Im Anschluss an die zwei einleitenden Coming-Out-Abläufe möchte ich mich allgemein mit den Begriffen „Homosexualität“ , „lesbischen Frauen“ und „Zwangs-heterosexualität“ auseinandersetzen, und auch auf eventuelle Unterschiede der Begrifflichkeiten zwischen Deutschland und den USA eingehen.
Der nächste große Schwerpunkt ist dem Thema Coming Out und der Identitätsfindung lesbischer Frauen gewidmet. Anschließend werde ich auf Probleme und Schwierigkeiten, die sich während des Coming Outs ergeben können, sehr umfassend eingehen. Bestehende Unterschiede innerhalb der Thematiken zwischen den zwei Ländern werde ich erläutern.
Im letzten Teil der Arbeit werde ich meine Forschung innerhalb von Lesbenberatungsstellen im Rhein-Main-Gebiet und in der Bay-Area vorstellen und diskutieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Hinfuehrung zum Thema
1.1 Einleitung
1.2 Coming-Out-Ablaeufe
1.2.1 Ein Coming Out in Deutschland
1.2.2 Ein Coming Out in USA
2. Homosexualitaet bei Frauen
2.1 Homosexueller Begriff
2.2 Die lesbische Frau
2.2.1 Zwangsheterosexualitaet
3. Coming Out bei lesbischen Frauen
3.1 Der Begriff Coming Out
3.2 Inneres Coming Out und Selbstakzeptanz
3.3 Aeusseres Coming Out
3.3.1 Coming Out vor der Familie
3.3.2 Coming Out vor den Freunden
3.3.3 Coming Out in der Schule
3.3.4 Coming Out am Arbeitsplatz
3.4 Die lesbische Subkultur
3.5 Unterstuetzungsmoeglichkeiten fuer Lesben
3.6 Coming-Out-Modelle
4. Identitaetsfindung und Schwierigkeiten beim Entwickeln der lesbischen Identitaet
4.1 Die lesbische Identitaet
4.1.1 Lebensabschnitt „Kindheit“
4.1.2 Lebensabschnitt „Pupertaet“
4.1.3 Heterosexuelle Lebensphasen
4.2 Die Wichtigkeit der Vorbilder fuer Lesben
4.2.1 Lesben in den Medien
4.3 Die „Queer Theorie“
4.4 Ursachen fuer die Schwierigkeiten beim Entwickeln der lesbischen Identitaet
4.4.1 Verinnerlichte Homophobie
4.4.2 Formen der Diskriminierung von Lesben
4.4.2.1 Ursachen der Diskriminierung von Lesben
4.4.2.2 Massnahmen gegen die Diskriminierung
4.4.2.2.1 Lesbisch-Schwule Bildungsarbeit mit Jugendlichen
5. Forschungsprojekt - Coming-Out-Gruppen und Lesbenberatung
5.1 Das offene Leitfadeninterview
5.1.1 Die Forschungsfragen des Interviews
5.1.2 Die Auswertungsmethode
5.2 Deutschland und USA
5.3 Vorstellung der Organisationen
5.3.1 Lesbenberatung und Lesbengruppen, Frauenzentrum Mainz
5.3.2 Lesben-Informations- und Beratungsstelle, Frankfurt
5.3.3 New Leaf, San Francisco
5.3.4 Pacific Center, Berkeley
5.4 Gegenueberstellung und Vergleich der der Forschungsergebnisse
5.4.1 Rahmendaten der Treffen/Beratung
5.4.1.1 Ort der Treffen/Beratung
5.4.1.2 Haeufigkeit der Treffen/Beratung
5.4.1.3 Anzahl der Frauen
5.4.2 Gruppen-/Beratungskonzept
5.4.2.1 Gruppenleiterinnen-/Beraterinnen-Job
5.4.2.2 Zielsetzung
5.4.2.3 Projekte
5.4.2.4 Veraenderungen bei den Organisationen
5.4.3 Daten zum Leben der Frauen
5.4.3.1 Alter der Frauen
5.4.3.2 Inhalt der Treffen/Beratung
5.4.3.3 Dauer des Coming Outs
5.4.3.4 Probleme/Schwierigkeiten/Diskriminierungen
5.4.3.5 Positive Entwicklungen im Leben der Lesben
5.4.3.6 Veraenderungen bei den Frauen
5.4.3.7 Unterschiede: Stadt/Land-Coming-Out
5.4.3.8 Subkultur
5.5 Gegenueberstellungstabellen
5.5.1 Rahmendaten
5.5.2 Konzept der Organisationen
5.5.3 Leben der Frauen
6. Schlussbetrachtung/Resuemee
6.1 Song: Finally face it
6.2 Schlussbemerkung und Danksagung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das "Coming-Out" lesbischer Frauen, analysiert die Identitätsfindungsprozesse und beleuchtet die Rolle von Unterstützungsstrukturen im direkten Vergleich zwischen dem Rhein-Main-Gebiet (Deutschland) und der Bay-Area (USA).
- Vergleich der Coming-Out-Prozesse in Deutschland und den USA.
- Identitätsfindung lesbischer Frauen unter gesellschaftlichem Druck und Zwangsheterosexualität.
