Der Tod ist nicht das Letzte. Die christliche Auferstehungshoffnung (10. Klasse, kath. Religion)


Unterrichtsentwurf, 2014

23 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1 Zentrales Anliegen der Stunde

2 Stellung der Stunde in der Einheit

3 Bedingungsanalyse
3.1 Institutionelle Bedingungen in Bezug auf die Stunde
3.2 Beschreibung der Lerngruppe
3.2.1 Arbeits- und Sozialverhalten
3.2.2 Lernvoraussetzungen der Lerngruppe

4 Überblick über den Verlauf der Stunde

5 Literaturverzeichnis

6 Anhang

1 Zentrales Anliegen der Stunde

Die SuS fördern ihre Deutungskompetenz, indem sie den biblischen Textauszug aus dem 1. Korintherbrief, Kapitel 15, interpretieren und zu ihrem eigenen Leben in Beziehung setzen, um dadurch die christliche Auferstehungsbotschaft des Bibeltextes in Bezug auf ihr eigenes Leben neu zu bewerten und zu verstehen. Die SuS können ihrer eigenen Vorstellung von einem möglichen Leben nach dem Tod Ausdruck verleihen und sie erläutern.

Dabei können sie…

- einem auditiven und visuellen Impuls die wichtigsten Informationen entnehmen.
- die Botschaft der Song-Ballade und der Bilddarstellung wahrnehmen und interpretieren.
- einen biblischen Textauszug strukturieren und diesen kriterienorientiert analysieren.
- mittels kooperativer Zusammenarbeit auf kreativer, sprachlicher Ebene Lösungen entwickeln und dabei respektvoll miteinander umgehen.
- die Auferstehung Jesu als Hoffnung für alle auf Überwindung des Todes und Eingehen in das Leben bei Gott erfassen.
- ihre eigenen Hoffnungen und Vorstellungen zur christlichen Auferstehungsbotschaft formulieren.

2 Stellung der Stunde in der Einheit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Bedingungsanalyse

3.1 Institutionelle Bedingungen in Bezug auf die Stunde

Die xy Schule liegt am Rande der Stadt y und war die erste schulformbezogene Gesamtschule des ehemaligen Kreises z Das Schulgebäude mit seinen hellen Fassaden gliedert sich in eine Haupt- und Realschule als auch in ein modernes Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe. Etwa xv Schüler besuchen derzeit die Schule.

Im Fach Katholische Religion wird die Lerngruppe, bestehend aus SuS den Lerngruppen 10H/10R, in zwei Wochenstunden unterrichtet. Diese liegen laut Unterrichtsplan mittwochs in der 1. Stunde sowie freitags in der 4. Stunde. Aufgrund der relativ kleinen Lerngruppe ist die Raumgröße angemessen; dies gilt insbesondere für Gruppenarbeiten und Präsentationen, Stationsarbeit („Lernstraße“), Museumsgang sowie Gestaltung von Projekten. Im Klassenraum befindet sich ein Beamer, der problemlos den Einsatz digitaler Medien erlaubt. Die dafür benötigten digitalen Medien (Laptop) können in der Mediothek ausgeliehen werden.

Als Lehrwerk steht den SuS das Schülerbuch „Zeichen der Hoffnung“, Sekundarstufe I, Jahrgangsstufe 9/10, aus dem Patmos-Verlag zur Verfügung. Aufgrund einer anderen Schwerpunktsetzung wird in der vorliegenden Stunde auf den Einsatz des Lehrwerkes verzichtet. Anstelle dessen stehen den SuS ein Song (Ballade), ein Kunstbild sowie ein Bibeltextauszug zur Verfügung.

3.2 Beschreibung der Lerngruppe

Die Lerngruppe 10H/10R im Fach Katholische Religion wird seit Beginn des 2. Schulhalbjahres von mir eigenverantwortlich unterrichtet. Sie besteht aus 15 SuS im Alter von 15-17 Jahren, davon gehören 10 zum weiblichen Geschlecht und 5 zum männlichen Geschlecht. Zwei Schülerinnen, R und L, gehören der 10H an. Die Jugendlichen befinden sich in einer Phase, die von einem Dualismus geprägt ist: Auf der einen Seite möchten sie Gott/Jesus aus ihrem Leben nicht verwerfen, aber auf der anderen Seite bestehen religiöse Zweifel, das Suchen nach der eigenen Identität und Freiheit, die sich in einer allgemeinen Vertrauenskrise zu Gott/Jesus äußert und die Jugendlichen immer wieder im Unterricht fragen lässt: Gibt es wirklich einen Gott? Wer war Jesus Christus wirklich? Insbesondere M, L, La, A, O, Lu und C scheuen sich einerseits nicht, Gott gegenüber offen zu sein und ihren Glauben zu bejahen, aber auch andererseits nicht, den Glauben kritisch zu hinterfragen. Trotz ihrer kritischen Einstellung zeigen sie sich motiviert und arbeiten sowohl strukturiert als auch gewissenhaft. Die SuS achten auf ihre Gefühle und Bedürfnisse und lassen sie in den Unterrichtsprozess mit einfließen (Selbstregulierungskompetenz). Sie sind darum bemüht, ihre persönlichen Geschichten bzw. ihre persönlichen Erfahrungen mit einzubringen. Provokative Äußerungen habe ich in der Lerngruppe bisher nicht erfahren. D und J stehen dem Glauben an Gott sehr kritisch gegenüber. Engagiert und bemüht zeigen sie sich dennoch offen für Glaubenserfahrungen, die ihnen fremd sind. Die Lerngruppe verhält sich insgesamt diszipliniert und höflich. Sie bemühen sich alle, dem Unterricht zu folgen. R, La, V, K, A und N sind sehr ruhige Schülerinnen. Dennoch arbeiten sie fruchtbringend mit. Dies zeigt sich insbesondere bei der Erarbeitung der Unterrichtsinhalte sowie in der Darstellung ihrer Lernergebnisse.

