt wurden diese Berichte durch Filmmaterialien und Literatur der Dokumentarfilmer Irmgard und Bengt von zur Mühlen. Lydia und Viktor Schneider lernten das Ehepaar von zur Mühlen auf deren Dokumentarfilmdreh in den Wolga-Gebieten im Jahre 1988 kennen. Dadurch wurden sie auch Teil der Filmdokumentation „Heimat – Die Sehnsucht der Wolgadeutschen“[5] sowie des dazugehörigen Buchs „Geheimarchive - Sperrgebiete“ aus dem Jahre 1995[6]. Auch die 2015 im Internet veröffentlichte Dokumentation „Heimatlos“ handelt zum Teil vom Schicksal der Familie Schneider.[7]

2. Historischer Rahmen

2.1. Deportation aus den Wolga-Gebieten 1941

Der 28. August 1941 ging als historisch ereignisreicher Tag in die Geschichtsbücher ein. An diesem Tag standen die Vorposten der deutschen Wehrmacht 550 Kilometer vor Moskau und hatten somit rund zwei Drittel der Entfernung zwischen Berlin und der sowjetischen Hauptstadt zurückgelegt. Adolf Hitler besichtigte an jenem August-Tag zusammen mit seinem italienischem Verbündeten Benito Mussolini die eroberten Kriegserfolge in der Ukraine um die Stadt Uman mit seiner fruchtbaren Schwarzerde. Währenddessen lief Goebbelsʼ Propaganda-Maschinerie „auf vollen Touren“ und propagierte die Unbesiegbarkeit des Drittes Reiches in den okkupierten Gebieten.[8] Auf der anderen Frontseite schlug am 28. August 1941 der japanische Premierminister Fürst Konoe Fumimaro dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt ein Friedenstreffen vor, welches dieser wiederum ablehnte. In Galizien fand in diesem Zeitraum zwischen dem 26. und 29. August „die makabre Ouvertüre des Holocaust“ statt, als die Schutzstaffel der NSDAP in der Nähe der Stadt Kamenec-Podolʼskij das erste Massaker an Juden mit einer fünfstelligen Opferzahl verübte.[9] Die offizielle sowjetische Nachrichtenagentur Sowinformbüro berichtete am 28. August 1941 von deutschen Angriffen auf ein russisches Hospitalschiff im Finnischen Meerbusen und dem Rückzug sowjetischer Truppen aus Dnjepropetrowsk. An diesem Tag gab es lediglich ein Ereignis, welches „hartnäckig unerwähnt blieb“ und in seinem vollen Ausmaß dem Großteil der Sowjetbürger beinahe vierzig Jahre vorenthalten wurde: der Erlass des Obersten Sowjets über die Zwangsaussiedlung der Deutschen aus dem Wolgagebiet.[10] Gleichzeitig wurde am selben Tag die Auflösung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen verfügt.[11] Die Begründung für diese Schritte lieferte folgende Behauptung im Erlass[12]:

„Laut genauen Angaben, die die Militärbehörden erhalten haben, befinden sich unter der in den Wolgarayons wohnenden deutschen Bevölkerung Tausende und aber Tausende Diversanten und Spione, die nach dem aus Deutschland gegebenen Signal Explosionen in den von den Wolgadeutschen besiedelten Rayons hervorrufen sollen. […] um kein ernstes Blutvergießen zuzulassen, hat das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR es für notwendig gefunden, die gesamte deutsche in den Wolgarayons wohnende Bevölkerung in andere Rayons zu übersiedeln […].“[13]

