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Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941

Título: Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941

Trabajo , 2016 , 27 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Andrej Richter (Autor)

Historia de Europa - Europa desde la Guerra Fría
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Während des Zweiten Weltkrieges gerieten die Deutschen in der Sowjetunion in das „Räderwerk zweier totalitärer Systeme“. Dabei war die Tragödie der Wolgadeutschen in den Kriegs- und Nachkriegsjahren vor allem die Tragödie ihrer Kinder. Fast die Hälfte der im Jahre 1941 Deportierten waren Kinder und Jugendliche. Sie mussten zusammen mit den Erwachsenen das Leid und die Strapazen der Deportation, der Trudarmee und der Kommandantur miterleben. Und sie waren die Ersten, die dafür mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben bezahlt haben. Später hatte diese Generation der Deutschen, die in der Sowjetunion in den 1940er Jahren zur Welt kam, unter dem beschränkten Zugang zum Bildungswesen, Wohnort- und Reiseeinschränkungen sowie der Zerrissenheit zwischen zwei oder mehr Nationalitäten zu kämpfen.

Diese Arbeit befasst sich mit eben jener Generation. Im Speziellen wird das Schicksal von Lydia und Viktor Schneider analysiert, die 1942 in Kasachstan beziehungsweise 1941 auf dem Gebiet der damaligen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen geboren sind. Dabei wird der Werdegang des Ehepaars Schneider und ihres näheren Umfelds nachgezeichnet und in den historischen Rahmen der Wolgadeutschen nach 1941 eingebettet. Auch ist im Besonderen der Bildungs- und Berufsweg der Schneiders Gegenstand dieser Untersuchung, da beide in der Sowjetunion als Deutschlehrer tätig waren. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von 1941 bis 1991, dem ersten Jahr nach der Ausreise der Familie Schneider in die Bundesrepublik Deutschland.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Themenstellung

1.2. Gang der Untersuchung, Forschungsstand und Quellenlage

2. Historischer Rahmen

2.1. Deportation aus den Wolga-Gebieten 1941

2.2. Trudarmee 1941-1946

2.3. Sondersiedlungen und Kommandantur 1941-1955

2.4. Tauwetter-Periode und Teilrehabilitierung 1953-1964

2.5. Deutsche Autonomiebewegungen 1965-1985

2.6. Wiedergeburt 1985-1991

2.7. Ausreise in die Bundesrepublik ab 1991

2.8. Bildungswesen der Sowjet-Deutschen nach der Deportation 1941

3. Das Schicksal der wolgadeutschen Familie Schneider ab 1941

3.1. Deportation und Anfangsjahre in Kasachstan

3.2. Bildungs- und Berufsweg von Viktor Schneider

3.3. Rücksiedlung an die Wolga

3.4. Demonstrationen und Repressionen gegen die Wolgadeutschen

3.5. Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Schicksal der wolgadeutschen Familie Schneider vor dem Hintergrund der sowjetischen Geschichte von 1941 bis 1991. Ziel ist es, den persönlichen Werdegang und die berufliche Tätigkeit der Eheleute Lydia und Viktor Schneider in den historischen Kontext der Deportation, Repression und der letztendlichen Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland einzubetten.

  • Historische Entwicklung der Wolgadeutschen ab 1941 (Deportation, Trudarmee, Sondersiedlungen)
  • Strukturelle Unterdrückung der deutschen Minderheit und Bildungspolitik in der Sowjetunion
  • Politischer Widerstand und Autonomiebestrebungen (Bewegung "Wiedergeburt")
  • Persönliche Lebens- und Leidensgeschichte der Familie Schneider als Fallbeispiel
  • Prozesse der Rücksiedlung an die Wolga und die darauf folgenden Repressionen

Auszug aus dem Buch

3.4. Demonstrationen und Repressionen gegen die Wolgadeutschen

Ab 1989 begann sich die Situation für die rückkehrenden Deutschen an der Wolga – nach Aussage von Herrn Schneider – zu verschlimmern. Ausgangspunkt für diese Verschlechterung waren – nach den Erinnerungen des Ehepaars Schneider – die Gastauftritte des deutschen Dramtheaters aus Temirtau an der Wolga:

„Die haben […] gezeigt […] wie sie umgegangen sind mit unseren Eltern, mit den Deutschen in der Trudarmee […]. Das hat den Russen nicht gefallen. Und da haben sie denen sogar die Reifen [des Dramtheater-Fuhrparks, A. R.] zerstochen.“

