Hintergründe und Ablauf der Märzrevolution von der Restauration bis zur Umstellung der Festung in Rastatt. Ein Überblick in Stichpunkten


Zusammenfassung, 2016
20 Seiten, Note: 15 Punkte
Mike G. (Autor)

Leseprobe

Die Zeit der Restauration und die Märzrevolution

Vorwort1

Nachdem Napoleon die Errungenschaften der Französischen Revolution in die deutschen Gebiete brachte, gewöhnten sich die Einwohner an diese neuen Freiheiten, welche lange Zeit in ihren Köpfen verankert blieben. Während den Befreiungskriegen formierte sich das deutsche Volk gemeinsam gegen den Feind und gewann zum ersten Mal wirkliche Solidarität und ein Nationalgefühl. Die folgende Zeit wird ausführlich in dieser Arbeit geschildert. Sei es der Wiener Kongress, die Repressionspolitik unter Metternich, die Zeit des Vormärzes oder die eigentliche Märzrevolution. Ausführlich werden die Ereignisse aus jener Zeit nicht nur aufgelistet, sondern auch näher und ziemlich genau erläutert sowie mit Bildern und zeitgenössischen Quellen untermauert. Die vollständigen Texte (bzw. Auszüge) finden sich in beiden Bänden „Zeiten und Menschen“ des Schöningh Verlages im Westermann (ISBN Band 1: 978-3140249706; Band 2: 978-3140249713). Die (zwei- bis dreistellige) Zahl neben jeder Überschrift steht für die Seitenzahl im Buch, der Buchstabe M, welcher von einer Zahl gefolgt wird, gibt die Quellenmarkierung im Buch wider. Die Zusammenfassungen bedeutender zeitgenössischer Werke, Reden oder anderer Quellen wurde gelb unterlegt, aus Gründen der Übersichtlichkeit. Diese Arbeit entstand in der Oberstufe im Geschichte Leistungskurs des Gymnasiums und diente einigen Kameraden als Vorbereitungen für Klausuren oder Hausaufgabenüberprüfungen. Selbst die unterrichtende Lehrerin lobte das Engagement und die Detailliertheit der folgenden Arbeit.

18. September 1814 – 9. Juni 1815 Wiener Kongress.

Prinzipien der Neuordnung:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Frankreich bekommt Charte Constitutionelle, Neuer König wird Ludwig XVIII.

=> Nationalismus konnte durch rückschrittliche Beschlüsse nicht gestoppt werden.

Problem mit Neuordnung des deutschen Gebietes.

balance of power und Machtkampf Österreich ↔ Preußen verhindern eigenen Staat.

=> Lösung: Loser Staatenbund ohne zentrale Exekutive gegründet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

=> Defensivbündnis einzelner Fürsten.

26. September 1815 Gründung der Heiligen Allianz.

Bund aller christlichen europäischen Staaten (außer England, Vatikan) gegen revolutionären Tendenzen.

In Deutschland Burschenschaften (= Studentenvereinigungen) gebildet, welche nationale Einheit und eigene Verfassung forderten.

18. - 19. Oktober 1817 Wartburgfest.

Von Studenten organisiert um Reformation und Sieg über Napoleon bei Leipzig zu feiern.

→ Darin sehen sie Streben nach Freiheit.

23. März 1819 Ermordung von August von Kotzebue.

Kotzebue war im Auftrag von Russland im deutschen Bund, Mord wegen Unterdrückung der liberalen und nationalen Bestrebungen durch Heilige Allianz.

=> Österreichischer Staatskanzler von Metternich versucht Bewegungen polizeilich zu unterdrücken.

20. September 1819 Karlsbader Beschlüsse (NA1/M6).

Reaktion von Metternich auf das Wartburgfest.

a1) Staatstreue Beobachter sollen Universitäten bewachen.z

=> Frühe Bekämpfung von liberal-nationalen Tendenzen durch ständige Präsenz.

a2) Lehrer, die liberal-nationales Gedankengut verbreiten und Gemüter der Jugend verderben, im oder außerhalb des Dienstes sollen suspendiert werden und dürfen nicht mehr Lehrer sein.

=> Keine (bewusste/unbewusste) Einflussnahme der Beeinflussbaren (Amtsentzug = Berufsverbot), zwischenstaatliche Zusammenarbeit der Heiligen Allianz.

a3) Burschenschaften u.a. werden verboten, mit voller Härte des Gesetzes bestraft. Personen, welche nichtsdestotrotz in solche eintreten oder bleiben, dürfen kein öffentliches Amt mehr ausüben.

=> Schutz der Monarchie, Demonstration von Stärke.

b1) Liberal-nationales Gedankengut darf nicht über Presse verbreitet werden, alle Drucke unter 20 Seiten müssen vom Staat genehmigt werden.

=> Entgegenwirken von Flugblätter und Prospekten, welche untere Bevölkerungsschichten beeinflussen.

c1) Revolutionärem Untreiben entgegenwirken.

=> Schürt Ängste, da Revolution mit Jakobinerherrschaft in Frankreich verbunden wurde.

Gesellschaftliche Auswirkungen von NA1/M6:

Gegenseitige Überwachung, Liberal-Nationale gehen in Untergrund, ins Exil oder resignieren → Biedermeier.

1830 – 1848 Vormärz.

27. Mai 1832 Hambacher Fest.

Programm: Von Julirevolution und polnischem Nationalismus geprägt, deutsche Einheit gefordert, Solidarität und Sympathie zu anderen Nationalstaaten.

=> Internationalistischer Nationalismus.

Forderungen des Hambacher Festes.

Liberale Forderungen

Demokratische Forderungen

Politische Mitsprache durch Volksvertreter. Ablehnung des allgemeinen Wahlrechts, für reine Männerwahl. Befürworter der Monarchie.