In der Folge wurden zwischen dem 3. und 20. September 1941[14] rund 438.600 Wolgadeutsche durch Mitarbeiter des NKWD und die Miliz unter Ausschluss von Presse und Öffentlichkeit ausgesiedelt.[15] Unter den Deportierten befanden sich rund 47,7 Prozent Kinder im Alter von bis zu 17 Jahren.[16] „Einzig Frauen, deren Ehemänner nicht Deutsche waren, blieben von der Verbannung verschont.“[17] Ferner verhaftete die Regierung 349 Deutsche aufgrund „antisowjetischer Elemente“.[18] Die Bestimmungsorte für die Deportierten lagen laut Erlass in Sibirien um Novosibirsk und Omsk, in der Altai-Region und in Nordkasachstan.[19] Die Überfahrt in diese Gebiete verlief unter widrigen Bedingungen. Bis zu 40 Personen mussten in einem einzelnen Güter- und Viehwaggon zusammen mit ihren Habseligkeiten Platz nehmen. Es gab wiederkehrend Probleme bei der Nahrungs- und Wasserversorgung. Die Beheizung der Waggons war nicht fortwährend sichergestellt. Aufgrund schlechter sanitärer Verhältnisse grassierten Infektionskrankheiten.[20] Und so verstarben bei der Überfahrt etwa 1.490 Menschen, vor allem Säuglinge, Kinder und Kranke.[21] Fluchtversuche während der Deportation wurden mit mindestens zehn Jahren Gefängnis bestraft.[22]

In den neuen Gebieten angekommen, fanden die Deutschen einen Mangel an Wohnraum vor. Spezielle Wohnstätten wurden für die Deportierten nicht errichtet und wenn, dann waren diese von schlechter Qualität.[23] Und so wurde größtenteils die Methode der „Verdichtung“[24] angewendet, was nichts anderes bedeutet, als dass man die Wolgadeutschen in die Häuser der Einheimischen einquartierte. Dies wiederum führte zu zahlreichen Konflikten zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen. Außerdem wurden die Quittungen, die den Wolgadeutschen vor ihrer Deportation von den Behörden ausgehändigt wurden und zumindest die Rückgabe eines Teils ihres persönlichen Eigentums garantieren sollten, in den neuen Gebieten nicht eingelöst. Zudem fehlte es an ausreichend Nahrungsmitteln für die Deportierten, so dass diese Hunger litten. Die Unzufriedenheit gegenüber der Regierung wuchs zunehmend.[25] Die NKWD erwiderte dies mit politisch motivierten Verhaftungen. Davon gab es allein über 600 bis zum Ende des Jahres 1941.[26]

2.2. Trudarmee 1941-1946

Als nach Meinung des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten die Situation mit den deutschen Deportierten in Sibirien und Kasachstan unhaltbar wurde und durch präventive Verhaftungen nicht zu lösen war, wurden radikalere Schritte angeordnet. Ein solcher radikaler Schritt war die zwanghafte Einberufung der gesamten arbeitsfähigen deutschen Bevölkerung in die sogenannte Trudarmee[27]. Dahinter verbargen sich zwei Zielsetzungen: einerseits die Entschärfung der Spannungen in den Gebieten der neu angesiedelten Deutschen mit der ansässigen Bevölkerung und andererseits die gezielte Ausnutzung ihrer Arbeitskraft. Dabei wurden die Deutschen in mehreren Etappen in die Arbeitsarmee eingezogen. In der ersten Etappe von September 1941 bis Januar 1942 wurden zunächst Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren aus dem Gebiet der Ukrainischen Sowjetischen Sowjetrepublik mobilisiert. In der zweiten Etappe von Januar bis Oktober 1942 wurden deutsche Männer im Alter zwischen 17 und 50 Jahren aus den weiteren europäischen Gebieten der Sowjetunion – also auch die Wolgadeutschen – eingezogen. Die dritte und größte Etappe folgte von Oktober 1942 bis Dezember 1943. Hierbei wurde das Alter der einbezogenen deutschen Männer auf 15 bis 55 Jahre ausgeweitet. Zudem wurden erstmals auch deutsche Frauen im Alter von 16 bis 45 Jahren mobilisiert. Ausgenommen von dieser Regelung waren Schwangere und solche, die Kinder unter drei Jahren zu versorgen hatten.[28] Dabei glich die Einberufung geographisch gesehen einer „Weiterdeportation der bereits Deportierten“.[29] Denn die Arbeitslager befanden sich in unwegsamen Gebieten der Sowjetunion am Ural, im Norden Russland, in Sibirien und in Nordkasachstan.[30]