Außerdem hatte die russische Bevölkerung an der Wolga – so Frau Schneider – Angst, dass die Deutschen ihre bei der Deportation abgegebenen Häuser wieder zurückfordern. Die Bewegung der Wiedergeburt – deren Mitglied sowohl Frau als auch Herr Schneider waren – verkündete allerdings in der Zeitung, dass die deportierten Deutschen nicht auf die Rückgabe ihrer Grundstücke und Häuser bestehen: „Wir sind einverstanden von null anzufangen“. So fasste Frau Schneider die Ausgangssituation der Deutschen an der Wolga zusammen. In manchen Fällen kam es – so Herr Schneider –, dass manche Familien gar ihre damals konfiszierten Häuser „mit Tränen“ in den Augen wieder zurück gekauft haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Forschungsgegenstandes, Vorstellung der Zielpersonen Lydia und Viktor Schneider sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens.

2. Historischer Rahmen: Umfassende chronologische Darstellung der Lebensbedingungen der Wolgadeutschen von der Deportation 1941 über die Trudarmee und Sondersiedlungen bis hin zur Ausreisewelle nach 1991.

3. Das Schicksal der wolgadeutschen Familie Schneider ab 1941: Konkrete biografische Aufarbeitung des Lebensweges der Familie, ihrer schulischen und beruflichen Karriere als Lehrer unter widrigen Bedingungen sowie die Rücksiedlung und Ausreise.

4. Zusammenfassung: Synthese der persönlichen Erfahrungen der Schneiders mit dem allgemeinen Schicksal der wolgadeutschen Generation der 1940er Jahre und deren Bilanz nach der Emigration.

Schlüsselwörter

Wolgadeutsche, Deportation, Trudarmee, Sondersiedlungen, Sowjetunion, Familie Schneider, Wiedergeburt, Repression, Ausreise, Russlanddeutsche, Bildungsgeschichte, Deutschlehrer, Identitätsverlust, Kasachstan, Autonomiebestrebungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit beleuchtet das Schicksal der wolgadeutschen Familie Schneider im Kontext der wechselvollen Geschichte der Deutschen in der Sowjetunion zwischen 1941 und 1991.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt Themen wie Deportation, Zwangsarbeit (Trudarmee), das Sondersiedler-Regime, die Bewegung für eine autonome Wolgarepublik sowie die Auswirkungen der sowjetischen Bildungspolitik auf die deutsche Minderheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Lebensgeschichte des Ehepaars Schneider aufzuzeigen, welchen persönlichen und beruflichen Hürden Russlanddeutsche in der Sowjetunion ausgesetzt waren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein deskriptiv-analytischer Ansatz verfolgt, der auf der Auswertung historischer Literatur sowie auf Zeitzeugeninterviews mit Lydia und Viktor Schneider basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Neben dem historischen Überblick über die Situation der Wolgadeutschen wird der Lebens- und Leidensweg der Schneiders nachgezeichnet, insbesondere ihr Wirken als Deutschlehrer und ihr schwieriger Rückkehrversuch an die Wolga.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Zentrale Begriffe sind Deportation, Trudarmee, Wiedergeburt-Bewegung, Repression und der soziokulturelle Wandel der Wolgadeutschen im Zeitverlauf.

Wie wirkte sich die politische Stimmung ab 1989 konkret auf die Familie Schneider aus?

Die Familie wurde als lokal engagierte Akteure der Wiedergeburt-Bewegung persönlich durch Anfeindungen, Plakate und Flugblätter von Teilen der russischen Bevölkerung bedroht, was ihre Ausreiseentscheidung beschleunigte.

Warum war der Beruf als Deutschlehrer in der Sowjetunion für die Schneiders so bedeutsam?

Für die Schneiders war dies sowohl eine berufliche Notwendigkeit als auch ein persönlicher Akt der kulturellen Identitätsbewahrung, wobei sie durch ständigen Mangel an Lehrmitteln und restriktive Lehrpläne stark eingeschränkt waren.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941
Universidad
University of Passau  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen)
Curso
Forschungsmodul
Calificación
1,0
Autor
Andrej Richter (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
27
No. de catálogo
V318081
ISBN (Ebook)
9783668172654
ISBN (Libro)
9783668172661
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wolgadeutsche Russlanddeutsche Russland Deutschland Deutsche Russen Wolga Kasachstan Sibirien Trudarmee Kommandantur Sondersiedlung Interview Erlebtes Schule Schulwesen Deportation Sowjetunion Sowjetdeutsche Wolgarepublik Wiedergeburt Aussiedler Autonomie Repressionen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andrej Richter (Autor), 2016, Das Schicksal der Familie Schneider im Kontext der wolgadeutschen Geschichte ab 1941, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318081
Leer eBook
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