Redner vom Hambacher Fest Siebenpfeiffer: Für Republik, Abschaffung des Königtums, allgemeines Wahlrecht.

Siebenpfeiffer heizte vielen Menschen ein, jedoch blieben nur wenige Deutsche auch Demokraten

=> Je mehr Redner dem Volk einheizten, desto größer wurden Anstrengungen der Monarchen und Fürsten, liberal-nationalen Tendenzen zu unterdrücken.

28. Juni 1832 Bundesbeschluss über Maßregeln gegen liberal-nationale Opposition.

Metternich erweiterte Karlsbader Beschlüsse um 6 Zusatzartikel.

=> Liberal-nationales Gedankengut konnte nicht aufgehalten worden.

Studenten sammeln sich um Schriftsteller Georg Büchner, werden radikaler und beginnen zu Handeln.

Flugblätter verteilt, die untere Schichten über Missstände aufklären.

→ Viele Nationalisten verhaftet oder wanderten ins Exil nach Frankreich.

Interessant! Wirtschaft fördert Nationalismus.

Eisenbahnnetz wurde grenzübergreifend verlegt um Handel zu fördern. 1834 deutscher Zollverein gegründet, dient später als klein- deutsche Lösung.

1837 Berufsverbot für Göttinger Sieben.

Die Gebrüder Grimm und 5 weitere Göttinger Professoren verbreiteten ihre Meinungen und Einstellungen zum Staat und erhielten Berufsverbot.

Preußen und Österreich wollen keine Kompromisse eingehen, setzen auf Repression → Lage spitzt sich zu.

1840 Friedrich Wilhelm IV. von Preußen besteigt den Thron.

Setzt die von seinem Vorgänger versprochene Verfassung ebenfalls nicht durch.

Verstädterung.

Land entließ durch Modernisierung und Technologisierung immer mehr Arbeiter ( = Rationalisierung).

Menschen (junge, unverheiratete Männer waren flexibel) wanderten vom Geburtsort zu Arbeitsplätzen.

Tradition der Berufsvererbung aufgelöst worden.

=> Traditionsbruch führte zu schnelleren Unabhängigkeit der Kinder.

Stadt bietet Arbeitsmöglichkeiten in Industriebranche, im Handwerk und Dienstleistungssektor.

Ost-West-Wanderung: Ehemalige Bauern zogen aus Ostpreußen nach Berlin, Sachsen oder ins Ruhrgebiet.

Urbanisierung: Ausdehnung der städtischen Lebens-, Wirtschafts- und Verhaltensformen.

Gewerberegion hat eine hohe Bevölkerungsdichte, erfahrene Meister, genügend Kapital, qualitative Arbeiter.

Bodenschätze sorgen für Industrieboom in einigen Regionen.

Bedingungen: Kurze Transportwege, Kontakte zu anderen Staaten und Geldgebern, dichtes Städtenetz, Abnehmer in Nähe.

Nähe zu Metropolen, Auslandsverbindungen und Bildungseinrichtungen erleichtern Maschinenbau.

Ruhrgebiet wächst in 2 Jahren zum industriellen Ballungsort heran.

Protestantisches Ruhrgebiet wurde vermehrt von katholischen Polen besiedelt (→ Konfliktpotenzial).

Viele Zuwanderer aus Balkan, welche nach Arbeit suchten, in Nähe ihresgleichen lebten; in Wohnvierteln heimische Traditionen gepflegt.

→ Zusammenarbeit von Aus- und Inländern wurde u.a. durch Bergwerksarbeit gefördert, welche Vertrauen erfordert.

Wachstum der Städte wird begleitet von Veränderung der Lebensverhältnisse.

Stadtverwaltungen mussten neue Aufgaben wie z.B. Kanalisation, Straßenbeleuchtung, Verkehrswege, etc. angehen.

Wandel in Städten vollzog sich schnell und umfassend.

Kritik an Lebensverhältnissen und moderner Entwicklung wächst.

Dennoch ist in Deutschland städtischer Lebensstil zum gesellschaftlichem Leitbild geworden.

Beginn des Arbeiterelends.

Nur vermögende Bürger lebten in Villen, Mietpalast galt als Luxuswohnung.

Alle Anderen lebten in Wohnungen, deren Größe variabel zum Einkommen war.

Damals waren Küche und Wohnung nicht immer getrennt, Lebensraum der Arbeiter sehr beengt.

Industriegesellschaft schwächt Macht der Kirche durch ihre Vormachtstellung.

Arbeiter entwickelten sich zu großer gesellschaftlicher Gruppe im Industriezeitalter, aber lange nicht als Einheit verstanden.

[...]


1 Bildquelle: https://www.bundestag.de/htdocs_e/artandhistory/history/parliamentarism/1848

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Hintergründe und Ablauf der Märzrevolution von der Restauration bis zur Umstellung der Festung in Rastatt. Ein Überblick in Stichpunkten
Note
15 Punkte
Autor
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V318162
ISBN (eBook)
9783668198104
ISBN (Buch)
9783668198111
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte, Leistungskurs, Oberstufe, Gymnasium, Märzrevolution, Märzgefallene, Deutscher Bund, Wiener Kongress, Metternich, Alexander I., Heilige Allianz, Hambacher Fest, Wartburgfest, Paulskirche, Paulskirchenverfassung, Reichsverfassungskampagne, Siebenpfeiffer, Festung Rastatt, Rastatt
Arbeit zitieren
Mike G. (Autor), 2016, Hintergründe und Ablauf der Märzrevolution von der Restauration bis zur Umstellung der Festung in Rastatt. Ein Überblick in Stichpunkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318162

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