Der Dienst in der Arbeitsarmee war streng geregelt und militärisch organisiert. In der Regel waren die Deutschen in bewachten und umzäunten Lagern untergebracht. Arbeitseinsatz und Freizeit fanden unter militärischer Bewachung statt. Jeglicher Kontakt mit der Zivilbevölkerung war untersagt. Die Essensrationen wurden nach den GULag-Normen bestimmt.[31] Außerdem mussten die Lagerinsassen regelmäßige Kontrollen der persönlichen Gegenstände erdulden. Eingesetzt wurden die Trudarmisten laut Erhebung des NKWD zum 1. Januar 1945 vor allem im Bau von Industrieanlagen (48,2 Prozent) und in der Forstwirtschaft (32,6 Prozent). Der Rest war am Bau der Eisenbahnlinien, in der Erdölförderung, im Bergbau sowie in der Metallurgie tätig.[32] Der körperlich anstrengende Arbeitstag dauerte dabei häufig über zwölf Stunden. In Kombination mit den harten klimatischen Bedingungen am jeweiligen Einsatzort, der schlechten Ernährung, dem beengten Wohnraum in den Lager-Baracken, der mangelhaften medizinischen Versorgung und der für die Verhältnisse ungenügenden Kleidung insbesondere im Winter, verschlechterte sich der physische Zustand der deutschen Lagerinsassen merklich.[33] Der Zustand in manchen Lagern war derart katastrophal, dass sich die Regierung veranlasst sah interne Prüfungen vorzunehmen.[34] Aufgrund fehlender statistischer Daten ist die genaue Angabe von Todeszahlen in den Lagern der Trudarmee nicht möglich. Doch Schätzungen deuten darauf hin, dass die Sterberate sehr hoch war. Allein im Jahre 1942 starben in den Lagern der NKWD rund 10,6 Prozent der Insassen.[35] Insgesamt lag die Gesamtzahl der Toten in der Trudarmee offiziell bei etwa 35.000 bis 40.000 Personen.[36] Inoffiziell schätzt Krieger diese Zahl auf „nicht weniger als 70.000“.[37] Auch bildeten die deutschen Zwangsarbeiter das bevorzugte Ziel politischer Repressionen seitens der Sowjetmacht. Insgesamt wurden bis zum Juli 1944 rund 8.543 Trudarmisten verhaftet und davon 6.392 zu langjähriger Haft und 526 zum Tode verurteilt.[38] Erst Mitte des Jahres 1943, als sich das Kriegsgeschehen zu Gunsten der Roten Armee wendete, begann eine allmähliche Besserung der Lage in den Lagern. So wurden restriktive Bestimmungen gelockert und die Lebensmittelrationen erhöht.[39] Obwohl die Auflösung der Arbeitslager zum Jahreswechsel 1945/1946 beschlossen wurde, existierten sie noch bis Ende des Jahres 1946.[40]

2.3. Sondersiedlungen und Kommandantur 1941-1955

Gleichzeitig zur Arbeitsarmee wurden sogenannte Sondersiedlungen[41] für die Deutschen in der Sowjetunion geschaffen. Dadurch wollte die sowjetische Regierung den 1941 ankommenden Deutschen die Möglichkeit nehmen, freizügig in den Gebieten nach Arbeit zu suchen. Die Behörden wollten vermeiden, dass die Deutschen leitende Positionen besetzen und in Betrieben mit Bedeutung für die Staatssicherheit Anstellung finden. Vielmehr war die sowjetische Führung darauf bedacht die Deutschen an ausgewiesene Kolchosen zu binden und so die Masse der Deportierten kontrollierbarer zu machen. Im Zuge dessen kam es zu Verhaftungen von Deutschen, die in manchen Rüstungsbetrieben oder in höheren Diensten bereits kurz nach ihrer Deportation Anstellung gefunden hatten.[42]