K bildet bezüglich ihrer Erfahrungen mit dem Tod eine Ausnahme: Ihre Mutter verstarb vor etwa 1 ½ Jahren an einem Krebsleiden. Sie hat lange Jahre den Leidensweg ihrer Mutter miterlebt. Die Konfrontation und die Auseinandersetzung mit dem Tod bereiten ihr psychisch-seelische Schwierigkeiten. Deshalb ist es ihr erlaubt, jederzeit den Unterricht abbrechen zu dürfen oder in einer anderen Lerngruppe mitzuarbeiten. Trotz dieser Option hat K bisher an allen Religionsstunden teilgenommen und den Unterricht auch nicht verlassen. Zu Beginn der Unterrichtseinheit wirkte sie sehr introvertiert und zurückhaltend, öffnete sich aber im weiteren Verlauf immer mehr dem Unterrichtsgeschehen. Insbesondere beim Friedhofsbesuch konnte sie ihre persönlichen Erfahrungen zum Ausdruck bringen.

3.2.1 Arbeits- und Sozialverhalten

Die Lerngruppe ist geprägt von einer sehr guten Sozialkompetenz. Die SuS sind freundlich und arbeiten kooperativ, respektvoll und kollegial im Team zusammen. Dies zeigt sich nicht nur in den Partner- und Gruppenarbeiten, sondern auch im Umgang mit jedem Einzelnen. Besonders hervorzuheben ist ihre soziale Wahrnehmungs- und Kommunikationskompetenz. Dies ist nicht selbstverständlich, da es sich um unterschiedliche Lerngruppen handelt. Das solidarische „Füreinander-das-ein“ zeigen die SuS sowohl innerhalb ihrer Lerngruppe als auch im Umgang mit anderen Lerngruppen.

3.2.2 Lernvoraussetzungen der Lerngruppe

Ihre kognitiven Fähigkeiten entsprechen dem zu erwartenden Entwicklungsstand von Gleichaltrigen. Hervorzuheben sind insbesondere ihre Sozial- und Personalkompetenz. Sie schenken sich gegenseitig Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Respekt. Dies ermöglicht der LiV ein angenehmes Arbeiten mit der Lerngruppe. Sie können einerseits ihren Intellekt gut einschätzen und abwägen, was sie sich zutrauen können (Selbstregulierung), andererseits die Gefühle, Emotionen und Aussagen ihrer Interaktionspartner wahrnehmen und sich situativ in die Lage des Anderen hineinversetzen. So ist ein kommunikativer, stets lebendiger Austausch möglich, der Voraussetzung für produktives Arbeiten schenkt. Die Wahrnehmungskompetenz und die Kommunikationskompetenz dienen in der vorliegenden Stunde der Erarbeitung und Erschließung der Problemfrage. Die SuS sind es gewohnt, ihren Arbeitsprozess weitgehend selbstständig zu planen, wenn ihnen das Material und die Aufgabenstellung zur Verfügung gestellt werden. Sind die SuS auf eine für sie bekannte Methode eingestellt, so steuern sie eigenständig und zielorientiert der Lösung des Problems entgegen (Problemlösekompetenz). Die SuS sind es aber gewohnt, dass das zu erschließende Problem ihnen deutlich gemacht wird. Methodisch sind die SuS es nicht gewohnt, selbstständig eine Problemfrage zu entwickeln. Mit Unterstützungsmaßnahmen soll dies in der vorliegenden Stunde gestärkt werden. Bezüglich der Deutungskompetenz können die SuS religiöse Zeugnisse aus Tradition und Gegenwart auslegen und zum eigenen Leben in Beziehung setzen. Auch diese Kompetenz ist für die heutige Stunde sehr gefordert. Da die christliche Auferstehungsbotschaft jegliche menschliche Vorstellungen sprengt, ist die religiöse Symbolsprache bedeutsam für das Verständnis von Auferstehung als Eingehen in das Leben bei Gott. Der Friedhofsgang ermöglichte, das Symbolverständnis der SuS zu stärken. In der vorliegenden Stunde soll das Symbol „Kreuz“, das den SuS auf dem Friedhof insbesondere ins Auge gefallen war, im Mittelpunkt stehen. Mit Hilfe des Symbols „Kreuz“ sollen die SuS eine Verbindung zwischen der Song-Ballade und dem Bibeltextauszug herstellen, um daraus schließend, die Aussagen des 1. Korinther, Kapitel 15, zu deuten, um dadurch ihre eigene christliche Vorstellung von Auferstehungshoffnung zu reflektieren und transparent zu machen.

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Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Der Tod ist nicht das Letzte. Die christliche Auferstehungshoffnung (10. Klasse, kath. Religion)
Autor
Jahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V318085
ISBN (eBook)
9783668172470
ISBN (Buch)
9783668172487
Dateigröße
809 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
letzte, auferstehungshoffnung, klasse, religion
Arbeit zitieren
Astrid-Maria Gerhardt (Autor:in), 2014, Der Tod ist nicht das Letzte. Die christliche Auferstehungshoffnung (10. Klasse, kath. Religion), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318085

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