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Antikorruptionsmaßnahmen im Schatten der Europäisierung

Titel: Antikorruptionsmaßnahmen im Schatten der Europäisierung

Hausarbeit , 2015 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lorella Joschko (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Themenfeld Korruption und bespricht im Zuge dessen mögliche Antikorruptionsmaßnahmen. Wo liegt die Grenze des Machbaren, um politischer Korruption Einhalt zu gebieten? Welches sind die wesentlichen Faktoren zur Korruptionsbekämpfung und welche Ausmaße kann diese annehmen? Als Forschungsgegenstand dieser Arbeit dient als Begrenzung die Institution der EU beziehungsweise eben dieser politische Raum durch die Europäisierung.

In dieser Arbeit soll der Fokus im speziellen auf die politische Korruption gerichtet sein, die sich von anderen Gesellschaftsbereichen abspalten lässt. Der Begriff des politischen Bereichs umfasst hierbei im Folgenden das gesamte politisch-administrative System mit den einzelnen Akteuren und grenzt sich von Lobbyismus ab. Das Wesentliche an dieser Abgrenzung ist die Unterscheidung zwischen erwünschtem Einfluss auf das administrative System (bei pluralistischen Demokratien) und „illegitimer, partikularer Einflussnahme zum Nachteil für das Gemeinwohl“. Präventive Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung scheinen daher wichtiger denn je.

Allerdings sind Maßnahmen bei unterschiedlicher Korruptionswahrnehmung nicht leicht durchzusetzen und Normen, die für politische Akteure gelten sollten, nicht eindeutig festzumachen. Selbst in relativ homogenen Gesellschaften herrscht Uneinigkeit darüber, wo Korruption überhaupt beginnt. In kleineren Netzwerken funktionieren Antikorruptionsmaßnahmen zwar, solange alle Akteure innerhalb der Strukturen an einem Strang ziehen, aber vor allem in größeren Netzwerken und Institutionen wie der EU bieten präventive Maßnahmen nicht immer die gleichen „Heilungschancen“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Formen und Ursachen der Korruption

2.2 Positive und negative Effekte politischer Korruption

3 Antikorruptionsmaßnahmen

3.1 Whistleblowing und Ombudsmänner

3.2 Integrität

3.3 Deliberative Demokratie

4 Antikorruptionspolitik im Schatten der Europäisierung

4.1 Schwierigkeiten und Grenzen

4.2 Möglichkeiten und Zukunftschancen

5 Fazit

Antikorruptionskonzepte in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Möglichkeiten der Antikorruptionspolitik im Kontext der zunehmenden Europäisierung und analysiert, wie politische Öffentlichkeit und demokratische Strukturen zur Korruptionsprävention beitragen können.

  • Analyse von Korruptionstypologien und deren systemischen Ursachen.
  • Untersuchung von Instrumenten wie Whistleblowing, Ombudsmännern und Compliance Management.
  • Diskussion der Bedeutung von Transparenz und deliberativer Demokratie für die Integrität.
  • Bewertung der Auswirkungen von Europäisierung und Transnationalisierung auf Antikorruptionsstrategien.
  • Herausarbeitung eines Mehrebenenmodells für den Kampf gegen Korruption.

Auszug aus dem Buch

3.1 Whistleblowing und Ombudsmänner

Der Begriff des Whistleblowing bzw. die ausführende Person, der Whistleblower, stammt vom engl. ‚to blow the whistle‘ – Jemanden verpfeifen. Der Whistleblower ist meist ein etablierter Kunde oder ehemaliger Mitarbeiter, der Erfahrungen in der entsprechenden Partei, Firma oder Institut hat und im Nachhinein über Missstände innerhalb des Untersuchungsraums gegenüber den Medien oder der direkten Öffentlichkeit darüber informiert. Whistleblower sind eigenständig handelnde Menschen, die ein hohes Maß an Zivilcourage beweisen und damit ihre Karriere, Job und Ruf gefährden.