- Analyse von Unterstützungs- und Beratungsangeboten in unterschiedlichen regionalen Kontexten.
- Rolle von Vorbildern, Medien und subkulturellen Räumen.
- Auswirkungen von Diskriminierung und Homophobie auf den Coming-Out-Prozess.
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Ein Coming Out in USA
So, ok, about coming out...probably, mmh, my earliest memory would be Susan, who was a neighbor, who lived next door from us in Michigan, where I was growing up. And she...ehm, I remember me, my sister and I would often play with her and I remember that she moved to Florida, when we were in 4th or 5th grade. And I remember when she moved away I was very sad. And I felt like I liked her but, and I was very sad, but it felt, I remember I was feeling different, than it felt like with other friends. It felt like I liked her in a different way. And I probably liked boys, and, and then she left, and then I just remember one day very early, it came back years later in a meditation I did, and I didn’t remember it regularly, and I had a meditation and this image came up. And I was on a toilet and I was thinking of her leaving, and I remember thinking one or two times „god, what if I’m gay, what if I’m homosexual, what if och....“. And then I remember just thinking „oh no...this is not a possibility, because gay people are not normal, and I’m normal“. And so I totally didn’t consider it. I pushed it away, but I remember more than once thinking that when I was little. I had this fear „what if I’m gay, what if I was gay...“. But I felt, no...it’s not possible, because of I grew up thinking it was wrong.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Hinfuehrung zum Thema: Einleitung zur Motivation der Autorin, Coming-Out-Geschichten und Übersicht über den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Homosexualitaet bei Frauen: Erörterung der Begrifflichkeiten "Homosexualität" und "lesbische Frau" sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Zwangsheterosexualität.
3. Coming Out bei lesbischen Frauen: Detaillierte Betrachtung des Coming-Out-Prozesses in verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Schule und Arbeitsplatz, ergänzt durch unterstützende Modelle und Subkultur.
4. Identitaetsfindung und Schwierigkeiten beim Entwickeln der lesbischen Identitaet: Analyse der Identitätsbildung in verschiedenen Altersphasen sowie die Untersuchung von Hindernissen wie verinnerlichter Homophobie und Diskriminierung.
5. Forschungsprojekt - Coming-Out-Gruppen und Lesbenberatung: Vorstellung und Vergleich der Beratungsstellen und Coming-Out-Gruppen im Rhein-Main-Gebiet und der Bay-Area anhand von Experteninterviews.
6. Schlussbetrachtung/Resuemee: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Forschungsergebnisse aus den untersuchten Organisationen in Deutschland und den USA.
Schlüsselwörter
Coming Out, lesbische Identität, Homosexualität, Zwangsheterosexualität, Lesbenberatung, Subkultur, Queer Theorie, Identitätsfindung, Diskriminierung, Homophobie, Rhein-Main-Gebiet, Bay-Area, Coming-Out-Gruppen, Geschlechterrollen, Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess des Coming-Outs bei lesbischen Frauen und vergleicht die Erfahrungen und Unterstützungsstrukturen im Rhein-Main-Gebiet (Deutschland) und der Bay-Area (USA).
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Coming-Out-Prozess in verschiedenen Lebensphasen, die Entwicklung einer lesbischen Identität, der Einfluss der Zwangsheterosexualität und die Rolle von Beratungsstellen sowie der lesbischen Subkultur.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Coming-Out-Verlauf und der Identitätsfindung von Lesben in den beiden unterschiedlichen regionalen Kontexten (Deutschland/USA) zu analysieren und aufzuzeigen, wie unterstützende Organisationen diesen Prozess begleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzte offene Leitfadeninterviews mit Expertinnen aus Beratungsstellen, um qualitative Daten zu erheben, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Identitätsfindung (von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter), den Herausforderungen durch Diskriminierung und verinnerlichte Homophobie sowie der Rolle von Vorbildern und gesellschaftlichen Einflüssen auf den Coming-Out-Prozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Untersuchung ist geprägt durch Begriffe wie Coming Out, lesbische Identität, Zwangsheterosexualität, Diskriminierung, Subkultur, Beratungsarbeit und den regionalen Vergleich zwischen Deutschland und den USA.
Wie unterscheidet sich die lesbische Szene im Rhein-Main-Gebiet von der in der Bay-Area?
Die Arbeit zeigt, dass die Szene in der Bay-Area vielschichtiger und sichtbarer ist, jedoch auch einen höheren Druck durch die eigene Community ausüben kann, während die Szene im Rhein-Main-Gebiet als kompakter und weniger divers beschrieben wird.
Welche Rolle spielen Familienangehörige bei der Entwicklung der lesbischen Identität?
Die Familie ist ein zentraler Faktor; das Outing vor der Familie wird oft als sehr schmerzhaft und komplex beschrieben, wobei die Reaktionen von Ablehnung bis hin zur Akzeptanz reichen, was den Identitätsfindungsprozess maßgeblich beeinflusst.
- Quote paper
- Yasmin Einloft (Author), 2001, Coming Out bei lesbischen Frauen - am Beispiel Rhein-Main-Gebiet/Deutschland und Bay-Area/USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31871