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Erzählerrolle und Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Erec

Titel: Erzählerrolle und Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Erec

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 49 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christina von Bremen (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Erzählerrolle und den Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Erec. Da die Herangehensweise an dieses Thema in der gesichteten Forschungsliteratur sehr unterschiedlich ist und sich ein direkter Vergleich der Ergebnisse teilweise als nicht einfach erwies, widmet sich das erste Kapitel dieser Arbeit zunächst der Darstellung der Forschungslage anhand der für diese Arbeit genutzten Forschungsliteratur, um gleichzeitig auch die eigene Herangehensweise zu begründen. Im zweiten Kapitel sollen dann die verschiedenen Formen von Erzählerbemerkungen im Erec untersucht werden, wobei die Kategorisierung hauptsächlich auf Pörksen und Arndt zurückgeht. Es geht dabei nicht um eine vollständige Erfassung aller Stellen von Erzählerbemerkungen im Erec, sondern um die Darstellung der verschiedenen Typen und ihrer Funktion, wobei exemplarische Beispiele jeweils angegeben werden. Es soll also u.a. die Vielfältigkeit der Erzählerbemerungen im Erec deutlich gemacht werden. In den nachfolgenden Kapiteln sollen dann Fragen, die sich aus der Untersuchung der Erzählerbemerkungen ergeben, näher erläutert werden. Dazu gehören u.a. allgemeine Aussagen zu Funktion und Leistung der Erzählerbemerkungen, zur Rolle des Erzählers und seinem Auftreten in Hartmanns Erec, welches ein anderes ist als das Auftreten des Erzählers z.B. bei Chrestien, sowie zur Erzählstrategie des Erzählers im Erec. Der Hauptteil dieser Arbeit wird also das zweite Kapitel sein, in dem das unterschiedliche Auftreten der Erzählerbemerkungen untersucht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zu Forschungslage und Problemstellung

1.1 Der Erzähler und seine Bemerkungen als Forschungsgegenstand

1.2 Problem und Methode

2. Die verschiedenen Erzählerbemerkungen im Erec

2.1 Der Erzähler und das Erzählen: Grundforderungen des Publikums an den Erzähler

2.1.1 Gliedernde Bemerkungen

2.1.1.1 Vorwegnahme: Ankündigung und Vorausdeutung

2.1.1.2 Rückverweis

2.1.1.3 Abkürzungs- und Auslassungsformeln

2.1.2 Beglaubigende Bemerkungen

2.1.2.1 Quellenberufung

2.1.2.2 Wahrheitsbeteuerungen

2.1.3 Verlebendigung (Stilfiguren)

2.1.3.1 Exclamatio

2.1.3.2 Wendung zum Publikum (apostrophe und appelativum)

2.1.3.3 Rhetorische Frage

2.1.3.4 Die Wechselrede

2.2 Zwischen Erzählen und Erzähltem: Der formale und der inhaltliche Aspekt

2.2.1 Der Vergleich

2.2.2 Vergleichs- und Einzigartigkeitshyperbel

2.2.3 Exempla (Beispielfiguren)

2.3 Der Erzähler und das Erzählte: Kommentierende Bemerkungen

2.3.1 Erläuterungen

2.3.2 Wertende Stellungnahmen

2.3.2.1 Lob

2.3.2.2 Tadel

2.4 Abstraktion und Didaktik: Allgemeine und verallgemeinernde Bemerkungen

2.4.1 Vergleich mit der Norm

2.4.2 Sentenzen und moralisch-didaktische Einschübe

3. Allgemeine Aussagen zur Erzählerrolle und den Erzählerbemerkungen im Erec

3.1 Zu Funktion und Leistung der Erzählerbemerkungen

3.1.1 Erzählerbemerkung und Erzählstruktur

3.1.2 Erzählerbemerkung und Erzählhandlung

3.2 Die Rolle des Erzählers und sein Auftreten in Hartmanns Erec

3.2.1 Zum Verhältnis von Autor und Erzähler

3.2.2 Die Rolle des Erzählers

3.2.3 Zur Erzählhaltung

3.2.4 Der Erzähler und sein Publikum

4. Die Erzählstrategie in Hartmanns Erec

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Rolle des Erzählers und die Funktion der Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Werk "Erec". Ziel ist es, die Vielfalt der eingesetzten erzählerischen Mittel zu kategorisieren und deren Wirkung im Kontext der mittelalterlichen Erzähltradition und im Vergleich zu den Vorlagen zu beleuchten.

  • Analyse verschiedener Typen von Erzählerbemerkungen
  • Untersuchung der Interaktion zwischen Erzähler und Publikum
  • Diskussion der didaktischen und wertenden Funktion des Erzählers
  • Vergleich der Erzählstrategie von Hartmann mit der seiner Vorlage

Auszug aus dem Buch

2.1.1.1 Vorwegnahme: Ankündigung und Vorausdeutung

Eine der regelmäßigen und häufigen Formen erzählerischen Hervortretens ist die Vorwegnahme, die eine Aufforderung zur Aufmerksamkeit darstellt. Sie soll von der Wichtigkeit der angekündigten Mitteilung überzeugen und Spannung erwecken.