Nachdem die arbeitsfähigen Kinder, Frauen und Männer in die Trudarmee einberufen wurden, lebten in den ersten Jahren vor allem Ältere, Behinderte, Kinder bis zu einem Alter von 15 Jahren und Mütter von Kindern unter vier Jahren in den Sondersiedlungen. Diese Menschen waren schwierigen materiellen Verhältnissen ausgesetzt und erhielten keinerlei Hilfe seitens des Staates.[43] Am 8. Januar 1945 erließ der Rat der Volkskommissare der UdSSR zwei geheime Bestimmungen zur Struktur der Sondersiedlungen. Die Aufsicht der Sondersiedlungen wurde dem NKWD übertragen, der spezielle Kommandanturen für die Siedlungen zu schaffen hatte. Diese Kommandanturen sollten für Ordnung sorgen und hier vor allem beaufsichtigen, dass die Sondersiedler sich nicht ohne Erlaubnis aus ihrem zugewiesenen Gebiet entfernten.[44] Dabei wurde eigenmächtiges Verlassen der Sondersiedlungen als Flucht gewertet und unter Gefängnisstrafe gestellt.[45] Die Deutschen mussten sich ebenso alle zwei Wochen, später einmal jeden Monat, zur Kontrolle bei der Kommandantur melden.[46] Die Personalausweise wurden von den Behörden eingezogen.[47] Auch mussten alle Veränderungen in einer Familie innerhalb von drei Tagen den Behörden gemeldet werden, zum Beispiel im Falle einer Geburt oder eines Todes von Familienmitgliedern. Die Bestimmungen besagten ferner, dass die den Sondersiedlern zugewiesene Arbeit zu erfüllen sei.[48] Arbeitsverweigerer hatten mit harten strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.[49] Das bedeutete im Prinzip, dass nach der Abschaffung der Arbeitslager samt militärischem Regime, die Deutschen dieselbe Arbeit unter denselben schwierigen Arbeitsverhältnissen diesmal nur außerhalb des Stacheldrahts zu verrichten hatten.[50] „Die Russlanddeutschen blieben somit nach dem Krieg weiterhin Personen minderen Rechts“.[51]

In dieser Zeit der Sondersiedlungen von 1941 bis 1955 war die deutsche Bevölkerung der UdSSR vollständig der Möglichkeit beraubt ihre nationale Identität zu wahren. Der Staat schuf eine Atmosphäre, die die Deutschen am Arbeitsplatz und an öffentlichen Orten zwang russisch zu sprechen. Die deutsche Sprache wurde von den Lehrplänen aller Sowjetrepubliken verbannt.[52] Lediglich daheim im Kreis der Familie konnten sie sich in deutscher Sprache verständigen. Auch existierten keine deutschsprachigen Bücher oder kulturelle Veranstaltungen der Deutschen.[53] Besonders Kinder, die unmittelbar vor oder nach, beziehungsweise während des Krieges auf die Welt kamen, hatten es schwer die deutsche Identität und Sprache zu bewahren.[54] Mit dem Erlass des Obersten Sowjet der UdSSR vom 13. Dezember 1955 wurde der Sondersiedler-Status für die Deutschen aufgehoben. Die Bestimmung gab jedoch auch wieder, dass die deutschen Deportierten nicht in die Gebiete zurückkehren dürfen, aus denen sie ausgesiedelt wurden. Zudem wurde die Erhaltung der deutschen Sprache, Kultur und Traditionen im Erlass vollständig ignoriert.[55]