Das Konzept des „Ombudsman“ bzw. der „Ombudsfrau“ ist eine Adaption zur Mediation. Hierbei handelt es sich um ein staatliches Konzept – der Ombudsman ist eine vertrauenswürdige Person oder Behörde, die von einem Parlament eingesetzt ist, um staatliche Stellen zu kontrollieren. In erster Linie dient dieses Konzept zur Kontrolle von Verwaltungen, Ämtern und Parteien. Das wichtigste Kriterium hierbei ist die Unabhängigkeit des Ombudsman zur Exekutive, wodurch eine leicht zugängliche Kontrolle entsprechender Verwaltungen ermöglicht wird. Dieses Konzept ist seit dem 20. Jahrhundert eng mit den Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaat verknüpft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Korruption als Machtmissbrauch und erläutert die Relevanz der Untersuchung im politisch-administrativen Raum.

2 Grundlagen: Hier werden verschiedene Korruptionstypologien vorgestellt und die sowohl negativen als auch umstrittenen Effekte von Korruption in politischen Systemen analysiert.

3 Antikorruptionsmaßnahmen: Dieses Kapitel behandelt konkrete Instrumente wie Whistleblowing, Integritätsprogramme und deliberative Demokratie als Mittel zur Korruptionsbekämpfung.

4 Antikorruptionspolitik im Schatten der Europäisierung: Der Abschnitt diskutiert die Schwierigkeiten der Korruptionsprävention in einem transnationalen Mehrebenensystem und zeigt zukünftige Handlungsmöglichkeiten auf.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die europäische Öffentlichkeit noch unter dem Schatten der Europäisierung steht und nationale Präventionsmaßnahmen weiterhin von zentraler Bedeutung sind.

Antikorruptionskonzepte in Deutschland: Eine Zusammenstellung von Praxisbeispielen aus Konzernen und der öffentlichen Verwaltung in Deutschland.

Schlüsselwörter

Korruption, Antikorruptionspolitik, Europäisierung, Deliberative Demokratie, Transparenz, Whistleblowing, Ombudsman, Good Governance, Compliance Management, Politikwissenschaft, Mehrebenensystem, Integrität, Demokratie, Öffentlichkeitsarbeit, Politische Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik der politischen Korruption und die Herausforderungen bei deren Bekämpfung im Kontext einer zunehmend europäischen und transnationalen politischen Struktur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die Definition und Ursachen von Korruption, die Wirkung von Präventionsinstrumenten sowie die Bedeutung der öffentlichen Kommunikation und Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Antikorruptionsmaßnahmen effektiv umgesetzt werden können, wenn politische Prozesse zunehmend transnationalisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit demokratietheoretischen Ansätzen und einer Analyse der institutionellen Bedingungen politischer Kommunikation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Korruption, die Erläuterung von Kontrollinstrumenten und eine kritische Analyse der EU-Ebene als Handlungsraum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Korruptionsprävention, Europäisierung, politische Öffentlichkeit, Integrität und deliberative Demokratie.

Was versteht die Arbeit unter dem „Netz der Korruption“?

Es bezeichnet die assoziative Vernetzung verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft und privatem Sektor, die Korruption als systematisches Problem in modernen Staaten fortbestehen lässt.

Warum wird Lobbyismus kritisch erwähnt?

Die Arbeit ordnet Lobbyismus als eine Form ein, die rechtlich zwar legal sein mag, jedoch als illegitime Form der Korruption gegenüber dem Gemeinwohl wahrgenommen werden kann.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antikorruptionsmaßnahmen im Schatten der Europäisierung
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Korruption in der Politik – Ursachen, Systematik und Bekämpfung
Note
1,7
Autor
Lorella Joschko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V318411
ISBN (eBook)
9783668175761
ISBN (Buch)
9783668175778
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Korruption Antikorruption Politik Korruptionsbekämpfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lorella Joschko (Autor:in), 2015, Antikorruptionsmaßnahmen im Schatten der Europäisierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318411
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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