In dieser Wissenschaftlichen Seminararbeit befasst sich der Autor mit dem Grundgedanken der Gatekeeper-Theorie. Grundfragen dieser Problemstellung sind zum Beispiel, wie sich die Gatekeeper verändert haben. Braucht unsere Gesellschaft in Zeiten des Web 2.0 überhaupt noch Menschen, die Nachrichten für uns selektieren? Wie steht der Journalist als Gatekeeper zu Blogs, Online-Nachrichten und Co.? Wird er vom Gatekeeper zum Gatewatcher?
Nachdem zunächst die Grundlagen der Nachrichtenselektion durch Journalisten und die ersten Ansätze nach Lewin, White und Lippmann erklärt werden, steigt der Text tiefer in die Materie eines Journalisten und seiner gesellschaftlichen Rolle ein, und zeigt eine Zusammenfassung der wohl wichtigsten Auswahlkriterien der Gatekeeper nach Galtung und Ruge, Schulz, Stab, Pürer und weiteren bekannten Kommunikationsforschern auf.
Zu guter Letzt stellt der Autor Veränderungen im Wesen der Gatekeeper im Laufe der Forschung fest, ermittelt in welchem Bild sie sich gerade befinden und gibt einen Ausblick in die nahe Zukunft ab.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Die Gatekeeping-Funktion eines Journalisten
- Grundgedanke der Gatekeeper-Theorie
- Ansätze nach White und Lippmann
- Die Rolle eines Journalisten
- Verantwortung
- Medienspezifische Eigenschaften der Journalisten-Rolle
- Printmedien
- Radio
- Fernsehen
- Internet
- Kriterien in Entscheidungsprozessen der Gatekeeper
- Eingrenzung der vorhandenen Kriterienauswahl
- Die wichtigsten Merkmale der Nachrichtenselektion durch Gatekeeper
- Gatekeeping heutzutage
- Online-Journalismus und Veränderung des Gatekeepings Web 2.0
- Zukunftsausblick – der Gatekeeper in der Zukunft
- Exkurs: Abgrenzung von Wissenschaftlichen Arbeiten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Gatekeeper-Funktion des Journalisten und analysiert die Auswahlkriterien, die bei dieser Aufgabe eine Rolle spielen. Die Arbeit beleuchtet Modelle der Gatekeeper-Theorie in der Kommunikations- und Journalismusforschung und untersucht deren Relevanz in der heutigen Zeit. Abschließend zeigt die Arbeit auf, wie sich die Aufgaben des Gatekeepers von damals bis in die Zukunft verändert haben und beleuchtet, ob Gatekeeping in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat oder ob es weiterhin relevant ist und eine Zukunft besitzt.
- Das Konzept des Gatekeepers in der Journalismusforschung
- Die Entwicklung des Gatekeeper-Modells
- Die Kriterien der Nachrichtenauswahl
- Der Einfluss von Online-Medien auf das Gatekeeping
- Die Zukunft des Gatekeepers in einer digitalisierten Medienlandschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das Vorwort führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert den Fokus auf die Gatekeeper-Funktion des Journalisten. Es werden zudem die wichtigsten Forschungsfragen und -ziele sowie die Relevanz der Arbeit für das Fachgebiet der Publizistik und Kommunikationswissenschaft vorgestellt.
Kapitel 2 befasst sich mit der Gatekeeping-Funktion eines Journalisten und erklärt den Grundgedanken der Gatekeeper-Theorie. Es werden verschiedene Ansätze zur Erklärung des Gatekeeping-Modells diskutiert, insbesondere die Ansätze von White und Lippmann.
Kapitel 3 beleuchtet die Rolle des Journalisten im Kontext des Gatekeeping. Hierbei werden die Verantwortung des Journalisten, medienspezifische Eigenschaften der Journalisten-Rolle sowie die verschiedenen Medienformen wie Printmedien, Radio, Fernsehen und Internet in Bezug auf das Gatekeeping betrachtet.
Kapitel 4 widmet sich den Kriterien, die Gatekeeper in ihren Entscheidungsprozessen verwenden. Es wird eine Eingrenzung der vorhandenen Kriterienauswahl vorgenommen und die wichtigsten Merkmale der Nachrichtenselektion durch Gatekeeper beleuchtet.
Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Gatekeeping in der heutigen Zeit, insbesondere mit der Veränderung des Gatekeeping durch den Online-Journalismus und Web 2.0.
Kapitel 6 gibt einen Ausblick auf die Zukunft des Gatekeepers in der digitalen Medienlandschaft und diskutiert die Herausforderungen und Chancen, die sich für den Gatekeeper in den kommenden Jahren ergeben.
Kapitel 7 bietet einen Exkurs über die Abgrenzung von wissenschaftlichen Arbeiten von nichtwissenschaftlichen Erzeugnissen.
Schlüsselwörter
Gatekeeping, Journalismus, Nachrichtenselektion, Kommunikationsforschung, Medien, Online-Journalismus, Web 2.0, Medienethik, Verantwortung, Public Opinion.
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Gatekeeper-Theorie im Journalismus?
Die Gatekeeper-Theorie beschreibt den Prozess, bei dem Journalisten als „Torhüter“ entscheiden, welche Informationen aus der Flut an Ereignissen als Nachrichten veröffentlicht werden und welche nicht.
Wer waren die Pioniere dieser Theorie?
Die Arbeit bezieht sich auf die grundlegenden Ansätze von Kurt Lewin, David Manning White und Walter Lippmann.
Wie verändert das Web 2.0 die Rolle des Gatekeepers?
Durch Blogs, soziale Medien und Online-Nachrichten kann heute jeder Informationen veröffentlichen. Der Journalist wandelt sich dabei oft vom klassischen Gatekeeper zum „Gatewatcher“, der vorhandene Informationen filtert und einordnet.
Nach welchen Kriterien werden Nachrichten ausgewählt?
Die Arbeit fasst wichtige Auswahlkriterien nach Forschern wie Galtung und Ruge zusammen, wie etwa Aktualität, Relevanz, Konfliktpotenzial oder Prominenz.
Brauchen wir heute überhaupt noch Gatekeeper?
Die Untersuchung diskutiert, ob in Zeiten der Informationsüberflutung professionelle Selektion und Verifizierung durch Journalisten wichtiger sind als je zuvor.
Welche Verantwortung trägt ein Journalist als Gatekeeper?
Journalisten tragen eine hohe gesellschaftliche Verantwortung, da ihre Auswahl das Weltbild der Rezipienten und die öffentliche Meinung (Public Opinion) maßgeblich beeinflusst.
- Arbeit zitieren
- Lukas Sorge (Autor:in), 2016, Gatekeeper trifft auf modernen Journalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318611