Smartphones und stationärer Handel. Strategien, Chancen und Risiken


Hausarbeit, 2016
20 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Die Fragestellung
1.2 Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Definitionen und aktuelle Situation
2.1 M-Commerce
2.2 Stationärer Handel

3. Chancen durch M-Commerce
3.1 Konsumenten in den Laden locken
3.1.1 Push Messaging
3.1.2 Mobile Couponing
3.1.3 Store Location
3.1.4 Mobile Loyalty Programme
3.2 Einkaufserlebnis steigern
3.2.1 Indoor Search und Navigation
3.2.2 Mobile Payment
3.2.3 Mobile Self-Checkout
3.2.4 Mobile Shopping

4. Risiken durch M-Commerce
4.1 Steigender Wettbewerb
4.2 Echter Nutzen oder Spielerei?

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

1.1 Die Fragestellung

Der stationäre Handel ist im Zuge des Digitalen Wandels zunehmend unter Druck geraten. Diese Projektarbeit beschäftigt sich mit der Frage wie mit modernen Technologien, in diesem Fall konkret durch das Smartphone, neue Möglichkeiten entstehen, um die Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit des stationären Handels auch für kommende Jahr zu sichern und entsprechende Erfolge zu generieren.

Demzufolge sollen in dieser Arbeit konkret die bestehenden Chancen und Risiken einer Verbindung des stationären Handels und des mobilen Internets durch das Smartphone herausgearbeitet und gegenübergestellt werden. In diesem Kontext werden punktuell Best-Practice Beispiele und mögliche Strategien vorgestellt.

1.2 Problemstellung

Der stationäre Handel ist mit einem Umsatz von 428 Milliarden Euro und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von ca.16 % eine bedeutende Größe in Deutschland. Allerdings ist festzustellen, dass sich der Umsatz seit dem Millennium real kaum verändert hat.1

Dem gegenüber steht der E-Commerce mit seinem Umsatz von ca. 73 Milliarden Euro in 2014, der sich seit 2011 etwa verdoppelt hat.2

Es ist festzustellen, dass immer mehr Konsumenten im Business-to-Consumer-Bereich (B2C) Produkte Online kaufen und den stationären Handel mehr und mehr lediglich als Ausstellungsfläche bzw. Showroom nutzen oder um sich vor dem Onlinekauf durch geschultes Personal beraten zu lassen und die Produkte später preisgünstiger im Internet zu erwerben. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass durch die mobilen Endgeräte wie beispielsweise das Smartphone eine Markttransparenz entsteht wie nie zuvor3, und gerade die großen Konzerne der E-Commerce Branche wie z.B. Amazon das Einkaufen doch sehr bequem und einfach machen.

Dies setzt den physischen Handel zunehmend unter Druck neue Mittel und Wege zu finden Konsumenten wieder in die Geschäfte zu holen, Kunden nach einer zum Kauf vor Ort zu bewegen und die Kunden letztendlich wieder mehr an das Unternehmen zu binden. Das Smartphone kann hier durchaus ein machtvolles Instrument sein, da es ausgesprochen viele Möglichkeiten bietet, den Konsumenten gezielt anzusprechen und in die Geschäfte zu locken.4 Zudem können Techniken wie beispielsweise das „Mobile Couponing“ auch zusätzliche Umsätze generieren.5

1.3 Aufbau der Arbeit

Als Ausgangsbasis werden in Kapitel 2 zunächst die Begriffe M-Commerce und stationärer Handel definiert und grundlegende Begrifflichkeiten geklärt. In Kapitel 3 wird dann konkret auf die Chancen eingegangen, welche sich durch Smartphones für den stationären Handel ergeben. Hierbei konzentriert sich die Arbeit zum einen darauf, welche Möglichkeiten entstehen, den Kunden wieder mehr in den Handel bzw. in die Läden zu führen und dort zum Kauf zu bewegen. Zum anderen geht das Kapitel darauf ein, wie der Kunde beim Einkaufen begeistert werden kann. Anschließend werden in Kapitel 4 die Risiken gegenübergestellt, welche sich andererseits durch neuen Möglichkeiten ergeben. Kapitel 5 rundet diese Arbeit mit einem Fazit und Ausblick ab.

2. Definitionen und aktuelle Situation

Im Folgenden werden zunächst die Begriffe M-Commerce und stationärer Handel definiert und erläutert. Des Weiteren wird eine kurze Momentaufnahme zum aktuellen Stand und den derzeitigen Trends aufgezeigt.

2.1 M-Commerce

Mobile Commerce oder kurz M-Commerce ist eine Spezialform des Electronic-Commerce (E-Commerce), bei der insbesondere mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer zum Einsatz kommen. Konkret geht es um die „Anbahnung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Kommunikationsnetze und mobiler Zugangsgeräte“.6 Das bedeutet, M-Commerce schließt neben dem Handel von Dienstleistungen und Waren, auch sämtliche Informations- und Kommunikationsprozesse mit ein.7 Hierbei sind speziell die sog. Location Based Services (LBS) zu erwähnen. Hiermit sind standortbezogene Dienste gemeint, welche der Anwender mit einem mobilen Endgerät nutzen kann. Der Standort wird durch das Mobilfunknetz, WLAN oder GPS ermittelt und bietet dem Nutzer die Möglichkeit Orte und Einkaufsgelegenheiten in seiner direkten Umgebung zu finden oder Aktionen und Dienste die in seiner Umgebung angeboten werden zu nutzen.8

2.2 Stationärer Handel

Als stationären Handel im klassischen Sinne werden Handelsbetriebe mit festem Standort bezeichnet.9 Hierbei wird je nach Adressat zwischen Einzelhandel, Großhandel, Produktionsverbindungshandel sowie dem Import- und Exporthandel unterschieden.10 In dieser Arbeit wird ausschließlich der Einzelhandel mit seinem klassischen B2C-Geschäft betrachtet.