2.4. Tauwetter-Periode und Teilrehabilitierung 1953-1964

Nach dem Tode Iosif Stalins im Jahre 1953 begann die sogenannte Tauwetter-Periode unter Nikita Chruščëv. Rund ein Drittel der politisch Inhaftierten wurde nach einem weitreichenden Amnestie-Erlass im selben Jahr aus den Gefängnissen erlassen. Auch die deutsche Minderheit der Sowjetunion machte sich Hoffnungen auf eine Rehabilitation. Dieses Bestreben wurde durch den Besuch des Bundeskanzlers Konrad Adenauer im September 1955 gestärkt, als die Bundesregierung die weitere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Sowjetunion an die Aufarbeitung der Repression und Deportation der Deutschen in der UdSSR knüpfte. Chruščëvs berühmte Geheimrede auf einer geschlossenen Sitzung des bevorstehenden XX. Parteitags der KPdSU im März 1956 behandelte erstmals die Repressionen der Stalin-Ära. Der sowjetische Regierungschef distanzierte sich in aller Schärfe von den Deportationen während des Großen vaterländischen Krieges. Für viele Völker der Sowjetunion stellte diese Rede und ihre Folgen einen Umkehrpunkt ihres Schicksals dar. Zahlreiche Menschen kehrten daraufhin in ihr ursprüngliches Heimatgebiet zurück. So erhielten die Kalmücken, Tschetschenen, Inguschen, Karatschaier, Tscherkessen, Kabardiner und Balkaren gar ihren Autonomiestatus zurück. Doch die Bestimmung, dass die Deutschen kein Recht haben in ihre ursprünglichen Gebiete zurückzukehren, blieb erhalten. Auch tauchte keine wolgadeutsche Republik auf der Landkarte auf. Vielmehr versuchte die russische Regierung die deportierten Deutschen in den Gebieten Zentralasiens zu halten. Auch wurde den Deutschen jedwede Rückgabe des bei der Aussiedlung 1941 konfiszierten Vermögens verweigert.[56]

Stattdessen bemühte sich die sowjetische Regierung die deutsche Kultur und deutsche Sprache zu fördern. Es wurden zahlreiche deutschsprachige Zeitungen zugelassen. Im April 1957 veranlasste das Bildungsministerium der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik die deutsche Sprache ab der zweiten Klasse in den Gebieten der deutschsprachigen Bevölkerung unterrichten zu lassen. Ende der 1950er Jahre folgten diesem Beschluss auch Kasachstan, Usbekistan und Tadschikistan.[57]

Am 29. August des Jahres 1964 erging schließlich ein Ukas des Präsidiums des Obersten Sowjets der zwei wichtige Bestimmungen enthielt. Erstens revidierte er die nun offiziell seit 23 Jahren andauernden pauschalen Beschuldigungen gegenüber der gesamten deutschen Bevölkerung auf dem Gebiet der Sowjetunion. Zweitens wurde zum wiederholten Male der Rücksiedlung der Deutschen an die Wolga wiedersagt, da – laut Erlass – „die deutsche Bevölkerung an ihrem neuen Wohnort […] festen Fuß gefasst hat und die Rayons ihrer früheren Wohnsitze besiedelt sind“.[58] Deswegen spricht die Literatur hier von einer Teilrehabilitierung.[59]

2.5. Deutsche Autonomiebewegungen 1965-1985

Nach Bekanntwerden dieser bruchstückhaften Rehabilitierung entstanden in verschiedenen Landesteilen der Sowjetunion deutsche Autonomiebewegungen, deren Ziel die volle Rehabilitierung, die Gleichberechtigung mit den anderen Völkern der UdSSR sowie die Wiederherstellung der autonomen Republik war. Diese Bewegungen wurden größtenteils von den Wolgadeutschen getragen. Sie waren es auch, die die meisten Mitglieder der Delegationen stellten, die in den Jahren 1965 und 1967 in Moskau mit Vertretern der Regierung über die Forderungen verhandelten.[60] Diese Verhandlungen blieben jedoch ohne Erfolg für die deutsche Seite.[61]

Am 3. November 1972 erging vom Obersten Sowjet der UdSSR der Ukas „ О снятии ограничений в выборе места жительства, предусмотренного в прошлом для отдельных категорий граждан “. Damit war es den Deutschen – obwohl sie in diesem Dokument nicht mit einem Wort erwähnt wurden – offiziell erlaubt in die Wolga-Gebiete „ в индивидуальным порядке “ zurückzukehren. Doch machten von diesem Recht nur Einzelne Gebrauch. German/Ilarionova/Pleve bewerten diesen Ukas auch als propagandistischen Schachzug seitens der russischen Regierung zur Vorbereitung von Gesprächen mit den Vertretern der Bundesrepublik Deutschland über die Deutschen in der Sowjetunion.[62] In die gleiche Richtung ging Ende der 1970er Jahre auch der Vorschlag der Sowjet-Regierung ein deutsches Autonomie-Gebiet in Nordkasachstan zu schaffen. Das Politbüro des Zentralkomitees der KPdSU bestimmte in kürzester Zeit das Gebiet samt Hauptstadt und erkor den Parteiführer des neuen deutschen Autonomie-Gebietes. Die Betroffenen selbst wurden jedoch erst sehr spät in dieses Vorhaben eingeweiht. Schließlich kam es zu großen, organisierten Demonstrationen kasachischer Studenten gegen diese Autonomie-Bestrebungen, so dass sie wieder eingestellt werden mussten. Dalos bewertet diese Massenproteste als „reine Inszenierung […] seitens der kasachischen Führung oder aber bestimmter Fraktionen der Geheimpolizei“.[63] Ferner wurde den Deutschen auch die Ausreise in den Westen im Zeitraum bis 1985 faktisch untersagt.[64]