Der Erzähler sammelt die Aufmerksamkeit für ein neues Thema, um den Hörern die Möglichkeit eines vorausschauenden Überblicks zu geben und die Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung zu lenken. Diese Methode zur Erreichung der Ansprechbarkeit des Publikums wird auch in der antiken Rhetorik erwähnt.

Häufig werden Vorwegnahmen mit dem Zeitadverb nû, Ankündigungen durch nû hoert oder ich sage iu eingeleitet, die die Situation eines mündlichen Vortrags illusionieren. Darauf folgt häufig eine allgemeine Vorwegnahme.

Es gibt zwei Typen vorausweisender Bemerkungen: die Ankündigung und die Vorausdeutung. Bei der Ankündigung weist der Erzähler auf die unmittelbar folgende Darstellung eines bestimmten Details oder einer größeren Erzähleinheit hin. Es handelt sich um ein Gliederungssignal, welches einzelne Erzählabschnitte voneinander trennt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Erzählerrolle in Hartmanns Erec ein und begründet die methodische Herangehensweise.

1. Zu Forschungslage und Problemstellung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige Forschung zu Erzählerbemerkungen im Erec und erläutert die eigene Problemstellung.

2. Die verschiedenen Erzählerbemerkungen im Erec: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der die Kategorisierung und Funktion verschiedener Erzählmittel (Gliederung, Beglaubigung, Stilfiguren, etc.) systematisch untersucht.

3. Allgemeine Aussagen zur Erzählerrolle und den Erzählerbemerkungen im Erec: Hier werden die Ergebnisse zur erzählerischen Funktion und Rolle des Erzählers sowie dessen Verhältnis zum Publikum zusammenfassend diskutiert.

4. Die Erzählstrategie in Hartmanns Erec: Dieses Kapitel analysiert die narrative Gesamtstrategie und die didaktische Absicht Hartmanns anhand der Erzählperspektive.

Schlüsselwörter

Erzählerrolle, Erzählerbemerkungen, Hartmann von Aue, Erec, mittelhochdeutsche Epik, Literaturwissenschaft, Erzähltechnik, Didaktik, Erzähler-Publikum-Beziehung, Amplificatio, Rhetorik, Literaturtheorie, Erzählstruktur, Erzählhaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erzählerrolle und die spezifischen Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Roman "Erec" unter Berücksichtigung verschiedener literaturwissenschaftlicher Kategorisierungsansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die erzähltechnischen Bemerkungen, die Beglaubigungsformeln, die rhetorischen Stilmittel zur Verlebendigung sowie die didaktisch-moralischen Einschübe, durch die der Erzähler den Text kommentiert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die vielfältigen Erscheinungsformen der Erzählerkommentare aufzuzeigen, deren Funktion für die Werkstruktur und die Leserlenkung zu bestimmen und Hartmanns Erzählstrategie im Vergleich zu seiner Vorlage herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine werkimmanente Textanalyse durchgeführt, die methodisch auf die Kategorisierungen von Forschern wie Pörksen und Arndt zurückgreift, um die Erzählerbemerkungen strukturiert zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Systematisierung der Erzählerbemerkungen in drei Hauptgruppen: erzähltechnische Bemerkungen, kommentierende/wertende Bemerkungen sowie allgemeine/didaktische Reflexionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Erzählerrolle, Erec, Hartmann von Aue, Erzähler-Publikum-Beziehung, didaktische Funktion, literarische Rhetorik und Erzählstrategie.

Welche Rolle spielt das "Ich" des Erzählers im "Erec"?

Das Erzähler-Ich tritt bei Hartmann als bewusste Vermittlerinstanz auf, die ein Fiktionsbewusstsein zeigt und durch direkte Ansprache des Publikums eine "Zwischenwelt" zwischen Fiktion und Realität schafft.

Wie unterscheidet sich Hartmanns Erzählweise von der seiner Vorlage?

Im Gegensatz zur Vorlage Chrestiens, bei der die Gegenstandsspannung im Vordergrund steht, nutzt Hartmann den Erzähler stärker zur Desillusionierung, zur Didaktik und zur bewussten Gestaltung der Erzähler-Publikum-Beziehung.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erzählerrolle und Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Erec
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik I: Deutsche Sprache, Ältere Deutsche Literatur, Niederdeutsche Sprache und Literatur, Skandinavistik)
Veranstaltung
Seminar: Hartmanns von Aue 'Erec'
Note
1,7
Autor
Christina von Bremen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
49
Katalognummer
V31865
ISBN (eBook)
9783638327534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erzählerrolle Erzählerbemerkungen Hartmanns Erec Seminar Hartmanns
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina von Bremen (Autor:in), 2001, Erzählerrolle und Erzählerbemerkungen in Hartmanns von Aue Erec, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31865
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Leseprobe aus  49  Seiten
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