Wie bereits anfangs erwähnt, stagnieren die Umsätze des stationären Einzelhandels. Dies lässt sich im Wesentlichen auf zwei Kerngrößen zurückführen. Zum einen ist der Anteil der Ausgaben im Einzelhandel aufgrund gestiegener Kosten beim Miete, Strom, Gas und Wasser zurückgegangen11, zum anderen sind die Reallöhne im Beobachtungszeitraum kaum gestiegen.12. Trotz der rückläufigen Umsätze im Einzelhandel sind dennoch die Verkaufsflächen im Zeitraum von 2000 bis 2010 um etwa 12% gestiegen.13 Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die Effizienz von Umsatz im Vergleich zur Fläche gesunken ist und dies sich somit auf die Margen und nicht zuletzt negativ auf den Gewinn auswirkt.

3. Chancen durch M-Commerce

Smartphones und Tablets bieten nahezu unbegrenzte Möglichkeiten mit Konsumenten zu kommunizieren und zu interagieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten den Kunden zu erreichen und das gewünschtes Ergebnis, letztendlich den Kauf der Ware herbeizuführen. Die folgenden Möglichkeiten werden in zwei Hauptkategorien eingeteilt. Zum einen wird durch M-Commerce versucht den Kunden „einzufangen“ bzw. „abzuholen“. Der Kunde soll also dazu bewegt werden seine Käufe wieder vermehrt offline vor Ort zu tätigen. Zum anderen soll das Einkaufserlebnis durch die Verknüpfung von mobilen Informationen via Smartphone mit dem stationären Handel gesteigert werden und den Kunden somit begeistern. Diese Begeisterung soll neben dem Service einen zusätzlichen Nutzen bieten, der die Mehrkosten durch Vorhaltung von Ware, Miete etc., die dem physischen Handel entstehen und sich auf den Verkaufspreis niederschlagen, kompensiert. Letztendlich gibt das dem stationären Handel die Chance sich über Zusatznutzen gegen Online-Händler zu behaupten.14

3.1 Konsumenten in den Laden locken

Mittlerweile sind Smartphones und Tablets sehr weit verbreitet und nahezu immer und überall mit unterwegs. Konkrete Zahlen belegen, dass 55% der Deutschen unterwegs auf Informationen im Internet zugreifen.15 Durch die bereits eingangs erwähnten LBS, ergibt sich hierdurch für den Kunden ein Mehrwert, indem mobile Endgeräte die Umgebungsinformationen verarbeiten und somit den Kunden präzise auf aktuelle Angebote und Services hinweisen oder automatisch Coupons zur Verfügung stellen.16

Im Folgenden wird auf einige der bereits bestehenden Möglichkeiten eingegangen und anhand von Beispielen dargestellt. Es ist festzuhalten, dass dies nur einen Ausschnitt darstellt, da der Markt des M-Commerce sehr dynamisch ist und nahezu täglich wächst.

3.1.1 Push Messaging

Push Messaging, im Folgenden mit PM abgekürzt, stellt eine Art Kurzmitteilung oder Information dar, die direkt auf das mobile Endgerät des Empfängers geschickt werden können. Je nach Anwendungsart geschieht dies als SMS oder als Push Notifikation (PN).17. PN werden im weiteren Verlauf als Nachrichten verstanden, bei der eine im Hintergrund laufende, aber auch geschlossene Applikation dem Benutzer mitteilt, das neue Nachrichten verfügbar sind.18 Ein Beispiel hierfür ist die App des Nachrichtenprogramms der Tagesschau, welche dem Nutzer immer bei aktuellen Nachrichten eine Mitteilung direkt im Bildschirm anzeigt. Für den Dienst ist im Vergleich zur SMS zwar eine App erforderlich, dafür ist der Dienst des PN an sich kostenfrei.

[...]


1 Vgl. statista.de (2012)

2 Vgl. statista.de (2015)

3 Vgl. Heinemann, G. (2015)

4 Vgl. Happel, S. (2014)

5 Vgl. Gs1 Germany GmbH (2012)

6 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 2015

7 Vgl. Heinemann, G. (2015)

8 Vgl. Gründerszene (2015)

9 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (2016)

10 Vgl. Schröder (2012), S.17

11 Vgl. Mütze (2011), S. 2 ff.

12 Vgl. IHK Chemnitz (2011), S. 13

13 Vgl. Mütze (2011), S. 4

14 Vgl. Heinemann (2015)

15 Vgl. ARD/ZDF-Onlinestudio (2015)

16 Vgl. Bauer (2008), S. 207

17 Vgl. Sollberger et al. (2015), S. 108

18 Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Smartphones und stationärer Handel. Strategien, Chancen und Risiken
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V318650
ISBN (eBook)
9783668178380
ISBN (Buch)
9783668178397
Dateigröße
758 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Business, Marketing, E-Commerce, M-Commerce, Smartphones, Strategie, Chancen, Risiken
Arbeit zitieren
Kai Ziegler (Autor), 2016, Smartphones und stationärer Handel. Strategien, Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318650

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