[...]


[1] Pinkus, B./ Fleischhauer, I., Die Deutschen in der Sowjetunion (1987), S. 205.

[2] Vgl. Tscherkazjanowa, I., Die Kinder der Russlanddeutschen unter den Verhältnissen von Deportation, Trudarmee und Sondersiedlung (2008), S. 201.

[3] Vgl. Eisfeld, A., Einleitung (2008), S. 6-7.

[4] Interview mit Frau und Herrn Schneider vom 21.07.2015 und 22.02.2016. Daraus gingen drei Audio-Dateien á 49, 52 beziehungsweise 80 Minuten hervor.

[5] Mühlen, v. z., I., Heimat – Die Sehnsucht der Wolgadeutschen (1989), 34. bis 37. Minute.

[6] Mühlen, v. z., I. und B., Geheimarchive – Sperrgebiete (1995), S. 86-89.

[7] Mühlen, v. z., I., Heimatlos (2) (2015), 23. bis 28. Minute.

[8] Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 172.

[9] Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 173.

[10] Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 173-174 und 320.

[11] Vgl. Eisfeld, A., Die Rußlanddeutschen (1988), S. 134.

[12] Die Meinungen über die Deportation der Wolgadeutschen gehen bis zur heutigen Zeit weit auseinander: „[…] от полного оправдания действий властей как превентивной меры в сложных условиях начала войны, до категорического отрицания какой-либо целесообразности выселения немцев и объявления депортации актом мести, элементом геноцида против советских немцев.“ Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 430.

[13] Zitiert nach abgedrucktem Erlass in Eisfeld, A., Die Rußlanddeutschen (1988), S. 139.

[14] Krieger spricht vom 2. bis 20. September 1941, vgl. Krieger, V., Deportationen der Russlanddeutschen 1941-1945 und die Folgen (2008), S. 110.

[15] Davon kamen rund 365.700 Deutsche aus dem Gebiet der Wolgarepublik, 46.700 aus der Oblast Saratov und 26.200 aus der Oblast Stalingrad, dem heutigen Wolgograd. Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 433.

[16] Vgl. Kičichin, A. N., Sovetskie nemcy (1990), S. 36.

[17] Krieger, V., Deportationen der Russlanddeutschen 1941-1945 und die Folgen (2008), S. 110.

[18] German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 433.

[19] Vgl. Eisfeld, A., Die Rußlanddeutschen (1988), S. 139. Etwa 80 Prozent der Wolgadeutschen wurden in Sibirien angesiedelt, der Rest verteilte sich auf die Gebiete in Nordkasachstan, vgl. Krieger, V., Deportationen der Russlanddeutschen 1941-1945 und die Folgen (2008), S. 111.

[20] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 435-436.

[21] Vgl. Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 202; Krieger, V., Deportationen der Russlanddeutschen 1941-1945 und die Folgen (2008), S. 113.

[22] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 436.

[23] “К примеру, в Джамбульской области Казахской ССР более 30% жилой площади, предоставленной переселенцам, не имело застекленных окон и исправных дверей.” Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 438.

[24] Im Russischen уплотнения.

[25] Vgl. Tscherkazjanowa, I., Die Kinder der Russlanddeutschen unter den Verhältnissen von Deportation, Trudarmee und Sondersiedlung (2008), S. 188.

