Aktive Meditationsformen. Eine Übersicht von Yoga bis Qui Gong


Hausarbeit, 2014

13 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Wirkung und Bedeutung von Meditation

2. Differenzierte Betrachtung aktiver und passiver Meditationsformen

3. Yoga

4. Tantra

5. Autogenes Training

6. Qi Gong

7. Fazit

8. Quellenverzeichnis

1. Wirkung und Bedeutung von Meditation

Der Begriff „Meditation“ gewinnt in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr an Popularität. Obwohl das Meditieren in vielen religiösen Bräuchen seit geraumer Zeit eine wesentliche Rolle spielt, wird das Meditieren nicht mehr nur dem Bereich der Spiritualität, Esoterik und Religion zugeordnet. Auch in der säkularen Welt sorgt das Meditieren für hohes Ansehen. Zahlreiche diverse Trainingsprogramme und Entspannungstechniken dienen bereits angefangen bei Schulkindern bis hin in das hohe Erwachsenenalter als Ausgleich zum stressgebundenen Alltag. Zu den heutigen bedeutenden Beweggründen des Meditierens zählen bei vielen Personen in erster Linie das Abbauen von Stress aber auch gesundheitliche Aspekte, wie zum Beispiel die körperliche Fitness zu steigern oder den Geist zu beruhigen.1

Meditation bedeutet „gegenwärtig, im Hier und Jetzt zu sein - als Beobachter, stiller Zeuge, ohne Bewertung des Geschehens und „Achtsamkeit und Bewusstheit für den Alltag zu üben“2 und leitet sich aus dem lateinischen Wort medatio ab, „welches abgeleitet vom Verb meditari nachdenken, nachsinnen oder überlegen bedeutet.“3 Zudem versteht man unter Meditation „in der Stille sich zu öffnen für einen Bewusstseinsraum des Nichtdenkens und Nichtwissens und dadurch in Kontakt kommen mit den Kräften der Intuition, Inspiration und Kreativität.“4 „Meditation ist der Weg nach innen. Es ist ein Weg, um im Kern des eigenen Selbst anzukommen.“5

Das Meditieren gilt als eine nachgewiesene wirksame Behandlung, die immer häufiger bei psychischen als auch physischen Erkrankungen zum Einsatz kommt. Bereits in der Hirnforschung folgte das Resultat regelmäßigen Meditierens aus nachhaltiger Beeinflussung des Gehirns. „Emotionskontrolle, Aufmerksamkeit, Introspektion, selbst Mitgefühl können mit geeigneten Meditationspraktiken trainiert, das Schmerzempfinden beeinflusst werden.“6 Vor allem bei Personen mit psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen und dergleichen hoffen viele Forscher in Zukunft auf medikamentenfreie Therapien.7 Meditation beinhaltet neben dem Ziel „sich von der Vergangenheit und Zukunft zu lösen“8 auch viele weitere Vorhaben, wie unter anderem „das Bewusstsein zu leeren“9. Das Meditieren bietet aber auch die Möglichkeit Wege für „[…] Selbstfindung und bis zu einem gewissen Grad zur Selbstheilung“10 zu sein.

2. Differenzierte Betrachtung aktiver und passiver Meditationsformen

Meditation fokussiert prinzipiell immer die gleichen Ziele, wird aber generell in aktive und passive Meditationsformen untergeteilt. „Meditationstechniken werden als Hilfsmittel verstanden, einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedenen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht.“11

Passive Meditation wird auch kontemplative Meditation genannt und erfolgt im stillen Sitzen, während aktive Meditation durch körperliche Bewegungen, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren vollbracht wird.12 Bei der passiven Meditation handelt es sich zumeist um ein „Fließen-lassen körperlicher und geistiger Empfindung, ohne bewusst in die Prozesse einzugreifen.“13 Diese Meditationsformen können auch als Achtsamkeitsmeditation oder Einsichtsmeditation angeführt werden. Neben zahlreichen Aspekten der passiven Meditation, wie der Stressabbau und die Selbstfindung, kann das Meditieren auch zur Förderung der Konzentration beitragen.

Dabei wird die Konzentration auf bestimmte Gegenstände, zum Beispiel auf ein imaginäres Bild oder auf einen konkreten Gegenstand gelenkt. Hierzu können auch ein bestimmter Punkt im Raum, die Flamme einer Kerze oder die Blüte einer Blume dienen. Das entscheidende bei der kontemplativen Meditationsform ist, dass die Betrachtung auf einen Gegenstand keine Gedankengänge bei der Person auslöst, wie zum Beispiel die nähere Bestimmung der Blüte einer Blume, die Einordnung in naturwissenschaftlichen oder ökologischen Kategorien. „Die Betrachtung existiert um ihrer selbst willen.“14 Zu den passiven Meditationsformen zählen die Stille- oder Ruhemeditation, Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation, Konzentrationsmeditation oder Transzendentale Meditation.15

Im Gegensatz zur kontemplativen Meditation, bei der kaum körperliche Bewegung stattfindet, hat aktive Meditation körperliche Aktivitäten zum Ziel. Das grundlegende Ziel von Meditation „sich von Gedanken an Zukunft und Vergangenheit zu lösen, das Bewusstsein ins Hier und Jetzt zu kehren“16 bleibt dennoch weiterhin bestehen. Meditationsformen wie Ikebana, die Kunst des Blumenfechtens, die Teezeremonie, die Kunst des Bogenschießens und Elemente der Kampfkunst lassen sich der aktiven Meditation zuordnen. „Als Wege der Meditation sind diese Aktivitäten nur zu verstehen, wenn die Aktivität allein das Bewusstsein einnimmt, nicht jedoch weiterführende Gedanken.“17 Die aktive Meditationsform bietet viele Varianten, wie zum Beispiel Dynamische Meditation, Nadabrahma-Meditation, Kundalini-Meditation oder Tanz der Derwische.18 Tantra, Yoga, Kampfkunst, Neuere fernöstlich inspirierte Meditationsformen, Geh-Meditation, Tanz, Musik und Rezitation sind ebenfalls der Gruppe der aktiven Meditation eingeordnet.19

[...]


1 Vgl. Hertie-Stiftung, Zugriff: 05.06.2014

2 Zentrum für Psychosynthese und Meditation, Zugriff: 05.06.2014

3 Magische Momente, Zugriff: 05.06.2014

4 Zentrum für Psychosynthese und Meditation, Zugriff: 05.06.2014

5 Windele Eva, Zugriff: 05.06.2014

6 Hertie-Stiftung, Zugriff: 05.06.2014

7 Vgl. Hertie-Stiftung, Zugriff: 05.06.2014

8 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

9 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

10 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

11 Magische Momente, Zugriff: 05.06.2014

12 Vgl. Magische Momente, Zugriff: 05.06.2014

13 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

14 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

15 Vgl. Magische Momente, Zugriff: 05.06.2014

16 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

17 Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

18 Vgl. Binaural Beats Institut, Zugriff: 05.06.2014

19 Vgl. Magische Momente, Zugriff: 05.06.2014

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Aktive Meditationsformen. Eine Übersicht von Yoga bis Qui Gong
Note
1,3
Jahr
2014
Seiten
13
Katalognummer
V318422
ISBN (eBook)
9783668176898
ISBN (Buch)
9783668176904
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Meditation, Meditationsformen, Psychologie, Aktive Meditationsformen, Yoga, Tantra
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Aktive Meditationsformen. Eine Übersicht von Yoga bis Qui Gong, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318422

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