[26] Vgl. Vgl. Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 204-205; German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 438-439.

[27] Der Begriff der Trudarmee – im Russischen трудовая армия – entstand bereits im Gefolge des Russischen Bürgerkrieges. Damals wurden zu Beginn der 1920er Jahre sogenannte Revolutionäre Arbeitsarmeen gegründet um die Soldaten des Bürgerkrieges in das zivile Arbeitsleben wiedereinzugliedern und um die zerstörte Wirtschaft wieder aufzubauen. Während des 2. Weltkrieges fand der Terminus keinerlei Erwähnung in offiziellen Dokumenten. Vielmehr waren es die Trudarmisten selbst, die sich so bezeichneten. Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 441; Gončarov, G. A., “Trudovaja armija” perioda Velikoj Otečestvennoj vojny: rossijskaja istoriografija (2001).

[28] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 441-449.

[29] Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 208.

[30] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 452 und 454.

[31] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 137.

[32] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 143.

[33] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 449-462; Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 143.

[34] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 144.

[35] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 460.

[36] Vgl. German, A., V otnošenii nemeckogo naselenija v SSSR osuščestvljalsja genocid (2004), S. 91.

[37] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 146.

[38] Vgl. Kokurin, A., GULAG (2000), S. 285-286; Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 151.

[39] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 144.

[40] Vgl. Hilkes, P./ Stricker, G., Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg (1997), S. 229.

[41] Im Russischen спецпоселение.

[42] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 477-478.

[43] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 142.

[44] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 479-480.

[45] Vgl. Herdt, V., Die Neuordnung des Sondersiedlerregimes und das Dekret vom 26. November 1948 (2008), S. 204.

[46] Vgl. Hilkes, P./ Stricker, G., Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg (1997), S. 230.

[47] Vgl. Klötzel, L., Die Rußlanddeutschen zwischen Autonomie und Auswanderung (1999), S. 125; Pinkus, B./ Fleischhauer, I., Die Deutschen in der Sowjetunion (1987), S. 323.

[48] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 480.

[49] Vgl. Herdt, V., Die Neuordnung des Sondersiedlerregimes und das Dekret vom 26. November 1948 (2008), S. 205.

[50] Vgl. Hilkes, P./ Stricker, G., Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg (1997), S. 229.

[51] Vgl. Krieger, V., Einsatz im Zwangsarbeitslager (2008), S. 156.

[52] Vgl. Pinkus, B./ Fleischhauer, I., Die Deutschen in der Sowjetunion (1987), S. 337.

[53] Vgl. Pinkus, B./ Fleischhauer, I., Die Deutschen in der Sowjetunion (1987), S. 338.

[54] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 485.

[55] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 492.

[56] Vgl. Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 219-224; German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 493-495.

[57] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 495-497.

[58] Zitiert nach: Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 229.

[59] Vgl. Eisfeld, A., Die Rußlanddeutschen (1988), S. 142. Bei German/Ilarionova/Pleve wird dies als тихая реабилитация bezeichnet, vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 503.

[60] Vgl. Eisfeld, A., Die Rußlanddeutschen (1988), S. 142.

[61] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 503-507.

[62] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 508-509.

[63] Dalos, G., Geschichte der Russlanddeutschen (2014), S. 254.

[64] Vgl. German, A. A./ Ilarionova, T. S./ Pleve, I. R., Istorija nemcev Rossii (2005), S. 509.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941
Hochschule
Universität Passau  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen)
Veranstaltung
Forschungsmodul
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
27
Katalognummer
V318081
ISBN (eBook)
9783668172654
ISBN (Buch)
9783668172661
Dateigröße
1094 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wolgadeutsche, Russlanddeutsche, Russland, Deutschland, Deutsche, Russen, Wolga, Kasachstan, Sibirien, Trudarmee, Kommandantur, Sondersiedlung, Interview, Erlebtes, Schule, Schulwesen, Deportation, Sowjetunion, Sowjetdeutsche, Wolgarepublik, Wiedergeburt, Aussiedler, Autonomie, Repressionen
Arbeit zitieren
Andrej Richter (Autor), 2016, Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318081

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